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Österreicher sind gegen Vergangenheitsbewältigung der NS-Zeit

Nach einer Umfrage, die von der Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft durchgeführt wurde, sind es die Österreicher leid, ihre nationalsozialistische Vergangenheit aufzuarbeiten. Sie würden am liebsten einen Schlussstrich ziehen.

Die Umfrage wurde gestartet, aufgrund des 70. Jahrestags des Anschlusses Österreichs. Von den Befragten wollten 60 Prozent ein Ende der Aufarbeitung. 36 Prozent waren für die Vergangenheitsbewältigung der Österreichischen NS-Zeit.

Seit dem Jahr 2000 hat sich die Anzahl der Aufarbeitungsgegner nicht geändert. Allerdings waren es damals nur 32 Prozent der Befragten, die sich für die Vergangenheitsbewältigung aussprachen. Menschen mit schlechterer Schulbildung haben öfters etwas gegen die Aufarbeitung, als Leute mit besserer Bildung.


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WebReporter: PortaWestfalica
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Österreich, Zeit, Vergangenheit, Nationalsozialismus
Quelle: www.oe24.at

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24 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.03.2008 14:03 Uhr von Maverick Zero
 
+26 | -6
 
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Die Österreicher haben es erfasst. So schrecklich die Dinge auch sind, die damals geschahen: Wir können nicht auf ewig darauf herumreiten und uns damit irre machen.
Vielleicht sollten wir auch mal wieder einen Österreicher einstellen. Inzwischen haben die richtig gute Ideen...
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11.03.2008 14:18 Uhr von StoWo
 
+28 | -3
 
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OMG! Leute, Leute, Leute...

Wir sind das Tätervolk! Was wären wir Deutschen, wenn man Vergangenes nicht uns ständig unter die Nase reiben könnte? Egal ob israelische Politiker oder Hollywood - der Deutsche ist ein Nazi und man muss es tagtäglich neu erwähnen, weil auch noch die nächsten 5 Generationen verantwortlich sein sollen!

Gibts eigentlich noch Indianer...?
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11.03.2008 14:31 Uhr von Fendracor
 
+8 | -38
 
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11.03.2008 14:37 Uhr von orangeSky
 
+13 | -2
 
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"bewältigung": Was sollen wir denn noch bewältigen? Haben wir alle ein Trauma davon? Ich finde den Begriff an sich schon peinlich.

Man sollte es in der Schule unterrichten und gut. Wer sich dafür interessiert, darf sich gerne weiteres Lehrmaterial anschauen. Ich persönlich habe mich sehr für dieses Kapitel der Geschichte interessiert, da es mehr Realitätsbezug als Napoleon oder so hatte. Aber irgendwann weiß man das meiste und dann ist der Wissensdurst gestillt.

Und was ist heute denn so viel anders als damals? (Ja ich weiß dünnes Eis...) Aber mal im Ernst: Wir bauen in DE einen Überwachungsstaat auf, es wird am laufenden Band und öffentlich diskutiert das Grundgesetz zu ändern um irgendwelchen Schwachsinn durchzusetzen, Grundrechte werden einfach mit dem Schlagwort "Terrorgefahr" ausgehebelt... Damals wurden viele der Dinge mit mit Gewalt durchgesetzt, aber das Grundprinzip ist das gleiche. Leute mit Macht und Geld setzen ihren Willen durch. Weil Hitler war ja auch nicht alleine an die Macht gekommen...

Von daher ist die Frage WER denn wirklich etwas aufarbeiten sollte... eher die Leute in der Politik und die großen Lobbies!
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11.03.2008 14:44 Uhr von SiggiSorglos
 
+3 | -3
 
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noch 1-2Jahrhunderte: schliesslich hat man den Amis und Ägyptern auch die Sklaverei, den Italiener das römische Reich und den Briten, Spaniern, Portugiesen, Holländern die Kolonialisierung verziehen
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11.03.2008 15:05 Uhr von JCR
 
+2 | -2
 
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@ werwillderdarf: "bedeutet Vergangenheitsbewältigung nicht gerade, DASS man mit der Vergangenheit abschließt?"

Sehe ich auch so.

Was die meisten der Befragten Österreicher wohl ablehnen, ist das "tagtäglich dem Schuldkomplex fröhnen und über die Vergangenheit heulen".
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11.03.2008 15:16 Uhr von Schiebedach
 
+4 | -11
 
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Irgendwo: im Alten Testament steht, daß "die Sünden der Väter" ...
"bis ins fünfte und sechste Glied" reichen sollen.
Und wir sind erst in der 2. Generation.

