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Installation des Künstlers Kastner über Holocaust von Mönchengladbach "entsorgt"

Wie jetzt der Münchner Aktionskünstler Wolfram Kastner mitteilte, hat die Stadt Mönchengladbach vier Installationen von ihm "entsorgt". Es handelte sich dabei um vier Koffer, die das Thema Holocaust behandeln. Es waren auch Dokumente oder Porträts jüdischer Familien aus dieser Zeit dabei.

Die Stadt war 2007 an diesen Installationen interessiert und er brachte sie in das Alte Museum Mönchengladbach. Nach Ausstellungsende wurden diese unterhalb des Museums zwischengelagert. Als er sie zurück haben wollte, wurde ihm eröffnet, dass diese zwischenzeitlich vernichtet wurden.

Jetzt will Kastner die bereits fertiggestellte Klageschrift über 25.000 Euro Schadenersatz einreichen. Von der Stadt hieß es dazu: "Wir haben da eine andere Position als der Künstler" und es würde sich um ein "schwebendes Verfahren" handeln.


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WebReporter: jsbach
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Künstler, Mönchengladbach, Holocaust, Installation
Quelle: www.ln-online.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.03.2008 19:41 Uhr von jsbach
 
+0 | -0
 
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Nur weil vielleicht einigen Personen die Art der Installationen nicht gefallen haben, kann man diese doch nicht einfach wegwerfen. Man stelle sich das bei „klassischen Ausstellungen“ vor.
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08.03.2008 20:20 Uhr von Bibi66
 
+14 | -6
 
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Ob die Stadt da vielleicht Billigpersonal beschäftigte???
Oder schlicht und einfach die Flaschen äh... (*oops* LapsuLinguae bzw. Freudscher Versprecher) Falschen???

Schöff: "He, Klaus-Peter, tu mal entrümpeln tun da unten"
Klaus-Peter: "Auch die Koffers?"
Schöff: "Is da was drin???"
Klaus-Peter: "Jou, alte Bilders, schwarz/weis und so ne Schmodderzeugs..."
Schöff: "Alles Kappes, schmeiss wech, so ne alte Krempel!"

Und dann irgendwo abseits positioniert inne Breduille schweben...
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08.03.2008 22:25 Uhr von ThUnDeRxOo
 
+7 | -4
 
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Dat sind die Städte-Herren Erst Scheisse bauen, Historische Dokumente vernichten also quasi dazu zu Blöd zu sein da einfach mal n Aufkleber ruffzukleben oder gar die Dinger woanders hinzustellen so das sie nicht "ausversehen" entsorgt werden können, und DANN och noch nich dafür grade zu stehen ...

samt der Koffer hamse wohl auch ihre Eier aus der Hose gleich mitentsorgt ...
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09.03.2008 10:45 Uhr von SiggiSorglos
 
+1 | -6
 
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hat sich der ZdJ schon aufgeregt? kommt davon, wenn man "moderne" Kunst in die Provinz schickt... nach all den Stories über vernichtete "Kunst", ich erinnere da mal an die dreckige Badewanne von Beuys oder den Müllberg auf der documenta in Kassel, sollte man in einem Museum mit ALLEM etwas sensibler umgehen..
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09.03.2008 11:41 Uhr von Iokaste
 
+3 | -2
 
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..drängt sich mir doch mal wieder der Eindruck auf, dass wir den Holocaust bewusst ignorieren. Wie dem auch sei, dumm gelaufen und ich finde es gut, dass der Künstler klagt, schließlich handelte es sich um kulturell wichtige Dokumente.
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09.03.2008 15:10 Uhr von artefaktum
 
+4 | -1
 
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Chorkrin: "es vergeht keine Woche, ja fast schon kein Tag, an denen man nicht das TV einschaltet oder zeitung liesst und irgentwelche Dokus, Erinnerungsveranstaltungen oder sonstige damit zu tun habende News darüber um die Ohren gehauen zu bekommen ."

Ich bin auch Deutscher und finde Berichte über das Dritte Reich immer sehr interessant. Dabei fühle ich mich aber überhaupt nicht angeklagt. Ich glaube, die "Anklage" wie du das nennst findet eher in deinem Kopf statt.
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09.03.2008 17:18 Uhr von artefaktum
 
+2 | -0
 
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Chorkrin: "(...) aber erfreut sich in den Medien anscheinend immer noch grösserer Beliebtheit, als Themen und Probleme, die uns heute akut betreffen und über die wir nachdenken sollten."

Das eine schließt das andere nicht aus. Zudem kann man aus der Geschichte Dinge lernen die uns helfen, aktuelle Themen und Probleme besser beurteilen zu können.

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