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USA: Online-Waffenhändler belieferte zwei Amokläufer

Steven Kazmierczak, der am 14. Februar an der "North Illinois University" fünf Kommilitonen erschoss und Seung-Hui Cho, der im April 2007 32 Mitstudenten an der "Virginia Tech" Universität auf die gleiche Weise tötete, haben noch eine Gemeinsamkeit: ihren Waffenhändler.

Dei Firma TGSCOM Inc. betreibt mehrere Webseiten über die Feuerwaffen vertrieben werden. Cho hatte dort letztes Jahr eine Pistole bestellt. Kazmierczak orderte zwei leere Magazine und ein Holster für eine 9mm Glock. Ob Kazmierczak das Zubehör bei seiner Tat benutzte ist nicht bekannt.

Eric Thompson, der Eigentümer der Firma, hatte die Behörden informiert als er seine Verbindung zu dem neuesten Amoklauf erkannte. Er zeigt sich schockiert über den Zufall und nannte seine Verbindung zu beiden Taten "entnervend". "Ich fühle mich, als hätte mich ein Lastwagen überfahren", so Thompson.


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WebReporter: TheDent
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: USA, Online, Waffe
Quelle: www.huffingtonpost.com

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.02.2008 20:39 Uhr von TheDent
 
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Naja es gibt minimum 250 Mio Waffen in den USA und entsprechend viele Waffenhändler. Das zwei Amokläufer dieselbe Bezugsquelle haben ist schon ein Zufall, es sei denn Nummer 2 ist erst durch die Bericherstattung über Nummer 1 auf die Website aufmerksam geworden.
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17.02.2008 21:20 Uhr von poseidon17
 
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Nicht ein Problem des Online-Händlers: als vielmehr ein Problem der Amerikaner allgemein. Wann werden die verstehen, daß das Grundrecht, eine Waffe zu tragen (und vor allem zu benützen), zu Katastrophen nicht nur Amokläufe betreffend führt, Irrsinn ist.
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17.02.2008 21:29 Uhr von HtotheU
 
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Beindruckend: finde ich, dass er die Behörden informiert hat. Ich hätte eher gedacht, dass er den Vorfall unter den Teppich kehrt.
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17.02.2008 23:32 Uhr von syn0nym
 
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Wann lernen die Amerikaner endlich, dass Waffen keine Sicherheit schaffen, sondern das Gegenteil bewirken?
In jedem zweitem, amerikanischen Haushalt ist eine Waffe vorhanden, kann man sich dort nur sicher fühlen wenn man auch eine kauft?
Meine Meinung nach lebt der Großteil der Amerikaner kulturell noch im Mittelalter...
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17.02.2008 23:50 Uhr von Howard2k
 
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In Deutschland würden unsere Politiker jetzt wie eine Horde hungriger Hyänen über den Waffenhändler herfallen um zu zeigen wie unglaublich aktiv sie sich um den Schutz der Bevölkerung bemühen.

In Amerika ist man schon so weise zu erkennen, dass in einem Land in dem zwischen 250 und 500 Millionen Waffen im privaten Umlauf sind sicher nicht der Verkäufer dafür belangt werden kann wenn jemand mit den Waffen Unsinn macht.

Ob Zufall oder nicht, warum sollte man den Waffenhändler verurteilen? Wenn jemand ein Messer bei Karstadt kauft und damit jemanden umbringt und ein zweiter tut es ihm ein paar Tage später gleich, wollen wir Karstadt dann eine Millionenklage anhängen?

justmy2cents
Howard
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18.02.2008 08:01 Uhr von heinolds
 
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Filmtip zum Thema: John Grisham "Das Urteil"
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18.02.2008 10:18 Uhr von cheetah181
 
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@Howard2k: "In Amerika ist man schon so weise zu erkennen, dass in einem Land in dem zwischen 250 und 500 Millionen Waffen im privaten Umlauf sind sicher nicht der Verkäufer dafür belangt werden kann wenn jemand mit den Waffen Unsinn macht."

Oder aber die Suche nach einem Sündenbock wird durch die starke Waffenlobby gestört.
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18.02.2008 11:53 Uhr von Tleining
 
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@ Howard2k: woher willst du das wissen? Die einzige Vergleichsmöglichkeit ist die Reaktion nach einem Amoklauf, und die ist recht ähnlich. Computerspiele, bestimmte Musikrichtungen und Filme sind verantwortlich. Alles andere nicht. In den USA waren einige wenige die das Waffengesetz verantwortlich gemacht haben, und der verantwortungslose Verkauf von Waffen angeprangert worden ist, das wurde von der Lobby aber schnell unterbunden.

"Wenn jemand ein Messer bei Karstadt kauft und damit jemanden umbringt und ein zweiter tut es ihm ein paar Tage später gleich, wollen wir Karstadt dann eine Millionenklage anhängen?"
Und wenn jemand heißen Kaffee kauft und sich daran verbrüht, sollte er dann dem Laden in dem er den gekauft hat eine Millionenklage anhängen?
ups, schon passiert
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18.02.2008 22:31 Uhr von bopper
 
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@synonym: "..endlich, dass Waffen keine Sicherheit schaffen, sondern das Gegenteil bewirken?"

Bullshit. Warum gab es in den USA oder der Schweiz, wo die Bürger bis an die Zähne bewaffnet sind, keine totaliltären Systeme und Missbrauch des so oft beschworenen staatlichen Gewaltmonopols wie im faschistischen Deutschland oder Italien, im stalinistischen Russland, in der DDR, heute in Nordkorea oder China, wo privater Waffenbesitz teilw. mit der Todesstrafe geahndet wird/wurde?

Deutschland:
Es gibt m. W. keine offizielle Zahlen, aber die 2 - 3 % der legalen Waffen, die für Verbrechen missbraucht werden (die restlichen 97 - 98 Prozent sind eh illegal), sind ca. zur Hälfte auf Behördenwaffen zurückzuführen. Und auf einen Polizisten kommen vielleicht 7 oder 8 Jäger/Sportschützen. Statistisch gesehen wäre es also besser für die "Innere Sicherheit", die Polizei zu entwaffnen, statt die Bürger.

In den USA ist es ähnlich, auch hier machen illegal erworbene/bessesene Waffen den Großteil der Schusswaffenkriminalität aus. Der durchgedrehte Familienvater, der wahllos herumballert, ist die Ausnahme, auch wenn die Medien hierzulande das gerne als die Regel darstellen und entsprechend aufbauschen.

Waffen werden immer in unseren modernen Gesellschaften vorhanden sein. Verbote lassen sie nicht verschwinden, sondern begünstigen die Verbrecher, die sich nicht an Gesetze halten.
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18.02.2008 22:37 Uhr von bopper
 
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@howard2k: "In Deutschland würden unsere Politiker jetzt wie eine Horde hungriger Hyänen über den Waffenhändler herfallen um zu zeigen wie unglaublich aktiv sie sich um den Schutz der Bevölkerung bemühen."

Würden? In Deutschland WIRD gerade von Politikern an einem neuen Waffengesetz herumgemurkst, welches Waffenhändlern noch mehr bürokratische Schikanen aufhalst, als sie ohnehin schon haben. Noch mehr Verbote und Gängeleien für den ohnehin besonders rechtstreuen Schützen und Jäger, für die es außer Ideologie und Paranoia keine Rechtfertigung gibt, wie sie z. B. gestiegener Missbrauch legal besessener Schusswaffen wäre.

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