09.03.08 21:28 Uhr
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Unfallgefahr zu hoch: ACE will serienmäßiges ABS für Motorräder durchsetzen

Statistisch gesehen sind die tödlichen Unglücksfälle von Motorradfahrern im Vergleich zum Vorjahr mit neun Prozent stark angestiegen.

Aus diesem Grund möchte jetzt der Auto Club Europa (ACE) durchsetzen, dass nur noch Motorräder in den Handel gelangen dürfen, die serienmäßig über das Antiblockiersystem ABS verfügen.

Nach Meinung des Clubs ist derzeit nur jedes Fünfte neu ausgelieferte Motorrad serienmäßig mit ABS ausgerüstet. Diese Forderung untermauert die ACE mit der Angabe, dass Motorradfahrer ein fast viermal höheres tödliches Verunglückungsrisikio haben als Autofahrer.


WebReporter: Gucky
Rubrik:   Auto
Schlagworte: Unfall, Motor, ACE, Unfallgefahr
Quelle: motorzeitung.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.03.2008 21:23 Uhr von Gucky
 
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Tja, die Kehrseite der Medaille ist natürlich das die Motorräder mit ABS wohl auch wesentlich teurer werden dürften als die ohne das Antiblockiersystem...
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09.03.2008 22:24 Uhr von gerdzettel
 
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In den allermeisten Fällen: werden Motorradfahrer von Autofahrern in einen Unfall verwickelt, weil diese sie schlichtweg übersehen. Mit einem eventuellen Tagfahrlicht-Gebot für Autos wird dies eher noch zunehmen. Da hilft dann auch kein ABS.
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10.03.2008 00:29 Uhr von Kairai
 
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@gerdzettel: "Mit einem eventuellen Tagfahrlicht-Gebot für Autos wird dies eher noch zunehmen."
Warum?
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10.03.2008 01:22 Uhr von 3nu6E8CcvW1Up9kJ0ZR
 
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ABS: Das ABS macht den Bremsweg länger.
Der einzige Vorteil ist, dass sich bei einer Vollbremsung das Fahrzeug noch lenken lässt.
Aber wer Lenkt beim Motorrad wenn er eine Vollbremsung macht?
Das Lenken beim Motorrad geht mit der Gewichtsverlagerung einher (sich in die Kurve reinlegen) und nicht wir beim Auto mit einem Lenkeinschlag.
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10.03.2008 06:05 Uhr von vostei
 
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Das ABS bei Motorrädern macht nur Sinn, weil es das Überbremsen verhindert - der Bremsweg selbst wird dadurch tatsächlich nicht kürzer, weil:

die Physik ist für alle gleich.

Nur Vor- und Rücksicht kann Unfälle verhindern, weil, sollte man der Logik des ACE folgen, müssten ja die Unfallzahlen bei Blechkistentreibern stark rückläufig sein - is´ aber nicht.

Warum?
Weil viele denken, ABS, ESP etc. pp. setzen die Physik außer Kraft. Das is´ aber auch nicht.
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10.03.2008 08:31 Uhr von Jimyp
 
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@ gerdzettel: Das ein Autofahrer einen Motorradfahrer übersieht, kann schon passieren. Aber nicht, weil der Autofahrer unaufmerksam fährt, sondern weil viele Motorradfahrer wie die Bekloppten rasen und an den unmöglichsten Stellen überholen.
Tagfahrlicht wird allerdings nicht zu einer Zunahme von Unfällen führen. Licht ist Licht, ob mir da nun ein oder zwei Scheinwerfer entgegen kommen.
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10.03.2008 10:51 Uhr von Python44
 
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@ Jimyp: Schwachsinn !!! Die meisten Unfälle mit Motorradfahrern passieren nicht wenn diese überholen oder außerorts "zügig" unterwegs sind. Über 80% aller Unfälle mit Motorrädern passieren weil AUTOFAHRER gepennt haben, entweder an Kreuzungen und Einmündungen oder beim SELBER Überholen ! Das kleine Lichtpünktchen wird gar nicht wahrgenommen oder es wird einfach rausgezogen, der Motorradfahrer kann ja ruhig mal bremsen...

