13.02.08 18:59 Uhr
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Milchbauernverband droht mit Milchboykott

Romuald Schaber, Präsident des europäischen Milchbauernverbandes European Milk Board (EMB), will die Milchlieferungen an die Molkereien vorübergehend einstellen lassen, da trotz der gestiegenen Milchpreise im Handel eine kostendeckende Milchproduktion der Bauern nicht möglich ist.

Das EMB will bei seinen Beratungen am Nachmittag noch eine entsprechende Resolution verabschieden.

Die EU schreibt bei der Milchproduktion für jedes Land eine bestimmte Zuteilungsmenge vor. Die Mengensteuerung möchte das EMB jedoch flexibler gestaltet sehen.


WebReporter: guemue
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Milch, Milchbauer
Quelle: www.n-tv.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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13.02.2008 16:45 Uhr von guemue
 
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Dann kann man jetzt schon absehen, dass die Preise für Milchprodukte steigen werden und nach einer Einigung vermutlich nicht wieder sinken werden.
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13.02.2008 19:39 Uhr von Sylar
 
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hmpf: wollen diese gierhälse noch mehr geld? kriegen die nie genug? was soll das :( der liter milch kostet bereits 66 Cent. das ist sowas von unverschämt dieser preis....
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13.02.2008 19:53 Uhr von guemue
 
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@Sylar: nicht die Bauern bekommen die Kohle, sondern der Handel schöpft den meisten "Rahm" von der Milch ab. Der Preis für Milchprodukte steigt zwar, aber der Bauer geht bei den preiserhöhungen su gut wie leer aus.
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13.02.2008 20:01 Uhr von xjv8
 
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Teure Milch: Zitat "nicht die Bauern bekommen die Kohle, sondern der Handel schöpft den meisten "Rahm" von der Milch ab. Der Preis für Milchprodukte steigt zwar, aber der Bauer geht bei den preiserhöhungen su gut wie leer aus."

Was dann heissen soll: Die Milch wird nochmals teuerer werden.
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13.02.2008 20:04 Uhr von guemue
 
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sorry: für die Schreibfehler in meinem vorigen Posting. :-)
Sollte natürlich heißen:

nicht die Bauern bekommen die Kohle, sondern der Handel schöpft den meisten "Rahm" von der Milch ab. Der Preis für Milchprodukte steigt zwar, aber der Bauer geht bei den Preiserhöhungen so gut wie leer aus.
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13.02.2008 20:06 Uhr von Nocverus
 
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Sylar: die bauern sehen von dem geld nur sehr wenig, sonst würden die nicht soviel an subventionen bekommen.
steht doch auch da "eine kostendeckende milchproduktion der bauern nicht möglich".

gierhälse sind die, die die milch weiter"verarbeiten" und alles an geld bei sich halten.
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13.02.2008 20:20 Uhr von uhlenkoeper
 
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Der Handel vergackeiert alle: und die Wut wird wieder auf den Bauern abgeladen ?

Sorry, aber da kann ich nicht mit :
von der letzten Milchpreiserhöhung Ende letzten Jahres ist bei den Landwirten grade mal 2-4ct. je Liter angekommen. Je nach Molkerei. Den großen Reibach hat der Handel gemacht.

Ist eigentlich noch niemandem aufgefallen, dass der Butterpreis wieder auf dem Niveau von vor der Preissteigerung angekommen ist ? 89ct. hat die Butter auch im November gekostet, ebenso wie jetzt wieder.
Der Handel hat sich die hübschen Gewinne eingestrichen, bei den Produzenten kommt davon so gut wie nichts an.

Viele Milchbauern wirtschaften schon seit vielen Jahren als Zuschußgeschäft. Sie müssen den Liter Milch an die Molkereien billiger abgeben, als ihre Produktionskosten sind. Diese liegen nämlich derzeit bei etwa 40ct. den Liter (bei derzeit extrem steigenden Kosten durch Futtermittel und Energiekosten). Bezahlt bekommen sie aber im Durchschnitt grade mal 36ct. je Liter.
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13.02.2008 20:27 Uhr von uhlenkoeper
 
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Betr. Subventionen: Milchbauern erhalten -entgegen landläufig anderer Meinung- seit Jahren schon keine Subventionen mehr. Bis 2013 soll auch die Milchquote (die keine Subvention, sondern eine Mengenbegrenzung ist, die die Landwirte erst teuer kaufen müssen) abgeschafft werden.

