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Konferenz für Streumunition-Verbot: Deutschland mit umstrittener Haltung

Im neuseeländischen Wellington treffen sich für eine Woche circa 500 Delegierte aus 120 Ländern, um über ein weltweit gültiges Verbot für Streumunition zu verhandeln. Don Mackay, Konferenzleiter, sagte dazu: "Wir wollen diejenige Streumunition verbieten, die inakzeptable Schäden in der Zivilbevölkerung anrichtet."

In 76 Ländern der Erde liegt Streumunition in militärischen Lagern. Von diesen Ländern nehmen aber bei der Konferenz nur 41 teil. Die Hauptproduzenten dieser Munition China, Russland, Pakistan und die USA haben nur Beobachter entsendet. Sie wollen ebenso wie Israel und Indien kein Verbot.

Deutschland hat einen umstrittenen Drei-Punkte-Zeitplan eingebracht. Menschenrechtsorganisationen warfen deshalb der Bundesrepublik und anderen Ländern vor, das Waffenverbot zu verwässern.


WebReporter: PortaWestfalica
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Deutschland, Deutsch, Verbot, Konferenz
Quelle: www.netzeitung.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.02.2008 15:28 Uhr von Cloverfield
 
+7 | -1
 
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Wurde auch Zeit: Es freut mich, dass sich die Macher solch unmenschlicher Waffen endlich an einen Tisch setzen. Es wird ständig geprahlt was für präzise Waffen sie doch alle haben und trotzdem sind Streubomben noch immer aktuell.
Schlimm genug dass sie krieg führen müssen, aber dann noch mit vollem Wissen die Bevölkerung zu Schaden kommen lassen und es dann als Collateral-Schaden abzuhaken ist wirklich traurig.
Ich finde die Haltung unseres Landes gut, wir scheinen konstruktiv damit umzugehen...dass man es Menschenrechtsorganisationen nicht recht machen kann ist ja bekannt ;), ebenso wie die Tatsache dass sich die Russen nicht vor den Amerikanern an den Tisch setzen werden und umgekehrt =(
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18.02.2008 15:43 Uhr von El Indifferente
 
+6 | -2
 
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Derselbe Mist wie die Klimakonferenz: Was bringen alle Beschlüsse, wenn die Hauptverursacher am Ende nicht unterschreiben. Sogar die Deutschen haben ja nur einen Plan vorgelegt, der erst 2015 eine totale Ächtung vorsieht.
Wenn wir so dagegen sind warum nicht sofort. Die Frage lässt sich wohl leicht beantworten.

"In Deutschland produzieren nach Angaben von Landmine.de und Handicap International die Firmen EADS, Rheinmetall und die Diehl-Gruppe Minen und Streumunition. Zur Diehl-Gruppe gehört die RTG-Euromunition und die Firma Junghans, die neben Uhren auch Minenzünder herstellt."

Die müssen ja erst einen Ersatz für diese Streumunition finden, ihre Produktion auf "erlaubte" Waffenarten umstellen und ihre Restbestände verkaufen.
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18.02.2008 15:43 Uhr von smile2
 
+3 | -1
 
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Konferenz: War doch zu erwarten, dass bestimmte Länder gegen ein Verbot ist. Das sind überwiegend Staaten, die es billigend in Kauf nehmen, dass unschuldige Personen zu Schaden kommen können.

Frei nach dem Motto lieber ein paar Menschen zu viel töten, als einen zu verpassen.
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18.02.2008 15:47 Uhr von El Indifferente
 
+2 | -2
 
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Nachtrag: zudem sind die Deutschen Verhandlungsbevollmächtigten auch dafür bestimmte Arten von Streumunition gar nicht zu verbieten.

@Cloverfiled
"Ich finde die Haltung unseres Landes gut, wir scheinen konstruktiv damit umzugehen...dass man es Menschenrechtsorganisationen nicht recht machen kann ist ja bekannt ;)"

Findest du das nicht selber etwas zynisch?
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18.02.2008 15:57 Uhr von Sant_Gero
 
+1 | -0
 
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@Cloverfield: Leider sitzen eben nicht die grossen Macher mit am Tisch sondern sehen es sich nur an.

