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Angehörige finden Einrichtung von falschen Bushaltestellen im Seniorenheim "veräppelnd"

Für die Senioren eines Pflegeheims in Düsseldorf wurde eine falsche Bushaltestelle inklusive Sitzbank installiert, worauf so manche ältere Dame sitzt und auf den Bus wartet. Eingerichtet wurde diese Phantomstation, damit die dementen Alten "aufgeräumt" sind.

Die Tragik der vergesslichen Senioren hat auch etwas Komödiantisches an sich, wenn das Personal angefleht wird: "Ich muss dringend nach Hause. Mein Mann kommt gleich von der Arbeit und ich muss noch kochen." Da sei dann die Anweisung zum Bushaltepunkt manchmal recht hilfreich.

Angehörige der Alzheimer-Kranken finden diese Errichtung von Haltestellen oftmals menschenverachtend. Doch sie werden eines Besseren belehrt: Statt mit ruhigstellenden Medikamenten die Senioren ans Bett zu fesseln, sollte man sie lieber an der falschen Haltestelle warten lassen.


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WebReporter: Luckybull
Rubrik:   Kurioses
Schlagworte: Senior, Einrichtung, Bushaltestelle
Quelle: www.nachrichten.at

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27 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.03.2008 12:23 Uhr von Luckybull
 
+0 | -0
 
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Urkomisch ist das schon wenn man das Verhalten der Heimbewohner so mitkriegt. Vor allem, wie im Original beschrieben wird, wenn sie vom Pfleger gesagt bekommen, dass heute der Bus ausgfallen sei...
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12.03.2008 13:21 Uhr von Nocverus
 
+46 | -0
 
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es ist nunma eine schlimme krankheit. und ich finds wirklich besser sie so leben zu lassen und ein bisschen zu "veräppeln" statt mit medikamenten voll zu hauen. find ich so viel humaner
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12.03.2008 13:24 Uhr von Ray71
 
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Gab es da nicht schon mal einen Bericht? In einem früheren Bericht über Bushaltestellen und alte, nicht mehr fahrtüchtige Fahrzeuge in Pflegeheimen für Demenzkranke wurde geschrieben, daß mit diesen Hilfmitteln aus dem Alltag versucht würde, Erinnerungen zu wecken und die Kranken dadurch - wenigstens für kurze Zeit - wieder aktiver am Leben teilnehmen. Insofern ist es eine gute Sache.
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12.03.2008 13:28 Uhr von Ray71
 
+17 | -1
 
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Lieber: soll den Kranken vorgegaukelt werden, daß sie normal leben, als wenn ich einen Verwandten mit dieser Krankheit besuche und er mit Medikamenten vollgepumpt, nicht mehr ansprechbar und festgeschnallt in einem Bett liegt und dahinvegetiert.
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12.03.2008 13:31 Uhr von sluebbers
 
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diese "veräppelung" hat einige vorteile und keine nachteile. ich sehe das problem nicht.

vielleicht sollten diese angehörigen mal drei tage die pflege übernehmen - dann wissen sie wenigstens wovon sie reden.
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12.03.2008 13:33 Uhr von sluebbers
 
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nachtrag an den autor: 1. komödiantisch - mit einem "m"
2. alzheimer und demenz sind verschiedene krankheiten

fünf sterne gibts trotzdem, gute, informative news.
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12.03.2008 14:00 Uhr von awv
 
+6 | -0
 
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Über diese Aktion wurde tatsächlich schon einmal in den Medien berichtet. Dort kam dann noch ein weiterer Aspekt hinzu. Die Alten Leute die an Demenz oder Alzheimer leiden, vergessen leider oft auch dass sie krank sind, und machen sich dann auf den Weg nach Hause.
Dies aber zu jeder Tages- und Nachtzeit und in den Sachen die sie gerade tragen. Auf Grund der Krankheiten ist es aber sehr schwierig am öffentlichen Verkehr teilzunehmen, so dass solche Ausflüge manchmal mit einem Unfall enden. Da finde ich die Haltestelle eine bessere Lösung, da die Alten Leute dorteinfach sitzen und warten können.

