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Depressionen bei Männern - keine Ausnahmeerscheinung mehr

Galt früher die Depression noch als typisch weibliche Erkrankung, haben in den letzten Jahren die Fälle von Männerdepressionen stark zugenommen.

Überforderung im Beruf, akute Geldprobleme, Versagensängste - alle diese Dinge belasten Männer heute mehr denn je. Doch durch das Geschlechterbild des Mannes als Beschützer, der keine Schwächen zeigen darf und nicht weinen soll, bleiben Depressionen bei Männern oftmals unerkannt.

Hat "Mann" sich einmal die Krankheit eingestanden, gibt es neben der Möglichkeit, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, viele weitere Lösungsansätze. Allen gemein ist dabei jedoch, sich nicht unerreichbare Ziele zu setzen, sondern Schritt für Schritt die Freude am Leben wieder zu gewinnen.


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WebReporter: my-news
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Mann, Depression
Quelle: www.enjoyliving.at

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.02.2008 20:02 Uhr von cookies
 
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keine Ausnahme"erscheinung" mehr: Ich würde hier vor allem das Wort "Erscheinung" betonen. Es ziemte sich nicht, als Mann eine Depression zu bekennen. "Ist doch Weiberkram". Von einem Mann wird doch schlechthin nur Stärke erwartet. Eine Depression wird überspielt! Und wohin führt dies? Zu anderen wahnsinnigen Auswüchsen?
Da ist es doch besser, eine Depression zuzugeben und behandeln zu lassen. Dieser Schritt allein schon ist hilfreich!

Ich persönlich bin überzeugt, dass es die Depression bei Männern in jedem Fall schon immer gibt. Über das Ausmaß mag ich kein Urteil abzugeben, eine Quelle habe ich auch nicht parat. Es wird hier noch sicher einige Kommentare hierzu geben!
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08.02.2008 21:10 Uhr von LinkeKlebe
 
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Nichts neues: Nichts neues, hat es schon immer gegeben. Besonders bei Studenten, Lehrern und Ärzten. Im Schnitt auf alle Berufsgruppen sind Frauen jedoch auch schon immer weitaus anfälliger gewesen. Im übrigen bringt professionelle Hilfe eh nichts. Ob man da raus kommt oder nicht ist reines Glücksspiel.
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08.02.2008 22:23 Uhr von Elessar_CH
 
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@LinkeKlebe: "Ob man da rauskommt ist reines Glücksspiel"

Falsch! Betreuung durch einen Psychiater kombiniert mit der Einnahme von Medikamenten helfen sehr oft, dass Leute wieder aus ihren Depressionen rauskommen.

mfg.
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09.02.2008 22:13 Uhr von eric_x
 
+2 | -0
 
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kein reines Glückspiel: "Ob man da rauskommt ist reines Glücksspiel"

Falsch! Betreuung durch einen Psychiater kombiniert mit der Einnahme von Medikamenten helfen sehr oft, dass Leute wieder aus ihren Depressionen rauskommen.

Im Grunde sagst du das Gleiche. (helfen sehr oft)
Aber es stimmt, es gibt neue Medikamente, die die Andockstellen der Botenstoffe manipulieren und damit erst einmal die chemische Voraussetzung herstellen, dass man wieder Glücksempfinden ans Gehirn weiterleiten kann und vom Gehirn zurück. Das ist nicht die kleine rosa Pille für den Tag, die dich dann entspannt durch die Tagesthemen und CNN bringt. Aber du musst diese Medikamente über Jahre nehmen und die Zusicherung der Pharmaindustrie, dass das alles ohne Nebenwirkungen ist, klingt mir verdächtig nach der gleichen Tonart, mit der man Castortransporte durchs Land schleust. Länger als zwei oder drei Jahre kannst du nicht mal Wasser trinken ohne Nebenwirkungen. Bei der Depression reden wir ja nicht von Morgenmuffeln oder Herbst-Winterdepri, sonder von tiefer Traurigkeit, Angst, Verzweiflung die dann auch noch wochenlang anhalten, ohne dass es real adäquate Ursachen gibt. dann hällt sich das Bild wieder auf, auch ohne Ursache, um ein paar Monate später wieder zuzuschlagen und Körper und Seele durch den Fleischwolf zu drehen. Depressionen sind an sich schon sehr anstrengend, noch anstrengender ist der Kampf des Betroffenen, dass es keiner merkt.

