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Berlin: Archäologischer Fund unter dem Alexanderplatz

Während der Arbeiten anlässlich des Baues einer Tiefgarage unter dem Alexanderplatz in Berlin stießen die Arbeiter auf einen alten Friedhof. Inzwischen wurden 50 einzelne Gräber freigelegt, so Chef-Archäologe Michael Hofmann. Man erwartet allerdings auf dem Areal auch etliche Massengräber.

Die sterblichen Überreste stammen vermutlich von Patienten des 1228 erstmals erwähnten Georgenhospitals, einer Einrichtung in der überwiegend arme Leute behandelt wurden. Die bisher geborgenen Funde stammen, den barocken Sargbeschlägen nach zu urteilen, aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

Die sterblichen Überreste werden selbstverständlich nach den Grabungen und der Dokumentation der Funde wieder pietätvoll beerdigt.


WebReporter: BenPoetschke
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Berlin, Fund
Quelle: www.berlinonline.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.02.2008 18:19 Uhr von unterderbruecke
 
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wow, dass selbst bei den armen patienten von 1228 die totenruhe wichtig ist finde ich echt super.
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23.02.2008 18:35 Uhr von robrai19
 
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Was unter Erde: noch so liegt und was noch gefunden wird wissen wir nicht.
Aber wen sie wieder alle beerdigt werden ist e ja gut.
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23.02.2008 18:48 Uhr von martin@pc
 
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23.02.2008 20:29 Uhr von Blutigespinne
 
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@martin: ich finde dein kommentar nicht so toll aber mmusste dir recht geben es stimmt was du sagst...

ich finde es auch toll das die menschen wieder beerdigt werden und auch das schon herausgefunden ist wann das war...
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23.02.2008 20:43 Uhr von Blacky17
 
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die Toten die schon mehrere hundert Jahre begraben liegen werden respektvoll behandelt. Wer aber jetzt erst stirbt wird erstmal ausgenommen wie ne Gans und nach einigen Jahren wenn die Angehörigen nicht genügend zahlen wird das Grab einfach wieder für den nächsten zahlenden "Kunden" freigemacht.

Find ich toll das die auf der Baustelle dort mehr Respekt vor den Toten haben als ein Bestatter/Friedhofbetreiber die nur auf den Profit aus sind!
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23.02.2008 21:00 Uhr von jsbach
 
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Gut so, dass die: nicht irgend wo anderes wieder verscharrt werden, sondern mit Respekt und Würde beigesetzt werden. Und mit welchen Bandagen im Bestattungsgewerbe gearbeitet wird, brauche ich hier wohl nicht näher zu erläutern. Teilweise erschreckend....
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23.02.2008 21:45 Uhr von kipexer
 
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Pietät im selben Bezirk nämlich Mitte gibt es den Friedhof Seestraße. Am 17. Juni eines jeden Jahres wird da immer den Opfern des Volksaufstandes gedacht. Doch dem Regierenden Bürgermeister und seinen Begleitern ist nicht bewusst, dass sich nur wenige Dekameter entfernt eine - ich nenn es - Knochengrube befindet.

Wenn es keine Angehörigen von dort Beerdigten (auch in Urnen gibt es Gebeine) mehr gibt, die für das Grab zahlen, werden die Urnen usw. ausgegraben und in die genannte Grube entleert bzw. geworfen und nur mit wenig Erde abgedeckt. Manchmal sieht man sogar noch die Knochen. Es gibt auch - zum Glück - nur selten Leute, die dort nach Schädeln suchen und auch schon fündig wurden. Den Friedhofsleuten ist das egal.

Pietät? Ja, vielleicht für diese Verstorbenen in 1000 Jahren!
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23.02.2008 22:48 Uhr von Wompatz
 
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WOW??? Ich bitte Dich...Die Totenruhe sollte Unantastbar sein! Klar, man braucht Parkplätze und neuen Raum, aber irgendwann sollte auch mal Schluss sein.

