16.02.08 18:41 Uhr
 1.256
 

Erzbischof Robert Zollitsch: "Ohne Religionsfreiheit darf Türkei nicht in EU"

Wie jetzt der neue Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Zollitsch, sagte, wird sich die katholische Kirche in Deutschland verstärkt für den Bau von Kirchen und mehr Religionsfreiheit in der Türkei einsetzen. Bei den Beitrittsverhandlungen zur EU sollte dies mit eingebunden werden.

Erzbischof Zollitsch: "Wenn die Türkei Mitglied der EU werden will, dann muss sie Religionsfreiheit in vollem Umfang garantieren […] aber ohne volle Religionsfreiheit halte ich es für unmöglich, dass die Türkei zur EU gehört."

Bisher sind besondere Deutschkenntnisse nicht gefordert worden. Dies müsste aber im Zuge der Zuwanderung der jüngeren Generation geklärt werden, so der ehemalige Vorsitzende der Konferenz, Kardinal Karl Lehmann.


WebReporter: jsbach
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: EU, Türkei, Türke, Religion, Erzbischof, Robert Zollitsch
Quelle: www.oecumene.radiovaticana.org

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
16.02.2008 18:32 Uhr von jsbach
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Eine klare und deutliche Aussage an die Verantwortlichen in Ankara. Dies wahrscheinlich als Antwort auf die jüngst gemachten Äußerungen vom türkischen Staatspräsidenten Erdogan.
Kommentar ansehen
16.02.2008 18:46 Uhr von Bochum1907
 
+21 | -6
 
ANZEIGEN
Ich frage mich die ganze Zeit, wie Bulgarien und Rumänien es in die EU geschafft haben.
Kommentar ansehen
16.02.2008 19:01 Uhr von high-da
 
+16 | -16
 
ANZEIGEN
mehr kirchen??? wieviel kirchen wollen die denn noch???
im inet habe ich gelesene das es allein in istanbul über 100 gibt.in relation dazu wieviele christen in istanbul leben ist das ne menge
Kommentar ansehen
16.02.2008 19:18 Uhr von terrordave
 
+11 | -4
 
ANZEIGEN
für wen den kirchen: die zahl der christen in der türkei is doch eh sowas von klein^^
aber mit der religionsfreiheit hat er recht - die existiert dort eigentlich nur auf dem papier
Kommentar ansehen
16.02.2008 20:10 Uhr von ferry73
 
+10 | -7
 
ANZEIGEN
ihr habt die eu verdient: wir danken dem christen guru........
die türkei soll nicht in die eu, diese eu gehört deutschland , den nachbarländern und bulgaren etc.
das türkische volk kennt die zustände der eu, und die in der eu lebenden türken kennen es leider auch zu gut.

erspart der türkei die eu.
die türken sollten lieber ihre geschäfte frei mit den russen chinesen und den indern machen sollen....alles länder mit riesen aufschwung in 2stelligen zahlenbereichen und bevölkerungsmässig weit überlegen auch ticken die köpfe gleich.........erspart den türken bitte die türkei.........denn nur die türkische regierung will sich die seckel vollstopfen jedoch das volk verabscheut die organisation eu.
eu für euch, denn ihr habt es nicht anders verdient von krise zu krise zu springen.
Kommentar ansehen
16.02.2008 21:45 Uhr von uhlenkoeper
 
+9 | -4
 
ANZEIGEN
@high-da: allein in Istanbul 100 Kirchen ? Woher hast Du denn die Zahl ? Lieferst Du mal eine Quelle ?
Mich hat diese Zahl nämlich stutzig gemacht, so dass ich mal recherchiert habe. Aber ich komme auf 14 Kirchen in Istanbul (das noch vergleichsweise pro-westlich eingestellt und ziemlich liberal ist und daher wohl kaum auf den Rest des Landes hochzurechnen). http://home.arcor.de/...

