14.02.08 09:53 Uhr
 10.877
 

Verbraucherschützer kritisieren StudiVZ scharf - Offizielle Abmahnung

Das Online-Portal "StudiVZ" wurde im Zusammenhang mit der kürzlich erfolgten Umstellung der Datenschutzerklärung vom Verbraucherzentrale Bundesverband abgemahnt.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband kritisierte besonders die Art, mit der StudiVZ Zustimmung zu personalisierter Werbung und zur Erstellung von Nutzerprofilen einholt. Für die Nutzer sei dies intransparent, da sie sich nicht bewusst seien, zu was sie alles mit einem einzigen Klick zustimmen.

StudiVZ bestätigte den Erhalt der Abmahnung und prüft das Schreiben. Schon bei der Einführung der neuen Datenschutzregeln hatte ein Jurist die Regelung als bedenklich eingestuft und Widersprüche zum Telemediengesetz erkannt.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: multimediakind
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Verbraucher, Verbrauch, Abmahnung, Verbraucherschützer
Quelle: www.spiegel.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Barcelona: Social-Media-Nutzer trotzen Terror mit Flut von Katzenbildern
Urteil: Internet-Werbeblocker sind zulässig
Donald Trump verliert Markenrechtsstreit gegen Musik-App "iTrump"

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
13.02.2008 23:14 Uhr von multimediakind
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Die richtig paranoiden Datenschützer sind ja schon kurz vor der Zustimmung von Bord gegangen.
Die, die jetzt noch da sind wird das auch nicht mehr stören.

Leider steht in der Quelle nichts von der Höhe der Strafe im Falle einer Wiederholung durch StudiVZ.

Dank der 4 Mio Nutzern die durch die Zustimmung viel Werbegeld einbringen werden, wird die Strafe auch nicht groß jucken.

Mehr Angst wird bei StudiVZ der Deutschland-Start von Facebook machen.
Kommentar ansehen
14.02.2008 10:15 Uhr von BK
 
+21 | -4
 
ANZEIGEN
Die richtig paranoiden Datenschützer ? Mal ganz ehrlich.. hast du dich Informiert was mit den Daten passieren soll ? Du gibst alles an und das wird auch ausgewertet und verwendet! Für was kann man sich ja Denken !

Da brauch man sich nicht wundern wenn das Telefon vor Lauter Werbeanrufe nicht mehr stillsteht.. :(
Kommentar ansehen
14.02.2008 10:27 Uhr von Flyingarts
 
+11 | -2
 
ANZEIGEN
immer schön vorsichtig: An allen Stellen werden heute personenbezogene Daten gesammelt und gespeichert und es würde schon ausreichen wenn man 2 Datenbanken von unterschiedlichen Betreibern verbinden würde und dann weiß man alles über eine Person.
Gerade jetzt wo Vorratsdatenspeicherung ein Thema ist, könnte man über eine Verknüpfung der Daten alles uns jeden ins kleinste genau analysieren.
Ich warte noch auf den Tag wo das Internet meine Blutgruppe erfahren kann.

Darum immer schön vorsichtig sein mit seinen Daten und wer bei Studivz seine Adresse und Telefonnummer hinterlegt ist ja wohl selber schuld.
Kommentar ansehen
14.02.2008 10:29 Uhr von waitin
 
+14 | -1
 
ANZEIGEN
Ist mir unbegreiflich wie leichtfertig manche beim StudiVZ mit ihren Daten umgehen. Bin selber unter nem falschen Namen angemeldet und ohne persönliche Daten.
Und die Art und Weise wie die Seitenbetreiber die neuen Möglichkeiten zur personalisierten Werbung versteckt haben ist echt hinterfo****.Naja, zum Glück haben sich viele Nutzer diesbezüglich untereinander aufgeklärt wie man dem Ganzen entgegenwirkt.
Kommentar ansehen
14.02.2008 10:36 Uhr von Flyingarts
 
