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Praktikantenausbeutung: Deutsches Historisches Museum ist "Abzocker des Jahres"

Die Interessenvertretung für Hochschulabsolventen "fairwork" vergibt den "Preis" für die größte Abzocke des Jahres an das Deutsche Historische Museum (DHM) in Berlin. Das Museum hatte einer 29-jährigen Uni-Absolventin ein Praktikum zu fragwürdigen Bedingungen angeboten.

Vertraglich forderte das Museum ein unentgeltliches sechsmonatiges Praktikum, ohne Urlaubsanspruch und Aussicht auf eine spätere Anstellung. Zusätzlich sollte die Absolventin alle Rechte an ihren Arbeiten in dieser Zeit ans DHM abtreten und kein Recht auf Krankengeld sowie Unfallfürsorge erhalten.

Solche Fälle von "sittenwidrigen Scheinpraktika" sind keine Seltenheit, bestätigt Anwalt Christian Regnery. Steht das "Interesse des Arbeitgebers an der Arbeitsleistung des Praktikanten im Vordergrund" ist juristisch von einem normalen Arbeitsverhältnis auszugehen und Lohn entsprechend zu zahlen.


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WebReporter: Jensifer
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutsch, Jahr, Museum, Abzocke, Praktik, Praktikant
Quelle: www.faz.net

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.03.2008 15:42 Uhr von Jensifer
 
+0 | -0
 
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In der Quelle stehen noch weitere Details zu diesen "Scheinpraktiken" und eine Stellungnahme des DHM Berlin.
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18.03.2008 17:01 Uhr von nurichweißbescheid
 
+37 | -7
 
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Schlimm ist, dass man besonders als Hochschulabsolvent dazu gezwungen wird, seinen Lebenslauf mit Prkatika aufzuwerten, auch wenn man dabei teilweise nichts lernt und nur eine billige Arbeitskraft darstellt. Auf viele Praktikumsplätze muss man sich bewerben wie auf eine richtige Vollzeitstelle und darf dann zw. 3 und 6 Monaten Vollzeit buckeln, nur um es den Personalern rechtzumachen. Die denken beim Lesen eines Lebenslaufes, wenn nur ein Praktikum drinsteht, der Bewerber ist unfähig, faul und inkompetent.
Es gibt Studenten, die müssen durch harte Arbeit ihr Studium finanzieren und in den Ferien entweder richtig schuften oder eine Prüfung / Studienarbeit nach der anderen schreiben. Die, die Zeit haben für Praktika, sind nur die Studenten mit entweder reichen Eltern oder anspruchslosen Studiengängen. Es ist ungerecht, einen Studenten nach seinen Praktika zu beurteilen. Wer keins gemacht hat, kann ein fleissigerer und engagierterer Bewerber sein, als einer der regelmässig seine Ferien mit Praktika ausgefüllt hat.
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18.03.2008 17:38 Uhr von trance33
 
+13 | -1
 
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@ nurichweißbescheid: "Die, die Zeit haben für Praktika, sind nur die Studenten mit entweder reichen Eltern oder anspruchslosen Studiengängen"
Also so pauschal kann man das nun auch nicht sagen. Nur weil du anscheinend Probleme mit Praktika hast/hattest, heißt das nicht, dass alle, die mehrere Praktika machen, automatisch Bonzenkinder oder Bummelstudenten sind.Meine Meinung..
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18.03.2008 19:01 Uhr von httpkiller
 
+11 | -0
 
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Leider kommt das immer wieder vor, dass Praktikanten als billige Arbeitskräfte missbraucht werden. Sind also keine Neuigkeiten für mich, ist ja schon länger so.
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18.03.2008 19:29 Uhr von Chillah
 
+7 | -0
 
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In Zukunft wohl nicht mehr: "Das Deutsche Historische Museum sei eine renommierte Adresse, der Name mache sich gut im Lebenslauf"
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18.03.2008 20:43 Uhr von nurichweißbescheid
 
