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Briefzusteller Pin-Mail endgültig pleite

Der angeschlagene Briefzusteller Pin-Mail trennt sich zunehmend von seinen insolventen Tochtergesellschaften. Jetzt hat es die Niederlassungen Münster und Borken getroffen, die zum 01. März den Betrieb einstellen werden.

Ein Großteil der rund 470 Mitarbeiter in Münster sowie der 60 zum Großteil Teilzeitangestellten in Borken sind von der Schließung betroffen. Über einen möglichen Sozialplan wurde noch keine Entscheidung getroffen.

Trotz gesteigerter Sendungsmengen und Kundenzuwächse in der letzten Zeit hatte sich die Schließung bereits vor Tagen abgezeichnet. "Wir haben bis zum Schluss gekämpft, aber leider verloren", beschreibt Geschäftsführer Christian von Perbandt die Situation.


WebReporter: no-smint
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Brief, Mail
Quelle: www.westfaelische-nachrichten.de

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27 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.02.2008 01:50 Uhr von no-smint
 
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Meiner Meinung nach eine ganz klare Auswirkung des vor kurzem beschlossenen Mindestlohns.

Für den Einzelnen mag er ja vielleicht Sinnvoll sein, aber wenn sich für den Großteil der Beschäftigten die Frage stellt "Mindestlohn oder gar keine Arbeit", dann kann ich die Regulierungswut unserer Politiker nicht nachvollziehen. Man kann auch alles kaputt reglementieren.
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29.02.2008 10:10 Uhr von bluesmaker
 
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Wie immer jetzt war es wieder der Mindestlohn. Ich will das nicht abschliessend beurteilen müssen, das mit dem Mindestlohn. Fakt ist aber, dass wir alle doch einen Job brauchen von dem man leben und Familie haben kann. Wer 40 Std. arbeitet MUSS davon leben können. Ansonsten zahlst DU mit deinen Steuern das zusätzliche Geld zum Verdienst des Arbeiter/Angestellten drauf. Ist daher unterm Strich auch egal ob über höhere Preise, oder Abgaben?!
Wie bei BMW, unsere Autos sind zu teuer? Die Konkurenz ist billiger? Sch.... auf Innovation, wir entlasen einfach Leute - Einfallslosigkeit auf ganzer Ebene.
Aber alle, auch die Politik ist mal gefragt den Filz aus Steuern und Abgaben zu entforsten, vielleicht bleibt dann sogar was über zum Steuern senken. Davon reden doch immer Alle und machen doch das Gegenteil.
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29.02.2008 10:12 Uhr von Fusselkopf
 
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@Kommentar: Irgendwann gehen wir dann alle arbeiten und bringen noch Geld mit nur damit wir nicht sinnlos vor uns hin gammeln. Die Firmen machen immer mehr Profit und warum? Weil es genug Leute gibt die für so wenig Geld arbeiten gehen, dass sie am Ende des Monats noch zusätzlich auf staaliche Unterstützung angewiesen sind. Das sind dann die Menschen die seit Merkel alle Arbeit gefunden haben. Jeden Monat neue niedrigere Arbeitslosenquoten. Ja und warum? Genau aus den oben genannten Gründen.
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29.02.2008 10:12 Uhr von RycoDePsyco
 
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Servus: Ums kurz zu fassen, jeder braucht ein Mindestlohn und nicht nur eine Sparte.

"Die Linke" ist ja wenigstens für einen Mindestlohn von 8,44 EUR die CDU und auch "SPD" und FTP wollen gar keinen.

PS.) Als wenn sich ein Frisör mit 3,- EUR Stundenlohn sich seine eigene Frisur leisten könnte??!!!??

Geiz ist Gier Mentalität, denk mal an andere und in der Gemeinschaft und nicht nur an Dich!

mfg
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29.02.2008 10:20 Uhr von das_opimon
 
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an die Mindestlohnhasser: Na da wird eine große deutsche Zeitung ja demnächst schön darüber hetzen können nach dem Motto: "Wir haben es ja schon früher gewusst, dass der Mindestlohn nur Verderben bringt!"

Die haben ja bewusst eine Riesen-Kampagne gegen den Mindestlohn abgehalten, weil die Gesellschafter waren.

Und meinen Vorrednern stimme ich mal voll zu. Es kann nicht sein, dass man 40-45 Stunden (Überstunden unbezahlt oder ähnliches) arbeiten geht und das Geld nicht zum Leben reicht!
Gute Arbeit verdient gutes Geld!
Und die Bürger haben sich jahrelang von der Politik mit den Worten "Wir müssen den Gürtel enger schnallen" einlullen lassen und es getan! Der Dank dafür ist, dass die Konzerne in Folge Riesen-Gewinne einfahren und die Aktionäre dicke Dividenden erhalten.
Und wenn dann noch mehr eingespart werden soll, obwohl das Geschäft boomt, werden Leute entlassen!

