24.02.08 14:28 Uhr
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US-Wahlkampf wird härter: Clinton - "Schäm Dich, Obama"

Auf einer Pressekonferenz in Cincinnati in Ohio, wurde der Ton von Hillary Clinton härter. Sie beschuldigte Barack Obama, dass er in Wahlbriefen eine Kampagne gegen die Pläne von Clinton führt.

Die Frau des ehemaligen Präsidenten Bill Clinton sagte: "Dass Du einen Wahlkampf führst, der im Einklang mit Deinen öffentlichen Verlautbarungen steht. Das erwarte ich von Dir". In den Briefen von Obama geht es um den Freihandel und die Gesundheitsfürsorge.

In den Briefen soll behauptet werden, dass Hillary Clinton die amerikanischen Bürger zwingen möchte, eine Krankenversicherung abzuschließen. Obama sagte, er sei "über den plötzlichen Wandel im Tonfall verdutzt". Er bezeichnete den Ausbruch als Wahlkampftaktik.


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WebReporter: PortaWestfalica
Rubrik:   Politik
Schlagworte: USA, Barack Obama, Wahlkampf
Quelle: www.spiegel.de

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31 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.02.2008 15:01 Uhr von xjv8
 
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TJA, Politik ist ein schmutziges Geschäft.
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24.02.2008 15:14 Uhr von christi244
 
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Ich glaube, dass Hillary den Traum von der Präsidentschaft aufgeben sollte. Sie kann es nicht mehr packen. Stattdessen wäre es sicherlich sinnvoller, sich hinter Obama zu stellen. Denn derartiger Hickhack ist wohl kaum förderlich gegen einen republikanischen Gegener, wie es McCain sein könnte. Vor allem, wo gerade McCain niemals dem Irak-Krieg zugestimmt hatte und selbst sowas wie ein Anti-War-Heroe mit Kriegserfahrung ist.
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24.02.2008 15:23 Uhr von christi244
 
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Na ja Dido: Jetzt bleib mal locker.

Dass sie offensichtlich die Nerven verliert ist nicht zu übersehen ... aber peinlich. Wenn wir von peinlich reden wollen, sollten wir erstmal unser Land betrachten, denn bei allen Peinlichkeiten, niemand von denen, die uns hier regieren kann einer Hillary auch nur entferntest das Wasser reichen.
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24.02.2008 15:28 Uhr von februarkind
 
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@Christi244: Anti-War-Hero der nie dem Krieg zugestimmt hätte? Er ist der einzige noch übrig gebliebene Präsidentschaftsbewerber, der für den Irak-Krieg ist und laut eigener AUssage die Soldaten noch "100 Jahre im Irak lassen würde". Was du meinst ist wohl die Abschaffung der FOlter (Waterboarding) und von Guantanamo.
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24.02.2008 15:31 Uhr von christi244
 
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Oh Februar: ich will das jetzt nicht in Abrede stellen ... hab mich nie mit McCain auseinandergesetzt und mir wurde gesagt, dass er von Anfang an gegen das Unterfangen gewesen wäre.
Ich nehme natürlich meine obige Aussage zum Thema McCain zurück, wenn diese nicht stimmt.

Dennoch aber bin ich davon überzeugt, dass Hillary die parteiinternen Grabenkämpfe gegenüber Obama aufgeben sollte, da sie sicherlich auch nach hinten losgehen könnten.
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24.02.2008 16:03 Uhr von Bigboy1
 
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Ich hoffe daraus entwickelt sich keine Schlammschlacht, wobei ich finde, dass Obama nicht wie ein Mensch aussieht der sich leicht provozieren lässt.
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24.02.2008 16:36 Uhr von algates
 
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Die sollten den Quatsch lassen und sich mal verbünden, anstatt gegenseitig durch den Kakao zu ziehen.
Wenn das so weiter geht, dann wird dieser Pommes-Verkäufer McCain das Rennen mit seinen nationalsozialistischen Vorstellungen machen, sich mit Russland anfeinden und den Irak die nächsten 100 Jahre besetzen.
Rosige Aussichten für die internationale Politik ... :-(
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24.02.2008 17:08 Uhr von DER STEINEWERFER
 
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Wenn zwei Demokraten sich streiten: freut sich der eine Republikaner
Hillary for President
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24.02.2008 17:26 Uhr von christi244
 
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Steinewerfer: Der Dritte in diesem Fall wäre Republikaner und heißt McCain ... ;-).