Dass es durchaus ehemals kirchliche Bauten gibt , stelle ich ja gar nicht in Abrede. Immerhin war 1914 die Hälfte der Bevölkerung Istanbuls christlichen Glaubens (heute grade noch knapp 1%, http://www.sonntagsblatt-bayern.de/... ).
Aber die meisten werden heute doch anderweitig genutzt(siehe die Hagia Sophia).


>>Alle vor 1923 in der Türkei vertretenen Kirchen, wie auch die jüdische Gemeinschaft, besaßen dort Liegenschaften, die als Eigentum der Kirchen bzw. der jüdischen Gemeinschaft betrachtet wurden. Das Rechtsinstitut der Gemeindestiftung (az??nl?k vak?f) ist eine Erfindung der Republikzeit. Ähnlich wie die muslimischen frommen Stiftungen (vak?f) stehen die Gemeindestiftungen, die zwar Rechtspersönlichkeit, gleichwohl aber nur stark eingeschränkte Verfügungsgewalt über die im eigenen Eigentum befindlichen Liegenschaften haben, unter der Kontrolle der staatlichen Stiftungs-Generaldirektion (Vak?flar Genel Müdürlü?ü). Den ursprünglichen Eigentümern - den Kirchen und der jüdischen Gemeinschaft – ist durch die Einführung des Rechtsinstituts der Gemeindestiftung das Eigentum an den fraglichen Liegenschaften entzogen worden.<< (aus: http://www.theo.uni-trier.de/... )
Kommentar ansehen
16.02.2008 21:47 Uhr von uhlenkoeper
 
+5 | -5
 
ANZEIGEN
@luckydevil08: >>Aber immer wenn sie eine Moschee bauen wollen, die Öfentlich ist und nicht versteckt ist, kommt der gemeine deutsche und protestiert dagegen.

Nennt man sowas Religionsfreiheit in Deutschland?<<


Nein, das nennt man Meinungsfreiheit und Demonstrationsrecht.

Wenn es keines Religionsfreiheit gäbe, dann dürfte nicht einmal ein Bauantrag für eine Moschee gestellt werden, geschweige denn, dass sie gebaut würde.

Das ist schon ein Unterschied, oder ?
Kommentar ansehen
16.02.2008 21:56 Uhr von high-da
 
+6 | -4
 
ANZEIGEN
hier der link: http://www.kath.de/...

ich habe mal den part kopiert wo es steht,ist weiter unten wenn du suchen willst.

Bei Frage nach den Kirchenbauten muss man berücksichtigen: Wenn fünftausend Griechen vierzig Kirchen haben, braucht man keine Kirchen bauen. Ähnlich ist das auch bei den Katholiken. Der Erzbischof von Izmir hat keine zweitausend Katholiken, aber allein im Stadtgebiet von Izmir stehen sieben Pfarrkirchen. Anders ist das bei Kirchenrenovierungen. Wenn diese nicht erlaubt werden, muss man protestieren, denn diese Schikanen sind ein Rückfall ins 8. Jahrhundert. Damals hat der Kalif Kirchenrenovierungen verboten, was aber im 19.Jahrhundert nicht beachtet wurde. Die heute fast 150 Kirchen Istanbuls sind zum größten Teil im 19.Jahrhundert neu gebaut oder renoviert worden. Es gibt nur eine einzige griechische Kirche aus byzantinischer Zeit. Was aber heute erforderlich ist, sind einzelne Kirchen in Touristengebieten. Religiöse Literatur wird gedruckt. In Istanbul sind auch Bibelgesellschaften vertreten.

bei wiki findet man das
http://de.wikipedia.org/...
aber dort wurden glaub ich nur armenische kirchen angezeigt
Kommentar ansehen
16.02.2008 22:56 Uhr von uhlenkoeper
 
+5 | -2
 
ANZEIGEN
@high-da: Danke für den Link !