>>Für die milchviehhaltenden Betriebe (in der Mehrzahl Familienbetriebe) stellt die Milcherzeugung sehr häufig die Haupteinnahmequelle dar – für Grünlandbetriebe oft die einzige. Dabei ist die Einkommenssituation der Milchviehbetriebe kritisch: Im Wirtschaftsjahr 2005/06 erwirtschafteten sie im Durchschnitt 35.752 Euro je Unternehmen (Deutscher Agrarbericht 2006). Und dabei arbeiten im Schnitt 3,1 Arbeitskräfte pro Betrieb. Das heißt, dass eine Arbeitskraft etwa 11.500 Euro pro Jahr verdient. Der von der Bundesregierung zum Vergleich herangezogene gewerbliche Vergleichslohn liegt demgegenüber bei 26.700 Euro.<< (aus: wikipedia)
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13.02.2008 21:22 Uhr von uhlenkoeper
 
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Übrigens schmunzele ich schon: die ganze Zeit vor mich hin, seit ich die News gelesen habe : irgendwie stelle ich mir vor, wie Herr Schaber die Milchkühe der EU dazu überredet, für einige Tage ihre Milchproduktion einzustellen : "Mädels, kneift die Euter zusammen!" *G*


Nein, mal ohne Witz: diese Ankündigung, die Milchquoten nicht erfüllen zu wollen, dürften nicht durchführbar sein. Einerseits, weil die Quote erfüllt werden muß, wenn man sie nicht verlieren will und andererseits, weil die Kühe ja nicht von heute auf morgen ihre Euter auf "empty" stellen. Sie produzieren weiter. Eine Hochleistungskuh bis zu 50 Liter Milch am Tag.

Diese muß also auf jeden Fall gemolken werden. Sie darf dann aber nicht einfach in den Gulli geschüttet werden (ist verboten und wird als Umweltverschmutzung geahndet) sondern müßte als Sondermüll entsorgt werden.

P.S.:
Ist der gute Herr Schaber evtl. eigentlich ein gebürtiger Franzose ? Solche Aktionen bringen doch sonst nur unsere Nachbarn im Südwesten ...
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15.02.2008 13:28 Uhr von Sonnflora
 
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Tja ich sags immer wieder. Preise erhöhen heißt nicht nicht unbedingt mehr verdienen. Jedenfalls nicht bei diesen extremem Preiserhöhungen und solange die Löhne der Leute gleichbleiben. Man kann nun mal nicht mehr ausgeben, wie man einnimmt. Und wenn was teurer wird, muß man eben weniger kaufen.
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19.02.2008 12:03 Uhr von alorie
 
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Euter zusammenkneifen Dasgeht freilich nicht.
Sondermüll ist Milch jedoch auch nicht!
In den Gully (=Kläranlage) geht nicht Klärwärter wird ganz schön sauer dann!
Aber durchaus möglich und legal ist die denaturierung (welch schönes Wort *g*) und Vermischung mit Gülle oder Jauche. Und was zwar ungewöhnlich jedoch durchaus ,möglich:
Kühen Milch zum saufen geben...
Sollte die Industrie so weiter machen und meine Kollegen in der Mehrheit für einen Boykott stimmen, werden auch bei mir etwa 700 Liter täglich den Kälbern und Kühen vertränkt!
Gibt dann etwa 10 Liter je Kopf und Tag... was die sich freuen werden einen solchen Leckertropfen zu bekommen :-)
@uhlenkoeper:
nur weil sie nicht voll wird, verfällt die Quote keineswegs!
Warum behaupten eigentlich immer alle es wäre nicht durchführbar??
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30.07.2008 11:57 Uhr von Roktan
 
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eine wende der situation muss her !!! ich denke das ich keinesfalls mit meiner meinung alleine dastehe.das ganze politisch-wirtschaftliche chaos,welches die vielen parteien angerichtet haben,ohne den hartarbeitenden wähler nach seiner meinung zu fragen,ist nicht mehr akzeptabel.
die frage ist: was kann jeder einzelne von uns dazu beitragen?
die antwort lautet: NUR ZUSAMEN SIND WIR STARK !
globalisierung hin oder her,wo bleibt jeder einzelne von uns ?
es gibt eine neue gute idee: SP die SOLIDARPARTEI.
einfach in den browser eingeben. es dürfte an der zeit sein die idee ind das konzept umzusetzen.zum glück leben wir in einem demokratischen land und daher ist es nicht schwierig änderungen sprich verbesserungen vorzunemen.das wichtigste ist das mann es ZUSAMMEN TUT !!!
Denn wenn jeder den kopf in den sand steckt wird es bestimmt nicht besser-im gegenteil .
freundlichst : Roktan

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