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OP-Unterlagen verwechselt: Frau erwacht mit künstlichem Darmausgang

Eine 78-jährige Frau aus dem Landkreis Hof sollte in der Münchberger Hochfranken-Klinik an ihrem kranken Bein operiert werden - erwachte aus der Narkose aber mit einem künstlichen Darmausgang.

Zu dem schlimmen Fehler kam es, weil vermutlich die Unterlagen zur Operation mit denen eines anderen Patienten verwechselt wurden. So entfernten die Ärzte der Rentnerin ein Stück Darm und legten ein Stoma an.

Die Ärzte, die für die Operation verantwortlich waren, wurden freigestellt. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft "wegen eines möglichen ärztlichen Kunstfehlers".


WebReporter: lockenkopf5
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Frau, Wechsel, OP
Quelle: www.frankenpost.de

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24 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.03.2008 11:41 Uhr von Bokaj
 
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Unglaublich: Nein, das ist ja wohl entsetzlich. Man sollte sich vor jeder Narkose wohl seine Patientenunterlagen geben lassen, um zu kontrollieren, ob es die richtigen sind.
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14.03.2008 11:57 Uhr von nettesMädel
 
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"möglicher Kunstfehler"???? Das ist doch kein Kunstfehler, sondern Fahrlässigkeit.

Aber ich vermute auch mal, dass zum einen der Frau außer ein kleiner Betrag als Schmerzensgeld bleibt und zum anderen, der Arzt oder die Ärzte, die nicht gemerkt haben, dass der Darm in Ordnung ist unbehelligt bleiben und dafür aber ein anderer Mitarbeiter, nämlich der, der die Unterlagen vertauscht hat entlassen und evt. belangt wird!

Ich hab vor OPs auch eher Angst davor, dass die da was verwechseln als vor der Narkose an sich....

Hoffentlich hat die Frau die Kraft zu klagen! Leider ist eine Stoma ja nicht rückgängig zu machen....
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14.03.2008 12:08 Uhr von Andy666
 
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Na das war klar: dass das hier steht.
Habs heut früh in der Zeitung gelesen. Wohne in der 12.000 Einwohner Stadt Münchberg.
Der andere Patient wurde nicht am Bein operiert.
Der Fehler wurde bemerkt als der andere Patient operiert werden sollte.

Ganz schön übel sowas. Dabei hat das Krankenhaus sowieso schon einen schlechten Ruf wegen diversen Kleinskandalen. : /
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14.03.2008 12:13 Uhr von fBx
 
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sowas passiert durchaus da gabs doch auch mal was, wo einem patienten das falsche bein amputiert wurde... alter schwede, die würde ich in grund und boden klagen, das kann man doch nich bringen
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14.03.2008 12:20 Uhr von Borgir
 
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eigentlich: werden die patienten doch gefragt ob sie wirklich der sind, der diese und diese op gemacht bekommt...so ist das bei uns. da ist der anästhesist für zuständig und fragt nach namen und geburtsdatum.
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14.03.2008 12:56 Uhr von pingu7
 
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die arme frau: als ich am bein operiert wurde dass man mich 3 mal gefragt hat welches bein den dran wäre. und man hat mir gesagt, das ich bitte nur das bein rasieren sollte das operiert werden sollte.

wie furchtbar muss es für diese frau sein aufzuwachen und einen künstlichen darmausgang zu haben. ihr ganzes leben wird auf den kopf gestellt.

das sollte nicht nur mit kunstfehler bestraft werden. das ist echt schon sehr fahrläßig.
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14.03.2008 13:13 Uhr von meistelhoang
 
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ich hab mal in: einem krankenhaus gearbeitet
und da hab ich den patienten vor der op auch fragen müssen wo was los ist
da hätte man fast das falsche knie operiert!
aber dafür war ich ja da :D
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14.03.2008 13:33 Uhr von Miem
 
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Bei der letzten OP: habe ich darauf bestanden wachzubleiben. Es handelte sich um einen Kaiserschnitt und bei jeder Vorbesprechung kam die Frage: "Hier steht, Sie wollen sterilisiert werden?" Ich hatte echt Angst, die Ärzte würden mit dem Baby auch alles andere rausnehmen, nur weil eine Ärztin eine Sterilisation vorgeschlagen hatte.