Na klar, dass ist für die Angehörigen schwierig, aber leider sind sie eben krank
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12.03.2008 14:34 Uhr von Pfreak
 
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Es ist schwer: Meine Ma´ arbeitet bei einer Sozialen Pflegestation, zu der auch ein Altenheim gehört. Man hat sich da auf Demenzkranke spezialisiert. Es mag auf den ersten Blick nach fießer Verarsche aussehen was dort mit denen gemacht wird, aber die Leute sind so wenigstens unter Aufsicht, so dass ihnen kein Schaden zugefügt wird. Besser die sitzen da 3 Stunden, als wenn die aufe Autobahn oder Schnellstraße wandern gehen.... Ist halt nur für angehörige schwer, diese Leute so zu sehen, aber solange es ihnen dabei gut geht, spricht aus meiner Sicht nix gegen dieses Vorgehen. Besser so, als Medikamente zum ruhigstellen oder noch schlimmer: Wenn die Leute am Bett fixiert werden. Denn lieber veräppeln.
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12.03.2008 15:40 Uhr von fruchteis
 
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@30tonnenSackreis: Die Idee ist auch nicht ganz ohne. *hrhrhr*

Ich finde auch, lieber veräppeln als mit Drogen vollpumpen. Angehörige machen das doch auch, indem sie sich für andere ausgeben, die verstorben sind oder weit weg wohnen, z.B. wenn der alte Mensch denkt, er redet mit seinem Schulfreund.
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12.03.2008 16:05 Uhr von JustMe27
 
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Der Zweck des ganzen ist einfach das es in der Therapie von Alzheimer und Altersdemenz (Und nein, das ist nicht dasselbe!) den Ansatz gibt, den blockierten Zugriff auf das Kurzzeitgedächtnis insofern zu umgehen, als dass man bestimmte alltägliche Handlungen aus dem Langzeitgedächtnis, welches oftmals länger erhalten bleibt, wieder hervorholt, und so eine Art Ersatz-Kurzzeitgedächtnis schaffen soll. Also Dinge wie den Toilettengang, selbständiges Essen, Körperpflege und so weiter. Außerdem wirken die Bewohner wirklich etwas agiler dadurch. Ich hoffe, ich habe das halbwegs richtig wiedergegeben, ich habe zwar dem Vortrag gelauscht, aber vieles dank Fachbegriffen nicht zu 100% verstanden, kein wunder, war ja nur Praktikant. Jedenfalls wird diese Methode auf verschiedene Arten in vielen Seniorenheimen veranstaltet, das ist nur eine davon.
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12.03.2008 16:23 Uhr von Tleining
 
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@ JustMe27: echt? Therapie?
Also nem Zeitungsartikel zufolge geht es wirklich nur darum, dass sich die Leute besser fühlen, sie haben eben einen lichten Moment und wollen dann irgendwohin (einkaufen, Kind/Enkel von irgendwo abholen usw.) und können zur Bushaltestelle gehen, wo sie dann aber vergessen wo sie hinwollten, und dann einfach an der Bushaltestelle sitzen, sich mit anderen Leuten dort unterhalten können und einfach beruhigt sind.
Aber wenn es auch Therapie ist ist es noch besser ;)

Also ich find das gut, hab einige Leute mit Demenz in der Familie, und auch wenn es schrecklich ist finde ich das Vorgehen dieses Heims besser als manche Alternativen, war letztens in nem Altenheim, und die Leute da haben nur vor dem Fernseher gesessen und sich nicht gerührt, keinen Ton gesagt. Das empfand ich als unmenschlicher, als die Kranken da ein bißchen zu veräppeln und ihnen damit noch ein paar schöne Tage zu verschaffen, auch wenn sie es nicht mehr mitkriegen.
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12.03.2008 16:33 Uhr von Borgir
 
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was zur hölle: hat das leiden dieser alten menschen kommödiantisches......demenz ist eine echt schlimme krankheit und ich kann daran nichts, aber auch gar nichts komisches finden.
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12.03.2008 16:35 Uhr von JustMe27
 
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@tTleining: wie gesagt, das herbeiführen von Alltagssituationen soll dem Gedächtnis quasi wieder auf die Sprünge helfen, in dem Erinnerungen sozusagen reinstalliert werden. Leider weiss ich den Namen dieser Therapieform nicht mehr.
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12.03.2008 17:36 Uhr von HarryL2
 
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@JustMe: Das sie agiler wirken wenn man deswegen die Medikamente weglassen kann wundert mich jetzt nicht wirklich. ;-)
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12.03.2008 17:47 Uhr von vst
 
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an dem verhalten von: demenzkranken kann ich überhaupt nichts komödiantisches sehen.

mir tun die menschen einfach nur leid.
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12.03.2008 17:59 Uhr von Artemis500
 