+8 | -0
 
ANZEIGEN
@waitin: Ich glaube viele der Studivz-User haben einfach eine rosarote Brille auf.
Wenn man sich mit einigen angemeldeten Usern unterhält dann können die sich das gar nicht vorstellen das Studivz einfach nur ein Datensammler und Marketing-Unternehmen ist.
Viele sind von der Leistung so begeistert und glauben einfach dran das die Betreiber so "nett" sind und die Seite kostenlos bereitsellen. Dabei sollte man sich heutzutage immer bei kostenlosen Angeboten fragen, "Wie finanziert sich dieses?".
Kommentar ansehen
14.02.2008 10:38 Uhr von Icebrey
 
+6 | -14
 
ANZEIGEN
Naja ich finde das ganze gar nicht mal so schlimm. Ich meine was bedeutet dieses personenbezogene Werbung schon?
Ich bekomme immer noch Werbung...wie sonst auch...nur Werbung die mich auch wirklich interessieren könnte.

Es ist ja (noch) nicht der Fall, dass Telefonate geführt oder Mails zugeschickt werden, sondern einfach nur, dass bei StudiVZ selber Werbung eingeblendet wird.
Ich finds nicht so schlimm...da hier wirklich noch jeder entscheiden kann, was und wieviel er über sich preis gibt.

Und es gibt schon genung Foren, die beschreiben wie man die Option findet, in der man die Werbung bei StudiVZ deaktivieren kann.
Und im Notfall einfach abmelden...gibt ja Alternativen...
Kommentar ansehen
14.02.2008 10:49 Uhr von Flyingarts
 
+6 | -0
 
ANZEIGEN
werbung: Es geht ja auch weniger um die Werbung, die auf der Seite eingeblendet wird sondern vielmehr um die Daten die andere Verkauft werden und was die dadurch machen.
Wenn du noch keine Anrufe hast bedeutet das noch lange nicht das die generell keine Werbeanrufe machen oder emails verschicken sondern viel mehr das du nicht in die gerade benötigte Zielgruppe fällst.
Kommentar ansehen
14.02.2008 11:16 Uhr von elenath
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
@Flyingarts: Das ist genau der Grund warum ich weder meinen richtigen Name, noch meine richtige eMail- Adresse oder eine Telefonnummer angeben habe.
Man muss sich zwar mit einer gültigen eMail-Adresse einloggen, aber es spricht ja mal rein garnichts dagegen dafür die "Spammail-Adresse" zu nehmen ;)
Kommentar ansehen
14.02.2008 11:16 Uhr von MasterM
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
Datenschutz: Habe dort auch einen anderen Namen, kann sowieso nicht verstehen wie manche dort mit Vor- und Nachnamen angemeldet sind. Jetzt fehlt nur noch die Adresse und die Handynummer. Aber Werbung hin oder her, das kann man doch unter Datenschutz alles ausstellen, da macht man einfach überall die Häckchen raus. So verhindert man, dass die eigenen Daten ausgewertet und mit Werbung in Verbindung gebracht werden.

Daten werden doch sowieso überall gesammelt. Bsp. Payback, die geben die Punkte nicht, um euch glücklich zu machen, sondern um das Kaufverhalten zu studieren.
Kommentar ansehen
14.02.2008 11:24 Uhr von Jimyp
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
Was mich wundert ist, dass die sich so auf Studivz einschießen?!
Es gibt unzählige andere Portale, die sogar noch mehr Daten erheben.
Zudem muss jeder selbst wissen, was er dort angibt.
Selbst wenn man komplett falsche Daten angibt, wird man von Studivz nicht gesperrt!
Kommentar ansehen
14.02.2008 12:34 Uhr von Aurinko
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
@flyingarts: Zum einen werden Daten von StudiVZ nicht verkauft.
Das ist völliger Humbug. Desweiteren sind die Leute, die - egal wo im Internet - ihr Telefonnummer angeben, selbst schuld. Ich habe in 6 Jahren Telefonanschluß KEINEN EINZIGEN Werbeanruf o. ä. bekommen. Habe mich aber zum Beispiel auch nicht im Telefonbuch registrieren lassen.