Was hilft beim Psychologen? Unbedingt zu empfehlen, denn so sehr du deine Frau auch liebst, so sehr wie dich Freunde, Kollegen oder dein Chef mag, du steckst als Mann in einem archaischen Weltbild und die emanzipierteste Emanze wird dich als Schwächling empfinden, wenn du deiner Rolle nicht genügst. Sie hat natürlich nicht den blassesten Schimmer, welche enorme Power es braucht, die Fassade aufrecht zu halten, die Frau und die Kids zu lieben, den Haushalt zu versorgen, arbeiten zu gehen, dynamisch und erfolgreich zu sein, mit deinen Kumpels zu scherzen, die Nachrichten zu ertragen und dummes Geschwätz, das alles, obwohl du nicht weist, weshalb du bei einer depressiven Episode einfach so in Tränen ausbrechen möchtest, weshalb sich plötzlich der Vorhang des allgemeinen Kasperletheaters schließt und dich die Fratze eines nicht aufhaltbaren Weltdramas angrinst. Dann musst du auch Kraft haben für die egomanischen Sonnenscheinchen, die vielleicht zu Recht das alles total easy finden, wie es grad so läuft in ihrem Leben. In einer solchen Phase schwankt man auch noch zwischen schwach- hilflos und aufgeladen-aggressiv. Das darf natürlich auch keiner merken.
Dafür muß der bezahlte Seelenklempner herhalten. Du darfst das, was du sonst nirgendwo darfst - reden und davon berichten, wie das Kristall deiner Seele in dir in tausend Scherben geht. Der hört zu. Wenn er gut ist, sagt er auch was und wenn er richtig gut ist, schickt er dich auf eine Reha. Dort der ersten Schock, jetzt hast du es amtlich. du bist dort angekommen, wo es ohne professionelle Hilfe nur schief gehen kann für dich, wie für andere. (Wie erkennt man eigentlich depressive Piloten?) Dass es offenbar ernst ist mit einer Seelenkrankheit, die dich ohne Gegenmaßnahmen von einer Minute auf die andere aus dem Leben schnipsen kann, einfach weil dir auf einer Party im Hochhaus kein plausibler Grund einfällt, weshalb du jetzt nicht vom Balkon springen solltest. Eine Krankheit, die deinen Lebensmut auffrißt wie ein Krebsgeschwür und bei der du spürst, dass eines Tages deine Schauspielkunst nicht mehr ausreicht und dass dann das ganze Kartenhaus deines sogenannten Lebens zusammenklappt. Der kleinst Anlass kann der Todesstoß sein. Nichtdepressive suchen sich nach NOKIA einen neuen Job, tragen wieder Geld an die Börse, heiraten das vierte mal und verstehen nicht, weshalb der nette Kerl von nebenan, sich an den Pulsadern rumgeschnippelt hat. Das ist eine lebensgefährliche Krankheit und es ist noch nicht viel bekannt darüber. Nach der Reha weiss man sehr viel mehr, man hat echtes Fachwissen und kann die Anzeichen einer Episode erkennen und die Reißleine ziehen. Man weiss aber auch, dass es besser wird jedoch nie weggehen wird. Man lernt damit umzugehen, der Partner, einige eng vertraute Freunde werden auch etwas lernen und man wird gezwungen aktiv zu sein, raus an die Luft, dass reden, lachen und guter Sex lebenswichtig sind. Man lernt, die guten Zeiten wie einen Schwamm aufzusaugen und wegzupacken für die Wochen, in denen das Chaos in der Seele tobt und tiefe Traurigkeit ohne erkennbaren Grund. So ungefähr ist das bei mir.

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