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Anders als geplant: Mehr Studienabbrecher bei Bachelorstudiengängen

Die Vereinheitlichung des Hochschulwesens in Europa, bekannt als Bologna-Prozess, wurde 1999 unterzeichnet und hat den Zweck, bis zum Jahre 2010 alle Studienabschlüsse auf Master und Bachelor umzustellen. Ziel der Vereinbarung ist es auch, Abbrecherzahlen an Fachhochschulen und Universitäten zu senken.

Das Hochschul-Informations-System (HIS) stellte nun jedoch eine Studie vor, die Gegenteiliges aufzeigt. An deutschen Fachhochschulen (FHs) betrage die Zahl der Abbrecher bei Bachelorstudiengängen 39 Prozent, insgesamt bei allen Studiengängen jedoch nur 20 Prozent. In den Universitäten lauten die Zahlen 25 und 20 Prozent.

Schuld sei aber nicht, so das HIS, die Idee des Bachelorstudiums an sich, sondern die Art und Weise der Umsetzung. Man benötige, so die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz Margret Wintermantel, mehr Dozenten zur Umsetzung der Grundideen der Reform. Doch fehle es hierfür einfach an Geld.


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WebReporter: Margez
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Studie, Bachelor
Quelle: www.mittelbayerische.de

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.02.2008 00:20 Uhr von Margez
 
+0 | -0
 
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Mal sehen, ob sich das wirklich noch einpendelt. Wäre schon nicht gut, wenn genau das passiert, was man eigentlich nicht wollte, ganz im Gegenteil sogar.
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14.02.2008 10:30 Uhr von Flyingarts
 
+9 | -2
 
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gleiches Wissen in kürzerer Zeit: Ich kenne das jetzt nur von der FH-Düsseldorf, die haben mit der Einführung des Bachelor beschlossen, das das selbe Wissen wie beim Diplom in weniger der Zeit vermittelt werden muss.
Darum sind jetzt einige der Studenten hoffnungslos überfordert...
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14.02.2008 10:37 Uhr von BUSH-stinkt
 
+9 | -6
 
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mhmm es sind vielleicht die hohen studiengebühren ausschlaggebend, dass viele studenten ihr studium abbrechen...
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14.02.2008 10:46 Uhr von Yberion
 
+5 | -1
 
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vielleicht: ist es ja so, dass die Studenten tatsächlich mit mehr Stoff auf kürzerer Zeit bombardiert werden und damit überlastet sind. Vllt verstehen sie die Materie dadurch auch nicht so gut. Vllt brechen sie daher ja ihr Studium ab.
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14.02.2008 11:20 Uhr von elenath
 
+4 | -1
 
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@kikithedevil: Nein, ist man nicht.

Das Problem wurde schon angesprochen: Viele Hochschulen haben einfach alles an Stoff aus dem Vordiplom und Diplom zusammengeworfen und als "Bachelor of xxx" etikettiert. Dass das in 6 Semestern einfach zu viel ist, war den Verantwortlichen egal/nicht bewusst.
Das allergrößte Problem kommt aber noch auf die Hochschulen zu: Was genau wollen die mit den Bachelor- Leuten machen, die den Master machen möchten? Werden diese Leute dann einfach in Praktikas in der Industrie abgeschoben? Oder bekommen diese Leute auch noch Vorlesungen zu hören?
Meines Erachtens muss ich leider (zur Zeit noch) folgende Gleichung aufstellen:

Bachelorstudiengänge = fail
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14.02.2008 11:21 Uhr von Jimyp
 
+4 | -2
 
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@ BUSH-stinkt: Das glaube ich nicht. Wer gut im Studium mitkommt, wird es nicht wegen 1000 € im Jahr abbrechen.
Der Grund wird einfach darin liegen, dass vor allem in Ingenieur-Studiengängen die ganze Masse an Kursen und Klausuren in der kurzen Zeiten kaum zu bewältigen ist.
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14.02.2008 11:34 Uhr von One of three
 
+4 | -2
 
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Schonmal darüber nachgedacht dass eventuell zuviele studieren, die eigentlich nichts in einem Studium zu suchen haben? Die kommen beim Bachelor eben nicht mehr mit, wohingegen sie sich sonst noch durchwuseln konnten ...
Ziel des Master und Bachelor ist es doch einen einheitlich hohen Abschluss zu machen.
Da ist nicht jeder für geeignet.
Naja - wenn garnichts mehr hilft kann man ja noch normales Lehramt oder BWL studieren ...
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14.02.2008 11:51 Uhr von shortnewsjäger
 
+6 | -8
 
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Das ist wie beim DSDS! Die Abbrecherquote ist mit reiner Selbstüberschätzung zu erklären. Die Meisten Abbrecher haben an einer Uni oder FH einfach nichts verloren.
In den meisten Fällen sehe ich an den Gesichtern, ob die Leute für ein Studium geeignet sind oder nicht. Das Problem ist, wenn man es ihnen direkt sagt, ruft der Papa gleich beim Anwalt an.

