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Bald Pflegenotstand? Pflegepersonal rebelliert gegen Stellenabbau

Seit Monaten sammeln Beschäftigte aus den Pflegeberufen Unterschriften gegen die andauernde Unterversorgung mit entsprechendem Personal. Diese wird seitens der Pflegeeinrichtungen durch fortschreitenden Stellenabbau forciert.

"Zwischen 1995 und 2005", so Franz Wagner, der Geschäftsführer des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe (DBfK), sei "allein in den Krankenhäusern [...] jede sechste Stelle abgebaut worden". Dies geschieht, obwohl der Bedarf an Pflege selbstverständlich nicht abnimmt.

Von der Unterschriftenaktion erwarten Wagner und seine Mitstreiter eine Signalwirkung. Er hoffe sehr, dass die Bundeskanzlerin die Problematik dann zu einer Priorität ihrer Arbeit machen werde.


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WebReporter: lukiluke
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Stelle, Stellenabbau, Pflege
Quelle: www.jungewelt.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.02.2008 16:36 Uhr von KingPR
 
+9 | -0
 
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Klar: als ob die Bundeskanzlerin sich für das Gesundheitssystem interessieren würde. Wenn das so wäre, dann würden Ärzte schon lange mehr verdienen um ihre Abwanderung zu verhindern, man würde weniger Assistenten/innen entlassen, die Arbeitszeiten der Angestellten in Krankenhäusern verringern, mehr Studienplätze für den Bereich der Medizin zur Verfügung stellen und möglicherweise endlich die Stammzellenforschung legalisieren.

Aber, auch wenn dieser Kommentar bestimmt bald gelöscht wird, muss ich noch sagen, dass Deutschland sowieso im Arsch ist und es sich auf lange Sicht auch nicht bessern wird, wenn man aufhört, Pflegepersonal zu entlassen, dafür tragen unsere Politiker und unsere immensen Auslandsschulden, sowie unser Nazi-Immage, sowie der "Sicherheits"wahn in unserer Politik schon sorgen.

Wenn in spätestens 20 Jahren der Sozialismus kommt und die Grenzen zugemacht werden um die Flucht nach Polen, Luxemburg, Belgien, Schweiz und Holland zu verhindern (ich bin der Überzeugung, dass sich Österreich und Frankreich, nicht viel besser entwickeln werden) bin ich hoffentlich schon weg.
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19.02.2008 18:13 Uhr von multimediakind
 
+1 | -4
 
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alle die jetzt hier das böse Gesundheitssystem bashen wollen, überlegt mal wer von euch in letzter Zeit gegen die Kassenbeiträge/Pflegeversicherungssatz gewettert hat.
Oder sich über die hohen Lohnnebenkosten in Deutschland aufgeregt hat.

Damit werden genau diese Leute finanziert. Und die Leute in der Pflege/Gesundheitwesen wollen genauso verdienen wie ihr und kosten somit auch ihr Geld.
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19.02.2008 18:20 Uhr von KingPR
 
+2 | -0
 
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Ich hab nichts: gegen die Krankenkassen, ich wäre nur für mehr Wettbewerb, also für eine Aufhebung der Zwangsversicherung bei der öffentlichen für Menschen, die unter 4XXXX € verdienen, sodass diese auch die Möglichkeit haben, sich bei einer privaten Krankenkasse zu versichern, wovon komischerweise Patient und Krankenversorgung mehr haben...
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19.02.2008 18:21 Uhr von FleurMia
 
+3 | -0
 
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Link zur Unterschriftenaktion http://www.pflege-uns-reichts.de/...
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19.02.2008 18:42 Uhr von Resistire
 
+2 | -0
 
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Das geht soooo lange, bis einer, der diese Entscheidungen mittrift selbst davon betroffen ist. Dann wird das Geschrei nach mehr und besser bezahlten Pflegekräften sehr laut werden.
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19.02.2008 19:15 Uhr von ArrowTiger
 
+1 | -0
 
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@KingPR: -- "ich wäre nur für mehr Wettbewerb, also für eine Aufhebung der Zwangsversicherung bei der öffentlichen für Menschen, die unter 4XXXX € verdienen, sodass diese auch die Möglichkeit haben, sich bei einer privaten Krankenkasse zu versichern, wovon komischerweise Patient und Krankenversorgung mehr haben..."

Was aber auch nur solange klappt, wie die Kassen sich gesunde Mitglieder aussuchen können. Sobald die Privatversicherungen das gleiche Mitgliederprofil aufweisen, wie die gesetzlichen, werden sie sogar weniger als diese leisten können, da deren Verwaltung, etc. wesentlich teurer ist.

Fazit: Geschähe das so, wie Du es wünschst, entfiele der Grund, zu einer PKV zu wechseln. ;-)
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20.02.2008 10:09 Uhr von mobock
 
+1 | -0
 
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@multimediakind: Wie passt das zusammen? Mittwoch, 20. Februar 2008

AOK macht eine Milliarde Plus
Berlin. Die 16 Allgemeinen Ortskrankenkassen
(AOK) haben das
vergangene Jahr mit einem Plus von fast einer Milliarde Euro abgeschlossen.
Der Überschuss liege bei 943 Millionen Euro, teilte der AOK Bundesverband
am Dienstag in Bonn mit. Das Plus liegt damit deutlich über dem Ergebnis von
2006 mit 275 Millionen Gewinn.

http://www.rhein-main.net/...
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20.02.2008 20:43 Uhr von Big-Sid
 
+1 | -0
 
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Mich stört irgendwie das: bald in der überschrift? Der Notstand ist doch längst da.
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21.02.2008 22:13 Uhr von jsbach
 
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eine Bekannte aus meinem: Freundeskreis ist als Plegerin in einem privaten Seniorenheim
tätig. Lohnerhöhung...? Kein Geld, da uns die Kassen ganz kurz an der Leine führen.
Wann wachen die Verantwortlichen der Politik und Träger auf und erkennen, dass wir Deutsche immer älter und folglich auch mehr Pflegebedarf haben?
Sowie Krankenschwestern sind auch die AltenpflegerInnen total unterbezahlt.
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24.02.2008 02:11 Uhr von Borgir
 
+1 | -0
 
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wo bitteschön: rebelliert das pflegepersonal?? ich sehe weder einen nennenswerten streik noch massenkündigungen wie in finnland. was im moment abgeht ist nichts, was dem personal helfen könnte.

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