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GB: Projekt - Sexualstraftätern droht die totale Transparenz

In der "News of the World" stellte die britische Innenministerin Jacqui Smith ihr Sexualstraftäter-Projekt vor. Kinder sollen dadurch besser vor Sexualstraftätern geschützt werden. Durchgeführt wird es in vier Polizeibezirken noch in diesem Jahr.

Durch das Projekt können alleinerziehende Mütter Informationen über einen neuen Partner einholen. Personen, die mit der Betreuung der Kinder beauftragt sind, können auch überprüft werden, ob es entsprechende Verurteilungen gibt.

Die Debatte für mehr Schutz vor Sexualstraftätern wurde durch den Fall der achtjährigen Sarah Payne ausgelöst. Sie wurde im Jahr 2000 missbraucht und getötet. Der Täter war ein verurteilter Sexualverbrecher.


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WebReporter: PortaWestfalica
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Großbritannien, Projekt, Sexualstraftäter, Transparenz
Quelle: www.spiegel.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.02.2008 15:39 Uhr von Carry-
 
+11 | -3
 
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hmm: lasst diesen abschaum einfach nicht mehr aus dem knast! das wäre der beste schutz.
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17.02.2008 15:39 Uhr von ika
 
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und im endeffekt: Gib mir 10€, oder ich zeig dich an und versau dir mit der Datenbank dein Leben.

Cindy, 14 jahre, sauer auf ihren Dad. :)
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17.02.2008 16:09 Uhr von Totoline
 
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Schon lobenswert: aber wann kommt die totale Transparenz bei Politikerm die Schwarzgeldkonten haben und Steuern sinnlos verschwenden? Würde mich jedenfalls eher interessieren als das.
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17.02.2008 16:10 Uhr von Irminsul
 
+2 | -0
 
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ika auch nur wenns zu einer verurteilung kommt...

und mal ehrlich was soll gegen triebtäter helfen?
ob 10 oder 20 jahre knast interessiert den in dem moment wohl reichlich wenig.

Also entweder für immer knast oder man hat die möglichkeit in erfahrung zu bringen wer da mit meinem kind zeit verbringt...
ersteres wäre mir aber lieber sicher ist sicher..
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17.02.2008 16:25 Uhr von ika
 
+2 | -3
 
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Irminsul: was erwartest du? Das die Erde ein Ort ohne Verbrecher, ohne Morde, ohne sexuelle Übergriffe usw. wird?

Das ist ein unerreichbarer Zustand. Und Leute die für ihre Strafe gesessen haben verdienen die Freiheit.
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17.02.2008 16:30 Uhr von Aurinko
 
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@ika: Jeder hat sein Leben selbst in der Hand. Man kann selbst entscheiden ob man ein "anständiger" Bürger ist oder in der Gegend rumläuft und Frauen vergewaltigt oder Kinder mißbraucht. Und meiner Meinung nach, haben diese Menschen ihr Recht auf Freiheit verwirkt!
Lebenslang hinter Gitter muss nicht sein, aber dieser Art der Transparenz wie sie in GB geplant ist, stimme ich durchaus zu!
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17.02.2008 16:43 Uhr von FranknFurther
 
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@ika und @auriko: natürlich sollten sie bis zu einer gewissen grenze frei sein aber solche leute haben meisten irgendeine psychische störung sowas lässt sich meistens nicht heilen,nie,da hilft gefängnis seeehr wenig.mir wären einrichtungen wie es für jugendliche schon gibt viel lieber.ich mein in einem gewissen maße können sie ja auch nichts dafür aber manchmal ist die störung so schwerwiegend dass sie sich nicht zurückhalten können--->kein kontak mit kindern
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17.02.2008 17:06 Uhr von casus
 
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Vermeindlichen Sicherheitsgewinn - Variationen Mal sehen welche Möglichkeiten vorkommen werden:

1. "Er war doch so nett, nie hätte ich gedacht das er in dieser Datenbank steht."