Es gibt hier vielleicht doch eine Lösung: Das Niveau einfach absenken!

Und die Theorie, dass Bachelor anspruchsvoller ist, ist einfach nur Quatsch. Bachelor ist nichts anderes, als eine abgespeckte Version eines Diplomstudiengangs.
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14.02.2008 12:02 Uhr von MiA.MaX
 
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1/3 der Klasse nach dem ersten Jahr ! Bei uns kamen von 19 Schülern nach dem ersten Jahr Bachelor (für Informatik) gerademal noch 12 Stück weiter.

Ein Zuckerschlecken ist der Bachelorstudiengang sicher nicht - jedoch durchaus zu schaffen.

Ich denke auch, dass viele die abbrechen einfach nicht das nötige Zeug dafür haben.
Jedoch gibt es auch immer Fälle die es zwar könnten aber einfach zuwenig dafür tun.
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14.02.2008 12:14 Uhr von robzta
 
+2 | -1
 
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wer hätte das gedacht: Wer hätte gedacht, das es die Studenten überfordert das selbe Wissen in kürzerer Zeit zu erlernenen... einfach unerklärlich ;)
Die praktische Umsetzung des Bachelor ist an vielen FH´s/Uni´s einfach das zusammenwürfeln von Vor- & Diplom.
Dazu gibt es zahlreiche Bachelor Studiengänge die bis dato nichteinmal akkreditiert wurden... aber Hauptsache Studiengebühren erhöhen -.-
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14.02.2008 13:44 Uhr von _BigFun_
 
+4 | -0
 
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Aussiebeverfahren sind hierbei sicherlich nicht unschuldig.
Was ich damit meine ist, die gewollte Reduzierung der Studierendenzahl durch absichtliche Überforderung.
Was will eine Hochschule auch sonst machen, wenn im Erstsemester ca 160 Studienanfänger sind, aber für die Folgesemester nur Platz für 30-40 Leute ist.
Da wird halt mal Anfangs extrem auf die Tube gedrückt - nach dem Moto friss oder stirb. Dazu kommt das vieles von den Schulen nicht gründlich geplant ist. Ich denke da mit Grauen daran zurück, dass wir auf der HTW in SB in 2 Semestern Praktische Übungen in Messtechnik abliefern mussten, und im 3ten Semester gab es dann erst die Vorlesung dazu.
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14.02.2008 14:16 Uhr von knoxyz
 
+3 | -4
 
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Bachelorretten lernen gleich viel wie Diplomanten! In den ersten Kommentaren wird behauptet, dass Studenten im Bachelor-Studiengang in weniger Zeit ebenso viel lernen müssen wie jene mit Diplom.
Das ist falsch!

Ich studieren auf Diplom und höre lediglich Vorteile von den Bachelor die ich kenne. Dazu gehört u.a. das:
- Die großen Prüfungen aufgeteilt geschrieben werden (wir Diplomaten hingegen müssten Stoff von bis zu drei Semestern in einer einzigen Prüfung ablegen)

- Es werden lediglich die Grundlagen und kaum, wie bei uns, Themen darüber hinaus behandelt

- Bachelor bekommen im selben Prüfungsfach eine Vornote von bis zu 40%(!!!) für Projektaufgaben, wir max. 20%.
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14.02.2008 15:08 Uhr von MiA.MaX
 
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Bachelor = schwieriger: Und das merken nicht nur wir Schüler, sondern das ist (zumindest an unserer Schule) auch die Meinung aller Dozenten.

Im Diplomstudium hatte man noch viel mehr Möglichkeiten eine abverreckte Note in einem anderen Fach noch aufzuholen.... im Bachelor wird da viel strenger unterteilt.

Und ja: Auch wir dürfen jeweils ende des Jahres noch die grosse Prüfung über den Stoff des ganzen Jahres (resp. der zwei Semester) machen.
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14.02.2008 17:43 Uhr von knoxyz
 
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@phunkei: Ich studiere Wirtschaftsinformatik (Diplom) und mein vorheriger Bericht beruht ebenfalls auf WInfo(Bachelor).
Bei den BWLern (Diplom/Bachelor) ist es genau das selbe.