Von daher wäre seitens Hillary und Barack etwas mehr Weitsicht von Nöten und zwar hinsichtlich der gemeinsamen Interessen.
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24.02.2008 17:51 Uhr von Bleifuss88
 
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Obama wird das sicherlich: gekonnt an sich abprallen lassen und damit doch wieder als der moralische Sieger dastehen. Clinton erinnert mich ein bisschen an Kurt Beck. Wann immer sie in die Offensive ging wurde das eiskalt abgeblockt und der Schuss ging letztlich nach hinten los. Aber es wird immer schwieriger für sie. Den Vorteil ihres Names hat sie immer weiter verspielt.
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24.02.2008 18:58 Uhr von Otto von Bismarck
 
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Bitte nicht OBAMA! Mann kann nur hoffen, dass Hillary doch noch das rennen macht. Wäre für uns Europäer das beste, weil es das beste für Amerika wäre.
Der Vorteil von Hillary ist, dass sie die sehr erfolgreiche Politik ihres Mannes Bill aus den 90ern fortsetzen könnte, an der sie als First Lady naßgeblich beteiligt war.
Clinton und Clinton sind ein politisches Duo, wer den einen wählt wählt auch die Politik des anderen. Und diese Politik wäre das beste für Amerika:
ausgeglichene Haushalte, gute Wirtschaftsentwicklungen und eine internationale Politik der Zusammenarbeit.

Obama ist stattdessen ein politisches Windei, ein Opportunist ohne klare Politik, wenn man so will ist er Realpolitiker. An sich nichts schlechtes, doch ihm fehlt einfach die Erfahrung um effektiv regieren zu können. Man sollte die mangelnde Erfahrung nicht unterschätzen.
Das er kein Konzept hat ist daran ersichtlich, dass er seine Kampagne einzig über "Change" also Kritik führt - diese Kritik ist aber nicht konstruktiv, sondern dient nur dem Selbstzweck allein.

Wenn es Amerika gut geht, wenn Amerika ausgeglichen ist, dann wirds auch der EU und damit uns gut gehen. Wenn die Amis aber Obama oder McCain wählen, dann wird der unaufhaltbare Niedergang des Westens nur beschleunigt.

Hillary leg zu!
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24.02.2008 19:24 Uhr von christi244
 
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Otto: Nur mal so: JFK war auch ein unbeschriebenes Blatt, bevor er Commander in Chief wurde.

Hillary wäre mir genauso lieb gewesen wie Obama, zweifelsohne. Aber sie kann nicht mehr zulegen und ich glaube, eine Teilschuld daran trägt der bis dato gezeigte Zickenalert.

Und dann denke ich, dass in den USA die Zeit gekommen ist, dass ein Afro-Amerikaner das höchste Amt bekleidet.

Ich würde Obama - eben weil er ein unbeschriebenes Blatt ist - nicht gleich auf Bush-Ebene nivellieren, sondern ihn erstmal machen lassen.

Solltest Du davon ausgehen, dass die Clintons eurofreundlich agieren würden, so täuschst Du Dich. Auch die Clintons, deren vergangene Verdienste um das Land unstreitig sind, werden in erster Linie im Interesse der USA agieren. Und was US-Interessen sind, das steht ganz klar definiert in der Verfassung der USA. - Genau aus dieser Logik heraus ist auch deren Handeln zu beurteilen.
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24.02.2008 19:57 Uhr von Otto von Bismarck
 
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@christi244: Ich unterstelle den Clintons keine implizite Eurofreundlichkeit, nehme aber an, dass durch eine Rückführung Amerikas in stabile Verhältnisse und ordentliche Wirtschaftsreformen (zu billiges Geld, Dollarentwertung,Hypothekenkrise und was noch alles damit zusammenkommt) der Westen als ganzes stabilisiert wird. Klar wird Hillary diejenige Position vertreten, die den USA nutzt und nicht Europa: Aber ist die Volkswirtschaft Nr.1 gesund, dann gehts auch dem (Ex-?)Exportweltmeister super.
Krankt die Volkswirtschaft an falscher Politik, dann kann der (Ex-?)Exportweltmeister seine teuren Maschinen nicht mehr verkaufen.
Daher denke ich, dass wirtschaftlich und außenpolitisch (obwohl ich das jetz nich weiter ausführe) die Clinton´sche Politik die für Europa vorteilhaftere wäre.