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Naja, ein bisschen komisch ist es schon man weiß nicht, ob man lachen oder weinen soll wenn die Oma einen plötzlich für jemanden hält den man überhaupt nicht kennt...
Zu behaupten, wir hätten keine Witze drüber gemacht ist gelogen.
Ich hätte meine Oma auch lieber an der Bushaltestelle sitzen sehen an der kein Bus kommt als mit Medikamenten vollgepumpt im Bett oder apathisch in den Fernseher starrend.
(Und sowieso lieber, als dass sie auf der Schnellstraße überfahren wird)
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12.03.2008 18:38 Uhr von Das allsehende Auge
 
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Was wollte ich überhaupt?
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12.03.2008 18:48 Uhr von mulackswiss
 
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besser so: Klar findet es ein Angehöriger eines direkt Betroffenen schlimm, wenn er zu Besuch kommt und die sitzen an der Bushaltestelle, die keine ist.
Aber es ist sicherlich besser, wie schon einige User schrieben, als mit Medis vollzupumpen.

Aber ob ich mir als Pfleger das Lachen verkeifen könnte, wenn ein Patient nach Stunden zurück kommt und meint, dass der Bus heute ausgefallen ist, weiss ich nicht......
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12.03.2008 19:26 Uhr von Pfreak
 
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@ mulackswiss: Da kannste mal sehen, das Pfleger kein einfacher Beruf ist. Ich könnt´s nicht, geb´ ich ehrlich zu. Und ich bewundere die Menschen, die sich von Berufswegen her Tagtäglich mit dem Elend anderer auseinandersetzen müssen und daqs aushalten.
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13.03.2008 02:30 Uhr von remyden
 
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in Afrika: warten die Leute auch 2 - 3 Tage auf einen Bus und die sind nicht krank. Finden es selber nicht tragisch, da kein Fahrplan aushängt.
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13.03.2008 05:22 Uhr von mister-kanister
 
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@remyden: loool das is schon n bisl lustig ... da würdes sowas wie in den news hier beschrieben kaum ein problem darstelln
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13.03.2008 08:10 Uhr von JustMe82
 
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ich finds gut :): auch in berlin gibt es solche bushaltestellen ;)

ich finde es nur gut das man wenigstens auf die alten menschen eingeht...
demenz ist nich spassig, aber wie hier schon oft erwähnt wurde, ist das sitzen an der "pseudo"-bushaltestelle tausendmal besser als ruhiggestellt im bett zu liegen.

da demente auch öfter mal ausbüchsen, da sie nich gehört werden und gesagt wird, sie können nich mitm bus fahren, ist es doch nur gut wenn man sie dann auf die angebliche bushaltestelle verweisen kann. dann lieber sagen das der bus wohl nicht mehr kommt...

ausserdem bleiben die leute so in kontakt und sind an der frischen luft, wenn sie da gemeinsam sitzen und auf den bus warten. also ich find das nur positiv :)

da sollten sich so manche altenheime mal was von abschauen ;)
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14.03.2008 09:22 Uhr von denksport
 
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wenn man die Leute informiert wenn die mal ansprechbar dass das Sie demenzkrank sind und dass deswegen solche Bushaltestellen aufgestellt werden und die setzen sich dann trotzdem hin, dann ist das eigentlich ok.
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14.03.2008 15:03 Uhr von hehmar
 
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gehts noch? "Urkomisch ist das schon wenn man das Verhalten der Heimbewohner so mitkriegt."
was soll an demenzkranken bitte komisch sein?du hast echt nen gestörten humor.
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14.03.2008 15:15 Uhr von Schwertträger
 
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@Borgir: Wenn Du den Humor verlierst, hast Du bei der Pflege eines dementen Patienten verloren.


ALLES hat eine komische Seite. Man muss es nur mal von einer anderen betrachten!



Was die Witze angeht: Ein Mensch ist Zeit seines Lebens Ziel von Witzen, die über ihn gemacht werden. Warum sollte das aufhören, wenn er dement ist?




Sicher hast Du am Anfang Mitleid, aber nach einer Weile erkennst Du, dass Du nur noch Teiltote vor Dir hast.
Einen ganz kleinen Teil kannst Du noch ansprechen, ihnen Freude bereiten, aber der grösste Teil ist bereits tot, verdorrt und wird nie wieder funktionieren. Diese Realität siehst Du irgendwann ein, nachdem Du für Mitleid (was nebenbei Dich auch noch kaputt macht) keine Kraft mehr hast oder aufbringen möchtest.

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