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Einsatz gegen Produktpiraterie: Polizei durchsucht Stände auf der CeBIT

Die Polizei in Hannover hat bekannt gegeben, dass sie Stände der CeBIT sorgfältig nach Raubkopien und Produktpiraten durchsucht hat. Dies soll auch der Grund gewesen sein, weshalb der Messestand eines chinesischen Smartphone-Anbieters am gestrigen Mittwochvormittag schließen musste.

Gestern Nachmittag konnte der chinesische Hersteller jedoch seinen Stand wieder eröffnen. Allerdings war ein tragbares MP3-Abspielgerät nicht mehr im Angebot des Ausstellers vorhanden. Es gibt Hinweise, dass es hier lizenzrechtliche Probleme gab.

Raubkopien zählen mittlerweile zum festen Bestandteil der CeBIT. Im vorigen Jahr stellte der Zoll z. B. eine ganze Ladung eines Kleinbusses mit Produktfälschungen sicher. Dieses Jahr wurde nach Aussage der Polizei die CeBIT wesentlich umfangreicher durchsucht.


WebReporter: Gucky
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Polizei, Einsatz, Produkt
Quelle: www.n-tv.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.03.2008 10:37 Uhr von Gucky
 
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Also ich finde es ja schon ganz schön dreist, wenn selbst auf der CeBIT vor Produktpiraterie nicht halt gemacht wird. Daher finde ich es auch vollkommen richtig, dass die Polizei so entschlossen gehandelt hat...
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06.03.2008 12:59 Uhr von coolzero.v65
 
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@gollum: was machen Piraten anders, als mit Gewalt sich anderer Leute Sachen anzueignen?

zur News: Produktfälscherei gehört doch mittlerweile zum Alltag und ist auf jeder Messe anzutreffen. Die Fälscher und Kopierer sind da auch sehr dreist und stellen ihren Stand noch neben dem des Originalherstellers.
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06.03.2008 13:57 Uhr von whitechariot
 
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Jägerschnitzel? Mal ganz unabhängig vom Wortsinn oder -Unsinn, Produktpiraterie ist aber ganz etwas anderes als Raubkopien.

Die stellen doch keine gebrannten CDs oder so auf einem Messestand aus....
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06.03.2008 14:24 Uhr von erdbewohner
 
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wiedermal ne billige aktion um dafür zu sorgen das reichere ja kein verlust an den dummen zu verlieren...

und nein.. ich kauf nichts was ich nicht kenne und lass mich auch nicht durch blöde werbung blenden (audio, visiuell etc..) erst testen dann eventuell kaufen! selbst der bohlen hat das eingesehen ;)
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06.03.2008 14:28 Uhr von derSchmu
 
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Ist so nicht ganz richtig eine italiaenische Firma geht Strafrechtlich gegen Firmen vor, die Techniken in ihren Geraeten verwenden, die durch Patente geschuetzt sein sollen, die Unternehmen inne haben, die bei dieser italiaenischen Firma eingetragen sind.
Soweit ist das ja auch in Ordnung, allerdings ist die Vorgehensweise sehr drastisch:
1. Gibt die Firma Anzeigen puenktlich zur Messe raus, damit Polizei und Co bei Messestaenden abraeumen kann, wo nur Ahnungslose Mitarbeiter stehen, die nix ueber Patentrechte wissen und welche ihre Produkte ggf. verletzen.
2. Gehen auch Anzeigen an Firmen raus, deren Lizenzanfrage in Arbeit ist, bzw. herausgezoegert wird.
3. Die namhaften Unternehmen, die ihre Patente von dieser Firma verwalten lassen, stellen sich jeweils an erster Stelle, wenn es um die Entwicklung von MP3 und seine Techniken geht. Daher sollte es fraglich sein, ob Anzeigen dieser o.g. Firma ueberhaupt wirklich rechtens sind
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06.03.2008 14:54 Uhr von erdbewohner
 
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@derschmu: meinst du jetzt rein technisch...... und wer regelt die globalen patente???
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06.03.2008 15:35 Uhr von skunkyinthebackyard
 
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Dabei gibt es Subventionen: für jede Firma, Wieso als Firma klauen? Besser Parteibuch und bißchen spenden, dann mußte keinen Räuberling oder Püraterie machen.
PS: Außerdem besteht die Change auf ein Abendessen mit
Angela
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06.03.2008 21:28 Uhr von TryAgain
 
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es gab hunderte plagiate und man konnte nicht erkennen wer es zuerst produziert hat. da habe ich zig gehäuse gesehen die unter bis zu 3 verschiedenen bezeichnungen geführt wurden und vieles mehr.
die standbetreiber wissen natürlich von nichts und wenn es zu direkten fragen kommt bitten sie höflich um die visitenkarte und drücken einem den katalog in die hand.

oft ist das legitim, ein gehäusehersteller z.b produziert, es werden brandings aufgebracht und hersteller wie sharkoon verkaufen es als eigenes produkt. kommt auch bei überproduktionen vor. jedenfalls hatte man den eindruck wenn man die hunderte kleinen japanerstände gesehen hat.

