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Großbritannien: Forscher erschaffen Embryo aus der DNA dreier Menschen

Einem Forschungsteam der Universität Newcastle ist es erstmals gelungen, unter der Leitung von Professor Patrick Chinnery einen menschlichen Embryo zu erschaffen, der die DNA von zwei Frauen und einem Mann trägt.

Dazu nahmen die Forscher einen normalen Embryo, der nur die DNA seiner beiden Eltern in sich trug, und pflanzten diesen in das leere Ei einer anderen Frau. Sinn dieses Verfahrens ist es, defekte, von der leiblichen Mutter vererbte mitochondriale DNA (mtDNA) durch die der gesunden Frau zu ersetzen.

Dies ist möglich, da sich die mtDNA nicht im Zellkern, sondern im Zytoplasma der Eizelle befindet. Von ihrer Entdeckung erhoffen sich die Forscher, in Zukunft Krankheiten wie Epilepsie, Diabetes oder Herzversagen verhindern zu können, da diese durch defekte mtDNA hervorgerufen werden.


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WebReporter: Piripri
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Mensch, Großbritannien, Forscher, DNA
Quelle: www.focus.de

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.02.2008 23:03 Uhr von Piripri
 
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Kann man die Forschung an Embryonen gutheißen? Sicherlich eine sehr schwere Frage... einerseits kann das Risiko, an schweren Leiden zu erkranken gesenkt werden, andererseits wird frisch und frei an der menschlichen DNA rumgewerkelt, ohne über die ethischen Hintergründe nachzudenken. Meiner Meinung nach ist es wirklich schwer, sich klar für oder gegen diese Entwicklung auszusprechen.
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06.02.2008 10:14 Uhr von redhairedangel
 
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Twins? da wird der film mit arnie und devito bald wirklichkeit...
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06.02.2008 10:15 Uhr von usambara
 
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06.02.2008 10:18 Uhr von Cryver_Mitzae
 
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Bei sowas frage ich mich inwie fern es weiter geht? Ich kenne das Spiel Warhammer 40´000. Was sind da? Genmanipulierte, perfekte, Menschen. Nun stellen wir uns das in unserer Welt vor, in der Realität. Die Forschung geht immer weiter und irgendwann kommt das Militär (nein, ich sage nicht welches, wir können uns nämlich denken, welches gemeint ist) und sagt "Hey, dass ist toll. Das wollen wir auch!"... ZACK... der erste Mensch wird "verbessert". Und nach einer gewissen Weile haben wir dann wirklich einen Super- Soldaten. Was machen wir dann? Neue Soldaten, neue Forschung... und es wird immer so weiter gehen bis wir uns evtl. noch alle selbst zerstören. Eine Art Wettrüsten ist soziemlich immer vorhanden, wie ich meine. Ist die eine Nation Militärisch besser werden entweder abkommen geschlossen oder man versucht mitzuhalten (ich kann mich natürlich auch Irren). Man sollte die Natur endlich in Ruhe lassen, denn wenn es so weiter geht, dann zerstören wir den Rest von Ihr, der noch vorhanden ist- und in uns (zur Zeit noch!) lebt.

Das ist meine Meinung die ich vertrete und es ist mir egal was andere sagen *g*
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06.02.2008 10:31 Uhr von Kernseife
 
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06.02.2008 10:53 Uhr von BigMad
 
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So is es doch immer Sehen wir der Wirklichkeit ins Auge....

Ich rede hier nicht von Gott, keine Sorge, der ist seit langer Zeit im Urlaub....

Was technisch und medizinisch machbar ist, wird getan.
Über die Konsequenzen machen sich Wissenschaftler zu allerletzt Gedanken, ist es nicht so?

Wenn es dann in ner Katastrophe endet stehen sie mit ungläubigen Gesichtern da, und fragen sich, wie daß passieren konnte. Es gibt genug Beispiele in der menschlichen Geschichte, das ist nicht das erste Mal, und wird auch nicht das letzte Mal bleiben.

Was wollen wir dagegen tun.....Demonstieren, Protest-Mails schreiben? Ja können wir...ändern wird sich nichts....leider.

