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Lebensgroße Statue Galileo Galileis im Vatikan

Der italienische Philosoph und Physiker Galileo Galilei (1564 - 1642) hatte sich seinerzeit mit der Behauptung, die Erde drehe sich um die Sonne und nicht umgekehrt, keine Freunde in der katholischen Kirche gemacht. Nun soll eine Statue Galileis den Vatikan bereichern.

Im Jahr 1633 wurde Galilei durch die Inquisition gezwungen, seine "Fehler" zurückzunehmen, andernfalls hätte Galilei sein Leben auf einem Scheiterhaufen beenden müssen. Bis zu seinem Tod lebte der inzwischen halb Erblindete jedoch im Arrest.

Die Statue soll auf Wunsch der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften in den Gärten des Vatikans aufgestellt werden. Erstmals im Jahr 1992 hatte der damalige Papst, Johannes Paul II zugegeben, dass die Kirche hier irrte. Eine Untersuchung des Vatikans hatte nicht weniger als 13 Jahre gedauert.


WebReporter: poseidon17
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Leben, Vatikan, Statue
Quelle: www.spiegel.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.03.2008 17:26 Uhr von Ben Sisko
 
+5 | -3
 
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Nur 13 Jahre? Das geht ja. In Relation zu 359 Jahren "Theorie" sind 13 Jahre ja grad mal knappe 28%. Sind ja fix bei der Kirche. Zum Glück gibts ja noch andere Wissenschaftler wie Galileo. Man stelle sich vor, die Kirche hätte das allein vollbringen müssen:

News vom 09. März 2546: Der Vatikan bestätigt Gerüchte, die Erde drehe sich um die Sonne.

/Ironie off
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09.03.2008 18:01 Uhr von Superhecht
 
+6 | -5
 
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ähmmm das mit der Sonne im Zentrum hat Kopernikus lange vorher herausgefunden. Galilei entdeckte die vier Jupitermonde, welche nach dem alten Weltbild die Kristallsphäre des Jupiter durchstoßen müssten und es diese also nicht geben kann. Galilei hatte wohl ale erster die Idee, das kurz vorher in Holland erfundene Fernrohr für die Himmelsbeobachtung zu nutzen.

Während das Überprüfen der Lehre Kopernikus´ nur mathematisch/astronomisch versierten Wissenschaftlern möglich war, konnte nun jeder, der sich ein Fernrohr leisten konnte, dieses in Richtung Jupiter halten und sich von der Irrlehre des geozentrischen Weltbildes selbst überzeugen.

Deshalb brauchte Galilei sein Leben auch nicht unbedingt riskieren. Quasi jeder konnte sich nun selbst überzeugen.
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09.03.2008 18:35 Uhr von horus1024
 
+4 | -1
 
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Der Vatikan hat also Anfang der 80er und 90er herrausgefunden das die Erde sich um die Sonne dreht und Galileo recht hat. Reife Leistung. Wie fortschritlich! Aber den Aufrechten Gang scheine sie ja zu schon beherrschen. Respekt!
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09.03.2008 20:49 Uhr von Spiderschwein
 
+3 | -1
 
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@Ben Sisko: Aber das mit dem Rechnen üben wir nochmal^^
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09.03.2008 21:56 Uhr von Ben Sisko
 
+2 | -0
 
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@Spiderschwein: Bei meinem Kommentar wußt ich doch...irgendwas stimmt hier nicht ganz..., ok, sind 4%.

Aber darfst mir nicht übel nehmen. Ich musste mich erst vom Schock erholen; wär doch beinahe von der Scheibe gefallen :-))
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09.03.2008 21:57 Uhr von jsbach
 
+2 | -0
 
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Hier von einem: Lapsus der Kirche zu sprechen wäre blanker Hohn.
Die haben doch selbst ein hochmodernes Oberservatorium.... aber diese These bis 1992 hat mich selbst als Angehöriger dieser Religion mehr als überrascht. Und jetzt durch diese Figur das vergessen machen..oweia
Aber keine Bange, deswegen werde ich auch nicht zu einer anderen Religion konvertieren.
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09.03.2008 22:02 Uhr von Ben Sisko
 
+1 | -0
 
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Ich versteh nicht, warum Superhecht Minuspunkte bekommt. Allerdings:
@Superhecht: Du vergisst den enormen Einfluss auf die Menschen in der damaligen Zeit. Damit sich die Leute selbst überzeugen, muss jemand erstmal großflächig eine neue "Lehre" verbreiten, sodass sie auch davon Kenntnis bekommen und es vor allem auch verstehen.

Jeder, der sich gegen eine weit verbreitete Meinung stellt, riskiert irgendwo sein Leben, und sei es nur, dass er in den Knast wandert. Früher mehr als heute...
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09.03.2008 22:05 Uhr von Ben Sisko
 
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@horus: Nicht alles, was aufrecht gehen kann, ist auch zwangsläufig intelligent. Liest man hier jeden Tag...

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