[Edit Girgl]
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11.03.2008 15:26 Uhr von Lmax1
 
+1 | -1
 
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Ich weiß wirklich nicht was es da zu "bewältigen" gäbe. Außer dem andauernden Politisieren historischer Themen.
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11.03.2008 15:42 Uhr von DesWahnsinnsFetteKuh
 
+1 | -1
 
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Dabei regt die News an sich: doch schonwieder zum darüber nachdenken an.

Es is gelaufen und Peng, was will man denn da noch abschliessen?

Wer schuld war ist klar. Die täter sind fast alle schon tot.
Das es da überhaupt noch eine Diskussion drum gibt ist doch lächerlich. Möchte mal wissen von wem diese Debatte angestossen wurde. In Deutschland kommt ja dieser stein auch ab und an ins Rollen.
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11.03.2008 16:09 Uhr von picasso110
 
+4 | -3
 
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Österreicher: haben mal was gutes gemacht mit der Umfrage. Irgendwann muss wirklich schluss sein.
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11.03.2008 17:52 Uhr von ThUnDeRxOo
 
+0 | -0
 
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Alsi ich denke IRGENDWANN nach n paar Generationen, wenn garkeine direkter zusammenhang mehr besteht, dann is mit rechtfertigungen aber och mal schicht im schacht ... zweifellos haben wir heute ein ANDERES Österreich/Deutschland als damals,auch wenn viele Spinner, dessen namen ich nicht nennen möchte *HUST*NPD*HUST* das wiederum gerne anders hätten ...
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11.03.2008 19:39 Uhr von smile2
 
+3 | -1
 
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Vergangenheit: Wieso sollte ich meine Vergangenheit bewältigen? Ich habe mir bisher noch nichts vorfallen lassen. Was vor 60 Jahren war ist mir ehrlich gesagt schnuppe. Ich finde es auch besch*ssen was damals abgelaufen ist und verurteile die damalige Lage Deutschlands. Aber wieso sollte ich DIESE Vergangenheit bewältigen? Das liegt weit vor meiner Zeit, also.

Kann mich noch am Geschichtsunterricht erinnern ... kurz über Steinzeit, Mittelalter etc geredet ... dann ein klein wenig mehr über den 1. WK und dann was weiß ich wie lange über den 2. WK. Kurz vor Schulabschluss dann noch etwas übern Kalten Krieg und Feierabend. Man sollte im heutigen Geschichtsunterricht vielleicht auch mal neuere geschichtliche Konflikte mit einbeziehen. In den knapp 60 Jahren nach dem 2. WK ist noch eine ganze Menge mehr passiert. Da gibt es sicher das ein oder andere Volk, was sich auch einiges zu Schulden kommen gelassen hat.
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11.03.2008 19:57 Uhr von Tong
 
+2 | -0
 
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Deutsche auch: Aber das ist falsch. Es geht nicht um Schuld, wie "PortaWestfalica" schon erwähnte. Es geht darum, die Vergangenheit nicht zu vergessen. Warum sollte ich als Deutscher ein Problem damit haben, dass es eine NS-Diktatur gab? Ich wurde erst nach dem Ende der NS-Zeit geboren. Ich bin aber froh das man mir auch heute noch sagt, welches Leid diese Zeit gebracht hat. Daraus kann ich nur lernen.
Morgen startet die Neuverfilmung des Klassikers "Die Welle" in den Deutschen Kinos. Kann ich nur allen empfehlen, die meinen wir müssten nicht mehr an unsere Geschichte erinnert werden.
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11.03.2008 21:32 Uhr von jsbach
 
+0 | -0
 
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Auch wenn es ein: traurihes Thema ist, den Seitenhieb kann ich mir nicht verkneifen.
Beethoven sollte halt Österreicher sein und Hitler ein Deutscher. Leider ist es anderesrum.
Aber irgendwann sollte es zur traurigen Kulturgeschichte gehören und nich wieder aufgewärmt werden Reicht schon das braune Pack und die ewig Gestrigen.
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11.03.2008 21:59 Uhr von Firen
 
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Naja Naja... für viele ist ja abschließen einfach nicht mehr darüber reden. Und ich finds schon wichtig, dass auch weitere Generationen erfahren was damals passierst ist.
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11.03.2008 21:59 Uhr von DirkKa
 
+2 | -2
 
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Es ist schlimm, was damals geschehen ist, es ist schlimm, was den Menschen angetan wurde.

Aber irgendwann muss endlich Schluss sein.

Klar, in Vergessenheit sollten diese Taten niemals geraten, aber es sollten auch nicht auf Ewigkeiten hinweg Vorwürfe gemacht werden.