+7 | -7
 
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@trance33: Ich hatte keine Probleme mit Praktika, war aber jede Semesterferien mit Klausuren oder Fabrikarbeit so ausgelastet, das ich nie eins machen konnte. Und ich denke nicht, dass ein Lebenslauf ohne Praktikum beim Personaler, der diesen bearbeitet den Gedanken hervorruft "das war sicher ein eifriger Student, der einfach keine Zeit für ein Praktikum hatte".
Kollegen von mir, die andere Dinge studiert haben, wie BWL oder Medienwissenschaften haben in den Ferien sehr wenig bis garnichts zu tun und können ganz entspannt ein Praktikum nach dem anderen machen. Positiv ist, dass bei manchen FH-Studiengängen und Bacherlor Studiengängen ganze Praxissemester eingeplant sind, wo keine vorlesungen oder Prüfungen anliegen. Und selbst wenn man Zeit hat, heisst das nicht das man das Geld und die finanzielle Flexibilität hat, z.B. in einer anderen Stadt ein unbezahltes 3monatiges Praktikum zu absolvieren. Ich bleibe dabei, ein einfacheres Studium und finanzielle Reserven erleichtern das Sammeln von Praktika innerhalb eines Studiums. Und von Bummelstudenten ist hier nirgends die Rede, dann kann sich ja jeder jederzeit Urlaub für ein Praktikum nehmen. Manche Studiengänge erfordern einfach weniger Zeit und weniger Prüfungen, so dass in der Regelstudienzeit viel mehr Freizeit anfällt als bei anderen Studiengängen.
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18.03.2008 21:57 Uhr von saber_
 
+5 | -2
 
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finds schlimm das AKADEMIKER bzw angehende AKADEMIKER nicht genug in der birne haben um sich was anstaendiges zu organisieren?

ich bin schon seit ueber einem jahr werkstudent in einem kleinen ingenieurbuero... ich verdien meine 10 €/h und krieg richtig gute aufgaben die mich im studium sehr viel weiter bringen!
desweiteren bekomm ich umsonst viele schulungen mit...
und sonst sind die arbeitsverhaeltnisse mehr wie fair...

sry... aber wenn ich schon bald einen akademischen titel in der hand halte dann verlange ich auch was dafuer... immerhin hab ich keine lust mich unter wert zu verkaufen...


und wenn jetzt jemand aufschreit das es in seiner studienrichtung nicht so einfach waere... SELBST SCHULD;)

wenn du was machen willst...dann machst dus! und dafuer musste eben auch ein wenig herzblut auf der strecke lassen...
ist halt normal das mediziner ihr PJ unentgeldlich ableisten muessen... das ist auch vorm studium schon bekannt....
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18.03.2008 22:13 Uhr von Sharillon
 
+6 | -5
 
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@saber_: Äh...

Es gibt Studiengänge, da darfst du dir nicht aussuchen, wo du deine Praktika machst bzw. nur theoretisch.
Ich als Jurastudent muss einmal bei nem Anwalt nen Praktikum machen und bei ner anderen öffentlichen Amt wie der Polizei, Ordnungsamt etc.

Und ich hab bisher nur gehört, dass viele selbst da ausgenutzt werden. Dort müssen sie irgendwelche Akten ordnen, Kaffee kochen und was weiß ich. Sowas mag zwar für nen Schülerpraktikanten, nen Zivi oder nen Praktikanten mit ner "niedrigeren" Bildungsklasse Standard sein. Ich persönlich aber möchte für mich und meinen Beruf was lernen.

Und dieser Spruch "Selbst Schuld!" ist auch nicht wirklich angebracht. Ich möchte Beruf XYZ ausüben und nur weil deren Praktikumsbedingungen scheiße sind, soll ICH daran schuld sein? Daran sind die Firmen, Betriebe, Institutionen Schuld, die so scheiß Praktika anbieten und nicht ich selber.


