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Frankreich: Frau mit entstelltem Gesicht bittet darum, sterben zu dürfen

Die 53-jährige Lehrerin Chantal Sébire leidet an einer Krebsart, die ihr Gesicht langsam immer mehr entstellt. Nachdem der Krebs auch ihr Hirn angegriffen hatte, ist sie erblindet. Jetzt hat sie sich entschlossen, nicht mehr zu leben. Frankreichs Politik streitet jetzt über den Fall.

Chantal Sébire ist vor das Gericht in Dijon getreten, um das Recht auf Sterbehilfe einzufordern. Der Richter konnte die Bitte nicht erfüllen. Justizministerin Rachida Dati sagte im Radio: "Wir haben unser Recht auf die Europäische Konvention für Menschenrechte über das Recht auf Leben gegründet."

Der französische Premierminister François Fillon ist nicht dagegen. Er meint, man sei an die Grenze der Intimität angekommen. Fillon spricht sich für ein künstliches Koma aus, um die Lehrerin dann verhungern zu lassen.


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WebReporter: PortaWestfalica
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Frau, Frankreich, Gesicht, Erbe
Quelle: www.welt.de

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32 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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13.03.2008 19:00 Uhr von Bokaj
 
+42 | -0
 
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Aktive Sterbehilfe: >>>Fillon spricht sich für ein künstliches Koma aus, um die Lehrerin dann verhungern zu lassen.


Das ist doch wohl pervers. Jedes Tier wird erlöst, nur der Mensch muss verhungern????

Ich bin für aktive Sterbehilfe, wenn der Mensch mit seiner Krankheit nicht mehr leben will. Missbrauch(z.B. reiche, lebensfrohe, pflegebedürftige Oma in den Tod schicken) muss ausgeschlossen sein, dass heißt, genau Prüfung ist wichtig.
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13.03.2008 19:05 Uhr von Hier kommt die M...
 
+24 | -2
 
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richtig bokaj: Der Vorschlag ist das Letzte.

Wenn ich sie wäre, würde ich mir eine Überdosis Morphium besorgen...ein schmerzloser und schneller Tod...Atemstillstand.

Haben nicht die Niederlande diese Sterbehilfemaschinen, in die bestimmte Medikamente kommen, die dann einen würdigen Tod ermöglichen? Da muss der Patient nur selbst einen Knopf drücken um sich zu erlösen, nachdem man ihm einen Venenkatheter gelegt hat..
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13.03.2008 19:14 Uhr von E_8
 
+7 | -0
 
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nicht so einfach: sterbehilfe ist in einigen (zumindest geografisch) europäischen ländern erlaubt
aber ohne hilfe wird die frau wohl kaum dahin reisen können
die hlefer widerum könnten wegen mordes verurteilt werden...
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13.03.2008 19:14 Uhr von poseidon17
 
+10 | -0
 
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Deutschland gabs mal den Fall einer Frau, die in Folge einer Krebserkrankung das Gefühl hatte, als würden ihr nacheinander Kübel mit kochend heißem Wasser ins Gesicht geschüttet, müssen grausame Schmerzen gewesen sein. Sie war von den Ärzten bereits aufgegeben und ist inzwischen auch verstorben. Morphium half übrigens laut ihrer Aussage kaum etwas. In dem Fall ab zu Dignitas, wäre zumindest aus meiner Sicht eher menschenwürdig.
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13.03.2008 19:17 Uhr von Denon_No1
 
+15 | -25
 
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13.03.2008 19:23 Uhr von Jimyp
 
+15 | -2
 
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Sie sollte wirklich nicht viel rumstreiten, sondern sich entsprechende Medikamente illegal besorgen.
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13.03.2008 19:29 Uhr von Hier kommt die M...
 
+9 | -1
 
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Dignitas: verlangt ebenfalls eine aktive (also eigene) Einnahme des zuvor vom behandelnen Arztes verschriebenen Medikaments Natrium-Pentobarbital.

Wenn man das also nicht mehr selbst schlucken oder in die Magensonde injizieren kann, nützt einem Dignitas auch nichts mehr :)

Und ehrlich gesagt würde ich persönlich das Morphium dem Narkosemittel vorziehen...ist sicherer. Außerdem wird es venös gespritzt und nicht oral verabreicht, was in schlimmsten Fall durch Erbrechen den gewollten Tod verhindert könnte.

