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Kuba: Fidel bleibt "Soldat der Ideen"

Obwohl der kubanische Präsident und Revolutionsführer Fidel Castro Ruz angekündigt hat, sich nicht mehr der Wahl zum Vorsitzenden des Staatsrates und Oberbefehlshaber der Armee zu stellen, will er dem kubanischen Volk als kritischer Beobachter erhalten bleiben.

In seinem offenen Brief, der in der "Granma", dem Zentralorgan der Kommunistischen Partei Kubas, veröffentlicht wurde, gesteht der Revolutionär seine schwere Erkrankung ein, die ihm nicht mehr die physische Kraft gebe, entsprechende politische Ämter auszuüben.

Trotzdem will sich der jahrzehntelange Lieblingsfeind US-amerikanischer Politik noch nicht völlig aus dem gesellschaftlichen Leben zurückziehen. Castro wörtlich: "Ich verabschiede mich aber nicht von euch. Ich möchte weiter als ein Soldat der Ideen kämpfen."


WebReporter: lukiluke
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Präsident, Soldat, Kuba, Idee, Fidel Castro
Quelle: www.jungewelt.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.02.2008 13:24 Uhr von kleiner erdbär
 
+3 | -1
 
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ums mal mit dschordsch dabbelju´s worten auszudrücken:
"die feinde meiner feinde sind meine freunde"...

in diesem sinne:
alles gute, fidel ... genieß deinen lebensabend!!!

*g*
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20.02.2008 15:05 Uhr von terrordave
 
+1 | -8
 
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nix mit genieß deinen lebensabend: sobald castro weg ist, und das dauert nicht mehr lange, gibt es in kuba eine reele chance, zurück in den kreis der freien staaten zukehren. der kerl ist und bleibt ein verbrecher, egal wie viel havanna und rum-romantik mit ihm verbunden werden. über putin regt man sich auf oder über illegale polizeieinsätze in heiligendamm aber kuba sehen alle durch die rosa brille.
jedenfalls steht kuba am scheideweg. entscheiden sie sich gegen die freiheit, dann sollen sie doch in ihrer veralteten ideologie bleiben, dann fahren sie noch in 30 jahren mit den selben autos ergehen sich täglich in antiamerikanismus und leben in armut.
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20.02.2008 16:26 Uhr von JCR
 
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@ Terrordave: Ach ja, das Schlagwort Antiamerikanismus, frei nach dem Motto, wer nicht für mich ist, ist gegen mich. Komisch nur, dass auch eine Menge amerikanische Medien sich diese antiamerikanischen Argumente anzueignen beginnen....oder sind diese vielmehr pro amerikanische Demokratie, gegen amerikanische Aggressionspolitik?

Scheideweg der Freiheit?
Kuba könnte die demokratischste Regierung der Welt haben, und würde dennoch mit einem Embargo belegt bleiben. Was ist wohl wirklich ursächlich für die Armut?
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20.02.2008 16:48 Uhr von terrordave
 
+1 | -5
 
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also: seit fidel castro regiert ist kuba antiwestlich eingestellt. das sind an die 50 jahre, in denen amerika europa und die demokratie unterstützt hat. ohne das amerika von damals (ich sage bewusst mal "das amerika von damals") würde es den deutschen heute so gut gehen wie den weißrussen und polen. und seit damals ist kuba antidemokratisch. dass sie gegen den bush und seine politik sind kann ich zwar verstehen, teile diese meinung auch, aber das kann ja wohl nicht das einzige sein, worauf castro reduziert wird? nur weil er amerika und seiner aggressionspolitik contra gibt (wobei er selber mal eben so nen riesenkrieg mittragen wollte, siehe kubakrise) ist das noch lange kein toller mensch. der mann ist ein diktator (gewesen), hat was weiß ich wieviel tausende auf dem gewissen und zudem (gib dir das mal) nimmt er von den amerikanern geld für guantanamo, verdient also da noch mal an menschenrechtsverletzungen. sein volk ist verdammt arm aber er gehört zu den reichsten männern der erde. lustig oder?
das wird jetzt ein neuer persönlicher minusrekord!
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20.02.2008 17:23 Uhr von JCR
 
+3 | -0
 
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@ terror: Nein, Castro hat natürlich noch andere Differenzen mit Amerika als nur die Bush-Regierung, dem Kubaner an sich würde ich aber dennoch keinen Antiamerikanismus unterstellen. Nicht mehr als der durchschnittliche Europäer dürften auch die Kubaner von der momentanen US-Außenpolitik alle andere als begeistert sein.

Castro jedoch hat während des Kalten Krieges einfach versäumt, den nächsten Schritt zu tun, hin zu einer Herrschaft des Volkes.
So war die Revolution an sich ein Fortschritt, doch Castro ist bis heute ein Kalter Krieger geblieben.

Kuba hat sprichwörtlich den Zug verpasst, aber die Blockadehaltung gegenüber Kuba halte ich für ebenso unangebracht.
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22.02.2008 10:33 Uhr von vst
 
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ist man als castrogegner: automatisch ein amerikafreund?
oder muss ich alle die castrofreunde hier als amerikafeinde einstufen?
und wo stehe dann ich, wenn ich in castro ein ars....ch sehe das bush nicht viel nachsteht (wenn auch nicht unbedingt aus denselben gründen).

am dienstag habe ich auf dem flughafen in sofia einen kaffee getrunken, dabei lief auf dem an der wand hängenden fernseher cnn.

ein langer bericht, immer wieder mit bildern über fidel.
fidel heute, fidel in schwarz/weiß vor 50 jahren, aber immer ohne ton.

ich dachte schon, hat es ihn endlich erwischt. aber nein, er scheint immer noch zu leben.

eigentlich schade.

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