Und Obama ist kein Kennedy: diese Assoziation ist auch nicht zufällig, sie ist gewollt. Sie macht mit dem Erbe eines Mannes politische Werbung in dessen Tradition Obama gar nicht steht, weil er nämlich in keinerlei politischer Tradition steht.Der Kennedy-Vergleich soll nicht nur die Bedenken ob seiner Unerfahrenheit zerstreuen, sondern direkt für ihn wirken; immerhin ist Kennedy unbestreitbar einer der ganz großen US-Präsidenten gewesen.
MIt Obama hat das abgesehen von dem abstrahlenden Werbeeffekt wenig zu tun und sagt wenig über seine politischen Fähigkeiten. Man kann es als Schaumschlägerei bezeichnen. Bsp: Kimi Raikönnen ist ein genauso guter Formel I Fahrer wie Michael SChuhmacher, weil er auch Ferrari fährt.

Zu dem Punkt mit dem Afro-Amerikaner: Das ist rassistischer Schwachsinn. Genauso gut könnte man behaupten, dass es dringend Zeit wird nen schwulen, afroamerikanischen Kommunisten-Juden in das Präsidentenamt zu neben. Kulturell, ethnische, religöse oder sonstige Merkmale sind denkbar ungeeignet um Qualifikationen für politische Ämter daraus abzuleiten, denn wenn anzunehmen ist:
1. Es wird Zeit für einen schwarzen Präsidenten.
2. Hillary ist weiß, nicht schwarz.
3. Weil Hillary weiß ist, es aber Zeit für einen Schwarzen wird, ist Hillary nicht zu nehemn.
Folgt: Rassische Diskriminierungen aufgrund Hillary´s ethnischer Herkunft.
Das Argumnet ist also mit dem Rassismusverweis abzulehnen.

Ich halte also daran fest:
Obama wäre die schlechtere Wahl für die USA und damit auch für uns.
Im übrigen hoffe ich, dass auch wenn Hillary´s Verhalten tatsache hysterisch wirkt, es bewirkt, dass die Wähler erkennen, dass sie die für sie bessere Wahl wäre.

Grüße
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24.02.2008 20:19 Uhr von christi244
 
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Otto: Oh oh, ... dann geht es auch dem ehemaligen Exportweltmeister gut ... ;-). Grundsätzlich würde ich Dir gerne recht geben aber ... weißt Du, dazu haben wir nicht das politische Material in Amt und Würden. Sieh Dir unsere Krücken an ... die können evtl. noch mit Bush konkurrieren aber sicherlich nicht mit den Clintons. <-- dies in Richtung *D*, und zwar ausschließlich.

Na ja, nu bleib mal locker. Du kannst Obama nicht derart verreißen, ganz einfach deswegen nicht, weil er bis dato ein unbeschriebenes Blatt ist. Von daher ist er sehr wohl mit der Situation JFK zu vergleichen.

Rassistischer Schwachsinn? Kann es sein, dass Du die Situation der Afro-Amerikaner im Lande nicht sehr kennst?

Ich weise Hillary nicht aufgrund ihrer Hautfarbe ab. Ich weise sie überhaupt nicht ab. Im Gegenteil, ich wünschte mir jemanden ihres Formates bei uns in Amt und Würden, wovon wir Lichtjahre entfernt sind.

Ich bin ein absoluter Hillary-Fan, aber ich sehe auch, dass sie es drüben nicht mehr schaffen kann. Könnte ich in den USA wählen, hätte sie meine Stimme sicher. Einzig orientiere ich mich an der derzeitigen Entwicklung und sonst an gar nichts.

Da ich aber davon ausgehe, dass sie über diesen Zickenalert sehr verloren hat, denke ich, dass Obama the next Comander in Chief werden wird. Und er ist mir in jedem Fall lieber als irgendwer der Reps dort.