Auf jeden Fall sollte man die passive Sterbehilfe erlauben, wenn auch natürlich unter strenger Aufsicht...alleine schon um ein Menschenleben auch menschenwürdig beenden zu lassen, wenn es der Betroffene so entscheidet. Alles andere ist wirklich grausam.
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13.03.2008 19:52 Uhr von kellykerstin
 
+15 | -1
 
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ich glaube nicht, dass andere das recht haben über leben und tod zu entscheiden. wenn die frau in diesem zustand nicht mehr leben möchte, muss ihre entscheidung akzeptiert werden. niemand kann das nachempfinden. ich spreche mich eindeutig für aktive sterbehilfe aus! jeder soll das recht haben seinem leben ein ende zu setzen, wenn er mit den qualen nicht mehr leben kann!!!
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13.03.2008 20:25 Uhr von psychokind123
 
+7 | -0
 
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Sterbehilfe: Wer Sterbehilfe verbietet, verbietet anderen die Beihilfe zum Töten, aber auch dem Sterbewilligen das Recht, über das eigene Leben zu entscheiden.
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13.03.2008 21:06 Uhr von Artemis500
 
+7 | -0
 
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Die arme Frau hat nun wirklich guten Grund, sterben zu wollen. Man sollte nicht jedem depressiven Teenie das Recht geben über sein Leben oder Sterben entscheiden zu dürfen, aber die Frau ist erwachsen und hat über die Entscheidung sicher lange genug nachgedacht.

Der Vorschlag, sie verhungern zu lassen damit auch ja keiner an ihrem Tod schuld ist...das ist pervers.

Ich hoffe, sie schafft es, irgendwie an gescheite Sterbehilfe zu kommen...oder jemand erbarmt sich und gibt ihr ne Überdosis Schlafmittel - auch auf die Gefahr hin im Knast zu landen.
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13.03.2008 21:13 Uhr von csu-mitglied
 
+2 | -1
 
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Sterbehilfe: Zum Anfang @ Denon_No1: So einen haltlosen Kommentar habe ich selten gelesen. Ich glaube, dass die Frau genug leiden muss, da braucht es absolut keinen unqualifizierten Kommentar wie diesen.

Jetzt zum Thema:
Mir tut die Frau total leid. Ich hatte selber Krebsfälle in der Familie, zwar nicht in diesem Ausmaße, aber gestorben ist dennoch jemand.
Die Frage ist natürlich, möchte man als Außenstehender die Last auf sich nehmen und der Frau beim Sterben helfen. Ich bin zwar in Ausnahmefällen für die Sterbehilfe, die Last könnte ich aber nicht tragen...!!!
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13.03.2008 21:25 Uhr von seto
 
+7 | -0
 
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das ist genau: das gegenteil von dem was freiheit ist...jeder sollte die freiheit haben seinem leben ein ende setzen zu dürfen...

es gibt halt nicht nur leben sondern auch den tod...beides gehört zusammen...

(an alle die jetzt das minus drücken: das rechtfertigt dennoch keine morde etc.)
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13.03.2008 21:28 Uhr von Artemis500
 
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Das Gesicht find ich jetzt noch nichtmal die Hauptsache, aber die Frau kann ja auch nix mehr sehen, riechen oder schmecken. Das ist einfach grausam.
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13.03.2008 22:22 Uhr von Bierinfanterist
 
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14.03.2008 02:10 Uhr von raterZ
 
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das ist doch ganz einfach ne überdosis heroin und schon ist aus die maus.

da brauch man keine aktive sterbehilfe oder ähnliches
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14.03.2008 05:06 Uhr von SaxenPaule
 
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Wofür streiten? Man kann wenn man etwas Geld zusammenbekommt in die Schweiz reisen und dort eine entsprechende Sterbehilfe in Anspruch nehmen.

Und das ist auch verdammt gut so, dass es dort geht! Vor Gericht ziehen lohnt sich nicht. Das Geld lieber dort investieren. Je mehr diese Variante in Anspruch genommen wird, je mehr denken die einzelnen Staaten darüber nach vielleicht etwas zu ändern.

Wer aus gutem Grund sterben möchte, der soll es tun. Und auch ich würde in bestimmten Situationen (die ich mir nicht wünsche) gerne selber entscheiden, wie ich damit umgehe.
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14.03.2008 07:33 Uhr von Begosch.xy
 
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ich findde die frau klasse!!! warum? sie ist lehrerin und bestimmt nicht ganz dumm. garantiert ist sie in der lage, schlaftabletten usw. zu sammeln und sich einen netten giftigen coktail zu mixen.
aber sie geht vor gericht! warum? weil gerade sie in der lage ist, etwas in richtung sterbehilfe zu bewegen. die leute zum nachdenken zu animieren. mit leute mein ich nicht die bevölkerung, sondern politiker, die solche gesetze erlassen.

alle achtung vor der frau.
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14.03.2008 10:24 Uhr von vst
 
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danke begosch: genau meine meinung.

und die idiotischen vorschläge wie in den kopf schießen auf die gleise legen.
hat einer von euch dran gedacht was das für auswirkungen auf dei lebenden hat?

mein freund war lokführer.
nach dem dritten selbstmörder hat er seinen beruf aufgegeben.

denkt heutzutage keiner mehr nach bevor er scheiße schreibt?
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14.03.2008 13:16 Uhr von Borgir
 
