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Künftiges Verbot von Spielzeugwaffen

Der Bundesrat änderte in dieser Woche das Waffenrecht. So kann nicht nur das öffentliche Führen eines Messers mit zwölf Zentimeter Klingenlänge, sondern auch das öffentliche führen von Spielzeugwaffen bis zu 10.000 Euro Geldstrafe nach sich ziehen.

Bestraft werden kann jeder, der eine Spielzeugwaffe öffentlich führt, also sichtbar für andere am Körper trägt, wenn diese gefährlich aussieht und als sogenannte Anscheinswaffe gilt. Anscheinswaffen sind Gegenstände, die nicht auf den ersten Blick von einer echten Waffe zu unterscheiden sind.

Der Gesetzgeber erhofft sich dadurch unter anderem eine Verhinderung von Unfällen, welche passieren können, wenn zum Beispiel Polizisten eine Spielzeugwaffe irrtümlich für eine echte halten.


WebReporter: ThinkingMan
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Spiel, Verbot, Spielzeug
Quelle: www.heise.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.03.2008 15:21 Uhr von ThinkingMan
 
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Bis zu einem gewissen Grad begrüße ich solch ein Verbot. Wenn ein Mensch erschossen wird nur weil ein Polizist nicht erkennen kann ob eine Waffe echt ist, dann ist das mehr als tragisch.
Heutige Spielzeugwaffen sind oft auch von Experten auf eine gewisse Distanz nicht mehr von echten zu unterscheiden.
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15.03.2008 17:11 Uhr von Raptor667
 
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also muss jedes Kind an Karneval aufpassen das es nicht erschossen wird oder verhaftet wird weil es als Cowboy oder Indianer verkleidet ist?
Warum lackiert man Schreckschusswaffen nicht einfach in Quietschgelb oder Orange? So könnt jeder sofort erkennen das es keine echte Waffe ist...ja ja und was wenn es dunkel ist und so bla bla bla...da kann man auch erschossen werden wenn man einen Stock in der hand hält der aussieht wie eine waffe...
Zu den Messer...rennen jetzt alle Polizisten mit Maßband rum?
Wie soll ich mich noch verteidigen wenn irgendwelche Kiddis die grade Agros schieben mir an die wäsche wollen?
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15.03.2008 18:49 Uhr von In extremo
 
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War aber auch mal nötig: Bei uns in Mainz gabs es mal einen Fall, indem ein 15 Jähriger mit so einem Imitat die Rheinpromenade entlang gelaufen ist. Nartürlich haben sich einige Anwohner gefürchtet und die Polizei gerufen.
Gesagt, getan die Polizei stand vor ihm mit der Waffe in der Hand und der 15 jährig hebt nur sein Imitat,....
Die Polizisten haben sich noch zurückhalten können und dem Jungen ist nichts passiert.
(Quelle war die Mainzer Rhein Zeitung)

Ich hoffe mal, dass sich damit auch einige dran halten werden.

@Raptor, das färben wird wohl nicht soviel bringen, wird bestimmt genug geben, die ihre Waffen dann färben damit sie "realistischer" sind.
Es hilft halt da nur ein Verbot.
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15.03.2008 19:03 Uhr von HunterS.
 
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LaLaLa: Wie zu jeder Diskussion, gehört auch zu dieser ein Hitler Vergleich.

Frage: Was war mit eine der ersten Handlungen Hitlers?
Antwort: Er hat das Waffenrecht verschärft.

Anstoß: Waffen bringen keine Menschen um - Menschen bringen Menschen um.

Frage 2: Was bringt es also, Waffen zu verbieten, wenn Homo Sapiens Sapiens sich weiter nach dem Leben trachtet?
Antwort: <Hier seid ihr gefragt>

Gruss
HunterS.
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15.03.2008 19:13 Uhr von In extremo
 
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@HunterS. So gesehen werden ja keine richtigen Waffen verboten, sondern nur die Imitate die man auch mit 14 schon besitzten durfte und wenn die so einen Mist machen, wie der 15 jährige in meiner Geschichte, ist es doch schon fragwürdig.
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15.03.2008 19:34 Uhr von HunterS.
 