Nur steht da immer noch nicht, wie diese Kirchengebäude heute genutzt werden.
Bei meiner Recherche bin ich nämlich u.a. auch darüber gestolpert, dass die einzelnen Konfessionsrichtungen ihre Gebäude nicht untereinander verkaufen oder zur Nutzung zur Verfügung stellen dürfen. Die Gebäude sind im gros im 19. Jahrhundert entstanden und dürfen heute nicht einmal renoviert werden.

Also nochmal meine Frage: wie werden die angegebenen 150 Kirchen heute genutzt. In meinem oben gepostete Link kann man z.B. nachforschen, dass eben derzeit nur 14 Kirchen auch als solche genutzt werden. Was also ist mit den übrigen Kirchengebäuden ?

Damit Du mich jetzt nicht falsch verstehst, ein anderes Beispiel:
in der ehemaligen DDR gab es auch sehr viele Kirchengebäude (viele wurden auch "weggebombt"). Nur wurden von diesen auch nur ein Bruchteil für Kirchengemeinden genutzt. Ein Großteil verfiel einfach oder wurde anders genutzt (z.B. als Veranstaltungsräume, als Museen, etc.).

Ergo: wieviele Kirchen werden wirklich von den Gemeinden noch als Kirchen genutzt ? Wieviele KÖNNEN noch genutzt werden, sofern ihre Bausubstanz das zuläßt ?
Kommentar ansehen
16.02.2008 22:57 Uhr von uhlenkoeper
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
Zusatz: Dein Wiki-Link bezieht sich auf Kirchen im Sinne von Gemeinden, nicht auf die Gebäude . ;-))
Kommentar ansehen
16.02.2008 23:19 Uhr von uhlenkoeper
 
+4 | -2
 
ANZEIGEN
Ein Hinweis : >>Dabei brauchen die Gemeinden in der Türkei dringend Kirchengebäude , Gemeindehäuser und Schulen, um ihren Glauben praktizieren zu können.
Nun wird von offizieller türki-scher Seite immer wieder darauf hingewiesen, dass es zumindest in Istanbul genügendKirchen für die Christen gäbe. Dies stimmt zwar statistisch, aber nicht faktisch.
Die meisten Kirchen in der Stadt gehören nämlich den Griechen. Diese können die Gotteshäuser längst nicht mehr alle nutzen, könnten also einige Kirchengebäude etwa an diesyrisch – orthodoxe Kirche abgeben, die keine Kirchen in der Stadt besitzt, aber etwa12.000 Gemeindemitglieder hat. Dies ist aber nach den geltenden Gesetzen nicht mög-lich, da die Kirchen ja nicht geschäftsfähig sind. Außerdem darf der Status quo nicht zu-gunsten der Kirchen geändert werden. Eine griechische Kirche darf eben nur eine grie-chische und keine syrisch – orthodoxe Kirche sein.
Besonders schwer haben es an dieser Stelle die evangelisch – türkischen Gemeinden, also die Gemeinden, die aus getauften ehemaligen Muslimen bestehen. Diese Gemeinden verfügen traditionell nichtüber Grundeigentum, dürfen auch keins erwerben, da es sie formal gesehen ja auch nicht gibt. Sie müssen also einem ihrer Mitglieder vertrauen, das auf seinen Namen mitdem Geld der anderen etwa eine Eigentumswohnung kauft. Hier können sie sich nuntreffen, allerdings unter der Devise: Besser ist es, nicht aufzufallen und denkt an etwaige Erben, die vielleicht nicht anerkennen, dass es sich bei der vom Vater gekauften Woh-nung eigentlich um Eigentum der Gemeinde handelt. Sollte die Gemeinde stattdesseneine Wohnung auf den Namen eines Mitgliedes mieten wollen, geht das zwar theoretisch, alle Hausbewohner müssen dann aber der Nutzung einer Wohnung als Gemeindetreffpunkt zustimmen, was nun wiederum meistens auch nicht klappt. << ( aus : http://209.85.129.104/... )


Übrigens fallen Gebäude, die nicht mehr durch die Kirchengemeinden genutzt werden, automatisch an den türkischen Staat .....
Kommentar ansehen
16.02.2008 23:58 Uhr von Götterspötter
 
+5 | -5
 
ANZEIGEN
Ich stimme dem Mann ja zu und ich denke das die Türkei dies auch machen wird .... werden muss ! ..... Wird dann halt wie hier in Deutschland , wo sich die ansässige Religionsführer mit den Rechsradikalen verbündet und dagegen demonstriert und "böse Stimmung" verbreitet im Volk !!!