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jeder mensch: sollte selbst bestimmen dürfen wo er wann und wie sterben kann.
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14.03.2008 13:23 Uhr von Holla.die.Waldfee
 
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lol: ist die nicht alt genug das selbst zu entscheiden?!
papa staat darf ich... bla bla.... omfg
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14.03.2008 13:27 Uhr von Holla.die.Waldfee
 
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wenn ich sowas mal vorhab, dann geh ich nicht und frag, ihr findet mich dann mit nem lock im kopf irgendwo rumliegen.

und das mit dem verhungern lassen ist das allerletzte, was sadistischeres hab ich noch kaum gehört. auch wenn sie im koma liegt. dann doch lieber die goldenen kugel.

scheiss eunuchen politik, viel rumgefummel aber keine penetration /zitat mm
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14.03.2008 13:54 Uhr von orangeSky
 
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sehe ich auch so: Als ob verhungern mehr mit Menschenwürde zu tun hätte als eine erlösende Spritze...

Allerdings ist das Thema an sich etwas komplizierter als es zunächst scheint. Bei einem Fall wie diesem ist die Sachlage an sich recht klar. Die Frau hat keine Lebensqualität mehr und auch die Ärzte werden in absehbarer Zeit bis zu ihrem natürlichen Tod keine Lösung finden ihr zu helfen.

Allerdings was ist mit hochgradig depressiven oder psyschisch kranken Menschen, wenn diese nicht mehr leben wollen... Dies sollte man nicht unterschätzen, weil schwere psychsiche Störungen, die nicht mehr heilbar sind, sind mindestens genauso schlimm wie das Leiden dieser Frau. Nur wer sagt wann diese Störung so schwer ist, dass eine ich nenne es mal begleitete Selbsttötung erlaubt ist.

Oder bei schweren Krankheiten, wo der Patient seinen Lebenswillen verloren hat. Es gibt viele Beispiele wo Menschen nicht mehr wollten, dann einer Therapie unterzogen wurden und am Ende wieder glücklich sind und Freunde am Leben haben und froh sind, dass sie sich nicht umgebracht haben. Mindestens genausoviele Fälle gibt es jedoch mit negativem Ausgang, wo die Menschen noch immer leiden.

Und der wichtigste Punkt: MISSBRAUCH! Eben die lebensfrohe alte reiche Dame... Wenn sie keine Angehörigen hat, wer kann nachher bezeugen, dass sie lebensfroh war, wenn dann Enkel XY + Arzt da stehen und sagen: Die wollte einfach nicht mehr!
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14.03.2008 14:19 Uhr von Scana
 
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@Bierinfanterist: Das hat nix mit Pseudogutwelt zu tun, sondern damit, dass eben nicht jeder so ein volldämlicher Spack wie du ist, der sich Selbstmord als einfach Strickundausist vorstellt.
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14.03.2008 14:34 Uhr von Rallozek
 
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Hab ihr eigentlich: alle ein an der Klatsche? Ok, nicht alle, aber zumindest bei 50% kommt das so rüber.

Klar, die arme Frau kann von der Brücke/vor einen Zug/von einem Hochhaus hüpfen (wenn sie was sehen könnte, also Problem #1 gefunden) Aber habt ihr mal an die armen Schweine gedfacht, die dann die Sauerei wegwischen müssen? Diese Frau will sterben, und wer kann es ihr verübeln? So ein Leben, wie dass, dass sie führen müss ist nicht lebenswert (zumindest für sie, und ich unterstelle ihr einfach, dass sie es sich gut überlegt hat).

Ist der Tod in unserer, angeblich so zivilisierten, Gesellschaft so ein Tabu, dass man nichtmal Menschen, die ein nicht mehr lebenswertes Leben führen müssen mit aller Macht davon abhalten, dass sie nicht mehr leiden müssen?
WIe hier schon öfters gesagt wurde: jedes Teir wird von seinen Leiden erlöst wenn sie nach manschlichen Maßstäben nicht mehr zumutbar sind, aber einem Menschen wird das verweigert, erscheint mir sehr unmenschlich.
Ich weiß nicht wie ich reagieren würde, wenn jemand aus meiner GFamilie betroffen wäre, aber wenn ich weiß, außer Leiden wird es in diesem Leben nichts mehr für die Person geben, würde ich versuchen zu helfen, auch auf die Gefahr hin, dass ich mich strafbar mache.
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15.03.2008 14:29 Uhr von CrazyWolf1981
 
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Wenn Tiere sich nur noch rumquälen kann man sie doch auch einschläfern, um sie zu erlösen.
Menschen aber sollen sich quälen bis sie teils qualvoll verenden.
Das ist hier auch keine unüberlegte Bitte, sondern sie hat so nichts mehr vom leben. Wenn der Krebs schon das Gehirn angegriffen hat, wie lange hat sie dann überhaupt noch zu leben?

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