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In extremo: Das Verbot dieser Anscheinswaffen ist das geringste Problem im neuen Gesetz.

"Hierdurch wird das WaffG im Bezug auf Klingenwaffen in erheblicher Weise verschärft. Danach dürfen z.B. Hieb- und Stoßwaffen, einhändig zu öffnende Messer, oder feste Messer ab einer Klingenlänge von 12 cm nicht mehr zugriffsbereit geführt werden."


Mit anderen Worten: Du kaufst dir ein Küchenmesser und kannst, falls der Polizist dich nicht mag, dafür verdonnert werden, wenn du es vom Laden nachhause bringst (oder der Koch, der seine Messer immer mit sich trägt - es liegt im Ermessen des Polizisten, ob es ein ausreichender Grund für eine Ausnahme ist).
Die Messer, die man jetzt verboten hat, waren ausweichprodukte für die vorher verbotenen Springmesser. Lies mal die Quelle, ist interessant :D

Aber generell wollte ich auf die übliche Problematik der entwaffneten Bevölkerung hinweisen.

"Ein Volk sollte keine Angst vor der Regierung haben, die Regierung sollte Angst vor dem Volke haben!"
Die Regierung lacht sich aber ins Fäustchen, wenn sie mit einem Pfiff schwerbewaffnete Polizisten heranziehen kann, während der Mob, übertrieben, mit Wattebällchen wirft.

Naja, ich verweise wieder auf meine Frage aus meinem ersten Beitrag.

Gruss
HunerS.
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15.03.2008 19:36 Uhr von TrangleC
 
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was denn noch alles? Ich halt es in diesem Land in dem scheinbar nur noch Politik für paranoide alte Waschweiber gemacht wird nicht mehr lange aus.
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15.03.2008 20:38 Uhr von TryAgain
 
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@raptor: quietschgelb wird mit einer sprühfarbe aus dem baumarkt wieder pechschwarz. und verteidigen kannst du dich mit cs-gas, kampfsport, pfefferspray oder mit flinken beinen.
dazu hat man noch nie ein messer oder eine echt aussehende waffe gebraucht. zumal die hemmung beim zustechen und abdrücken ganz andere sind.

wer trägt denn öffentlich eine spielzeugpistole mit sich herum? ist der anteil in der bevölkerung wirklich so hoch dass es gleich ein gremium geben muss was sich für ein verbot einsetzt?

in letzter zeit hagelt es wegen jedem kleinkram gleich ein gesetz was dieses verbietet. und jetzt seid mal ehrlich, wenn ich mir aus lego etwas zusammenbastel sieht das nachts auch aus wie eine echte, will man nun alles verbieten was waffenähnlich aussieht? sollte man sich nicht eher gedanken machen wie man verhindert dass überhaupt jemand denkt er müsse sowas mit sich herumtragen?

für gaswaffen braucht man nun schon einen kleinen waffenschein um sie mit sich zu führen, hat irgendeine waffenscheinpflicht irgendjemanden schonmal davon abgehalten eine waffe einzusetzen? wieviele amokläufer haben kurz vor ihrer tat einen schein erworben und sich fleissig waffen gekauft...

diese verdammte symptomdoktorei... ein gesetz ist allenfalls mehr mit einem placebo vergleichbar als mit einer effektiven maßnahme um den bürger zu schützen.
12cm lange messer verboten? schonmal gesehen mit was in den gefängnissen gemordet wird, das ist alles weit entfernt von 12 cm.

und nun spass beiseite, wenn die kids zu fasching/karneval dann mit den erbsenpistolen rumlaufen wird das gesetz kurzfristig ausser kraft gesetzt oder können die kids dann schonmal ihr sparbuch plündern?

so ein nonsens und einmal gewählt kann man sie nicht davon abhalten so eine zeit und ressourcenverschwendung zu verzapfen. was die betreffenden bundesratsmitglieder wohl für diese glorreiche arbeit verdient haben..

