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Der Plagiarius - Preis für die dreistesten Produktpiraten

Eine chinesische Firma, die ein Salz- und Pfefferstreuer-Set von WMF kopierte und auf den Markt brachte, erhielt dieses Jahr den "Plagiarius", den Negativ-Preis für die dreistesten Produktpiraten. Auf den Plätzen zwei und drei landeten eine niederländische und eine deutsche Firma.

Auf der diesjährigen Konsumgütermesse in Frankfurt konnte einigen der Produktpiraten ihr Preis, ein schwarzer Zwerg mit goldener Nase, für ihre Plagiate überreicht werden.

Weitere "Preise" wurden für gefälschte Waschtisch-Armaturen, einen Eierköpfer und sogar für ein medizinisches Gerät vergeben. Die "Aktion Plagiarius" wurde 1977 von Rido Busse gegründet.


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WebReporter: guemue
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Preis, Produkt
Quelle: www.n-tv.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.02.2008 17:07 Uhr von guemue
 
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Hätte gerne die Gesichter gesehen, als der "Preis" auf der Messe vergeben wurde. Wer was über die "Aktion Plagarius" nachlesen will: http://www.plagiarius.com
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08.02.2008 18:25 Uhr von burzelmann
 
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08.02.2008 18:29 Uhr von Das allsehende Auge
 
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Hab den Favorit schon für dieses Jahr: HiPhone I32

Clip gefällig

99% iPhone lookalike (clone)
http://de.youtube.com/...


Ist sehr rar - noch - kam vor zwei Wochen auf den Markt. ,-)

Schaun wir mal wers toppt
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08.02.2008 18:54 Uhr von guugle
 
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aber: nicht schlecht kopiert
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08.02.2008 19:08 Uhr von Das allsehende Auge
 
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Zahlen / Fakten: Vorwort; Halte ich für Schwachsinn

Auszug aus der Plagiariusseite

Zahlen / Fakten:


> 10% des Welthandels sind Fälschungen und Nachahmungen

> Weltweiter volkswirtschaftlicher Schaden pro Jahr: EUR 200-300 Mrd. (Deutschland: EUR 29 Mrd.)

> Weltweiter Verlust von Arbeitsplätzen pro Jahr: 200.000 (Deutschland: 70.000)

> Drastisch steigende Beschlagnahmefälle durch den Zoll

> Zunahme von ungerechtfertigten Produkthaftungsklagen bei den Originalherstellern

***

Das Geld gehört dann nur anderen, die es sogar wahrscheinlich wieder eher ausgeben - im Geldkreislauf halten. Zu Jobs; Das glaube ich auch nicht, da viel viel mehr damit nen kleinen Euro verdienen, der auch eher wieder zurückfliest. Und der Zoll braucht ja auch Leute die eingestellt werden müssen, also ist das für Deutschland sogar ne wirklich wahre Jobbeschaffungsmassnahme.

Mein Fazit dazu ist, dass dadurch mehr Menschen mehr Geld haben und mehr Menschen mehr Jobs - und das ist wichtiger, als der verbreitete Zahlenschwachsinn. Was jetzt gerechter ist, bleibt jetzt dahingestellt. Nebenbei belebt Konkurrenz das Geschäft.
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08.02.2008 19:39 Uhr von Das allsehende Auge
 
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Kopiert ist eigentlich falsch - guugle ,-): Es kommt aus der gleichen Produktionsstätte wie das Apple iPhone - es ist sozusagen die zweite Produktionsline. Und der Touchscreen, sowie das Gehäuse ist von einem deutschen Unternehmen, der Balda AG - also soviel zu dem Verlust - den z.B. Deutschland hat.

Auszug von der Balda AG-Seite

Balda plant für 2008 Vor-Steuer-Gewinn (EBT) von 35 Millionen USD (rund 24 Millionen Euro)
Bad Oeynhausen, 7. Februar 2008.
Balda rechnet für 2008 mit einem Vor-Steuer-Gewinn (EBT) von 35 Millionen USD. Auf Basis des dem Budget zugrunde liegenden Kurses von 1,45 USD pro Euro entspricht dies rund 24 Millionen Euro. Der Umsatz wird mit 600 Millionen USD beziehungsweise mit rund 414 Millionen Euro geplant.

http://www.balda.de/

Haben die - wir das jetzt Apple oder eher CECT, Desay, Focus, etc., wie die Marken alle heissen, zu verdanken. Die Steuern hat unser Vaterstaat kassiert - wir.
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08.02.2008 19:53 Uhr von Borgir
 
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ich finde es ja richtig: dass die firmen nicht wollen, dass plagiate in umlauf gebracht werden. aber muss man die vernichten?? Leute in Afrika oder sonstwo könnten das doch tragen. die wissen gar nicht was "adidas" oder sonstwas ist.....
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08.02.2008 20:40 Uhr von cookies
 
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Plagiate bauen ist schon dreist...aber: noch heftiger finde ich es trotzdem, dass die Ware oft zerstört werden muss. Das ist Wertevernichtung!

So einen Fall habe ich vor ein paar Jahren bei uns erleben müssen. Das aus dem Umlauf gezogene Geschirr aus China musste mit Kameranachweis zerschlagen werden. Nicht einmal die Mitarbeiter durften es zu einem Spottpreis erwerben, weil der Herstellers des "Original" dies verweigerte!