Von sozialer Gerechtigkeit ist doch mittlerweile nichts mehr zu sehen! Es geht nur noch nach betriebswirtschaftlichen Kennziffern und um den Gewinn.
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29.02.2008 10:24 Uhr von phil_85
 
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Das ist keine folge des Mindestlohns Das ist eine Folge der Steuervergünstigungen, die die Post noch geniest, aber kein Konkurrent...kommen dann noch Mindestlöhne dazu (Die Post zahlt übrigens meist mehr als diesen Mindestlohnt) ist das für Konkurenten tötlich.
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29.02.2008 10:27 Uhr von The.Avenger
 
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Richtig so! Es ist bestimmt traurig für die Leute, die nun entlassen werden müssen, aber:

wenn eine Firma ihren sog. "unternehmerischen Erfolg" darauf aufbauen muss, arbeitssuchende Leute für 1-3 € in der Std. knechten zu lassen und diese Menschen dann auch noch aufstockend Hartz IV beziehen müssen, damit sie überhaupt existieren können, d.h. die Allgemeinheit letztlich die Gewinne dieser obskuren Firmen finanziert, dann hätte dieser Laden gar nicht erst aufmachen dürfen (wahrscheinlich noch mit Steuermitteln und Subventionen gefördert) !

Ja, wir brauchen leider eine politsche Regelung zum Mindestlohn, weil die wirtschaftliche Lage der Menschen zum Teil gnadenlos ausgenutzt wird.
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29.02.2008 10:34 Uhr von Luthienne
 
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*rofl*: "Mindestlohn oder gar keine Arbeit"

Meinste etwa, die Post bleibt in Zukunft einfach liegen und wird nicht mehr verteilt?
Ne, das werden jetzt Mitbewerber mit ordentlicher Kalkulation übernehmen.

Und das ist auch gut so.
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29.02.2008 10:37 Uhr von BK
 
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Mindestlohn = Mist ? So an alle die den Mindestlohn überall einführen wollen:

Denkt mal darüber nach ob ihr bereit seit noch mehr Geld zu bezahlen ?

Denn wenn ein Mindestlohn kommt, werden die Firmen nicht auf ihren Gewinn verzichten! Sie werden die Preise erhöhen. Dann haben wir zwar mehr Geld aber am Ende genauso wenig wie vorher.

Und dabei das Risiko eingehen arbeitsplätze zu verlieren ? Ich weiss ja nicht ? Ich würds mir gut Überlegen !
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29.02.2008 10:58 Uhr von quinc
 
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hmm: Hallo,

ich bin zur Zeit in England und hier gibts auch einen Mindeslohn, im vergleich zu Deutschland recht einfach, bis 18 sinds 4 Pfund noch was und fuer ueber 18 Jaehrige nen pfund mehr, scheint recht gut zu laufen, der Post Markt ist auch schon relativ offen aber habe aber fuer privatleiute keine anderen als die Royal Mail gesehen, selbst die grossen beschraenken sich auf den service von dem Transport von nem Gross kunden zum depot der Royal Mail. Ich denke mal 3 Euro po Stunde ist moderne Sklaverei, denn was soll ich mir davon Kaufen koennen? Dann muss man ja schon fast 2 Stunden arbeiten befor man was anstaendiges zu essen bekommt, geschweige denn eine Famile zu ernaehren.
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29.02.2008 10:59 Uhr von Fusselkopf
 
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In den letzen Monaten wurden die Preise in fast allen Lebenswichtigen Bereichen, als da wären, Lebensmittel, Energie, Benzin u.s.w. bereits drastisch erhöht und das, ohne das irgendwer mehr Lohn bekommen hätte. Das ist der Wirtschaft doch relativ egal. Deutschalnd ruht sich darauf aus, dass es seit Jahren Exportwelmeister ist, was mit den Leuten im eigen Land passiert ist ihnen genauso egal.

Zu Deiner Frage: Denkt mal darüber nach ob ihr bereit seit noch mehr Geld zu bezahlen ?