Dazu kommt, das die Ösis ihr Tagesfahrlicht gerade abschaffen, weil die Unfallzahlen mir Motorrädern, Fahrrädern und "unbeleuchteten Fußgängern" dramatisch zugenommen hatten !!!
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10.03.2008 10:59 Uhr von Python44
 
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10.03.2008 11:11 Uhr von Kairai
 
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@vostei: Okay, hier von Physik reden aber keine Ahnung haben.
Mal zu ABS und Physik. Dank ABS wird der Bremsweg kürzer.

Warum? Weil ABS dann anspringt, wenn der Reifen vollständig blockiert und anfängt über den Asphalt zu rutschen. Jetzt ist es so, dass der Gleitreibungs- und der Haftreibungskoefizient proportional zur Kraft sind. D.h. je höher der Wert umso höher die Kraft die vom Reifen auf den Apshalt übertragen werden kann. Mit etwas klassischer Mechanik kommt man dann auf die Formel s = v² / ( 2 µ g ). Du kannst dir das ja jetzt mal durchrechnen. Hier noch die nötigen Werte aus "Taschenbuch der Physik, Horst Kuchling, S. 617, Tabelle 2" einmal Haftreibung "Luftreifen auf Asphalt" mit einem Wert von 0,55 und Gleitreibung "Gebremstes Auto auf Asphalt" mit einem Wert von 0,3. Hier noch ein Beispiel mit v = 100 km/h also rund 28 m/s. Damit erhalten wir für Haftreibung einen Bremsweg von 72,62m und bei Gleitreibung einen Wert von 133,18m. Wir gehen hier von einem idealen System aus.
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10.03.2008 11:12 Uhr von Jimyp
 
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@Python44: Was heißt bei dir zügig unterwegs sein? Auch für Motorradfahrer gilt die Geschwindigkeitsbegrenzung, nur sieht man selten einen hinter einem Auto hinterherfahren. Die Harleyfahrer sind die, die noch am ordentlichsten fahren. Honda, Suzuki & Co. liegt mit ihrer Geschwindigkeit meisten deutlich über dem Erlaubtem.
Erst gestern wieder erlebt. Landstraße 100 km/h und 2 Motorräder überholen mit mindestens 160 km/h 6 Autos auf einmal und scheren kurz vor einer Kuppe wieder rechts ein.
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10.03.2008 11:49 Uhr von Kairai
 
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@Python44: "Dazu kommt, das die Ösis ihr Tagesfahrlicht gerade abschaffen, weil die Unfallzahlen mir Motorrädern, Fahrrädern und "unbeleuchteten Fußgängern" dramatisch zugenommen hatten !!!"

Hast du dafür auch eine Quelle, würde gerne wissen wie das erklärt wird.
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10.03.2008 12:08 Uhr von Python44
 
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@ Kairai & Jimyp: Kairai: Dabei vernachlässigst Du aber die Regelintervalle des ABS, während derer die Bremswirkung gleich 0 ist. Einziger Vorteil des ABS ist, das bei einer Vollbremsung das Fahrzeug lenkbar bleibt, der Bremsweg ist im Gegensatz zum allgemeinen Irrglauben OHNE kürzer ! So schalten die meisten auf der Rennstrecke ihr ABS am Motorrad AUS für bessere Rundenzeiten !

Für die Quelle benutz mal die Suche, war auch hier bei SN gewesen...

Jimyp: Zügig bedeutet der Verkehrssituation angemessen, im zweifelsfall so schnell, das mir der Auditurbodieselkombi nicht mehr am Nummernschild klebt oder mich mit einem halsbrecherischen Manöver versucht zu überholen !