Die Generationen, die das ganze "live" miterlebt haben, leben zu 88 Prozent sowieso nicht mehr.

Dieser ganze Hype bezüglich des "Judenhasses" und dem, was damals geschehen ist, wird doch eigentlich nur noch durch den ZdJ und ähnlichen Starrköpfen aufrecht erhalten.

Selbst meine Generation, ich bin jetzt 40 Jahre alt und habe von dem ganzen Kram damals nichts miterlebt, zahle genau wie viele andere in meinem Alter an Reparationen, die Menschen erhalten, die genau so wenig wie wir damals gelebt haben und nichts damit zu tun haben. Wir zahlen sogar für den ZdJ...... wozu eigentlich ?

Irgendwann muss endlich mal ein Schlussstrich gezogen werden.


Und, ganz nebenbei.... zahlen die Amis für ihre Grausamkeiten im Vietnam- und Koreakrieg ? Für die "netten" Atombombentests auf Hiroshima und Nagasaki ?

Warum sind wir Deutschen immer die Blöden ? Wir sind im Laufe der Geschichte wirklich nicht die Einzigen, denen man etwas vorhalten kann.

Schliesst endlich ab mit der Vergangenheit, schaut lieber in die Zukunft.
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11.03.2008 22:29 Uhr von Carro_Funebre
 
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Wahnsinn, dummes deutsches Volk, und in dem Fall wirklich 80 % der Bevölkerung...

Ist natürlich schlimm gewesen die Zeit damals, vor allem für Juden.

Aber das deutsche Volk ist heute noch so dumm, und lässt sich für alles immer noch verantwortlich machen. Wir bauen ein Mahnmal um das andere, was meiner Meinung nach Sinnloser ist, als in die Wüste einen Koffer voll Sand mitzunehmen. Allein bei diesen Betonklötzen in Berlin könnte mir schon die Hutschnur platzen, Million Euro teuer... da hätte es eine Abteilung im Museum auch getan. Die hätte mehr Wissen vermittelt als es diese Betonklötze je tun werden...

Und wenn irgendwas ist kleines auch nur ist, kommt der Zentralrat der Juden und protestiert dagegen: "Das es sowoas gibt, in so einem Land mit dieser Vergangenheit..." bla bla bla...

Ich habe nichts gegen Juden, aber manche versuchen sich heute noch Vorteile daraus zu schlagen... und die Deutschen lassen sich das auch noch größtenteils gefallen.
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12.03.2008 02:00 Uhr von Borgir
 
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das sollte: sich deutschland auch mal trauen....irgendwann ist gut
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12.03.2008 11:01 Uhr von cheetah181
 
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Versteh ich nicht: Erstaunlich, ich Frage mich wo dieses Selbstmitleid herkommt. Mir persönlich hat noch niemand die Schuld an Hitler zugewiesen. Und als Nazi wurde ich bisher nur von 2 Österreichern bezeichnet, die nichtmal wussten, dass in ihrem Land die Menschen gejubelt haben, als die Nazis einmarschiert sind. Vielleicht sollte man dort mit "Vergangenheitsbewältigung" doch nochmal nachhaken.
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12.03.2008 11:19 Uhr von Mistbratze
 
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Also ich bin dafür, dass die Geschichte weiter aufgearbeitet wird und zwar die nächsten 1000 Jahre lang. In Deutschland und Österreich so wie hoffentlich auch bald in Ungarn und Rumänien.

Hat sich denn einer mal Gedanken gemacht wovon denn zukünftig die Denkmalindustrie und Guido Knopp leben sollen, wenn man Geschichte Geschichte sein lässt? Bestimmt nicht.
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12.03.2008 15:54 Uhr von lukiluke
 
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klar: einfach verdrängen, aber die guten seiten der geschichte für sich in anspruch nehmen, wie mozart usw. und typisch, dass gewisse deutsche sich gleich da dran anhängen wollen
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12.03.2008 17:31 Uhr von DoJo85
 
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daumen hoch! endlich mal ne umfrage, die die meinung des volks wieder spiegelt .. sollte in deutschland auch mal durchgeführt werden

bewältigung? ich glaube nicht dass wir etwas zu bewältigen, gerade die junge generation
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12.03.2008 19:39 Uhr von Irminsul
 
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Gibt: es eigentlich große Denkmäler für die gefallenen deutschen Soldaten im 2. WK ?
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12.03.2008 21:52 Uhr von cheetah181
 
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Irminsul: Nein, aber bestimmt für die Kriegs-Verweigerer, die ermordet wurden.

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