Wien: "Globale Islamistische Medienfront" wird angeklagt
Vor dem Prozessauftakt im März liegt nun die Anklageschrift gegen zwei Österreicher ägyptischer Herkunft vor. Ihnen wird zur Last gelegt, eine Internet-Plattform betrieben zu haben, die als Teil der sogenannten "Globalen Islamistischen Medienfront" Propaganda für Al-Quaida verbreitet hat.
Mohammed M., der sich laut Staatsanwaltschaft als "Direktor" der "GIMF" ausgegeben hat, und seiner Frau Mona M., zuständig für die Rekrutierung weiblichen Nachwuchses, wird in der Anklage unter anderem Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, Aufruf zu Straftaten und Nötigung vorgeworfen.
Die Gruppe hatte per Video Anschläge in Deutschland und Österreich angekündigt, sollten diese Länder ihre Truppen nicht aus Afghanistan abziehen. M. soll außerdem im Internet zu Anschlägen während der Fußball-EM in Österreich und der Schweiz aufgerufen und Morde an verschiedenen Politikern gefordert haben.