Welches noch mehr Geld denn? Wenn die meisten Menschen jetzt schon nicht genug Geld haben um in einem der reichsten Länder der Welt auch nur annähernd einen einigermaßenen Lebensstandart zu erlangen.
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29.02.2008 11:25 Uhr von nobby_27
 
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Pleie: Im letzten Jahr hatte die PIN noch Postzustellerfirmen aufgekauft. Scheinheilg wurde eine perfekte Firma vorgegaukelt .Im Januar sagte man den Mitarbeiter " Die Touren werden neu Eingeteilt " , und das Gehalt werde gezahlt .
PIN Mail Kassel hat auch Insolvenz angemeldet , aber stellt teilweise noch zu .
Hoffentlich geht die ganze PIN Mail Pleite .
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29.02.2008 11:27 Uhr von oneWhiteStripe
 
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"So an alle die den Mindestlohn überall einführen wollen:
Denkt mal darüber nach ob ihr bereit seit noch mehr Geld zu bezahlen ?"

da hast du nicht ganz zu ende gedacht, erwähnst jedoch vollkommen richtig, dass die konzerne nicht auf ihre gewinne verzichten werden...das heisst also im klartext:

wenn ihr mehr lohn wollt um überleben zu können...kann der konzern keine milliardengewinne mehr einfahren (also in diesem fall gehts ja wohl nicht um milliarden!). also die alternative zum mindestlohn für dich heisst:

kein mindestlohn. kein leben mit VOLLZEITjob mehr möglich. aber dem aktionär oder einem der drei besitzer^^ (cfg. umverteilung) das geld ins arschl*ch geblasen?

wow. tolle idee. wer geld hat konsumiert. was will ich wenn es 100 millionäre gibt die sich im jahr 100 teure autos kaufen? wenn ich aber mit angemessenem lohn evtl 1,000,000 menschen habe die sich ein "normales" auto kaufen?

gib dem volk das geld. denn sie werden es der wirtschaft SOFORT wieder freiwillig zurückgeben. über konsum.

mindestlohn stand für mich nie zur debatte. der steht ausser frage und ist ZWINGEND nötig.

*kopfschüttel* wer so redet wie du...ist in meinen augen äusserst menschenverachtend. auch dich kann es treffen. oder biste sohn von beruf?

du sprichst wie jemand den so etwas nie betreffen wird. ich persönlich hoffe für dich dass du damit recht hast. auch wenn menschen wie du sicher einmal miterleben müssen wie schnell man im "niedriglohn-sektor" steckt. und NICHT weil man faul oder dumm oder ungebildet ist. sondern weil einfach gewisse konzerne nur die aktionäre im sinn haben. nur schade dass die aktionäre die autos/etc nicht auch bauen. bzw. die dienstleistung an sich bieten.

das beispiel mit dem friseur ist toll. 3EUR die stunde. glaubt ihr der könnte sich seine eigene dienstleistung zahlen? wenn er sagen wir mal 30EUR für nen haarschnitt ausgeben müsste? ist doch pervertiert.

aber unsere möchtegern BWLer sehen das natürlich anders.

BWL - die niedrigste form des seins
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29.02.2008 12:11 Uhr von BK
 
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@Fusselkop @oneWhiteStripe: @Fusselkopf: Auch ich denke, das wir zu wenig Verdienen aber ein Mindestlohn bringt nicht das erhoffte Glück !

@oneWhiteStripe:

1. Ich verdiene unter 6,00 € in der Stunde und das bei einer führenden Position :(
2. Arbeite ich bei einem kleinen Unternehmen:
Sollte bei diesem Unternehmen der Mindestlohn kommen, wird es keinen festen Job mehr geben, weil alles mit 400 € Kräften dann aufgefüllt werden muss.

Warum rede ich Menschenverachtend, das habe ich leider nicht verstanden ? Ich sorge mich um die Zunkunft. Aber eine Zukunft mit Mindestlohn ? Wenn dann überall auf der Welt aber nicht nur in vereinzelnten Ländern !
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29.02.2008 12:11 Uhr von Schwertträger
 
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@no-smint: Es wurde schon gesagt, aber ich sag´s nochmal:

Wenn eine Firma nur existieren kann, weil sie vom Staat subventionierte Mitarbeiter einstellt, dann hätte sie nie aufmachen dürfen. Sowas nennt sich Fehlkalkulation.

Sicher heisst es für die Betreffenden jetzt keine Arbeit. Aber was hatten sie vorher? Richtig, Vollzeitarbeit mit zuwenig Lohn, der Rest kam vom Arbeitsamt.
Damit haben dann Du und ich und alle anderen den Leuten einen Teil ihres Lohns gezahlt UND der Firma ihren Gewinn.

