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Produktionssteigerung von Biosprit vergrößert "Todeszone" im Golf von Mexiko

Der in den USA bis 2022 geplante erhöhte Maisanbau zur Erzeugung von Biosprit führt zu einem weiteren Absterben von Mikororgansismen und zu einer Abwanderung der Fische. Bereits jetzt ist der südliche Teil des Golfs von Mexico von den Folgen der Überdüngung der Maissaat betroffen.

Das "National Journal of Science" hatte diese Woche die Studie von Simon Donner von der Universität British Columbia in Kanada veröffentlicht. Die Wirkung der angekündigten Gegenmaßnahmen geht gegen Null, so Donner.

In der Einmündung des Mississippi und des Atchafalaya wird die Stickstoffkonzentration bis zu ein Drittel ansteigen. Bereits jetzt sprechen Biologen von einer Stickstoffverseuchung. Wo der Mississippi in den Golf mündet, besteht bereits eine solche "Todeszone" von 20 000 Quadratkilometern.


WebReporter: sarazen
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Mexiko, Golf, Produkt, Produktion
Quelle: www.20min.ch

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.03.2008 10:16 Uhr von Schwertträger
 
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Bio-Sprit ist die grösste Sackgasse des aktuellen"natürliche Alternativen"-Wahns.

Abgesehen von solch gravierenden Schäden an der Umwelt, kommt noch hinzu, dass an anderer Stelle Menschen hungern, weil lieber Biosprit angebaut wird, da er mehr einbringt, anstatt Nahrungsmittel.

Ich meine, nicht dass wir nicht genügend Menschen auf der Erde hätten und drei Milliarden weniger dem Planeten gut täten, aber ob die Massnahme, sie verhungern zu lassen, sich so gut mit dem grünen Gewissen, der Biosprit-Befürworter verträgt?


Weiterhin werden mit hohem Energie- und Ressourcenaufwand neue Autos gebaut, die solche Kraftstoffe fahren können, die wenig später sowieso durch Brennstoffzellen-Autos oder Wasserstoff-Autos abgelöst werden. Also eine weitere Negativbilanz.

Es ist jedenfalls eine Idiotie, im Austausch für das wirklich nicht sinnvolle Verbrennen Millionen Jahre alter Pflanzen (Öl) dann eben frische Pflanzen zu verbrennen.
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11.03.2008 12:15 Uhr von chillkröte
 
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und wieder is die wurzel allen übels: die profitgier...nichts gegen freie marktwirtschaft und kapitalismus, aber in seiner jetzigen form ist unser wirtschafts und gesellschaftssystem der ökokiller nr. 1
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11.03.2008 15:58 Uhr von Maverick Zero
 
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Das Problem an der Sache ist:
Ökologen, Biologen, Experten und Leute mit gesundem Menschenverstand verstehen, was durch den Biosprit-Wahn angerichtet werden kann und wird.

Solange aber Galileo & Co. der schwachsinnigen Masse einreden, dass Biosprit "toll, günstig und umweltschonend" ist, solange wird diese Schiene weiterverfolgt.

Mit Biosprit lässt sich viel Geld machen. Und so lange die Menschen darauf eingehen und sich blenden lassen, wird sich an der Situation so schnell nichts ändern.

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