2. "Schatz, es war doch nur ein Fahrrad! [http://www.shortnews.de/...]"

3. "Du steht in der Datenbank für Sexualstaftäter! - Das war ein Irrtum! - Okay, ich liebe Dich und glaube Dir..."

4. "Darf ich mit deinen drei jüngsten Töchtern in den Urlaub fahren? - Also ich weiss nicht ...? - Hey, Du kannst in der Datenbank nachschauen! Siehst Du kein Eintrag über mich, man hat mich noch nicht.. .äh, das zeigt Doch das Du mir vertrauen kannst. - Stimmt, Du hast mich überzeugt. Eigentlich war ich mir nicht sicher, da wir uns ja erst 4 Wochen lang kennen, aber diese Datenbank gibt mir Sicherheit das meine kleinen bei Dir sicher sind..."

5. "Wieso darf ich nicht bei Ihnen arbeiten? - Sie dürfen eben nicht ... - Aber wieso denn, meine Zeugnisse sind doch die besten und ich arbeite gerne mit Kindern und habe diverse Ausszeichungen erhalten... - Nein, bei uns geht das eben nicht.. - .... SPÄTER dann ein Kumpel : Hey, Peter, da steht jemand in dieser Sexdatenbank, der heist genauso wie Du, ist das nicht lustig? ...."

6. "*klopf*klopf* Dürfen wir mal Ihren Partner sprechen? Guten Tag Frau Y oder Herr X, ihnen wird hiermit der Umgang mit Ihren Kindern untersagt. - Warum?! - Die Auswertung der Sexdatenbank hat ergeben, das Sie zu einem potentiellen Täterkreis gehören und das Kindeswohl mit einer 51,5%-tigen Wahrscheinlichkeit durch Sie gefährdet ist. - Aber ich liebe meine Kinder!! - Sie sind 24 Jahre alt, haben ein Einkommen von 1000 Pfund und sind 7 Jahre verheiratet und haben ein Playgirl/Playboy Abo. - Aber!! - Nichts aber, Sie werden verstehen, der Schutz der Kinder geht vor..."

7. "Brief: Sie sind vor 25 Jahren wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Ihr Einwand, das Sie sie im Wald nur mal pinkeln wollte, ist als Entschuldigung nicht ankzeptiert worden. Zumal ein Kinderspielplatz auf der anderen Seite im Wald, in Luftlinie 2 km lag. - Weiss das Ihr Partner eigentlich schon? Wenn Sie uns auf unser Konto einen Betrag in Höhe von XXXX Pfund überweisen, dann werden wir keinen Tipp über Ihren Datenbankeintrag an Ihren Partner schicken und Ihre 5 Köpfige Familie wird weiter bestehen."

8. "Nein Kind, die Nachbarskinder sind nichts für Dich! Deren Vater steht in so einer Datenbank. Mit denen Spielst Du nicht! Warum denn Mama? Das ist eben so, wehe ich bekomme mit, wenn Du da hingehst!..."

usw. usw.

Schöne neue Welt - alles viel Sicherer - Aber die eigenene Kinder einfach nur im Auge behalten, ihnen bestimmte Verhaltensregeln an die Hand geben und immer ein offenes Ohr haben ... wozu? Es gibt ja eine Datenbank.