Jetzt sind die Leute arbeitslos und wir müssen nur noch ihren Unterhalt bezahlen, ..... aber wenigstens nicht noch ein Unternehmen durchfüttern, das von vorneherein nie auf die Beschäftigung angemessen bezahlter Arbeitskräfte ausgelegt war.


Diese Subventioniererei durch die Hintertür muß aufhören.
Ansonsten kommen all die Firmen, die Deutschland mal verlassen haben, wieder zurück, weil Arbeitskräfte hier so billig werden, wie in Fernost.
Bis wir dann wieder da sind, wo Fernost jetzt ist, kannst Du Deine Kinder und Deine Enkel aber erstmal auf Armut einstellen. Und wahrscheinlich die Urenkel und deren Kinder auch noch.

Da müssen wir uns doch was anderes überlegen, denkst Du nicht auch?
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29.02.2008 12:19 Uhr von Schwertträger
 
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@BK: Wenn, dann überall auf der Welt, ja: Aber solange mit dem Argument "wir können ja schlecht die ersten sein" niemand einen Anfang macht, wird daraus wohl nix.



Wer zahlt denn Deinen Lebensunterhalt?
Von 6,- EUR brutto kannst Du doch nicht leben?

Das bedeutet doch nur, dass der Steuerzahler die Firma Deines Chefs am Leben erhält, die im Grunde in Europa nicht lebensfähig ist.
Das wiederum heisst, dass Finanzmittel der einzelnen Bürger, die eigentlich via Konsum für einen Wirtschaftsaufschwung genutzt werden könnten, genutzt werden, um einen wackligen Status Quo zu halten.
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29.02.2008 12:56 Uhr von vst
 
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pin wäre auch ohne mindestlohn pleite gegangen: es kann nicht angehen, dass ein mensch 40 stunden die woche arbeitet und nicht davon leben kann.

deshalb muss der mindestlohn kommen.
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29.02.2008 13:55 Uhr von ArrowTiger
 
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Mindestlohn bei PIN sicher nicht der Grund! Der Mindestlohn ist bei PIN sicher nicht der Grund, warum sie den Bach runter sind. PIN schrieb jedenfalls schon tiefrote Zahlen, als sie noch Hungerlöhne zahlten, taugt also nicht für unsachliches Mindestlohn-Bashing. Dürfte eher mieses Management oder ähnliche Gründe haben.

Ich denke ja, keine Sünde bleibt je ungesühnt...

)B->
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29.02.2008 14:06 Uhr von Das allsehende Auge
 
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Danke, danke, danke liebe Regierung: Vielleicht noch einen Link dazu (von "uns" Egon)

Minijobs und Maxigehälter
Über Arbeitslöhne und Vorstandsgehälter,
und über jene, die beides gewähren
http://www.egon-w-kreutzer.de/...
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29.02.2008 15:50 Uhr von ArrowTiger
 
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@Das allsehende Auge: Vielen Dank für den Link! Sehr erhellend fand ich den Abschnitt:

"Wer - anonym - bei zwei, drei, zwanzig, dreißig großen und kleineren Unternehmen mit Mehr- oder Minderheitsbeteiligungen mitreden kann, dessen Spiele und Ränke sind nicht auf eines dieser Unternehmen beschränkt. Da wird leicht einmal an der einen Stelle eine Insolvenz veranstaltet, wenn es anderweitig der Profitmaximierung dienlich ist - und wenn der Vorstand hinterher publikumswirksam geschasst wird, aber gleichzeitig eine dicke Abfindung kassiert, dann wissen er und sein Brötchengeber ganz genau wofür er damit belohnt wird... "


Von dieser Seite hatte ich das noch gar nicht betrachtet...
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29.02.2008 18:05 Uhr von Das allsehende Auge
 
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Warum eigentlich Mindestlohn - wofür: Arbeit ist ein Geschenk des Himmels, dafür muss man auch mal Opfer bringen.

He Arbeit macht frei. <--- Satz ist glaube ich wieder erlaubt.

Und was solls, wenn man dann noch zur Arge gehen muss, um dort das fehlende Geld zu bekommen, um zur Arbeit fahren zu können, sowie um den Magen zu füllen für die Arbeit.

Arbeit macht schließlich frei - und dafür müssen wir uns eben opfern oder Opfer bringen.

Nebenbei freuen die sich bei der Arge auf jeden Besucher und liebe mehr oder weniger nette Leute lernt man auch noch kennen.

Anmerkung; Dieser Abschnitt des Post ist nur aus Solidarität geschrieben für die Mindeslohngegner.