Gütervernichtung in einer Welt der Rohstoffknappheit ist wirklich unter aller Sau!
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08.02.2008 22:00 Uhr von cookies
 
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Strenesse ist aber kein gutes Beispiel: So sehr du bei anderen Marken Recht haben magst,bei Strenesse habe ich das ganz andere Erfahrungen gemacht. Liet wohl daran, dass Sie Schwaben sind und bei allem Geiz einfach keinen Ramsch produzieren.

Aber generell ist der Qualitätsanspruch bei großen modemarken stark gesunken. Es ist schon heftig, wenn ein simples Oberteil schnell Farbe verliert, Geruch annimmt oder -für mich ein nicht unwichtiges Zeichen - wenn das Waschlabel aus kratzendem Papier ist!
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09.02.2008 00:15 Uhr von JustMe27
 
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@Cookies: Ich habe dasselbe heute bei einem Bericht zum selben Thema gesagt, als ich sah, das tausende von Schuhen geschreddert wurden. Fake hin oder her, in Afrika laufen die Menschen mit "Schuhen" herum, die sie sich aus Flaschen oder alten Autoreifen basteln. Da wäre es doch eine große Geste der geschädigten Hersteler, denen die Schuhe zu schenken. Kaufen könnten sie sie eh niemals.
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09.02.2008 09:18 Uhr von _BigFun_
 
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Der Grund des Vernichtens mag einigen hier nicht ganz so verständlich zu sein, ich versuchs mal halbwegs zu erklären.
Also viele Teile werden aus folgenden Gründen vernichtet:
- Gesundheitsrisiken - viele der billigstkopien wie T-Shirt´s oder Schuhe usw - wurden komplett ohne beachtung von Giftstoffen hergestellt, was bedeutet, dass die Leute duch Chemikalien im Stoff oder Leder - ungeahnten Risiken ausgesetzt werden.

- Sicherheitsaspekte - gerade Plagiate die ohne wirkliche Qualitätsprüfung hergestellt werden, bieten für Sicherheitsmängel einen gesunden Nährboden. Da wurden billige Materialien verarbeitet, Isolationswerte nicht eingehalten, Toleranzen stimmen nicht usw usw. Wer will schon, dass ihm eine Kopierte Kettensäge um die Ohren fliegt, oder das Haus abbrennt, weil die Kupferleiter zu schwach ausgelegt sind.

- Produkthaftung und Markenname - Hersteller geben unsummen an Geld aus, um ihre Produkte in neue Märkte einzuführen, und vertrauen in diese Produkte zu schaffen. Nun kommen aber die billigen Plagiate, die ähnlich aussehen - oder oftmals noch unter gleichem Namen vertrieben werden. Diese Sachen gehen oft, wegen den billigen Materialien, recht schnell Kaputt, und die Kunden wenden sich dann oftmals an die Orginalhersteller mit ihren Beschwerden und oftmals gibt es hier das Böse erwachen - aber an diesem Punkt ist auch schon das Vertrauen in die Orginalmarke gestört.


naja da gibt es noch massenweise drüber zu schreiben usw, ich hoffe ich konnte einigen etwas klarer machen, wieso es besser ist, Plagiate zu zerstören.
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09.02.2008 09:58 Uhr von sylvi
 
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Bitte nicht: noch mehr von dem Zeug nach Afrika schicken!
Klingt im ersten Moment ganz toll, aber der Billigschrott, der jetzt schon hier kursiert, langt völlig zu.
Vieles davon taugt nichts und ist oftmals auch gefährlich. Und letztendlich nicht billig, kostet manchmal mehr als das Original.
Erweitert mal Euer Denken und setzt die rosarote Brille ab.
Elektrogeräte passen meist nicht zu den Stromsystemen hier, Klamotten und Schuhe machen einheimische Hersteller kaputt, das selbe bei Lebensmitteln.

Afrika ist NICHT die Müllhalde der Welt!

Greetz aus Accra,
sylvi
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09.02.2008 11:43 Uhr von JustMe27
 
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Hallo Sylvi! Das habe ich auch nicht behauptet. Aber es gäbe für manche Fakes mit Sicherheit bessere Verwendung. Nicht alle sind schlechteste Quali, das kann man ja vorher abklären.
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09.02.2008 15:12 Uhr von designkey
 
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Ich verstehe die allgemeine Akzeptanz nicht: Zunächst einmal bin ich selber Zollbeamter und insofern sicherlich etwas vorbelastet. Täglich ziehen wir massenweise Fälschungen aus dem Verkehr.

Eigentlich müsste die deutsche Bevölkerung keine Toleranz für Produktpiraterie haben, außer Know How (dank dem wir auch Export Weltmeister sind) hat Deutschland doch nicht viel (Rohstoffe etc.).

Zudem ist allgemein bekannt das längst das organisierte Verbrechen die Produktpiraterie für sich entdeckt hat (die Camorra z.B.) da die Gewinne höher und zu erwartenden Strafen deutlich niedriger sind.
Als Käufer von Fälschungen fördert man diese!

Gefälschte Autoteile (die man eBay nicht unbedingt als solches erkennt), Arzneimittel (Viagra usw.), Zigaretten etc. können eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit sein.
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09.02.2008 17:03 Uhr von ravne182
 
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