Das tat sie übrigens, weil mir Myome Probleme bereiten - die Myome sollten drinbleiben, aber sie empfahl, die Eierstöcke zu entfernen, die völlig intakt sind.
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14.03.2008 13:39 Uhr von sptx
 
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borgir: Eigentlich schon. Aber als ich ma bei ner op zugucken durfte als Zivi is auch der anästhesist plötzlich lautstark schnarchend auf seinem stuhl eingeschlafen.
Genauso wie ma ein verpeilter hausmeister wärend ner OP nen waschbecken im raum reparieren wollte 0.o
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14.03.2008 13:43 Uhr von eldschi
 
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Ist wohl Ironie des Schicksals, dasss die Staatsanwaltschaft bei einem fälschlicherweise gelegten KÜNSTLICHEN Ausgang "wegen eines möglichen ärztlichen KUNSTfehlers" ermittelt. Ich würde allerdings eher Ermittlungen wegen des Verdachts auf Körperverletzung für angebracht halten. Für die Patientin ist das natürlich alles hyperschrecklich; so weit ich aber weiß, lässt sich der künstl. Ausgang wenigstens rückgängig machen, sofern die "Künstler" noch etwas zum Wieder-dran-nähen übrig gelassen haben.
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14.03.2008 13:52 Uhr von der_bofrostmann
 
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Verrückt: Leider muss ich als Münchberger sagen, dass mich bei unserem Krankenhaus so etwas nicht verwundert. So einen extremen Fall hat es zwar noch nicht gegeben, allerdings hört man von unserem Kreiskrankenhaus ungewöhnlich oft von "seltsamen Ereignissen".
Man kann es nicht begreifen, das Leben der Frau ist am Arsch, nur weil keine Ordnung bei der Aktenverwaltung herrscht. Und die Ärzte bemerken nicht einmal, dass der Darm in Ordnung ist, sondern schneiden stur wie Roboter einfach alles raus. Unglaublich. Keine Entschädigung auf der Welt kann das wieder gutmachen.
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14.03.2008 15:08 Uhr von HarryL2
 
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Also am besten dem Chirurgen eine Anleitung schreiben, mehrfach kopieren und auf Bauch, Rücken, Kopf, und alle 4 Gliedmaßen kleben. ;-)
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14.03.2008 15:25 Uhr von Chemnitzer
 
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@nettesMädel: wenn es ein Doppelläufiges Stoma war kann es wieder rückgängig gemacht werden ........
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14.03.2008 15:49 Uhr von geilomator
 
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Es gibt da eine Methode: Es gibt eine ziemlich simple Methode, mit der 100% alle Operationen an falschen Körperteilen ausgeschlossen werden können. Während der Patient noch wach ist, markiert man gemeinsam mit ihm das zu operierende Körperteil mit einem Filzstift.

Einziges Problem, was markiert man, beim künstlichen Darmausgang? Vielleicht den Rücken oder den Hintern mit einem Pfeil.
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14.03.2008 16:17 Uhr von nettesMädel
 
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@Chemnitzer: Danke für die Info - dann hoffen wir mal, dass es eine solche war.

Ich fände es grausam, wenn die Frau jetzt den Rest ihres Lebens mit einer Stoma leben müsste .Ich kenne jemand, die das hat und man kann damit leben, klar, aber nur wenns sein muss!
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14.03.2008 16:53 Uhr von Technics83
 
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Markierung: Bei einem künstlichen Darmausgang einfach den Unterleib markieren. Da ungefähr kommt das Stoma ja auch hin.

