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Bischofskonferenz: Überraschende Wahl von Zollitsch

Bei der Wahl zum Nachfolger von Kardinal Karl Lehmann um den Posten des Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz gab es eine kleine Überraschung. Nicht der Favorit, der Münchener Erzbischof Marx, sondern der 69-jährige Robert Zollitsch gewann die Wahl unter den katholischen Bischöfen.

Zollitsch leitet seit 2003 das Bistum Freiburg, das das zweitgrößte Deutschlands ist. Obwohl er als Freund Lehmanns bekannt ist, gilt Zollitsch als liberaler Kirchenmann.

Zollitsch ist für sechs Jahre gewählt und folgt auf Kardinal Lehmann, der erst im Januar aus Gesundheitsgründen von seinem Posten zurückgetreten ist und am Sonntag den Posten an Zollitsch übergibt.


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WebReporter: multimediakind
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Wahl, Bischof, Bischofskonferenz, Robert Zollitsch
Quelle: www.spiegel.de

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12.02.2008 11:54 Uhr von multimediakind
 
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Wurde ja bereits darüber spekuliert, dass die Wahl auf den Termin fiel um Marx´ Chancen zu reduzieren.
Mit einem anderen liberalen Bischof ist es für mich als "Gelegenheitsprotestant" aber jetzt egal. Lehmann war mir aber etwas zu angestaubt.
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13.02.2008 10:28 Uhr von uhlenkoeper
 
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Sehr gute Wahl: Die Wahl von Robert Zollitsch ist mir weitaus "sympathischer", als die mögliche von Richard Marx. Marx ist erst 2007 zum Erzbischof von München und Freising ernannt worden, davor war sein Kontakt zu den "Normalgläubigen" ziemlich beschränkt.
Hinzu kommt, dass Marx ein strikter Verfechter der des Verbots der Interkommunion ist. Marx war es, der auf dem Ökumenischen Kirchentag in Berlin den emeritierten Theologieprofessor Gotthold Hasenhüttl vom Priesteramt suspendierte, weil dieser in einem ökumenischen Gottesdienst auch evangelische Christen ausdrücklich und gegen ein unmittelbar zuvor wiederholtes päpstliches Verbot zur katholischen Kommunion eingeladen hatte !!!!!

Zollitsch hingegen ist immer schon "in der Gemeinde" aktiv gewesen, somit dichter dran an Volkes Meinung. Er ist zudem seit Jahrzehnten offener Verfechter der Ökumene und steht auch dem Zölibat von Priestern kritisch gegenüber. Eine Haltung, die die katholische Kirche in Deutschland in den Reihen ihrer "Offiziellen" dringend braucht, da der Einfluß der "Hardliner" ala Mixa in den vergangenen Jahren zunahm.

Gut, dass mit Zollitsch der Ruck zum "Fundamentalismus" innerhalb der katholischen Kirche gebremst wurde.
Einziger Wermutstropfen für mich ist das Alter von Zollitsch, der schon 69 ist und damit nur 2 Jahre jünger als Kardinal Karl Lehmann und 15 Jahre älter als Richard Marx. Sieht leider so aus, als wäre Zollitsch nur als "Übergangsleiter" gewählt, bis Marx die "nötige Reife" für dieses Amt mitbringt. :-((

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