Warum man als Motorradfahrer ungerne hinter PKW herfährt, kannst Du als Dosentreiber natürlich nicht wissen... Turbulenzen , Abgase und das vergrößerte Risiko hinter dem PKW noch eher übersehen zu werden
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10.03.2008 12:48 Uhr von Kairai
 
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@Python44: "Dabei vernachlässigst Du aber die Regelintervalle des ABS, während derer die Bremswirkung gleich 0 ist."

Ist das heutzutage noch immer so? Ist es nicht viel mehr so, dass ABS heut zu tage den Reifen auf ca. 20 - 30% Schlupf hält und somit das Maximum an Haftreibung vorhanden ist?
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10.03.2008 14:16 Uhr von Jimyp
 
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@Python44: "Warum man als Motorradfahrer ungerne hinter PKW herfährt, kannst Du als Dosentreiber natürlich nicht wissen... Turbulenzen , Abgase und das vergrößerte Risiko hinter dem PKW noch eher übersehen zu werden"

Da kann man ja auch Abstand halten!
Bei mehr als 100 PS auf 200-300 kg verteilt und 2 sec. von 0-100 km/h ist die Verlockung zum schnellen Fahren natürlich da. Aber sehr viele Motorradfahrer überschätzen sich einfach und glauben zudem, das gewisse Regeln für sie nicht gelten.
Man kann es auf den Straßen immer wieder erleben. Sicherlich sind auch Vernünftige Fahrer dabei, aber die Zahl der "Verrückten" ist nicht geringer als die unter den Autofahrern.
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10.03.2008 15:47 Uhr von Python44
 
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@ Kairai: Ich bin kein Inschinjör, aber ich würde mir vorstellen, das der Bremsdruck eine Sinuskurve bildet. Damit wäre der volle Bremsdruck nur in einem Bruchteil des Regelintervalls gewährleistet. Die 20-30% Schlupf müßtest Du dann mindestens noch in Deine Rechnung einauen - wobei die eh völlig hypothetisch ist, danach hätte ja kein PKW in der vor-ABS-Zeit Bremswege unter 50m realisieren dürfen... z.B Porsche war aber schon vor 20 Jahren deutlich unter 40m - ohne ABS !
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11.03.2008 06:14 Uhr von vostei
 
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Lieber Kairai: Da ich kein Freund von Retourkutschen bin, möchte ich dich lediglich darum bitten mein Posting inkl. des Titels nochmal gaaaanz langsam unter Zuhilfenahme deines Verstands durchzulesen.

Alles was du da aufführst habe ich in dem Sätzchen zusammengefasst, dass ABS das Überbremsen verhindert. Das ist auch gut so.

Worum es mir aber geht ist ein Ding, dass ABS nicht leisten kann.

Und das ist das Ding hinter dem Lenker. Oder warum meinst du, dass sich Daimler bemüßigt gefühlt hat zusätzlich zum ABS und ESP auch einen Bremsassistenten zu entwickeln?

Achja - und danke für die Blumen.
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11.03.2008 06:27 Uhr von vostei
 
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achja nochwas zum ACE: Warum ist ABS bei Autos nicht zwingend vorgeschrieben?

Wenn sie das wollen, dann bitteschön für alle.

Die Forderung die unsägliche Bitumenflickschusterei auf den Straßen zu optimieren, wäre imho zweckmäßiger...

achja: das A im Clubnahmen - alles klar.
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11.03.2008 11:01 Uhr von Kairai
 
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@vostei: Der Bremsweg wird aber in aller Regel kürzer. Das macht schon alleine die Formel deutlich in der s proportional zu 1/µ ist. Daraus kann man folgern, dass je größer µ ist umso kleiner s wird. Und der Reibunskoefizient ist nun mal bei Haftreibung immer größer als bei Gleitreibung. Mich stört es ungemein, dass du von Physik redest aber keinerlei Argumente bringst.

Und das ABS den Fahrer nicht ersetzen kann ist mir klar, darauf möcht ich auch gar nicht eingehen.

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