Ansonsten muss ich sagen, krasser Fall. Ein Stoma ist keine schöne Angelegenheit und man muss sich damit auch erstmal zurecht finden...
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14.03.2008 22:22 Uhr von jsbach
 
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Da können einem die Haare zu berge stehen "wegen eines möglichen ärztlichen Kunstfehlers".

ja wie weit geht den dass mit den Kunstfehlern?
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14.03.2008 23:29 Uhr von meisterthomas
 
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Das ist nur die Spitze des Eisbergs: Unsere Krankenhäuser pfeifen längst auf dem letzten Loch, ab kriegen es die Patienten.

Was helfen würde ist die unbeschränkte Haftpflicht der Ärzte, aber anscheinend kann man nur ins Ausland ausweichen. Denn ohne daß man den Göttern in weiß einen Freibrief für Idioten unterschreibt, hat man kaum eine Chance operiert zu werden.

Ebenfalls ein Basisproblem ist das Krebsgeschwür, Krankenversicherung. Wo deren Leistungen hingehen weis so gut wie keiner. Wir zahlen immer mehr, während die Leistungen rapide sinken.

Hier hilft nur noch eine radikal Operation: Keinen Politiker und keine Partei mehr wählen, deren Abgeordnete Einkünfte aus der Pharmazie, Krankenkasse, oder Kassenärztliche Vereinigung beziehen.

Fragen Sie ihren Arzt, er wird Sie gerne beraten und Ihnen sagen, ob Ihr Abgeordneter dazu gehört. (Ihren Apotheker lassen Sie besser außen vor).
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15.03.2008 07:47 Uhr von Scheich_Mampfred
 
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OMG: das ist nicht mehr fahrlässig sondern nachlässig. naja, heutzutage wundert mich nix mehr ^^
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15.03.2008 09:46 Uhr von Artemis500
 
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Wer operiert denn da, frage ich mich?

Sieht man das bei der Operation nicht, dass der Darm der Frau völlig in Ordnung ist?

Wenn ich mal ne OP mit Vollnarkose brauche lass ich mir vorher mit Filzstift auf den Bauch schreiben, wo ich operiert werden muss...

Und schreibe "Hier nicht!" auf alle Körperteile die dran bleiben sollen.

Am besten wäre es natürlich, wenn man einen Angehörigen dazu verdonnern könnte die Ärzte zu beaufsichtigen.
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15.03.2008 09:47 Uhr von matthiaskreutz
 
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Der Staat schaut zu "wegen eines MÖGLICHEN ärztlichen Kunstfehlers". Nee das war kein Kunstfehler. Das war eine neue OP Technik ;-)). Die hätte man sofort auf Alkohol & Drogen untersuchen sollen. Ursächlich liegt sowas aber an unserem, ach so tollen, Gesundheitssystem. Die einen bereichern sich schamlos & bei den anderen wird gespart bis die Augen tränen. Der Staat schaut zu. Wie immer und überall.
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15.03.2008 11:17 Uhr von Frechdachs7001
 
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glück gehabt: man da hab ich ja glück gehabt das ich in münchberg nicht operiert wurde wer weiß was da passiert wäre

das es sich hier nicht mehr um einen kunstfehler handelt sondern um leichtsinnig herbeigeführte schwere körperverletzung (zerreisst mich bei meiner grammatik*gg*) is wohl klar

und das der doch wohl entweder überarbeitet war oder einfach unfähig merkt man ja schon daran das er einfach operiert hat..

fakt is der doc gehört bestraft denn die frau kann auch mit 78 jahren nicht mehr so leben wie vorher


und an den schreiberling hier mit dem rechten bein anstatt linkes amputiert.. das war in bamberg.. naja auch bayern .grins oder franken is ja egal
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16.03.2008 20:44 Uhr von Der-Teufel
 
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wie krass ist dass denn! ich hoff nur dass wenn ich wirklich mal eine lebensnotwenige op benötige nicht plötzlich mit künstlichen brüsten auf wachen werde
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17.03.2008 07:13 Uhr von HarryL2
 
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@Der-Teufel: Ach gib doch zu das dir das gefallen würde. ^^

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