Aber mal eine Frage ????

Der Vatikan-Staat ... ist das nicht auch ein vollwertiger EU.Mittglied.Staat ! ..... ICH kann mir beim besten Willen nicht vorstellen DAS DORT Religionsfreiheit gelebt wird - besonders nicht nachdem der Papst den Daila Lama "ausgeladen" hat !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

...... und das es dort in den nächsten 100 Jahren eine Moschee oder Synagoge gegen wird .... daran glaubt nicht mal der "liebe Gott" !!!!

und spätestens nach dieser Tatsache, wird die Aussage des Erzbischofs wieder verlogen und scheinheilig !!!!!

Amen !
Kommentar ansehen
17.02.2008 01:18 Uhr von high-da
 
+3 | -1
 
ANZEIGEN
uhlenkörper: danke für deine informationen
werde mich auch mal mit ein paar neutralen tr unterhalten wie sie die sache sehen(ich glaube ein paar kommen sogar aus istanbul)
ich habe die anzahl der kirchen von angaben einiger user und dem link.
wenn es wirklich nur 14 kirchen sind dann ist es wirklich ein wenig für etwa 100000 christen in istanbul,in gegensatz stellt sich die frage wieviel der christen auch wirklich in die kirche gehen, und ich wurde auch gerne wissen wie gross diese kirchen sind.
aber wie gesagt ich werde mal paar infos bei meinen kollegen holen
Kommentar ansehen
17.02.2008 02:50 Uhr von Der Erleuchter
 
+5 | -3
 
ANZEIGEN
Die Türkei darf so oder so: nicht in die EU. Die kulturellen Klüfte sind zu tief als dass es Sinn machen würde. Wenn kein Krieg der Kulturen daraus erwachsen soll, ist die Türkei gut beraten selbst darauf zu verzichten. Man merkt überall, dass der Widerstand wächst und das ist gut so. Noch sind wir ein überwiegend christliches Land und ich werde dafür kämpfen dass es so bleibt!
Kommentar ansehen
17.02.2008 11:34 Uhr von Nuernberger85
 
+6 | -6
 
ANZEIGEN
da behauuptet man immer: dass der islam etc mittelalter sei.

wenn ich dann aber lese, dass leute dafür kämpfen werden, dass ihr land christlich bleibt, denke ich mir immer "wer ist hier im mittelalter?"
4% moslems in deutschland, da kann ich eine solche panik bei weitem nicht verstehen.

durch einen beitritt der türkei muss deutschland nich islamisch werden...oder haben 70 millionen türken einen so riesen einfluss auf die eu?
was wäre denn dann bei einem beitritt von albanien und bosnien?was würde man da für gründe gegen einen beitritt finden wenn da mal alles ok sein sollte?
Kommentar ansehen
17.02.2008 15:44 Uhr von memo81
 
+2 | -4
 
ANZEIGEN
Prost Herr Zollitsch! Wohl zu tief ins Glas geschaut am Wochenende?? Da sagt man ja bekanntlich eher was man wirklich denkt.

Mit einer lallenden Stimme: "Wir wollen endlich wieder fi....en!! Ach ja... Türken nicht in die EU!"
:o)))
Kommentar ansehen
21.03.2010 13:15 Uhr von darkdaddy09
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Der Erzbischof sollte weniger Kinder missbrauchen: Kirche und Politik = verschiedene Welten!

Refresh |<-- <-   1-17/17   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?