Und heutzutage ist ein akademischer Titel kein Garant dafür, dass man am Ende nen Job mit guten Verdienstmöglichkeiten bekommt. Dazu ist der Markt in manchen Bereichen einfach zu groß. Hängt natürlich auch von der Situation ab. Jura studieren momentan wieder wenige, dafür sind Studiengänge für Ingenieurberufe richtig überfüllt. Wenn ich höre, dass in Wuppertal extra nen Kino gemietet wurde für deren Vorlesungen oder mein Kumpel mit über 1000 anderen Komillitonen studiert...
Da bin ich froh, dass "wir" in Köln grad mal 140-150 im Semster sind.

Dieses "unter Wert zu verkaufen" ist schon lange an der Tagesordnung bei "uns" angehenden Akademikern. Und ganz ehrlich: Wenn ich die Wahl hätte zwischen arbeitslos und Jurist mit Anstellung, dann würde ich das zweite nehmen. Ich muss ja auch irgendwann meine Familie ernähren. Bin ja auch nur weil ich "gebildeter" bin als andere Menschen dadurch kein besserer Mensch...
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18.03.2008 22:30 Uhr von saber_
 
+2 | -0
 
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@sharillon: ich sagte ja... wenn du es unbedingt willst musste herzblut auf der strecke lassen...

wenn du es unbedingt willst und weisst was dir bevorsteht... wie waers mit kontakten knoepfen?
direkt beim vorstellungsgespraech klar machen was man machen moechte...

ich hab bei porsche nach einer halben stunde mein vorstellungsgespraech beendet. als ich die fragte was fuer aufgaben mich denn erwarten wuerden - und sie mir sagten das ich das lager katalogisieren wuerde - hab ich direkt gesagt das ich nicht damit einverstanden bin und aus wars....

so einfach... hab klare ziele - und auch kein problem diese an den mann zu bringen! und wir alle haben bei gott genug auswahl um was richtiges fuer uns zu finden!


und zum thema "ueberfuellte ingenieursstudiengaenge"...
unsere WIRTSCHAFTSingenieure sind sehr gut vertreten... aber der schoene gute alte maschinenbau ist davon sicher nicht betroffen;)

anfangen tun viele...das ist einfach so!
aber da wird ausgesiebt bis zum erbrechen - und schwupps sitzen garnichtmehr so viele drin;)

bei uns an der fh hat mein semester damals mit 140 leuten begonnen... im hauptstudium dann waren bzw sind wir nurnoch 40 leute...
SCHWUPPS und weg warnse:>

an der tu hocken natuerlich mehr drinnen...da gehts schon in die von dir genannten dimensionen... aber auch da wird zum schluss hin gut separiert...

desweiteren kann man bei ingenieurstaetigkeiten nicht von "ueberfuellung" reden... und das nur weil so viele anfangen (von denen eh nochmehr wieder wegfallen)

das grundstudium ist eben fuer alle fast gleich... und danach gehts in ca. fuenfmilliarden richtungen... und da gibts genug platz fuer alle...
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19.03.2008 09:10 Uhr von LikeCurse
 
+5 | -1
 
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Ach ja so ähnlich habe ich das auch wärend meinem Studium kennen gelernt.. zum mindest was das entgeltlose dahin Arbeiten betrifft..

Schweinerei.. aber, was soll man schon machen?
Gerade hier im Osten, da findet man nur wenige die was Zahlen...
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19.03.2008 09:17 Uhr von vise
 
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ja was wollt ihr auch bei der polizei da könnt ihr als praktikant doch eh nichts mitnehmen. auf einsätze dürft ihr nicht mit weger der versicherung und sicherheit des praktikanten. hoheitliche aufgaben könnt ihr auch nicht wahrnehmen, und polizei als erfahrungsberuf...ja was willste da mit nem praktikanten anfangen?
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19.03.2008 09:25 Uhr von vise
 