Dies ist ein wertfreies Statement, denn ich mag beide Kandidaten und ich wünschte wir hätten derartige Kaliber bei uns anstatt dieser regierenden Schmiertrottel.
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24.02.2008 20:35 Uhr von christi244
 
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Nessel: na hoffentlich bald ... sehe gerade die Hamburger Wahl ... es ist nur zum Kotzen.
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24.02.2008 20:41 Uhr von Otto von Bismarck
 
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@christi244: Mein Statement sollte Dir gegenüber nicht bös klingen, also keinerlei unsachliche Elemente enthalten... Im Rückblick muss ich sagen, dass"rassistischer Schwachsinn" falsch gewählt war. Dennoch bleibt das Argument rassistisch.
Ich unterstelle nicht Dir damit Rassismus sondern einzig dem Argument, weil Rassismus in mehr als einer Dimension funktioniert. Mit der Situation der schwarzen Bevölkerung hat das nicht viel zu tun, die ist mir sehr wohl bewusst. Vielmehr ist Rassismus immer dann gegeben, wenn Werturteil oder Beurteilungen aufgrund der ethnischen Zugehörigkeit getroffen werden. Der Rassismusvorwurf eines schwarzen Bankräubers gegenüber den ihn festnehmenden weißen Polizisten ist Rassismus, weil er unterstellt, die Festnahme würde aufgrund seiner Hautfarbe geschehen nicht aufgrund seiner Tat.

Ich bin so derart gegen Obama, weil es nicht einfach nur eine Wahl ist, wie die Nixons oder Johnsons, oder sonstwem. Es geht bei dieser Wahl darum, wie ein angeschlagener Riese in einer Welt von Zwergen seine Wege gehen wird. Und da kann man nunmal keinen Auszubildenden ans Steuerrad setzen, der sich gerne in großer Positur und stolzer Ahnengalerie zeigt.

Und es handelt sich auch nicht um irgeneine Lokalwahl im letzten Winkel Ostsibiriens die uns zu Recht nicht interessiert, weil mit ihr keine Veränderungen für unsere Mitteleuropäischen Lebensverhältnisse einher gehen.
Doch wie sehr, wir von Amerika und seiner Zukunft abhängen hätte uns eigentlich der Januarcrash in Frankfurt ganz klar machen müssen.
Ergo: Ich als deutscher verlange Mitwahlrecht, solange amerikanische Politik in der Lage ist deutsches Volksvermögen in Höhe mehrerer Dutzend Milliarden Dollar binnen eines Tages zu vernichten.
(--> Natürlich nicht... Aber das sind die Dimensionen. ;) )


Ich stimme Dir zu, für Hillary ist das ganze wahrscheinlich gelaufen. Und deswegen bin ich erschüttert.
Wahlen funktionieren nicht mehr nach Inhalten und Perspektiven, sondern richten sich nach den ihnen zugrunde liegenden stützenden Elementen: Medien sind die einzige Form von Kommunikation zwischen Elektorat und Amtsbewerber, also ist die Manipulation der Medien zur höheren Kunst geworden, als die Entwicklung und Veranschaulichmachung von Konzepten.
Das ist keine neue Erkenntnis, war von vornherein anzunehmen und dennoch bin ich geschockt, dass ein Volk, welches seine Kriege in der Welt (wenn überhaupt) damit begründet, dass es der Verbreitung von Freiheit und Demokratie dient. Sie rennen sehenden Auges in ihren Untergang. Ich halte Obama für ihren Untergang.

Naja was solls, wir werden hinterher schlauer sein...
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24.02.2008 20:46 Uhr von Otto von Bismarck
 
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ADD: "Einzig orientiere ich mich an der derzeitigen Entwicklung und sonst an gar nichts.

Da ich aber davon ausgehe, dass sie über diesen Zickenalert sehr verloren hat, denke ich, dass Obama the next Comander in Chief werden wird. Und er ist mir in jedem Fall lieber als irgendwer der Reps dort."

ich denke, damit liegst Du sicher nicht falsch... sollte mir eventuell ein Scheibchen abschneiden....

Grüße
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24.02.2008 21:09 Uhr von christi244
 
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Otto: So war das jetzt von mir auch nicht gemeint. Natürlich sollte eine ethnische Herkunft niemals ein Rolle spielen.

Und ich stimme Dir auch zu, dass ein schwarzer Präsi u. U. auch nicht unbedingt und notwendigerweise jetzt die Situation der Schwarzen an sich verbessern würde ... übrigens denke auch so viele Schwarze selber. ;-)

Weißt Du Otto, ich glaube, der angeschlagene Riese hat genug Kraft und Potential, sich selber wieder zu gesunden, aus sich heraus. Die USA haben schon so manchen Sturm erlebt und ihn auch heil überstanden, aus sich selbst heraus.
Der Unterschied zu EU war immer, ist und wird auch immer sein, dass die USA im Gegensatz zu EU wissen, was sie wollen und genau das ist deren Stärke. Dort wird gemacht, hier wird kontinentübergreifend gelabert und sonst gar nichts.

