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Polizei verhaftet drei weitere Bankerpresser der Liechtensteinischen Landesbank

Drei Männer, die angeblich versucht hatten, eine Bank in Liechtenstein zu erpressen, sind nun in Rostock gefasst worden. Die Männer hätten zusammen mit einem vierten, bereits verhafteten Komplizen neun Millionen Euro gefordert, da sie im Besitz von mehr als 2.000 Unterlagen über Bankkonten gewesen sein sollen.

Die Unterlagen waren zuvor der LLB verloren gegangen. Ein Zusammenhang zu der momentan in Bochum verfolgten Steuerhinterzieher bestehe laut Staatsanwaltschaft nicht. Bochum ermittelt zurzeit wegen der Steuerhinterziehung hunderter Deutscher in Zusammenhang mit der LGT-Bank in Liechtenstein.

Die vier Erpresser sollen zuerst einzelne Kunden der Bank erpresst haben. Diese zahlten jedoch nicht und schalteten die Bank ein, die im August 2005 4,7 Millionen Euro an die Erpresser im Austausch einiger Kontobelege zahlte. 2006 wurden nochmals vier Million Euro gezahlt.


WebReporter: borgir
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Polizei, Banker, Liechtenstein, Landesbank
Quelle: www.kurier.at

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.02.2008 13:15 Uhr von borgir
 
+0 | -0
 
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Mehr Informationen gibt es bei der Quelle. Das war leider nicht alles unter zu bringen. Interessant, was im Zuge der Ermittlungen in Bochum noch so alles zu Tage kommt. Man darf weiterhin gespannt sein.
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18.02.2008 15:28 Uhr von speculator
 
+1 | -3
 
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Erpressung Erpressung muss natürlich verfolgt werden!

Aber wenn jemand Informationen stiehlt, die zur Aufdeckung schwerwiegenderer Straftaten führen, dann darf das doch gern sein, schließlich isses nicht nur ein Hollywood-Klischee, das Beamte Informanten bezahlen, egal wie die an die Infos gekommen sind. Und für solche Fälle gibts doch extra die Kronzeugenregellung: Schutz und Straffreiheit für Zeugen=Informanten. Zumal alle andern Bankangestellten, die keine Informationen stehlen und der Staatsanwaltschaft verkaufen, ja weiterhin Komplizen und Helfershelfer bei der Steuerhinterziehung sind!
Und ähnlich ist doch auch, wenn ein Mitarbeiter Vertrauensbruch begeht und rechtswidrig Betriebsgeheimnisse verrät, die dann z.B. zur Aufdeckung eines Gammelfleisch-Skandals führen.
Oder wie wärs denn, wenn ein Einbrecher außer Geld auch ein paar Kinderpornos aus dem Tresor mitgehen lässt und dann samt Beute von der Polizei geschnappt wird. - Klar dass die Polizei das verwertet und ein Verfahren einleitet, auch wenns gestohlenes Material war...
Mir ist nur wichtig, dass der Staat und seine Organe nicht selbst rechtswidrig handeln dürfen...
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18.02.2008 15:30 Uhr von lawrenson
 
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Unser Staat und sein BND: dürfen sich nicht verdächtig machen, ähnlich zu agieren, wie einst die StSi in der DDR.

Ich finde, mit Erpressern zusammen zu arbeiten und sich der Hehlerei schuldig zu machen ist nicht das besondere Anliegen von Demokratien.
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18.02.2008 16:05 Uhr von El Indifferente
 
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Moralisch? Unmoralisch? Als zum einen hat dieser Fall mit dem "Zumwinkel-Fall" anscheinend nichts gemeinsam.
Zum anderen ist es gängige Methode Informanten zu bezahlen. Zudem werden die Dokumente, so der betreffende Informant sie illegal beschafft hat vor Gericht sowieso keine Verwendung finden. Brauchen sie auch nicht, den dadurch wusste die Polizei ja, wonnach sie bei der Hausdursuchung ausschau halten muss.
OK. 5 Millionen sind schon heftig viele Euronen. Allerdings ist der Typ ja nicht mehr seines Lebens sicher und muss sich eine komplett neue Existenz aufbauen. Das trifft wohl auf die wenigsten Informanten zu.

Hier geht es aber nicht um Informanten sondern um 4 "gewöhnliche" Erpresser. Interessant find ich, dass die Bank erstmal 8,7 Millionen gezahlt hat um die meisten der Unterlagen wieder zu bekommen. Verhält sich so jemand, der nichts zu verbergen hat? Wenn meine Unterlagen korrekt geführt sind gehe ich zur Polizei und erstatte zwei Anzeigen. Eine gegen Unbekannt wegen Erpressung und eine gegen Unbekannt wegen Diebstahls von Bankinterna.
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18.02.2008 20:40 Uhr von oidl
 
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Andere Gesetzeslage: Meine sehr verehrten Damen und Herren.
Ja warum wollen den diese Bergbauen von Liechtensteiner nicht ihre verdammten Daten rausgeben? Weil sie sture Bauern sind, weil sie keinen Bock haben oder vielleicht, weil sie Deutschland hassen?
Nein, alles falsch. Dreimal dürft ihr raten womit die Banken in Liechtenstein ihr Geld machn. Richtig. Mit Deutschen, die ihr Geld am Fiskus vorbei dorthin tragen und verwalten lassen. Ja was würde denn jetzt passiern, wenn der Ex-Angestellte Uri die Informationen an das deutsche Finanzamt weitergeben würde? Ja, sie hätten einen enormen Kunderverlust, aber das ist nicht das Problem. Es würde extrem viel Kapital flöten gehen und zwar mehr als 4,7 Millionen. Also denken sich die Vorstände von der LLG, dass sie den Uri lieber auszahlen als das Geld ihrer deutschen Kunden zu verlieren.
Es lebe das Bankgeheimnis der Liechtensteiner, der Schweizer und auch der Österreicher (obwohl diese sich diesem nicht bewusst sind)
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18.02.2008 21:31 Uhr von jaujaujau
 
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Genau: genau so ises,und es wird hoffenlich noch 100 jahre so bleiben das bankgeheimnis.ich habe zwar keine kohle da,aber das kann ja noch kommen.schön wärs
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19.02.2008 17:49 Uhr von Deniz1008
 
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das geschäft mit bankdaten boomt ja förmlich so was auch .... :)

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