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^^^^ zu oben @ nurichweißbescheid, @jampel: und außerdem keine Ahnung von Polizei- und Verwaltungsgesetzen. Da kannste Dein Jura mal voll vergessen, das bringt da gar nichts. Wärst lieber zu einem Amtsgericht gegangen.
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19.03.2008 11:45 Uhr von Wolfface
 
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@vise: Polizei- und Ordnungsrecht bzw. Verwaltungsrecht ist zumindest bei uns Juristen in Muenster Thema des 3. Semesters.
Des Weiteren scheint den meisten Dienststellen der Versicherungsschutz sogar egal zu sein, ich war zum Beispiel schon im Rahmen eines Schuelerpraktikums bei Hausdurchsuchungen (aktiv!) dabei, an Tatorten von Einbruechen etc. Andere Kommilitonen waren zB nachts mit auf Streife. Ein Praktikum bei der Polizei kann also spannend sein. Obs einen jetzt wirklich weiter bringt ist eine andere Frage, lebhafter als beim Amtsgericht ist es auf jeden Fall.
Ich persoenlich sitze gerade im Londoner Buero einer grossen internationalen Kanzlei. Geld kriege ich nicht, aber immerhin bezahlen die den Flug. Ich darf an manchen Sachen (hier Private Equity, Fusionen usw.) mitarbeiten und das reicht mir persoenlich voellig. Ich wuerde sogar noch geld drauflegen, dass ich in einer so renommierten Kanzlei sein darf.
Allerdings muss man sagen, dass so ein Praktikum ohne den noetigen finanziellen background nicht moeglich ist. Die Kosten fuer Unterkunft, Verpflegung etc sind schon extrem.

Trotzdem der Tipp an alle, die keine Lust auf Praktika beim Dorfanwalt haben: Fragt rum, verschafft euch Connections, bewerbt euch und werdet aktiv. Dann bekommt ihr auch gute Praktika, die einen weiter bringen.
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19.03.2008 14:27 Uhr von zeroFX
 
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Ja, wenn es sowas wie ne Studentengewerkschaft gäb: und alle bei unbezahlten, mehrmonatigen Praktika streiken würden - sprich nicht antreten, sähen die ganzen "Personaler" mal, was dabei rumkomm, wenn man die nur ausnutzt.
Aber da sind die deutschen Studis wohl gleich wieder paralysiert von der Vorstellung einer "Revolution" …
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19.03.2008 14:30 Uhr von ari99
 
+3 | -1
 
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Praktikanten sind in den neuen Bundesländern doch der begehrte Ersatz für Auszubildendend und Schwarzarbeiter...

Warum etwas zahlen ? Die ARGE gibt doch noch Geld dazu !

Gemeinnützige Vereine vermieten 1 Euro Jobber an Baumschulen, Gärtnereien etc.

Ist doch alles OK. - Hauptsache die Löhne sinken...

Und Gewerkschaften oder sonstige Organisationen betrifft es ja nicht - ist ja kein Arbeitsverhältnis...

Zwangsarbeit macht frei........
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19.03.2008 14:34 Uhr von skipjack
 
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Streiten bringt nix, Fakt ist Fakt Streiten bringt nix, Fakt ist Fakt...

Nicht umsonst gibt es den Begriff "Generation Praktikum"!!!

>So wird nicht nur durch die ALGII-Empfänger, sondern auch durch die Praktika, Lohn- bzw. Gehaltsdumperei betrieben...

>>In unserem Wirtschaftsbereich ist nicht mehr nur ein Wurm drin, ich nenne das Dingen mittlerweile Monster...

-Fehlt nur noch Mr. Immerklug Sinn, der von fehlenden "Erfahrungen" und "Qualifikationen" spricht und fadenscheinig jammert...

Tsss.