Um die USA, gleich unter wem nun, Obama oder Hillary, mach ich mir absolut keine Sorgen und vertraue in die selbstheilende Kraft dieses Landes, wo ich bei uns hier in EU meine größten Zweifel habe, egal, um was es dabei geht.

Und ich sag Dir auch, dass ich eher an den USD glaube als an unser MickeyMouse-Money. Ich schätze einmal in evtl. 8-10 Jahren dürfte die Kursbewertung des USD wieder umgedreht sein.

Otto, ich würde auch gerne drüben wählen können ... kann es aber nicht. Ich stimme Dir zu, dass der Ausgang der Wahl für uns sehr wichtig ist, aber unsere Pfeifen kriegen wir deswegen auch nicht weg.

Soll ich Dir mal sagen, wie ich mir eine Regierung drüben im Idealfall vorstelle/te:

Präsi: Hillary oder Obama
Vize: Hillary oder Obama
Außenminister: Condi

;-)

Wie sehr EU von den USA abhängig ist, Otto, das wurde mir klar, nachdem wir die SBZ freikaufen durften und seither jegliches Krüppelsdorf hinter den Grenzen, was nicht bei 3 auf dem Baum war in die EU aufnehmen mussten ... damit die USA ohne Blutvergießen ihre Standorte Richtung Osten ausweiten konnten und können, ohne, dass es sie auch nur einen Cent gekostet hätte. Dieser Coup der USA war einfach genial ... von daher bleib ruhig.

>Ergo: Ich als deutscher verlange Mitwahlrecht, solange amerikanische Politik in der Lage ist deutsches Volksvermögen in Höhe mehrerer Dutzend Milliarden Dollar binnen eines Tages zu vernichten.<

Was dies angeht Otto, so wurden unsere Banker sicher nicht mit der Uzzi im Rücken gezwungen, sich auf dubiose Geschäfte einzulassen ... ich glaube, das hat eher was "Nichtkönnen" zu tun!
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24.02.2008 21:14 Uhr von christi244
 
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Otto: Nein Otto, hab einfach Vertrauen in die Selbstreinigungskraft einer großartigen Nation, was die USA bei allen Fehlern, die sie gemacht haben, auch sind. Ich hab dieses Vertrauen in das Land und Bush ist bald Geschichte! Die Merkel aber bei uns eher nicht! Das ist unsere Bush!

Ich hab Dir gerade nen Minuspunkt entfernt, den Dir irgendein Depp verpaßt hat.
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24.02.2008 21:48 Uhr von raku
 
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Ist Obama einem McCain gewachsen? Klar ist: Obama ist ein guter Redner, kommt nicht aus den Regierungsoligarchien der Bushs, Kennedys, Clintons etc, hat hinsichtlich des Irakkrieges ne saubere Weste, er hat Charisma.
Ich frag mich aber, ob er nicht eine Nummer zu klein ist, wenn die NeoCon - Mafia ernst macht, deren Felle ja wegschwimmen könnten, wenn McCain es nicht schafft.
Stellt euch doch mal folgende Situation vor: noch in diesem Frühjahr, nachdem Hillary aufgegeben hat, wird der Obama hochgejubelt, das Land geht mit und McCains Umfragewerte sinken ständig.
Was passiert, wenn dort jemand ein Pearl Harbor III bzw. 9. September II veranstaltet und Amerika wieder angegriffen erscheint?
Hat der Obama dann die nötige Statur, nicht auszurutschen oder passiert ihm sowas wie "nach Pakistan einmarschieren.."?
Könnte mir vorstellen, dass der McCain dann gründlich punktet und alles wäre gerettet für die NeoCons.
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24.02.2008 23:07 Uhr von raku
 