Die Wissenschaftler spielen hier mit etwas von dem sie keine Ahnung haben was dabei heraus kommt. Wie ein Kind das die Waffe seines Papa´s gefunden hat.

Sicher hat die Embryonen Forschung Vorteile. Ganz klar.
Aber ich glaube, das die Nachteile, wenn man nicht aufpaßt extrem höher sind.

Die Natur hat 4,5 Milliarden Jahre gebraucht um unseren Planeten und uns Menschen so zu formen wie es heute ist. Wie können wir uns anmaßen zu glauben wir können es besser, vor allem in so kurzer Zeit?

die atombombe war schlimm, aber ich glaube, das das Manipulieren der DNA weitaus schlimmer ist, als alles was wir uns jetzt vorstellen können.
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06.02.2008 10:58 Uhr von dubberle
 
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Es kommt darauf an, wieviel Moral die Forscher an den Tag legen. Sicherlich besteht die Gefahr, absolut perfekte Menschen heranzüchten zu wollen. Aber davon sind wir sicherlich noch weit entfernt. Wenn es aber mit Hilfe der Forschung möglich würde Menschen beispielsweise von quälenden Allergien zu befreien, Bluter zu heilen oder auch bei Unfällen verlorene Körperteile durch echte, eigene reproduktionen zu ersetzen, dann wäre das sicherlich ein Segen für uns alle.
Mir persönlich ist es also lieber, wenn solche Forschung in einem zivilisierten Land, am besten bei uns in Deutschland, stattfindet, dann hat man die besten Aussichten, daß eine effektive Kontrolle der ethischen Prinzipien möglich ist.
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06.02.2008 11:33 Uhr von K.haos
 
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Ich muss sagen: ich bin für Stammzellenforschung. Die Embryonen können weder fühlen noch sonstwas (solang se noch klein genug sind) und solang das vielen Menschen helfen kann seh ich da kein Problem sondern eher mehr Chancen und möglichkeiten.
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06.02.2008 11:41 Uhr von Cryver_Mitzae
 
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@dubberle: Klar, wenn ich die 100%ige Sicherheit hätte, dass es nie für Militärische Zwecke genutzt werden würde, dann wäre es in Ordnung. Ich bin Allergiker und würde mich über Heilung freuen, da ich, aufgrund meiner Allergien, den Sommer richtig hasse. Die einfachsten Dinge sind für mich eine derartige Qual, dass ich teils nach 3 Stunden daran denke mir die Nase irgendwie zu entfernen, da ich es nicht mehr aushalte. Bluter heilen ist natürlich auch sehr gut und verlorene Körperteile durch ein "original" zu ersetzen ist auch nicht schlecht... Aber gerade bei letzterem ist meine Frage: Wie? Einen einzelnen Arm kannst du nicht einfach "erschaffen". Also musst du einen Menschen erst "erschaffen" um dem dann den Arm abzunehmen und dem anderen Menschen zu geben. Und da drängt sich mir die Frage auf- der erschaffene Mensch ist ein Mensch und müsste so etwas freiwillig tun, wird er es nicht tun, wird er gezwungen. Hat ein solcher Mensch dann überhaupt Rechte? Oder ist er wie ein Roboter, man erschafft, man benutzt und man wirft weg? Wie BigMad schon geschrieben hat, die Natur hat ganze 4,5 MILLIARDEN JAHRE (!!!) gebraucht, um uns und den Planeten zu schaffen, wie er ist- und das wollen WIR jetzt ändern? Ebenfalls, wie er sagte, es gibt viele Punkte wo wir sehen, was die Forschung gebracht hat. Klar, Atom Energie ist schön- vorallem schön billig. Und was ist auch durch Atom Forschung gekommen? Genau, die Atombombe. Es ist mir egal in wie fern es zeitlich auseinander liegt oder so, aber alleine die Tatsache, dass etwas gutes meist etwas negatives zur Folge hat, lässt mich zweifeln.

