14.03.08 12:39 Uhr
 776
 

Bereits vor etwa 1.700 Jahren wurden Schädeloperationen durchgeführt

Im Jahr 2007 wurden bei Ausgrabungen in der Stadt Veria (Griechenland) die sterblichen Überreste einer Frau entdeckt. Die Frau lebte vor etwa 1.700 Jahren und war ca. 25 Jahre alt als sie starb. Ihr Schädel wies ein großes Loch auf.

Wissenschaftler gehen jetzt davon aus, dass dieses Loch von einer Schädeloperation stammt. "Es muss sich um einen sehr komplizierten Eingriff gehandelt haben", so die Forscher.

Man geht davon aus, dass die damals 25-Jährige gefallen ist und sich dabei eine starke Kopfverletzung zugezogen hat bzw. könnte es sich auch um einen Gewaltakt gehandelt haben. Die Operation danach überlebte die Frau scheinbar nicht, es zeigte sich kein Hinweis auf eine Wundheilung.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: rheih
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Operation, Schädel, Altertum
Quelle: www.fr-online.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Studie: Flüchtlinge sehen in Smartphone einen "Freund auf der Flucht"
Gleichgeschlechtliche Eltern beeinflussen nicht sexuelle Orientierung von Kinder
Forscher bringen Schimpansen das Spiel "Schere, Stein, Papier" bei

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
14.03.2008 12:45 Uhr von pingu7
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
operation gelungen ... patient tot

so fing es halt damals an .. in grauer grauer vorzeit..

*fg*
Kommentar ansehen
14.03.2008 13:39 Uhr von Hier kommt die M...
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
Nix Neues: "Als eine der ersten mißlungenen Schädeloperationen gilt der Eingriff am Schädel eines Bauern der Linienbandkeramischen Kultur (vor etwa 5500 bis 4900 v. Chr.) aus dem Gräberfeld von Höhnheim-Suffelsweyersheim im Elsaß (Frankreich). Die Feuersteinklinge, mit der die Operation vorgenommen wurde, steckte noch im Schädel. Derartige Schädeloperationen, bei denen man das Schädeldach mit Feuersteinwerkzeugen öffnete, bezeichnet man als Trepanation.

Die ältesten Schulen für Schädelchirurgen gab es im Lozère-Tal in Südfrankreich. Dort ist nach Ansicht des Berliner Anthropologen Herbert Ullrich die Kunst der Schädeloperation (Trepanation) entwickelt und weiterentwickelt worden. Dies könnte bereits um 4500 v. Chr. geschehen sein.

Die meisten gelungenen Schädeloperationen (Trepanation) der Jungsteinzeit (vor etwa 5500 bis 2000 v. Chr.) in Mitteleuropa erfolgten zur Zeit der Trichterbecher-Kultur (vor etwa 4300 bis 3000 v. Chr.), der Walternienburg?Bernburger Kultur (vor etwa 3200 bis 2800 v. Chr.) und der Schnurkeramischen Kultur (vor etwa 2800 bis 2400 v. Chr.). Die von Medizinmännern der Walternienburg-Bernburger Kultur vorgenommenen Schädeloperationen sind - nach den Funden mit verheilten Wundrändern zu schließen - etwa zu 90 Prozent gelungen. Zu solchen Eingriffen entschloß man sich bei schweren Krankheiten oder bei Schädelverletzungen. Damit der Patient die Schmerzen besser ertragen konnte, dürfte man ihm ein berauschendes Getränk gegeben haben.

Die älteste mißlungene Schädeloperation aus der Schweiz kennt man aus der Zeit der Cortaillod-Kultur (vor etwa 4000 bis 3500 v. Chr.). Sie wurde an einer Frau aus dem Gräberfeld Barmaz II im Kanton Wallis kurz vor oder nach dem Tode in Nähe der Augenhöhle vorgenommen. Die Knochenränder der Öffnung zeigen keine Heilungsspuren.

Die meisten mißglückten Schädeloperationen der Urgeschichte gab es zur Zeit der bronzezeitlichen Aunjetitzer Kultur (vor etwa 2000 v. Chr.). Damals sind - im Gegensatz zur Jungsteinzeit - nur noch etwa 72 Prozent der Schädeloperationen gelungen. Die Ursache für diese geringere Heilungsquote ist unbekannt.

Die erste Schädeloperation in Ägypten ist nach 1500 v. Chr. zur Zeit der 18. Dynastie erfolgt.

Die früheste Schädeloperation der Inkas am Titikakasee wurde um 1000 v. Chr. vorgenommen."

Buch "Rekorde der Urzeit" von Ernst Probst:

http://news.free-radio.de/...

Refresh |<-- <-   1-2/2   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?