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@christie und Selbstreinigungskraft: ich denke, mit der Selbstreinigungskraft hast du schon einen wichtigen Punkt angesprochen.Da haben die Amis zweifellos etwas zu bieten: es ist schon beeindruckend, was aus diesem Melting Pot teilweise hervorkommt - im Guten wie im Schlechten.
Ich sehe nur folgendes Problem: die Amis scheinen mir immer weiter vom Rest der Welt abzurücken, ihn einfach gar nicht mehr zu verstehen. Da hatten sie zwar schon immer die Tendenz dazu (positiv ausgedrückt waren sie 10 oder 5 Jahre voraus), jedoch kann sowas in den Kriegen, die sie so alle 5-10 Jahre führen, ganz schön ins Auge gehen. Ein Grund dafür scheint mir in dem zu liegen, was Herbert Marcuse mal ´der eindimensionale Mensch´ genannt hat: die werden so zugebombt bzw. zugemüllt mit ´eindimensionaler´ Meinungsmache - viel schlimmer noch als bei uns - dass da bei vielen Durchschnittsamerikanern schon Riesen-Wissenslücken (habt ihr in Deutschland schon Autos?) und auch bei politischen Eliten eine wahnsinnige Flachheit in der Analyse rauskommt - verglichen mit europäischem Standard. Sicher haben schon in den 70er Jahren die GIs die Vietnamesen nicht verstanden (und auch deshalb verloren), nur jetzt scheint mir der Unterschied zum Rest der Welt bzw. das Nicht-Verstehen noch einiges größer.
War vor kurzem wieder drüben, die ganze Ostküste entlang und muss sagen, dass sich dieses Land sehr zum Negativen hin verändert hat. Irgendwie sieht es so aus, als ob die ihren Zenith schon hinter sich hätten und es bloß noch nicht merken.
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25.02.2008 10:56 Uhr von Elvy
 
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Christi/Raku: Christi
Danke für die Einschätzung der USA ;-). Ich hoffe sehr, dass Du Dich darin nie täuschen wirst.

Raku
An Dich die Frage, worauf Du Dich genau beziehst in Deiner Beurteilung.
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25.02.2008 11:43 Uhr von raku
 
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@Elvy: Meinst du den Eindruck, dass sich die USA zum Negativen hin entwickelt hat?
Es sind viele soft factors: das geht schon an der Grenze los, sei es am Flughafen Newark, oder an der Landgrenze nach Canada - kleine Schikanen, wie man sie sonst nur in totalitären Staaten (oder im Deutschland der 60er/70er Jahre) kennt, ein gesteigertes Misstrauen gegenüber Fremden (ich sehe nicht arabisch aus), eine Unmenge von amerikanischen Flaggen in den Dörfern und Städten - manchmal an jedem 2. Haus eine Riesenflagge, so als ob ein Druck auf der Bevölkerung liegt, sich als echte Amerikaner zu zeigen; relativ viele unfreundliche / mürrische Gesichter (=natürlich extrem subjektiv, aber ich und andere waren da sehr überrascht - in D ist ´man´ inzwischen im Durchschnitt freundlicher, früher war´s immer umgekehrt), Infrastruktur in einem teilweise bedauernswerten Zustand (z.B. die Straßen in Maine / Brücken in NYC etc.) - man denkt nicht, dass man in der Führungsmacht der Welt ist. Es sind eigentlich eine Menge Kleinigkeiten, die jede für sich sicher erklärbar sind, aber trotzdem insgesamt einen gewissen Eindruck ergeben, bei jemandem, der die Amis eigentlich gerne mag, und einige sehr gute Freunde dort hat - auch wegen ihrer traditionellen Offenheit Fremden gegenüber.
Ich hoffe auch mit Christi, dass die Amis da wieder rausfinden, bin aber skeptischer.
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25.02.2008 12:23 Uhr von Elvy
 
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Raku: Zunächst einmal Raku, ich fliege einmal im Jahr nach Hause und kann jetzt den Umgang bei Immigration für mich als Amerikanerin nicht so beurteilen. Was jetzt die Fahnen angeht ... ich kenne es gar nicht anders ... in der Ecke, wo ich herkomme, flattern sie im Wind seit ewig und haben sich durchaus nicht vermehrt, es sei denn, zum 4. Juli hin.

Zum Zustand von Newark und Umgebung kann ich nicht viel sagen. Was ich Dir aber sagen kann, ist, dass es schon immer sehr viele Punkte dieser Art in den USA gegeben hat, und zwar schon während der Zeit als ich dort aufwuchs. Mit einer vernünftigen Maintenance hatte man es großflächig dort noch nie ... was ich eingestehen muss und auch eingestehe. Das sind keine Probleme, die erst jetzt hochkommen.