"Mir persönlich ist es also lieber, wenn solche Forschung in einem zivilisierten Land (...) stattfinden, dann hat man die besten Aussichten, daß eine effektive Kontrolle der ethischen Prinzipien möglich ist."
Klar, dass ist gut. Aber überall, in jedem Land, gibt es schwarze Schafe. Und wenn, angenommen in einem zivilisierten Land werden solche Forschung gemacht und dann "erfolgreich" fertig gestellt, so dass es öffentlich verfügbar wird... Was meinst du wie lange es dauert, bis das Militär oder einen nutzen in dieser Sache sieht? Es ist einfach zu gefährlich die Natur zu verändern! Menschen sind nicht perfekt und viele wollen nur Eigennutz ziehen oder meinen, sie würden einen gefallen tun, wenn sie etwas tun, was sie für richtig halten- obwohl es katastrophale Auswirkungen haben könnte bzw. hat...
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06.02.2008 12:29 Uhr von Beergelu
 
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Also: Nach 4,5 Mrd. Jahren laufen zufällig wir Menschen auf diesem Planeten rum. Evolution ist nicht Zielgerichtet.
Und es hat nicht mal 4 Mio. Jahre gedauert, bis aus einem schimpansenartigen Australopithecus der Mensch entstanden ist. Also sollten wir mal auf dem Boden der Tatsachen bleiben, zumal wir zum Großteil immer noch rein Instinktgesteuert sind.
Die Stammzellenforschung forscht an Zellen, die nicht über das 32-Zellstadium heraus ist, da dann die Gastrulation einsetzt und sich die Zellen anfangen zu spezialisieren. Abtreibung hingegen ist noch ziemlich lange erlaubt und zwar bis fast alles Organe angelegt sind, wenn ich mich jetzt recht entsinne. Auf jeden Fall ist hier eine riesen Diskrepanz vorhanden.

Theoretisch ist es möglich, aus Stammzellen gezielt Arme zu züchten, wodurch ein "Zucht-Mensch" nicht benötigt wird, aber das dauert noch.


Und wo wir das schon hatten, mit der Natur und der Evolution: Habt ihr mal überlegt, das durch die heutige Medizin keine natürliche Evolution mehr vorhanden ist, sondern eher der Genpool der Menschheit degeneriert und verkümmert? Deswegen ist die Stammzellenforschung ja so wichtig. Gendefekte müssen wieder aus diesem Genpool verschwinden und einen anderen weg gibt es dafür nicht.
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06.02.2008 12:55 Uhr von BigMad
 
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@Beergelu: Schon klar, ich habe ja geschrieben unser PLANET und wir Menschen, das nicht wir Menschen seit 4,5 Milliarden Jahren hier rumlaufen is auch klar.

Es ist auch richtig das wir es nur den natürlichen Vorraussetzungen und damit auch der daraus resultierenden Evolution zu verdanken haben das wir heute Kommentare abgeben.

Natürliche Evolution findet beim Menschen immer noch statt, aber ich gehe davon aus, das sie durch die heutige Medizin etwas beschleunigt abläuft, vielleicht um 100 Jahre? Ist glaube ich nicht von der Hand zu weisen.

Gendefekte gibt es schon seit Anbeginn der Menschheit, ob es heute mehr sind als vor 1000 Jahren - wahrscheinlich ja, ob das allerdings immer mit unserer Medizin zu tun hat - nur vielleicht. Auch Umwelteinflüße - natürlich von uns gemacht spielen auch eine Rolle - als Beispiel.

Ich glaube aber, das die Evolution das von selbst regelt was aus uns wird. Und ob wir der Evolution ins Handwerk pfuschen sollten - wage ich zu bezweifeln....
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06.02.2008 14:15 Uhr von Earendil45
 
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Evolution: Also ob die Evolution irgendetwas "regelt" bezweifle ich doch sehr stark. Das ist schließlich kein aktiv gesteuerte Prozess, sondern passiert passiv, mehr oder weniger durch zufall.
Ich stimme Beergelu durchaus zu, dass der Mensch in der Lage ist sich ein wenig vom Evolutionsdruck zu befreien, indem er immer unabhängiger von seiner Umwelt wird. Ob der Genpool allerdings "verbessert" werden kann ist eine andere Frage. Ein genetisches Manko könnte sich über kurz oder lang zum Vorteil entwickeln. Der Mensch existiert aus evolutionsbiologischer Sicht noch nicht allzulange. Und die Evolution selbst zu steuern ist auch erst möglich wenn der Mensch auch das kleinste Molekül nach seinen Wünschen gestalten kann. Und selbst dann kanns noch irgendwelche Zufälle geben...

