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Kölner Museum entdeckt nach 54 Jahren Monet-Fälschung

Im Kölner Wallraf-Richartz-Museum hat sich ein bereits längere Zeit gehegter Verdacht bestätigt: Das Gemälde "Am Seineufer bei Port Villez", das das Museum bereits 1954 als "echten Monet" kaufte, entpuppte sich bei einer wissenschaftlichen Untersuchung als Fälschung.

Es ist die erste weltweit bekannte Fälschung eines Monets, die bereits zu Lebzeiten des Künstlers gefertigt wurde.

Das Bild will das Museum dennoch weiter ausstellen - als Anschauungsobjekt zum Erkennen von Kunstfälschungen.


WebReporter: multimediakind
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Jahr, Köln, Museum, Entdeckung, Fälschung, Claude Monet
Quelle: www.faz.net

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.02.2008 10:41 Uhr von titlover
 
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wenn es zu lebzeiten erstellt wurde: würde mich die wissenschaftliche Untersuchung mal interessieren. Wie erkennt man sowas? Am "Mal-Stil" oder Pinselführung? Was wenn der Künstler an dem Tag hackendicht war?
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15.02.2008 10:51 Uhr von pippin
 
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Dann hätte man doch Monet fragen können. Ich kenne mich jetzt nicht konkret mit dem Lebenslauf von Monet aus.

Wenn das Bild aber schon zu Monets Lebzeiten gekauft wurde, dann hätte eine einfache Nachfrage beim Künstler doch Klarheit bringen können.

Da müssen erst mehr als 50 Jahre ins Land ziehen und eine wissenschaftliche Untersuchung durchgeführt werden?

Irgendwie verwirrend.
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15.02.2008 11:58 Uhr von Cryver_Mitzae
 
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@titlover: Das hab ich mich auch gefragt, denn, soweit ich weiß, überprüfen sie meistens nur die Farbe, wie alt sie ist, aus was sie besteht und "wie" die Leinwand ist (also auch Alter und so)- und vergleichen das mit 100%igen Originalen.
Und ich meine, bei dieser Zeit- und wenn es zu Lebzeiten gefälscht wurde, dann ist die Farbe vom Alter wohl soziemlich gleich- und die Zusammenstellung auch, vorausgesetzt der Monet hat seine Farbe nich selber hergestellt.

Kann einer die Frage beantworten? Würde mich freuen^^
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15.02.2008 14:04 Uhr von multimediakind
 
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ne andere Quelle: Das Vorgehen des Fälschers:
Drei Indizien hätten „den Monet überführt“, sagte der Museumssprecher. Zum einen habe das Bild eine so genannte Unterzeichnung. Es sei auf der Leinwand also nicht direkt mit Ölfarbe gemalt, sondern zuerst „vorgezeichnet“ worden - „und das ist untypisch für Monet“. Zum zweiten sei die Signatur des Malers zweifach gezogen worden, wobei „Claude Monet wusste, wie er seinen Namen schreibt“. Und zum dritten sei auf dem Bild eine durchsichtige Lasur aufgetragen, die einen Alterungsprozess simulieren solle.
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15.02.2008 15:31 Uhr von spencinator
 
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@pippin: Das Gemälde wurde lediglich zu Lebzeiten von Monet gemalt. Als das Museum es 1954 gekauft hatte, war dieser (* 14. November 1840; † 5. Dezember 1926) schon 28 Jahre lang tot.
Daher gestaltet sich das nachfragen etwas schwierig ;-)
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15.02.2008 15:50 Uhr von seehoppel
 
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Zum Erkennen von Kunstfälschungen? Die haben doch selbst 54 Jahre gebraucht...
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15.02.2008 21:44 Uhr von jsbach
 
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Ich kenne den Preis: für das 1954 angekaufte Bild nicht. Aber heute dürfte da wohl ein ein bis zweistelliger Betrag zu zahlen sein.
Und die heutige Wissenschaft hat schon Möglichkeiten gefunden, solchen Fälschern auf die Spur zu kommen.Nur eine Frage der Zeit...
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16.02.2008 00:32 Uhr von Borgir
 
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tja: da lob ich mir die spezialisten die dort arbeiten und das bild gekauft haben....super, echt
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16.02.2008 13:36 Uhr von Floppy77
 
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Fälscher: da gabs auch bisweilen lustige Geschichten wo ein Han van Meegeren über einen Kunsthändler dem Göring eine Fälschung Vermeers andrehte. Ferner konnte er von den Fälschungen jahrelang gut leben und hatte nach dem Krieg dann Probleme zu beweisen, dass er keinen echten Vermeer an die Nazis verkauft hat. Er malte unter Zeugen dann eine Fälschung. Da gabs auch einen Film drüber...
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17.02.2008 21:57 Uhr von bereitsvergeben
 
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in dieser Zeit hat sich die "Fälschung" das Recht des Originals verdient, also laßt es hängen.

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