ich verstehe jedoch nicht wieso die großen hersteller angst vor plagiaten haben.. wer im fachhandel kauft wird stets originalware finden, er kauft dort weil er qualität erwartet. die geizhälse die online bestellen und dumpingpreise verlangen dürfen nicht mehr als eine gewisse funktionalität erwarten.
wobei natürlich bedacht werden muss dass die preise der originale manchmal doch etwas sehr weit vom herstellungspreis entfernt sind und teurer als nötig.

was jedoch sehr auffällig war: die polizei kontrollierte einige stände aber ansonsten waren sie sogut wie kaum zu sehen.
keine rucksackkontrollen oder dergleichen. es war sehr entspannt aber hier scheinen offene sicherheitslücken zu sein..
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06.03.2008 22:55 Uhr von PingCheater
 
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komm grad da her Also ich komm grad von der CeBit und habe heute Mittag eine Szene beobachtet, die hier ganz gut rein passt:
Sitzen vier Asiaten am Tisch, auf dem Tisch eine Palette mit ca. 30 MP3 Playern in allen Forman und Farben, die aber alle sehr stark vom Aussehen an bekannte Markenprodukte angelehnt sind, nur dass hier keine Markennamen drauf sind... Rest könnt ihr euch sicher denken.
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06.03.2008 23:32 Uhr von Köpy
 
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Normal sogar den Schnee haben die uns die Chinesen dieses Jahr geklaut. Okay der war fies... :o)
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07.03.2008 13:16 Uhr von KillA SharK
 
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"Raubkopien" & Produktpiraterie: sind zwei unterschiedliche paar Schuhe:

@ Klaus:
Wayne interessiert es, ob dich das interessiert? Mal ganz im Ernst!

"Raubkopie"
Juristisch bezeichnet das Bestimmungswort „Raub" ein Verbrechen, bei dem jemandem eine bewegliche Sache mittels Gewalt oder körperlicher Bedrohung weggenommen wird. Auch allgemein-sprachlich wird das Wort „Raub" normalerweise nur für den Diebstahl physischer Güter und nur im Zusammenhang mit Gewaltanwendung oder -androhung verwendet.

Dies trifft im gegenständlichen Fall aber in doppelter Hinsicht nicht zu, da das Original weiterhin beim Urheber bleibt und auch keine Gewalt oder körperliche Bedrohung stattfindet. Zusätzliche Kritik ernteten Lobbygruppen der Medienwirtschaft, da sie regelmäßig das Wort Raubkopie auch auf legale Privatkopien anwendeten. Zwar ist festzuhalten, dass der Begriff nicht von Lobbygruppen geprägt wurde, sondern in der Umgangssprache schon lange existierte und verbreitet war. Dennoch erscheint in diesem Zusammenhang das Wort ´Schwarzkopie´ weitaus neutraler als Bezeichnung für illegale Kopien.

Im deutschen Urheberrechtsgesetz kommt der Begriff Raubkopie überhaupt nicht vor. Stattdessen behandelt es die Bedingungen für Zulässigkeit und Bedingungen von Kopien. Die Rede ist von „rechtswidrig hergestellten, verbreiteten oder zur rechtswidrigen Verbreitung bestimmten Vervielfältigungsstücken".

Produktpiraterie:
Als Produktpiraterie, Produktfälschung oder Markenpiraterie wird das Geschäft mit Nachahmer-Waren bezeichnet, die mit dem Ziel hergestellt werden, einer Original-Ware zum Verwechseln ähnlich zu sein. Dabei werden Markenrechte oder wettbewerbsrechtliche Vorschriften verletzt. Häufig geht Produktpiraterie ferner mit Verletzungen von Urheberrechten, Geschmacksmustern, Patenten und sonstigen Rechten des Geistigen Eigentums und Gewerblichen Rechtsschutzes einher.

Wie Schmuh schon angedeutet hat, ginbt es auch in dem Bereich eine Abmahnmafia, die Konkurrenten so in die Pfanne haut. Die können während das Verfahren läuft ihr Produkt nicht auf den Markt bringen und müssen viel Zeit & Geld für Prozesse verplempern. So kann man sich die Konkurrenz natürlich auch vom Hals halten.
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08.03.2008 18:34 Uhr von derSchmu
 
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@erdbewohner: ich muss zugeben, so gut kenn ich mich da nicht aus, ich habe zu der sache auf der cebit nur einen artikel im stern und im spiegel gelesen...

Patente kann man ja auf so gut wie alles beantragen. Obs nun die Hardware in den Geraeten ist oder einfach nur die Algorithmen bzw die Software die darauf genutzt wird, um die Signale zu wandeln und MP3 zu encodieren.

Was die Patentverwaltung angeht, blicke ich da auch nicht mehr so durch...es gibt wohl Firmen, die existieren nur, weil sie Patente kaufen und dann saemtliche Unternehmen verklagen, weil sie gegen die Patentrechte verstossen.
Oder aber es gibt wohl auch Firmen, die fuer Unternehmen nach solchen Verstoessen suchen. Solch eine Firma sollte wohl verantwortlich sein fuer die Aktion auf der Cebit.

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