Zum Thema: Ist sicherlich ein zweischneidiges Schwert das Ganze. Sowohl in positiver Hinsicht als auch in negativer Hinsicht erreicht die Genforschung eine unermessliche Dimension. Zugegeben war ich auch erstmal geschockt weil ich das aus ethischer Sicht schon beunruhigend finde. Andererseits hat man aus medizinischer Sicht unendliche Möglichkeit. Aber wenn man da mal weiterdenkt (angenommen man verwendet das nur für med. Zwecke was wohl nicht passieren wird) tauchen dann auch wieder ganz neue Probleme auf (z.B. die Ausschaltung eines natürlichen Todes). Ich finde es schwer zu dem Thema ne klare Meinung zu haben. Denke aber mal, dass sich die Genforschung über kurz oder lang durchsetzt und sich das ganze (evolutionsbedingt ;) ) selbst reguliert...
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06.02.2008 15:32 Uhr von BigMad
 
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@ Earendil45: Ich glaube ich hab mich etwas schlecht ausgedrückt was das "regeln" der Evolution betrifft. Sicher ist es kein aktiver Prozess in dem Sinne das man es als "gesteuert" betrachten könnte. Das würde die Existenz auf ein höher gestelltes "Wesen" (Gott, Allah - was auch immer) hindeuten, was ich stark bezweifle ( oh je - jetzt krieg ich Minus).

An E.T glaub ich schon eher. *grins*

Ich wollte damit sagen, das die Natur bzw. die Evolution einen Weg findet (nicht gesteuert), das bedeutet für mich, das die menschliche Rasse überlebt - oder schlichtweg ausstirbt, so wie es seit Beginn unseres Planeten schon millionenfach passiert ist und mit Sicherheit die nächsten 4,5 Milliarden Jahre passieren wird. Dann bläst uns die Sonne sowieso das Licht aus.....

Ich hoffe ich hab mich jetzt einigermaßen so ausgedrückt wie ich es schon zu Beginn sagen wollte.

Ich wollte eigentlich nur zur Vorsicht vor dieser "Technologie" warnen, denn eins sollte uns allen klar sein, in diesem Bereich kann man nichts mehr rückgängig machen, wenn ein "Fehler" passiert.

In diesem Sinne......
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06.02.2008 23:18 Uhr von cheetah181
 
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@Beergelu, BigMad & Weltuntergangstheoretiker: @Beergelu: Ich denke es macht keinen Unterschied, ob der menschliche Genpool "verkümmert": Genetisch bedingte Krankheiten die wir medizinisch heilen können, dürften ja in Zukunft kein Problem darstellen. Und wenn wir diese Krankheiten nicht heilen können, dann wirkt meist eben doch die "gute alte Evolution"...

@BigMad: "Natürliche Evolution findet beim Menschen immer noch statt, aber ich gehe davon aus, das sie durch die heutige Medizin etwas beschleunigt abläuft, vielleicht um 100 Jahre?"

Du meinst sicher, dass wir durch die Medizin Krankheiten heilen können, die früher tödlich waren?
Dann ist das nämlich eigentlich der gegenteilige Effekt zur Evolution. Wenn wir die Gene, die diese Krankheiten zulassen oder sogar erzeugen ändern könnten, dann könnte man das theoretisch als eine Art Evolution bezeichnen. Wenn wir aber die Krankheiten auf die normale Art heilen und so die Menschen mit dem unangepassten Genmaterial ihre Gene weitergeben, dann widerspricht das der Evolution sogar. (und das soll keine Wertung sein)
Trotzdem gebe ich dir recht, dass wir teilweise noch der Evolution unterworfen sind. Sieht man zum Beispiel an der Sichelzellanämie in Afrika, die dort verstärkt auftritt, weil sie gegen Malaria immun macht.

@alle, die glauben die Welt geht unter sobald sie das Wort "DNA" oder "Gen" lesen:
Hier geht es weder um Klone, noch um Gentechnik im allgemeinen Sinn. Ist praktisch nur eine schwierigere "Befruchtung im Reagenzglas". Und die wird schon seit Jahren eingesetzt um Paaren mit Fruchtbarkeitsproblemen zu helfen, ohne dass uns Zombieklone überrannt haben oder Gott uns mit seinem Zorn getroffen hat...