Wie lang es wohl dauert, bis ein falscher Datenbankeintrag aus selbiger und allen Sicherheitsbackups verschwunden ist und nicht zufällig irgendwann wieder eingespielt wird?
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17.02.2008 18:02 Uhr von ika
 
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Franknfurter richtig, aber das hat ja was mit der länge der Strafe zu tun und nicht mit notwendiger Überwachung von alles und jedem.
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17.02.2008 19:06 Uhr von Freak3
 
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@ Casus: Ich stimme dir absolut zu. Tatsächlich erreicht man damit gar nichts. Im Gegenteil: der Bürger wird weiter entmündigt indem er sich in falscher Sicherheit wiegt. Die Welt war schon immer ein Ort voller Gefahren und sie wird es auch immer sein. Das gehört zum Leben dazu. Ein offener Umgang mit solchen Themen ist der wirksamste Schutz.
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17.02.2008 21:38 Uhr von Schiebedach
 
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Ein gegensätzlicher Aspekt: ist offenbar nicht bedacht worden:
Inwiefern sollen nur alleinerziehende Mütter Auskunft erhalten; schließlich berühert das Problem alle Eltern.
Dennoch bleibe ich kritisch: auf diese Art und Weise würden alle alleinerziehenden Mütter mit Sicherheit über alle Männer Auskunft -entweder positiv oder negativ- erhalten können: Und das stimmt bedenklich!
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17.02.2008 23:09 Uhr von casus
 
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Mütter / Eltern => Väter also auch. @Schiebedach - Im Originalartikel steht:

>>Eltern können sich...<<
>>Britische Eltern können sich...<<
>>Alleinstehende Mütter sollen[...]. Weiterhin dürften Eltern...<<

In den Shortnews ist nicht Platz für den gesamten Artikel. Uhrheberrechtlich ist dies auch garnicht erlaubt und im WWW eigentlich auch durch die Verlinkung überflüssig. PortaWestfalica hat nur kurz einen Teaser mit Hauptpunkten geschrieben. Wer allein aus diesem Text alle Schlussfolgerungen ableiten, kommt schnell zu Fehlschlüssen.

Kleines Detail am Rande: Zitat: "Die Geschwister spielten Verstecken, im Getümmel verschwand Sarah."

Das liest sich nicht so, als sei dieser Mann durch eine Datenbankabfrage, wie im Artikel angesprochen, von der Vergewaltigung abzuhalten gewesen. Er war ja wohl nicht als Betreuer eingestellt.

Wohl aber hätte eine bessere Beaufsichtigung durch die Grosseltern und Eltern im "Getümmel" und eine klare Ansage "Kind, Du lässt uns nicht aus den Augen!" und Verhaltensvorgaben wenn ein fremder Mann sie zum Mitgehen auffordert (zB. lautes Schreien) hier wohl das Risiko gesenkt - den Vorfall aber sicher nicht unmöglich gemacht, wie Freak3 ganz richtig ansprach.

Die Anweisung einer Bekannten an Ihre 9 jährige Tochter, mit der Bestätigung, das dies völlig in Ordnung sei, auch wenn es sich im nachinein als Irrtum herausstellen sollte oder andere Erwachsende dumme Bemerkungen machen. Diese Ansage hatte dann funktioniert und der kleinen eine Vergewaltigung erspart.

Würde sich dann noch die Frage stellen, wie die anderen Menschen auf ein schreiendes Mädchen reagieren, das offensichtlich Angst hat und sich gegen einen Erwachsenen Mann zur wehr setzt. Bei der Tochter meiner Bekannten, hatte es gereicht, das der Täter nun nicht mehr ohne grosses Aufsehen zur erregen sein Vorhaben fortsetzen konnte.

Also hätte das in diesem Fall auch dann funktionieren können, wenn die Menschen die gängige "Es geht uns nichts an Haltung" an den Tag gelegt hätten.


Wie isolde63nbg übrigens schrieb, ist die Sache mit der Selbstjustiz durchaus eine ganz klare Gefahr.

In dem Originalartikel wurde auch noch auf eine Zeitung verwiesen, die Dutzende Namen von Sexverbrechern inklusive Fotos und Adressen veröffentlicht hätte.

Zitat aus dem Artikel: "Wochenlang zogen danach wütende Massen zu echten oder vermeintlichen Kinderschändern, es kam zu Übergriffen auf Unschuldige, mehrere Beschuldigte brachten sich um." ...

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