ich schliesse mich isolde63nbg an und spreche hier noch mein beileid für die vielen getöteten scheinwaffenträger aus.. es sind wohl mehr als bisher irgendjemand angenommen hat.

achso.. solange steine nicht verboten werden wird es immer etwas geben mit dem man sich bewaffnen kann.
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15.03.2008 21:00 Uhr von Philippba
 
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Messer verbieten: Wieso nicht generell Messer verbieten? Messer sind Waffen und gehören nicht in die Hände von Menschen. Ausgenommen Leute, die die für den Beruf brauchen.
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15.03.2008 21:13 Uhr von In extremo
 
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@ HunterS. "Mit anderen Worten: Du kaufst dir ein Küchenmesser und kannst, falls der Polizist dich nicht mag, dafür verdonnert werden, wenn du es vom Laden nachhause bringst (oder der Koch, der seine Messer immer mit sich trägt - es liegt im Ermessen des Polizisten, ob es ein ausreichender Grund für eine Ausnahme ist).
Die Messer, die man jetzt verboten hat, waren ausweichprodukte für die vorher verbotenen Springmesser. Lies mal die Quelle, ist interessant :D"

Naja bei den vielein Sinnlosen Gesetzten in den USA die auch nie zur Anwendung kamen, denke ich dass da nicht so viele Fälle sind.
Vorallem als Koch rennst du wohl kaum mit deinem Messer auf öffentlichen Plätzen rum ;)

""Ein Volk sollte keine Angst vor der Regierung haben, die Regierung sollte Angst vor dem Volke haben!"
Die Regierung lacht sich aber ins Fäustchen, wenn sie mit einem Pfiff schwerbewaffnete Polizisten heranziehen kann, während der Mob, übertrieben, mit Wattebällchen wirft."

Naja, wenn die GSG 9 vor meiner Tür steht, werde ich wohl kaum zur Gotcha greifen sondern eher zur Schrotflinte (die ich nicht Besitze) ;)


Aber allgemein muss ich auch sagen, ich hab mich überhaupt NICHT auf Messer Bezogen sondern auf die Imitate. Wobei die Quelle bei den Messern schon interesandt ist und man das ganze wirklich nochmal überabreiten solte.
Ich denke das Verbot von Anscheinswaffen bezieht sich halt vorallem auf solche Leute wie in meiner Geschichte oben und auch Situationen in denen Gotchas und der gleichen vorkommen.

Das mit Messern ist wirklich nur Pflickschusterei und Blinder Aktionismus im Sinne von, hauptsache mal was gemacht. Ein Gesetztes Teil der mal wieder überhaupt nix bringt.

PS: Wann kommt endlich mal ein Update, bei dem man bei einer schlechten Bewertung der Aussage auch einen Kommentar an die betreffende Person geben muss. Ich würde mal interessenhalber wissen, was an meiner ersten Aussage so schlimm war?
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16.03.2008 02:22 Uhr von Borgir
 
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richtig so: mein kind würde mit so einer scheiße nicht spielen
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16.03.2008 03:32 Uhr von -Galahad-
 
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Armes Deutschland: Scheinbar braucht es nur einen traumatisierten Innenminister um aus einem demokratischen Land einen Überwachungsstaat zu machen.

Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht.

In dem Sinne, ...
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16.03.2008 04:43 Uhr von HarryL2
 
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@Philippba: "Wieso nicht generell Messer verbieten? Messer sind Waffen und gehören nicht in die Hände von Menschen. Ausgenommen Leute, die die für den Beruf brauchen."

Und wie schmier ich dann meine Brötchen ? :-(
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16.03.2008 04:45 Uhr von HarryL2
 
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und danach: Und danach werden Gabeln, Schraubenzieher, Kettensägen, etc. verboten.
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16.03.2008 11:28 Uhr von KillA SharK
 
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lächerlich: der Irrglaube man könne sicherer leben, wenn man bloß alles verbietet nimmt bizarre Formen an.
Wichtiger wäre zB ein Gesetz das effektiv verbietet, das Hunde Parkanlagen vollscheissen.

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