____


Jetzt zum Abschaum - den Befürwortern (damit ist jetzt nicht unbedingt "ArrowTiger" gemeint)


ArrowTiger

Michelbach:
Die Öffnung des Postmarktes wird unterlaufen und damit der Wettbewerb, der die Verbraucher vor überhöhten Preisen schützt.


Ein Wettbewerb, der nicht über die Qualität der Leistung, sondern nur über den Preis ausgetragen werden soll und dabei ausschließlich auf die Ausnutzung der Notlage der Arbeitslosen setzt, hat mit fairem Wettbewerb ebenso wenig zu tun, wie mit Marktwirtschaft. Ein Markt hört nämlich dann auf, ein Markt zu sein, wenn sich Oligopole und Monopole bilden und Konditionen und Preise diktieren. Dies ist aber in Teilbereichen des sogenannten "Arbeitsmarktes" seit geraumer Zeit der Fall.

Zudem: Wer sagt denn, dass niedrigere Preise nicht als noch "weit überhöhter" angesehen werden müssten, als die jetzt hohen? Ein kleines Beispiel mit ganz kleinen Zahlen: Zwei Anbieter erbringen die gleiche Leistung, einer verlangt dafür 1 Million Euro, der andere bietet um 10 % billiger an - wessen Preise sind überhöht?

Unternehmen A B
Umsatz 1.000.000 900.000
Sach- und Kapitalkosten 250.000 250.000
Personalkosten 600.000 300.000

Gewinn 150.000 350.000



und von wessen Löhnen können sich die Beschäftigten mehr von der eigenen Leistung leisten?

-----


Ich hoffe, dass "uns" Egon irgendwann mal so gehrt wird wie er es verdient hat - jeder sollte das bekommen was er verdient. Erschlagt mich aber da stehe ich leider zu.
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29.02.2008 18:13 Uhr von Das allsehende Auge
 
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30 Stunden fürn Haarschnitt arbeiten? Dass ist richtig - aber richtig billig.

Es gibt ein Land da muss man 2-3 Monate für ein selbstproduziertes Handy arbeiten - zumindest bald.

Nich jammern - gibt garkeinen Grund dazu.
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29.02.2008 18:21 Uhr von Das allsehende Auge
 
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Ups - falscher Abschnitt - hier der Richtige: Mein Favorit

Michelbach:
Arbeitslos und Hartz IV statt Arbeit und Lohn - ein wahrlich wunderbares Geschenk aus der Abteilung vorsorgender Sozialstaat a la SPD.

Die "Schuld" der SPD in die Schuhe zu schieben, wo sich doch die ganze große Koalition für diesen Post-Mindestlohn entschieden hat, ist zumindest kühn, wenn auch noch aus dem Selbsverständnis der christlichen Parteien im Bundestag herleitbar.

Grotesk ist jedoch die Schein-Alternative, die Herr Michelbach da an die Wand malt:

Die Menschen stehen doch nicht vor der Wahl zwischen "Arbeitslosigkeit und Hartz IV statt Arbeit und Lohn", sondern zu wählen war zwischen "Arbeit und auskömmlichem Lohn bei der Post oder Minilohn + aufstockendes ALG II bei der Konkurrenz".

Und da hat man sich glücklicherweise einmal richtig entschieden - die Motive spielen dabei gar keine Rolle.

-----

Sonst passts ja nicht.
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29.02.2008 19:05 Uhr von abulimo
 
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Autor: Der Mindestlohn ist für die breite Masse von Vorteil.
In anderen Ländern ist die Arbeitslosigkeit kurzzeitig gestiegen aber dann gab es mehr Arbeitsplätze mit besserem Lohn als vor der Einführung des Mindestlohnes.
Gründe sind, dass die Kaufkraft steig -> mehr produziert werden muss --> mehr investitionen --> mehr arbeitsplätze. Dieses Vorurteil, dass durch den Mindestlohn mehr Arbeitslose enstehen ist ein Argument der Arbeitgeber um mehr Geld einzusparen.
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29.02.2008 19:51 Uhr von Matt.E.Zin
 
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Mindestlohn: Hätte es keinen Mindestlohn gegeben, wären die Arbeitsplätze bei der Pin-Group evtl. bestehen geblieben. Das ist zwar richtig, aber nur eine Seite der Medaillie. Die Mittbewerber der Pin-Group, die höhere Löhne zahlen, hätten dann wiederum ihre Mitarbeiter entlassen müssen, um Kosten zu senken und konkurenzfähig zu bleiben.
Das Ende vom Lied: (fast) gleiche Beschäftigungszahlen der Branche bei einem niedrigeren Lohnniveau.

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