Was jetzt die Leute angeht und deren "Mürrischsein" oder nicht ... hierzu bin ich jetzt kein Ansprechpartner. Aber, ich habe da mal eine Gegenfrage: Kann es sein, dass Ihr uns etwas zu sehr a la Hollywood gesehen habt und eventuell erkennt, dass wir einfach nur ganz normale Menschen sind? Das ist nämlich etwas mein Eindruck hier in Deutschland. Entweder man liebt uns oder man vermacht uns. Und Letzteres meist von Leuten, die noch nie in den USA waren bzw. alles nur vom Hörensagen ableiten. Ich meine diesen letzten Satz weder ironisch, noch böse.

Auch zum Thema Bildung: Ich würde mir nicht anmaßen, pauschalierend ein Volk für dumm zu halten, nur weil ein paar Leute tatsächlich - wie überall - unterbelichtet sind. Dass diesbezüglich und besonders in den unteren Schichten bei uns vieles nicht so toll ist, ist mir klar ... aber ... bei Euch auch schon sehr lange nicht mehr.

Die Sache ist, dass Deutschland für uns in den USA absolut kein wichtiges Thema ist, worüber wir jeden Tag diskutieren würden.
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25.02.2008 14:03 Uhr von raku
 
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@Elvy: wie gesagt, es ist schwierig, einen Gesamteindruck schlüssig zu belegen und leicht, einzelne Punkte (maintenance) als historisch´ zu erklären. Ich habe jedenfalls in die US zwar immer schon einige, jedoch noch nie so penetrant viele Flaggen gesehen! Außerdem: wenn man einen Gesamteindruck mitteilt, dann tut man notwendigerweise vielen Leuten unrecht, die halt nicht darunter fallen. Das kann man immer kritisieren, das ist ´cheap´.
Ich fliege seit Anfang der 90er Jahre eigentlich alle 3-4 Jahre (manchmal auch öfter) in die Staaten (meistens Westen u. Chicago) sowohl beruflich als auch privat. Und glaub´ mir: ich kenne eine ganze Menge Amerikaner - die ich sehr schätze und die sicher zur höheren Bildungsschicht zählen. Eigentümlicherweise höre ich aber gerade von denen, dass Überwachung und Kontrolle teilweise schon wilde Blüten treiben - da ist teilweise recht wenig vom ´land of the free´ (home of the brave lassen wir mal weg bei der Terror-Hype - das ist ja ängstlicher als im Deutschland der 70er Jahre mit der RAF) übriggeblieben. Kann es sein, dass du das ausblendest?
In punkto Hollywood euch sehen? Ja, Stereotype spielen natürlich mit, aber unterschätze mal nicht die Anzahl von Deutschen/Europäern, die schon in Amerika waren bzw. zumindest einige Amerikaner näher kennen. Apropos Stereotype: ich kann den Begriff ´great country/nation/etc.´ nicht mehr hören - der wird einfach zu häufig gebraucht und erinnert mich an Floskeln aus dem real existierenden Sozialismus oder ´freiheitlich demokratische Grundordnung´ bei uns
Daß Deutschland kein wichtiges Thema ist, ist wahr - außer wenn die Zeitungen wieder mal irgendeinen Vorfall im Osten relativ groß ´rausbringen - der Splitter im Auge des Nächsten wird schon gesehen wenn er ins Bild passt! Aber es stimmt sicher auch, dass der ganze Rest der Welt für viele ein leeres Blatt ist - außer den Meldungen natürlich, die irgendwelche ´demokratischen´ Mängel in irgendeinem Land ankreiden (was ja eigentlich richtig ist - nur eben: der Splitter im Auge des Nächsten).
Korrigiere mich bitte, aber ich nehme an, dass die meisten Amerikaner denken, verglichen mit anderen Ländern würden sie im freiesten Staat der Welt leben - auch da haben sie die Wirklichkeit etwas verschlafen, bzw. sind zu ´eindimensional´
informiert.
Vielleicht noch eine Anekdote: ein guter Freund von mir, Afrikaner in Frankfurt, wurde in NYC beim Shoppen mit seiner Frau (ebenfalls schwarz) angesprochen und befragt, ob er denn keine Angst hätte in D zu leben. Er sagte: nein, jedenfalls weniger als in den USA und erntete verblüffte Gesichter. Zum Hintergrund: er war einige Zeit Dozent in Harvard, hatte dort einen Ruf ols Prof. bekommen und ist jetzt Prof in Ffm.

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