15.03.08 18:00 Uhr
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Garching: Experiment mit Giftgas an Uni verlief schief - 40 Personen Wohlauf

Nach einem Experiment mit dem Giftgas Phosgen, das vor allem im ersten Weltkrieg angewendet wurde, an der TU in Garching, nahe München, wurden am Freitag knapp 40 Verletzte sofort ins Krankenhaus eingeliefert.

Nach Auskünften von Zeugen soll bei der Zubereitung des Gases ein Gummirohr geplatzt sein. Dadurch konnte sich das gefährliche Gas in der Chemischen Abteilung der TU in Garching ausbreiten. In dem Versuchslabor selbst waren zum Zeitpunkt des Unfalls drei Personen zu Gange.

40 Personen wurden vorsorglich zur Untersuchung in einem örtlichen Krankenhaus eingewiesen, alle sind jedoch wohlauf. Für die Anwohner, so die Beteuerung von Sicherheitskräften, bestand zu keinem Zeitpunkt eine akute Gefahr.


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WebReporter: Supi200
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Person, Uni, Experiment
Quelle: www.spiegel.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.03.2008 18:31 Uhr von Schiebedach
 
+1 | -4
 
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Giftgas: ist ein Massenvernichtungsmittel.
Dieser Versuch hat bewiesen, wie einfach es jedem Terroristen fallen würde, solch einen Dreck herzustellen.
Daß es zu keinen (ernsthaft?) Verletzen geführt hat, ist scheinbar nur einem Zufall zu verdanken.
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15.03.2008 18:35 Uhr von kleiner erdbär
 
+6 | -0
 
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*hihihi* - sorry, aber der umkehrschluss der überschrift wäre doch dann:

Garching: Experiment mit Giftgas an Uni geglückt - 40 Personen tot!

*fg* ...nix für ungut, is natürlich schön, dass den menschen nix passiert ist!
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15.03.2008 18:51 Uhr von coelian
 
+0 | -0
 
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@Schiebedach: Wo steht, dass es etwas mit der Herstellung zu tun hatte? Ein Schlauch kann immer undicht sein, auch wenn nichts produziert wird
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15.03.2008 19:28 Uhr von whitechariot
 
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Irgendwie frage ich mich WAS man damit eigentlich experimentieren möchte?!
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15.03.2008 20:45 Uhr von ThUnDeRxOo
 
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Ein erster Gedanke Bei der Überschrift :
"Garching: Experiment mit Giftgas an Uni verlief schief - 40 Personen Wohlauf"
war : Und der rest der Uni ?
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15.03.2008 21:57 Uhr von Chriz82
 
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40 Personen wohlauf na das kann man wohl echt "schief gehen" nennen, wenn geplant wurde ALLE zu töten. oder wie ist das zu verstehen?
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16.03.2008 00:10 Uhr von taps
 
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Stimmt. Die Überschrift ist etwas unglücklich. Auch die Formulierung, dass fast 40 Personen verletzt wurden, aber 40 Personen (von weniger als 40) wohlauf seien, ist nicht der Logik letzter Schluß.

Und eben WEIL man das Giftgas recht einfach herstellen kann, ist es von Nutzen, die chemische Substanz möglichst effizient unschädlich machen zu können.
Um die dafür geeigneten chemischen Verbindungen oder andere Schutzmassnahmen zu testen, muß man das Gas zunächst mal herstellen.
Insoweit ist das also kein fakultativer Kurs im Studiengang Terrorismus sondern dient im Gegenteil der Abwehr von Giftgasanschlägen.
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16.03.2008 00:32 Uhr von Etherchemiker
 
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Sicherheitsvorkehrungen: Wie kann da was austreten, wenn man den Versuch unter Zitat BR-Online"besonderen Sicherheitsvorkehrungen" gemacht hat? Selbst ein stinknormaler Abzug müsste das gesamte Gas sofort wegziehen. Hat da eventuell jemand auf dem Labortisch OHNE Abzug gearbeitet oder den Abzug nicht angestellt und/oder den Schieber oben gehabt?
Ein Schlauch ist geplatzt? Haben wir vielleicht vorher vergessen die Schläuche zu kontrollieren oder gar die falschen genommen (denn Schlauch ist nicht gleich Schlauch)?
Wie kann es eigentlich sein, dass 40 Personen geschädigt wurden, wo doch nur 3 im Labor waren? Gewisse Rätsel geben sich mir da doch auf. Der Sicherheitsbeauftragte wird sicherlich einige unangenehme Fragen beantworten müssen...

Übrigens kamen zwei der versuchsdurchführenden Personen nun wegen Atembeschwerden wieder ins Krankenhaus. Sollte es so sein, wie ich vermute (keine Sicherheitsvorkehrungen), kann ich sie leider nicht bemitleiden.
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16.03.2008 02:01 Uhr von Borgir
 
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laut überschrift: hätte es denen aber nicht gut gehen sollen :o))) doof formuliert, sorry
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16.03.2008 10:02 Uhr von vostei
 
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@Whitey und Chorkrin: Phosgen braucht man bei der Herstellung von PUR- und PC-Kunststoffen und diversen anderen Zwischenprodukten, wo zB auch Medikamente draus werden...

Die genannten Produkte werden zwar auch aus dem transportablen, weil weniger gefährlichen Di- und Tri-Phosgen gemacht, aber auch da ist die Basis Phosgen - man wird also nicht so schnell um Carbonylchlorid (Phosgen) herumkommen, sowohl in der Forschung, als auch in der Industrie.

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