Bin aber auch bei StudiVZ angemeldet - mit meiner normalen E-Mail-Adresse. Und komisch, keine Werbung. Weder personalisierte noch unpersonalisierte. Kann man ja schließlich alles abstellen.

Ich weiß echt nicht was das Ganze Tohuwabohu soll. Wenn man solche Angst um seine Daten hat, sollte man solche Portale einfach komplett meiden und gut ist.
StudiVZ ist ja schließlich ne freiwillige Sache. Genauso wie man sich freiwillig auch wieder abmelden kann.
Kommentar ansehen
14.02.2008 12:40 Uhr von KillA SharK
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Wer keine Reklame will, fliegt raus. am besten ist es intime Daten gar nicht erst preiszugeben.
Manche hinterlegen ja sogar Postanschrift, Handynummer und E-Mailadresse. Nutzern, die der Aufforderung nicht nachgekommen sind, sperrt StudiVZ den Zugang zur Community.

In den neuen AGB´s erklärt StudiVZ, unter welchen Bedingungen die persönlichen Daten für Werbezwecke verwendet dürfen. Darunter fallen unter Punkt 5 veröffentlichte Angaben wie Geschlecht, besuchte Hochschule, Studiengang, Interessen, Clubs/Vereine, Musikrichtung, Lieblingsbücher und mehr. Ebenso können unter Punkt 6 Daten wie Emailadresse, Handynummer und Instant-Messenger-Kennung für den Werbevertrieb genutzt werden. Der Nutzer kann dieser Regelung widersprechen.

Um sich effizient vor unerwünschter Werbung zu schützen, rät Rechtsexpertin Beate Wagner, „sollte man sehr sparsam mit der Preisgabe persönlicher Angaben umgehen“. Die teilweise sehr genauen Nutzungsprofile auf StudiVZ seien für Werbetreibende eine Einladung zum Datenmissbrauch.

Wichtig ist die Einrichtung einer E-Mailadresse, die ausschließlich für StudiVZ genutzt wird. Bei Handynummern sind sogenannte Wegwerf-Nummern ratsam. In beiden Fällen können E-Mails und Gespräche umgeleitet werden: an E-Mailadressen und Telefonnummern, die online nicht eingtragen und damit für andere unsichtbar sind.

Werbung, die per Post, Email, Fax oder SMS verbreitet wird, ist grundsätzlich verboten. Das gilt auch für Daten, die bei StudiVZ gesammelt und für personalisierte Werbung genutzt werden. Erklärt der Nutzer allerdings sein Einverständnis, ist der Werbeversand rechtmäßig.

Die hohe Beliebtheit der Internet-Communities wird eher dazubeitragen, dass die Werbeflut wächst. Rund 250 Millionen Menschen nutzen inzwischen die sozialen Netzwerke wie MySpace, Facebook, Xing u.a., bei Flickr etwa sind inzwischen 2 Milliarden Fotos eingestellt.
Auch in Deutschland generieren Angebote wie studiVZ und die verschiedenen Fach-Communities mittlerweile große Reichweiten in ihren Zielgruppen.
Zu diesem Ergebnis kommt eine Marktuntersuchung des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ).

Wenn man sich jetzt vorstellt, das man für jeden verkauften Datensatz Geld bekommt, dann macht das bei 4 Millionen schon ein nettes Sümmchen, selbst wenn der Satz nur im Centbereich liegt.
Kommentar ansehen
14.02.2008 12:44 Uhr von sou
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
@ waitin und alle die unter falschem namen und ohne Daten dort sind...


WIESO SEID IHR DANN BITTE DORT??