Vorbehalte gegen bestimmte Gentechnik und zwielichtige Forschung: Gerne! Aber bitte informiert und nicht zu einem Thema, das nichts damit zu tun hat.
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07.02.2008 00:11 Uhr von RitterLorion
 
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Ich finde es ja immer sehr scheinheilig wenn hier Leute davon sprechen das wir der Natur nicht ins Handwerk fuschen sollen. Wenn wir das nämlich nicht tun würden, dann müssten wir Babys mit Gendefekt, z.b. Daumsyndrom, nach der Geburt einfach sterben lassen.
Denn genau so funktioniert die Evolution.

"Die Natur hat 4,5 Milliarden Jahre gebraucht um unseren Planeten und uns Menschen so zu formen wie es heute ist. Wie können wir uns anmaßen zu glauben wir können es besser, vor allem in so kurzer Zeit?"
Wie ganz richtig gesagt wurde: Wir können glauben es besser zu können, weil wir zielgerichtet denken können. Statt in 2 Millionen Jahren eine Erbkrankheit auszumerzen, weil die Menschen die sie haben im durchschnitt unterproportional wenige Kinder bekommen (wie es der Weg der viel ethischeren Natur wäre), können wie entsprechende Gendefekte pränatal beheben. Vielleicht jetzt in diesem Moment nochnicht, aber sicherlich schneller als es die Natur schaffen würde.

MfG
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07.02.2008 12:58 Uhr von Amöbius
 
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Titel Irreführend: Hier wurde kein Embryo aus der DNA von 3 Menschen gemacht, das geht auch gar nicht. Man hat die Genkombination von 2 Personen (Mann und Frau) in eine leere (!!) Eizelle eingepflanzt.

Eigentlich wurde hier lediglich frische Mitochondrien DNA (mDNA) eingebracht.
Falls das einige nicht wissen, Mitochondrien sind relativ autarke Einheiten mit eigener DNA und werden durch den Inhalt der Eizelle über die Mutter vererbt. Defekte Mitochondrien sind keine Seltenheit und oft Verursacher von Späterkrankungen. Aber bei einigen Frauen kommt es je nach Veranlagung zu einer "vererbaren Häufung" von defekten Mitos, was in wirklich schweren Krankheiten endet.

Hier wird also nicht das menschliche Erbgut verändert. Im Prinzip werden der Frau einfach "neue Kraftwerke" mitgegeben. Gesunde Mitochondrien haben alle dieselbe DNA.
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08.02.2008 00:33 Uhr von cheetah181
 
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@Amöbius: Da die mt-DNS zur menschlichen DNS dazugezählt werden kann (Mitochondrien sind seit Millionen Jahren keine selbständigen Lebewesen mehr ;) ) macht der Titel doch noch einigermaßen Sinn: mt-DNA vom dritten Menschen.
Aber dass man sich beim Titel zuerst was anderes denkt stimmt, da gebe ich dir recht.
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08.02.2008 15:41 Uhr von Amöbius
 
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@cheetah181: Ja sicherlich wird sie mitgezählt, aber nur weil sie eben mitvererbt wird. Verändert man aber mtDNA, verändert man noch lange nicht die "echte" DNA. In diesem Fall wird noch nichteinmal verändert, sondern nur ausgetauscht was es eh schon gibt und einfach verloren gegangen ist.

Also nix mit in die Evolution eingreifen, oder sogar Gott spielen.
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08.02.2008 19:46 Uhr von cheetah181
 
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@Amöbius: "Also nix mit in die Evolution eingreifen, oder sogar Gott spielen."

Klar, das hab ich ja oben genauso geschrieben bzw. gemeint.

Aber ein normales Kind hat mt-DNS von der Mutter, einen halben Chromosomensatz von der gleichen Mutter und einen halben vom Vater.
Der Embryo aus der News hat mt-DNS von Mutter 1, Chromosomen von Mutter 2 und Chromosomen vom Vater. Also DNS dreier Menschen:
Will damit nur sagen, dass der Titel nun nicht wirklich irreführend ist...

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