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Ärzte treten an die Öffentlichkeit - Kunstfehler sollen kein tabu sein

Aus Angst vor schwerwiegenden Folgen werden Kunstfehler häufig von Ärzten verheimlicht. Ein Bündnis aus Ärzten möchte damit Schluss machen und tritt mit schwerwiegenden Kunstfehlern an die Öffentlichkeit. Unterstützt werden diese auch durch Ärzteorganisationen und durch die Bundesregierung.

Zur Präsentation der Broschüre "Aus Fehlern lernen" sagte auch Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD): "Es gehört Mut dazu, sich öffentlich zu Fehlern zu bekennen".

Anfangs führte das Eingeständnis von Fehlern zum Verlust der Reputation - das soll nun anders werden. Es soll aus Fehler gelernt werden und diese in Zukunft vermieden werden. Allein die Rechts-Links-Verwechselung tritt über 100 Mal im Jahr auf, obwohl sie vermieden werden könnte.


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WebReporter: DaFrog
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Arzt, Kunst, Öffentlichkeit
Quelle: www.zoomer.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.02.2008 14:54 Uhr von DaFrog
 
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Ich denke die Initiative ist ein Schritt in die richtige Richtung. Fehler können jedem passieren, niemand ist davor gewappnet. Aber eine sorgfältige Prüfung und Durchführung von Operationen kann bereits Fehler vermeiden. Und das nun Ärzte öffentlich Fehler eingestehen finde ich sehr gut, dazu gehört mehr als kritische Selbsteinschätzung.
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28.02.2008 16:00 Uhr von meisterthomas
 
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von der Kunst Fehler zu bekämpfen: Das Einzige was gegen die Fehlerhäufigkeit effektiv hilft, ist ein akzeptables Schadensersatzrecht.
Nur wenn Fehler teuer sind, ist uns auch das Interesse sie zu vermeiden lieb und teuer.
Alles andere bleibt ein Lippenbekenntnis.
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28.02.2008 16:33 Uhr von ArrowTiger
 
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@meisterthomas: Ärzte und KH sind dagegen (glücklicherweise) versichert.

Aber mal überspitzt gefragt: Wen würdest Du denn in Haftung nehmen wollen? Die Klinikleitung, die den hohen Arbeitsdruck erst verursacht (vor allem in privat betriebenen KH), durch den massive Fehler entstehen? Die Poliliker, die durch ihre Gesundheitspolitik für personelle Engpässe sorgen? Die Menschen, die nicht bereits sind, angemessen in das Gesundheitssystem einzuzahlen? Und, und, und...

Natürlich sind das nicht die alleinigen Gründe für Kunstfehler - aber durchaus schwerwiegende in Bezug auf die Häufigkeit solcher. Warum sollen also gerade die, die unter all dem am meisten zu leiden haben, die Ärzte, dafür haftbar gemacht werden?

Ich halte die beschriebene Aktion jedenfalls für weit besser, da damit im Nebeneffekt auch der breiten Bevölkerung klar werden dürfte, warum solche Fehler passieren können.
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28.02.2008 16:53 Uhr von xjv8
 
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Die: Versicherungen der Ärzte wird, schon sagen was sie zugeben dürfen und was nicht.
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28.02.2008 18:27 Uhr von thegood
 
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Richtig so! Ich finde das sehr gut. Ärzte sind auch "nur" Menschen und Menschen machen Fehler. Manchmal richtig dumme Fehler. So sind wir halt. Aber wenn schon so etwas passiert dann sollte für den Schaden gerade gestanden wernde, soweit es eben geht und alles versucht werden solche Fehler zu vermeiden. Dafür muß man diese Fehler eben kennen.
Bei den Piloten gibt es ja so eine Stelle bei sie anonym Fehler und kritische Fehler angeben können, damit diese dann, wenn möglich, vermeidbar gemacht werden.
Ich finde die Aktion der Ärzte klasse!
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28.02.2008 23:27 Uhr von slowbow
 
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ich bin auch der meinung: dieses theatralische volksgespinnst, von wegen-götter in weiß, muß entkräftet werden. ärzte retten leben. dafür werden sie ausgebildet. aber es sind menschen. leider wird die akseptanz der fehler gerade in diesem beruf auf 0 gedrückt . im rechtssystem muss geregelt sein, wer, wofür und womit haftet. und das muss allen bewusst gemacht werden.
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03.03.2008 05:27 Uhr von atheismo
 
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Mehr Geld und weniger Arbeit wäre auch ein Schritt in die richtige Richtung. Vor allem letzterer Punkt würde wohl dafür sorgen, dass es überhaupt weniger zu beichten gäbe.

Was die Jungs und Mädels da machen ist (über-)lebenswichtig. Im wahrsten Sinne des Wortes. Fehler zu machen ist menschlich, sie totzuschweigen kriminell.

Die wollen diese Fehler alle ja nun ganz sicher nicht begehen. Also: Runter mit der Arbeitszeit auf ein erträgliches Maß! Zum Beispiel durch das Einstellen eines ganzes Schwunges neuer Ärzte. Die es ja gibt. Und die darauf brennen, ihr Können unter Beweis zu stellen.

Und falls einer fragt, wie das finanziert werden soll: Tja, wie wär´s denn, wenn wir unseren Spitzenpolitikern die Diäten kürzen, die Renten streichen und einen Teil ihres geraubten Gutes zurückrauben?

Klingt zu sozialistisch? Wir sprechen uns wieder, wenn Ihr im OP liegt, und das letzte, was ihr mitbekommt, bevor Euch die Narkose wegbeamt, ist ein völlig übermüdeter Arzt mit einem Skalpell in der Hand...
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03.03.2008 16:14 Uhr von Borgir
 
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wo menschen arbeiten: werden fehler gemacht. bei ärzten halt meist mit unschönen folgen für den patienten.

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