Kann den Sinn leider nicht entdecken, wenn man nicht mal mehr weiss wer von den Freunden wer ist und keinerlei Daten angegben sind --> Null Diskussionsbedarf. Davon lebt doch die Plattform!
Kommentar ansehen
14.02.2008 12:47 Uhr von elenath
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@sou: Meine Freunde dort wissen wer hinter dem falschen Namen steckt...
Kommentar ansehen
14.02.2008 12:51 Uhr von sou
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
Deine vielleicht. Ich hab von vielen schon gehört, dass es sie ankotzt das etliche die Namen geändert haben und sie garnicht mehr wissen wer sich dahinter verbirgt.

Ist ja kein Wunder. An der Uni 60 Freunde, die halbe alte Stufe aus der Schule 60 leute, dazu noch leute aus dem Wohnort und Leute die man eben so kennt...das läppert sich, das kann sich kaum jmd merken.

Wieso bist du überhaupt dort, wenn alles von dir falsch ist?
Kommentar ansehen
14.02.2008 13:04 Uhr von elenath
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@sou: Also entschuldige, aber wenn die Leute von denen du gehört hast, sich nicht mehr damit auskennen wer wer ist, ist das nicht mein Problem.

Die Leute, mit denen ich dort kommuniziere wissen sehr wohl wer ich bin. Wenn man das nicht mehr wissen sollte (im Falle der Leute, von denen du gehört hast) kann man sich doch einfach mal die "Arbeit" machen und denjenigen fragen. Frei nach dem Motto: "Wer bist du denn? Hast du deinen Namen geändert?" und sich dann einfach merken wer der/diejenige ist. So schwer ist das nun auch wieder nicht.
Zur Not gibts noch ein altbewährtes Hausmittel aus den seeligen IRC- Zeiten:
einfach eine kleine Textdatei mit folgendem Inhalt erstellen:
StudiVZ = Name
xxxxx = yyyyy


Warum ich noch dort bin? Ich möchte gerne mit Leuten in Kontakt bleiben, die ich nocht täglich sehen kann. Dies geschieht zum Teil über eMail, zum Teil aber auch über die StudiVZ- Plattform.
Kommentar ansehen
14.02.2008 13:12 Uhr von Carry-
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
warum? jeder gibt seine daten freiwillig preis und weiss vorher auf was er sich einlässt!
Kommentar ansehen
14.02.2008 13:29 Uhr von multimediakind
 
+2 | -2
 
ANZEIGEN
@alle Rumblöker: Man muss nur wissen was man von sich preisgibt.
Jeder, der an Gewinnspielen, Gratisproben oder Rabattprogrammen teilnimmt, gibt mehr Nutzerprofil von sich heraus als mit der Zustimmung bei studiVZ.
Ich verstehe Leute, die damit ein Problem haben, diese Leute können sich quasi aber nicht mehr im Netz bewegen ohne ihre Prinzipien zu verraten.
Kommentar ansehen
14.02.2008 15:10 Uhr von Gregsen
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
einfacheste lösung: datenschutz -> einstellungen zur verwendung meiner persönlichen daten -> alle häckchen wegmachen.

Klar die paranoiden unter uns überzeugt es auch nicht aber man muss sich im endefekt entscheiden ob man aus angst mal nen werbeanruf zu kriegen bereit ist auf die möglichkeiten die es einem bietet zu verzichten. Mir ist die tatsache dass ich viele ehemalige mitschüler wiedergefunden habe und neue leute kennenlerne das wert. Im übrigen versteht sich dass man selbst schuld ist, wenn man bei einer offenen plattform jeglicher art intime daten preisgibt.

Refresh |<-- <-   1-19/19   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Korpulente Männer haben oft Schwierigkeiten mit der Erektion
In Apotheken sind im Notdienst Läusemittel der Klassiker
Terrorgefahr: Angela Merkel baut für Deutschlands nächsten Tag X vor


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?