PS: Ohne Knete, keine Fete.
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19.03.2008 18:51 Uhr von vise
 
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Verallgemeinerung: Ich will hier keinem Widersprechen. Doch bin ich der Meinung, dass man das Problem ein wenig differenzierter betrachten muss: Der Fakt ist klar, für jedes Unternehmen "lohnt" sich ein Praktikant - auch weil er vmtl. mehr Performance bringt, als jemand, der bereits im festen "Sattel" eines Arbeitsvertrags sitzt, da er ja auf eine weiterführende Beschäftigung hofft. Praktikanten sind billig und können die oft notwendigen Arbeiten erledigen, für die sich jeder Arbeitnehmer zu schade ist. Ich persönlich habe kein Verständnis dafür, dass Praktikanten für "lau" - also für umsonst arbeiten sollen. So lange es aber Leute gibt, die sich (oft gezwungener Maßen) für so eine Stelle hergeben, wird sich die Einstellung mancher Unternehmen in dieser Hinsicht nicht ändern. Ist doch klar, wenn ich zehn Leute vor der Türe stehen habe, fünf wollen Geld sehen, nehme ich die anderen fünf.

Wie viele Praktika man heute gemacht haben sollte, um den Einstieg ins Berufsleben zu finden, weiß ich auch nicht. Ich kann mir vorstellen, dass Personaler vmtl. in jede Richtung argumentieren und nach ihrem Empfinden Quantität und Qualität der geleisteten Praktika bewerten.

Für mich ist vor allem eines für die "Generation Praktikum" verantwortlich: die Politik. Diese nämlich hat vorgegeben, wie hoch Lohnnebenkosten sind; dass Unternehmen bezuschusst werden können, wenn Sie junge Menschen (auch unentgeltlich) beschäftigen; durch die ach so tolle Bildungspolitik, die alles hervorgebracht hat, nur keine Menschen, die Perspektiven oder entsprechend qualifiziertes Bildungsniveau haben, um einen Job zu finden.

Als Fazit bleibt für mich nur, dass derjenige, der wirklich "will" auch etwas findet - unabhängig davon, ob es nun der Rettungsring zum Überwasserhalten, der Traumjob oder nur das Sprungbrett zu Neuem ist. Ich kann meinen Vorrednern nur zustimmen: Alles ist besser als kein Job; da kann man nicht einmal "schlechte" Berufserfahrungen für das spätere Leben und den eigenen Anspruch mitnehmen...
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20.03.2008 10:47 Uhr von heliopolis
 
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Es lebe die Gier: Wenn ich meine Praktikanten derart ausnützen würde, könnte ich mir am Morgen im Spiegel nicht mehr selbst in die Augen blicken. Darum gibt es stets eine im Rahmen des Praktikums angemessene Vergütung.

Ich habe die allgemeine Geldgeilheit noch nie wirklich verstanden. Da häufen die Leute Summen an, die sie teilweise nie im Leben ausgeben können. Bei gemeinnützigen Einrichtungen ist ein Faktum ganz besonders schlimm. Da ist bei einer entsprechenden Bildungseinrichtung bei uns am Ort die Weihnachtsgratifikation der Mitarbeiter vom Jahresumsatz/-gewinn abhängig. Logisch, dass dann an den verrücktesten Stellen getrickst wird, nur damit der Betrag für jeden persönlich am Ende des Jahres schön hoch ausfällt. Auf Kosten der Schüler und Dozenten.

Vernunft und Zufriedenheit ist die beste Firmenpolitik. Man sollte gesund an der Wirtschaft partizipieren und nicht übertreiben. Ich könnte auch den einen oder anderen Auftrag mehr an Land ziehen, wenn ich mehr Leute einstelle. Doch wozu? Um die dann wieder zu entlassen, wenn es eine Flaute gibt?! Da kooperiere ich lieber mit anderen Unternehmen und wir teilen uns große Aufträge. Ich würde schließlich auch nicht reicher, wenn ich alles alleine an mich raffe. Bei all dem Stress wäre das nur ein Sargnagel mehr. Ich lebe gerne und stressfrei.

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