Alte Keller sollten kein Hindernis sein, aber ein Friedhof? Stellt euch selbst mal die Frage, wie würdet ihr entscheiden?
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24.02.2008 08:52 Uhr von hudi
 
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@Blacky17: Selbst wenn die Angehörigen die Verlängerungsgebühren zahlen möchten, geht kein Weg rein. Das Grab meines Vaters wurde einfach gekündigt weil der Friedhof die Anlage umgestalten will. Eine Verlängerung ist nicht möglich (Südfriedhof Leipzig). Briefe an Biedenkopf, die evangelische und katholische Kirche wegen Grabschändung (ist ein eingesegnetes Grab) verliefen im Sande. Herr Biedenkopf hatte es nicht mal nötig, mir in Deutschland zu antworten. Erst als meine Tanten und ihre Familien aus der Tschechischen Republik ihr Veto einlegten, sah er sich gezwungen mal zu antworten. Mit dem Hinweis, daß alles Rechtens wäre. Aus der Kirche bin ich mittlerweile ausgetreten, weil es niemand interessierte.
Dafür werden aber die riesigen Ehrenanlagen auf denen solche Massenmörder wie Ulbricht geehrt werden und wo niemand liegt, gehegt und gepflegt. Dafür sahen die Gräber der Zivilbevölkerung welche bei den Bombenangriffen umgekommen sind jahrelang total verwildert aus. (wurden aber vor einiger Zeit wieder hergerichtet).
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24.02.2008 12:18 Uhr von tsunamitsunamitsunam
 
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Wie kann man denn: nach 200 Jahren noch einen Friedhof nachweisen???
Holz dürfte in der Zeit verfault sein. Ebenso Metall, wenns nicht gerade Alu, Gold oder Silber ist. Und da vermute ich mal, da es sich um einen armen Friedhof handelte, das dem nicht so ist.
Und menschluche Überreste sind nach der Zeit wohl auch nicht mehr da...
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24.02.2008 15:34 Uhr von AnkeStrohmeyer
 
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tote innenstädte: ja ja manche innenstädt, fussgängerzonen sind wirklich tot und dieses ist der beweis
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24.02.2008 16:39 Uhr von chocolategirl06
 
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naja knochen halten schon länger als 20 Jahre bis sie sich in staub auflösen. ich glaub du meintest aber 200 jahre. das 17. bzw 18. jahrhundert liegen allerdings schon 400 bzw. 300 jahre zurück. Ob Knochen so lange erhalten bleiben weiß ich nicht.... aber anscheinend schon... kommt natürlich auch immer auf die erde an wo die knochen begraben sind.
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25.02.2008 08:51 Uhr von BenPoetschke
 
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Ja hudi, du gehörst halt der falschen Glaubensgemeinschaft an.

Wenn du ein Anrecht auf deine Grabstätte bis zum "Jüngsten Gericht" haben willst, solltest du keiner christlichen Religionsgemeinschaft angehören.

Ich finde es auch seltsam, dass man einerseits um jeden gefundenen Knochen einen riesen Hype macht, während woanders die Gräber schon nach 25 Jahren platt gemacht werden. Gleichzeitig spricht man von Störung der Totenruhe, wenn irgendwo ein Grabstein umgeworfen wird, zerrt aber die Mumien und Fundstücke anderer Kulturen durch die Museen dieser Welt, Schiebt sie durch Kern Spinn Tomographen und gibt sie der Sensationsgier preis. Ein namhafter "Pathologe"? macht gar "Kunstwerke" aus Leichen...
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25.02.2008 12:10 Uhr von Hady
 
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Unterhaltet euch doch mal mit einem Bestatter dann wisst ihr, wie in diesem Land mit Toten umgegangen wird. Mit Pietät hat das Großteils schon vor der Beerdigung nicht viel zu tun.
Und wenn die Oma dann 20 Jahre unter der Erde ist und das nächste Familienmitglied in die selbe Grube geschubst wird, was meint ihr, was dann mit Omis Überresten passiert?
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25.02.2008 22:02 Uhr von CyG_Warrior
 
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@tsunamitsunamitsunam: "Und menschluche Überreste sind nach der Zeit wohl auch nicht mehr da..."

Stimmt so nicht, kommt immer auf die Bodenbeschaffenheit drauf an.
Sobald das ein relativ luftdichter Boden ist (Lehm, Ton etc.), verwesen dort Körper nur SEHR langsam oder werden im Extremfall regelrecht mumiviziert. Selbst das Holz der Särge kann in solchen Böden mehrere Jahrhunderte überdauern.
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27.02.2008 19:48 Uhr von xerxes100
 
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Gräber unter dem Alexanderplatz: Da haben die Berliner wirklich ein Riesenglück gehabt. Man stelle sich nur mal vor, es hätte sich um einen jüdischen Friedhof gehandelt. Dann wäre es mit dem Alexanderplatz vorbei gewesen.
Zunächst sofort Baustopp. Dann Anreise aller wichtigen Rabbiner weltweit zur Besichtigung, dann Bau einer Gedenkstättenauf Kosten der BRD. Oder die Zahlung eines Milliardenbetrags.
Wie schon gesagt, die Berliner haben wirklich Glück gehabt.

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