Es ist eine Tatsache, dass das Bachelor-Studium (zumindest an der FH Gelsenkrichen) einfacher ist, als der Diplomstudiengang.
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14.02.2008 17:46 Uhr von knoxyz
 
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@phunkei -Nachtrag: Und was glaubst du denn wie viele Versuche ein Diplomant hat?
An der FH Furtwangen sind es max. zwei, hier drei.
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14.02.2008 18:30 Uhr von knoxyz
 
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Alle guten Dinge sind Wer hat dir außerdem diesen Floh ins Ohr gesetzt:
"Wir haben im Gegensatz zu euch auch ´nur´ 3 Versuche für eine Klausur - danach dürfen wir nichts mehr studieren, dass jenes Fach beinhaltet."

Lese mal deine Studienordnung.
Es ist lediglich richtig, dass man dann diesen Studiengang(sogar nicht mal Fachbereich!) bundesweit nicht mehr studieren darf.
Bei uns gibt es sogar die Klausel, nach endgültigem Nichtbestehen, von Diplom auf Bachelor wechseln zu dürfen.
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15.02.2008 00:16 Uhr von k.arma
 
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Also ich studiere selbst an einer FH und verstehe immernoch nicht, warum man auf Bachelor umgestellt hat ...
Es ist keine Planung vorhanden, die Studenten wissen nicht, wie gewisse Dinge, wie Prüfung etc., ablaufen weil ganz einfach die routine fehlt und letztendlich werden eh nur 5% (jedenfalls an meiner FH) zum Master zugelassen... also... hat man einen "bachelor-abschluss", der fast gleichzusetzen ist mit "staatlich geprüft" - wenig sinnvoll ...
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15.02.2008 02:58 Uhr von zw3rch
 
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kann ich mir gut vorstellen: Ich stehe gerade kurz vor einer Klausur in BWL (bin WInfo Student) und hatte bereits in der Schule 3 Jahre lang BWL und auch im Abi (Durchschnitt 2.1). Dazu kommt dann noch ein Semester BWL und Rechnungswesen an einer FH (Studiengang abgebrochen wegen falscher Wahl).
Trotzdem wird diese Klausur für mich sehr knapp werden, falls ich sie überhaupt schaffe.
Grund dafür ist, dass 5 große Bereiche (die jeder an sich schon eine Klausur wären) zu EINER Klausur (Jahresabschlüsse + Rechnungswesen, Allgemeine Einführung, Steuern, Marketing, Beschaffung + Produktion) zusammengefasst sind.
Zusätzlich hat man insgesamt auch nur 2 Versuche pro Klausur (in den Wirtschaftswissenschaften), sonst ist das Studium vorbei.
Wäre das meine einzige Klausur, würde ich mich ja garnicht beschweren, aber es kommen noch Softwaretechnik, Mathematik für Informatiker und WInfo selber dazu. Alles in einem Semester.
Dazu kommt dann noch, dass Vorlesungen generell total überfüllt sind und man da durch entsprechende Akkustik der vielen Leute kaum was mitbekommt, so dass man sich am Ende alles selber beibringen muss, was dann auch nochmal wieder länger dauert, als wenn man es vernünftig erklärt bekommt.
Und dafür zahlt man dann 500 euro pro semester plus Gebühren, Bücher etc, so dass man auch schnell bei 1500 Euro / Jahr ist.
Dass bei solchen Bedingungen Frust vorprogrammiert ist, dürfte jedem klar sein.
Ich kenne keinen, der nach 1-2 Semestern noch Spaß an seinem Studium hat und kann die Abbrecher da gut verstehen.
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15.02.2008 11:21 Uhr von knoxyz
 
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Verständlich das es schwer ist Das war es früher schon und ist heute nicht anders, jedoch nicht schwieriger!
Ihr werdet sehen, dass Anfangs (Zitat meines Profs: "Die ganzen Luschen bereits rausgeprüft wurden") gesiebt wird.

Ich hatte zwar gedacht, dass es im Hauptstudium leichter werden wird, da hab ich mich geirrt, aber man gewöhnt sich einfach ans Lernpensum. Bin davon überzeugt, dass ihr, zwei/drei Semester zurückblickend, es ebenfalls als gut schaffbar (also im Durchschnitt rund 1-2 Wochen je Prüfung ernsthaftes lernen) ansehen werdet.

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