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Imame und Pfarrer in Deutschland juristisch nicht gleichberechtigt

Nach dem neuen BKA-Gesetz dürfen Pfarrer in Deutschland nicht abgehört werden, Imame aber schon. Grund: Der Islam ist keine staatlich anerkannte Religionsgemeinschaft. Die Imame hätten somit kein Zeugnisverweigerungsrecht und auch deren Telefon und Wohnung bekämen nicht mehr Schutz als die eines Normalbürgers.

Die Einstufung der muslimisch Geistlichen spielt momentan in der Neuformulierung des BKA-Gesetzes eine wichtige Rolle. In einer Schlüsselpassage, die die oben angesprochene Thematik behandelt, werden Imame bei der Schutzfrage indirekt ausgeschlossen. Der Zentralrat der Muslime reagierte empört.

Gerade der sonst für seine politisch fraglichen Vorstöße bekannte CDU-Politiker Schäuble besänftigte Ende Januar die Gemüter,als er in "Der Welt" die Meinung vertrat,dass auch Imame das Recht auf Zeugnisverweigerung besäßen. Dies wird allerdings aus der Formulierung des Gesetzes nicht ersichtlich.


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WebReporter: Second2None
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Deutschland, Deutsch, Pfarrer
Quelle: www.taz.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.03.2008 14:09 Uhr von Second2None
 
+0 | -0
 
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Ich kann die Empörung seitens der muslimisch Geistlichen verstehen, ob nun Pfarrer oder Imame, im Endeffekt kleiden beide die gleiche Position in verschiedenen Religionen.
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11.03.2008 16:59 Uhr von Bierinfanterist
 
+10 | -1
 
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Wozu die Aufregung?
"Grund: Der Islam ist keine staatlich anerkannte Religionsgemeinschaft." - sagt doch alles. Punkt.
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11.03.2008 17:41 Uhr von SiggiSorglos
 
+7 | -2
 
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andererseits: sollten die es mal wagen, das von Rabbinern zu behaupten (eine noch viel kleinere Minderheit).. dann wäre das Geschrei vom ZdJ groß.

Meiner Meinung nach ist ein Pfarrer auch nix anderes oder besseres als ein Imman oder Rabbi. Warum allerdings gerade die Pfarrer nicht abgehört werden dürfen bzw alle anderen Menschen schon, ist mir schleierhaft...
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11.03.2008 17:49 Uhr von Second2None
 
+3 | -1
 
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@siggi: ganz einfach, weil die kirche und der staat einen pakt geschlossen haben, dass der eine den anderen in ruhe lässt, damit beide institutionen ihre Macht ausüben können.
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11.03.2008 22:16 Uhr von jsbach
 
+4 | -1
 
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Ist doch teilweise im: rechtsverbindligen Konkordat niedergeschrieben.
Warum haben ordinierte Pfarrer ein Zeugnisverweigerungsrecht wie Mediziner? Genau so ist es mit dem Beichtgeheimnis.
Kultur hin oder her, irgendwann ist eine Grenze erreicht bzw. überschritten. Dann beruft sich vielleicht so manche Psydokirche auf das Beichtgeheimnis und das kanns nicht gewesen sein.
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11.03.2008 23:20 Uhr von Hier kommt die M...
 
+3 | -1
 
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vielleicht aber auch deswegen?

http://www.zdf.de/...
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12.03.2008 11:26 Uhr von vst
 
+0 | -1
 
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das kann nicht sein: kann ich mir nicht vorstellen.
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12.03.2008 14:17 Uhr von Donkanallie
 
+0 | -1
 
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geht doch bei diesem Gesetz darum, dass ein Pfarrer nichts ausplaudern muss was ihm in der Beichte anvertraut wurde oder nicht?!
Kann man als Moslem beim Imam seines Vertrauens beichten gehen?Ich weiß es nicht aber wenn nicht dann versteh ich die Aufregung nicht.

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