MfG
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18.02.2008 17:06 Uhr von TheDent
 
+1 | -0
 
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immernoch: besser ein Kompromiß der durchgesetzt wird, als ein perfekter Vertrag der keine Chance hat.
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18.02.2008 17:14 Uhr von landlord
 
+1 | -0
 
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ca. 60% derer die solche Waffen besitzen: nehmen teil und wahrscheinlich haben die dann max. 10% der Waffen. Bleibt nur zu hoffen das wenigstens die 120 teilnehmenden Länder eine Lösung finden.
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18.02.2008 17:49 Uhr von Weltenwandler
 
+2 | -0
 
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wann lernt man endlich: das niemals ein weltweites Verbot von irgendwas umgesetzt werden kann. Besonders Waffen und dergleichen.
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18.02.2008 18:16 Uhr von exekutive
 
+4 | -4
 
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die verantwortlichen: für die "deutsche" seite, welche versuchen diese dringend benötigte ächtung zu verwässern sollten wegen menschenrechtsverletzungen angeklagt und verknackt werden.. dazu sofort einen untersuchungsausschuss in wie fern die jenigen welche diesen plan aufgestellt haben, mit rüstungsunternehmen in verbindung stehen..

und wenn dort lobbyarbeit getätigt wurde, müssen betroffene unternehmen ohne ausnahme vollständig zerschlagen und die verantwortlichen wegen volkshochverrat angeklagt werden

es ist eine riesensauerrei sondersgleichen, das wir eine kanzlerin haben, welche andauernt von menschenrechten phaselt hinterrücks aber genau jene mit abscheulichster grausamkeit getreten werden..


der deutsche staat wurde bereits weit genug unterwandert.. wenn nicht allmählich hart durchgegriffen wird, wird es keine chance mehr auf besserung geben
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18.02.2008 19:59 Uhr von CyG_Warrior
 
+1 | -1
 
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Nette Formulierung "Wir wollen diejenige Streumunition verbieten, die inakzeptable Schäden in der Zivilbevölkerung anrichtet."

Aha. Und was sind "Akteptable Schäden" bei Zivilisten?
Echte Menschenfreunde haben sich versammelt...weia!

BtW: Auch unsere Tornado-Kampfflugzeuge könnten solche Munition einsetzten. Bombentyp: BL 755, gehört zur "Standardbewaffnung" eines Tornados.
Also braucht sich niemand über die etwas "weiche" Haltung unserer Politiker zu wundern....
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18.02.2008 20:06 Uhr von Totoline
 
+3 | -1
 
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"Deutschland mit umstrittener Haltung": Ist ja auch klar. Bei unseren Exportschlagern wie Minen, Mehrfachsprengköpfe, Raketentriebwerke MÜSSEN wir ja etwas dezenter sein um nicht das Gute Geld zu verlieren. Scheiss auf Menschenrechte oder Ächtung einiger Waffen. Solange wir nur produzieren und exportieren können ist doch alles im Lot....
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18.02.2008 21:56 Uhr von ElChefo
 
+1 | -1
 
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Wobei ich jetzt echt nicht verstehe, wo da die Unterschiede zwischen Streu- und "normalen" "Eisen-"Bomben liegen soll. Egal ob das eine oder das andere in ein Wohngebiet fällt, es kommt aufs selbe raus. Wichtig ist es, wie auch in den Abkommen vorgesehen, siehe auch das Ottawa-Abkommen zu Landminen und Sprengfallen, das die Rate der Blindgänger gesenkt wird, und zwar auf ein technisch bedingtes Minimum, optimalerweise 0%. Es sind die Rückstände, die die grossen Probleme bereiten, wenn etwa nach den Kampfhandlungen Zivilisten in das ehemalige Kampfgebiet zurückkehren und etwa Kinder mit vermeintlich "lustigem Zeug" spielen, das dann explodiert. Das kann eine Bombe sein genauso wie an Artillerie-Bomblet.
Die deutsche Industrie hält sich nebenbei als einzige an die strenge Vorgabe, eines Blindgängerrate von unter 5% nach Einschlag zu haben. Und das ist noch nicht abzüglich der Preset-Selfelimination der Einzelfragmente.
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18.02.2008 22:49 Uhr von Chriz82
 
+3 | -1
 
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sowieso pervers: ich finde es sowieso pervers genug, dass man in konferenzen und gesetzen schon festlegen muss, WIE man menschenwürdig töten darf, und wie nicht. wie wärs einfach mit gar nicht töten?
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19.02.2008 11:42 Uhr von PruegelJoschka
 
+1 | -0
 
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@Chriz82: Wie wärs mit Weihnachtsmann und Osterhasen?

Willkommen in der Realität. Du hast eine dicke Haut, damit Du die Arschtritte des Lebens ertragen kannst. Und das man bei solchen Konferenzen versucht, die Barbarei zu begrenzen ist alle mal besser, als über unreale, philosophische Ideen a la Kommunismus zu plaudern, während paar Kilometer weiter zerfetzt Kinderschenkel amputiert werden ...

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