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Schweiz: Priester beging nach Pädophilie-Vorwürfen Suizid

Eine regelrechte Hetze in den Medien hat ein katholischer Priester im Schweizer Neuenburg offensichtlich nicht mehr verkraftet: Ihm war eine pädophile Vergangenheit vorgeworfen worden. Anfang der 80er Jahre soll er dieser Neigung nachgekommen sein. Am Sonntag beging er Selbstmord.

Im Jahr 2001 hatten die Behörden auf die Anschuldigungen gegen den Priester nicht mit einer Verfolgung reagiert, da die Tat nach 20 Jahren verjährt gewesen sei.

Die Kirche hatte seinerzeit zwei psychiatrische Gutachten erstellt, die ergaben, dass der Beschuldigte sich im Griff habe. Da nun im Abschiedsbrief des Geistlichen "ich kann nicht mehr" steht, wirft seine Familie jetzt den Medien eine Mitschuld vor.


WebReporter: Luckybull
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Schweiz, Vorwurf, Priester, Suizid, Pädophil, Pädophilie
Quelle: www.blick.ch

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.02.2008 09:31 Uhr von Teufelsgeiger
 
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05.02.2008 09:45 Uhr von Noseman
 
+9 | -3
 
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"regelrechte Hetze": " Die Presse habe das Schweigen gebrochen, das jahrelang in der katholischen Kirche vorgeherrscht habe.

Demgegenüber machte die Familie des aus dem Leben geschiedenen Priesters das Recht auf Vergessen geltend."


Wohlgemerkt, die Familie bestreitet die Tat nicht, sie fände es nur angemessen, wenn nach soooo langer Zeit (20 Jahre, die Opfer dürften also etwa Anfang bis Mitte Dreißig sein) "Vergessen" würde.

"VErgessen". nicht Vergeben, nein: "Vergessen".

Die Familie und alle anderen wissen also ofensichtlich ganz genau, dass es hier nicht um einen "Verdacht" ode rum einen "vorwurf" gewht, sondern dass ganz im Gegenteil die Presse der Schweiz zu recht dagegen angegangen ist, das solch (wie wir aus den USa wissen) zahlreichen Vorfälle einfach unter den Tisch gekehrt werden.

Natürlich ist auch hier der Täter nur ein Opfer. Er hat sich eingebildet, dass seine Taten legitim seien, dass er von seiner Kirche gedeckt würde.

Aber dazu war er halt nur ein zu kleiner Fisch. Auch mein Mitleid hält sich hier in Grenzen.
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05.02.2008 09:57 Uhr von LoneZealot
 
+5 | -4
 
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Schlimm: Es war nicht bewiesen und es gilt auch in der Schweiz, wie " Oberlehrer" bereits erwähnte, die Unschuldsvermutung.

"Ein katholischer Priester, der Schuld empfindet, sollte aber andere Wege finden, sein Gewissen reinzuwaschen."

Wenn er kein Verbrechen begangen hat, dann braucht er sich auch nicht schuldig fühlen. Wenn er denoch schuldig gewesen wäre, dann hätte er die Tat zugeben müssen um dafür zu sühnen.

"Wohlgemerkt, die Familie bestreitet die Tat nicht, sie fände es nur angemessen, wenn nach soooo langer Zeit (20 Jahre, die Opfer dürften also etwa Anfang bis Mitte Dreißig sein) "Vergessen" würde."

Tja, das ist das eigentlich Unfassbare an der Sache. Nach dem Motto "Stell Dich nicht so an!"

"Natürlich ist auch hier der Täter nur ein Opfer. Er hat sich eingebildet, dass seine Taten legitim seien, dass er von seiner Kirche gedeckt würde."

Ein durchschnittlich intelligenter Mensch weiss aber das solche Taten nicht legitim sein können, egal ob jemand ihn deckt.

Das könnte letzendlich der Grund für den Suizid sein.
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05.02.2008 10:02 Uhr von ingo1610
 
+7 | -2
 
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@teufelgeiger: hättest du den Text gelesen wüßtest du das es nur ein Vorwurf war, aber ob er in dem zusammenhang etwas gemacht hat weiß niemand.

Aber bei dem heutigen Bild-Volk reicht es wenn es irgendwo geschrieben steht das er was gemacht haben soll.
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05.02.2008 10:24 Uhr von LanceLovepump
 
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welche medienhetze? höre als schweizer das erste mal davon!

und wenn die familie es vergessen will, dann war da ja doch etwas.

das fass war also schon voll, der priester wartete nur noch auf den letzten tropfen. der kam jetzt wohl und zack bumm "peng"! jetzt muss er sich ja nicht mehr mit seinem schlechten gewissen rumplagen.

das war eine einfache wahl: feige sau. kann nicht mal für seine sünden grade stehen.
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05.02.2008 11:28 Uhr von vostei
 
+3 | -1
 
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@ LanceLovepump: anderen Quellen zufolge hatte er seine Tat gestanden, obwohl sie verjährt war und sich einer intensiven Langzeittherapie unterzogen... - nur so nebenbei.
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05.02.2008 11:29 Uhr von Hady
 
+3 | -2
 
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Naja Den Selbstmord könnte man jetzt natürlich als spätes Schuldeingeständnis interpretieren. Wenn man es denn wollte.
Ich persönlich allerdings finde es beruhigend, dass man - zumindest offiziell - hier in Europa unschuldig ist, bis die Schuld bewiesen ist. Der Mensch an sich hält es ja gerne anders herum, wie man an der Hetzkampagne gegen diesen Pfarrer sieht.
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05.02.2008 11:33 Uhr von uhlenkoeper
 
+3 | -3
 
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@LanceLovepump: Wenn Du als Schweizer zum ersten Mal davon hörst, dann wundert es mich doch. Dieses Thema rauscht laut google seit einiger Zeit nämlich gewaltig im eidgenössischen Blätterwald !

Und so sehr ich Pädophilie verachte und diese Menschen gern so weit und sicher wie möglich weggeschlossen sähe:
in diesem Fall war scheinbar überhaupt nicht erwiesen, dass die VORWÜRFE (mehr war es noch nicht !) stimmen. Und solange hat dieser Mann eben auch als unschuldig zu gelten, was ja durchaus gewisse Vorsichtsmaßnahmen möglich macht (z.B. dass er bis zur Klärung der Vorwürfe keine Kindergruppen betreuen darf). Es hat nicht nur hierzulande schon Menschen gegeben, die aufgrund falscher Anschuldigungen wegen eines angeblichen Sexualdeliktes bestraft wurden !!!

Wenn es jemand als "gerecht" ansieht, dass der Priester jetzt aufgrund des medialen Druckes Selbstmord begangen hat, dann kann der nicht ganz dicht sein. Das wäre eine indirekte Form der Lynchjustiz. Nicht mehr und nicht weniger. Diese Arbeit steht aber nur der Justiz zu, auch wenn die nicht perfekt ist. Sonst würde umgehend Anarchie herrschen.

Auf den Prüfstand gehört für mich schon lange zweifellos die Frage, ob die Verjährungsfrist für Sexualdelikte nicht wie bei Tötungsdelikten unbegrenzt aufgehoben werden sollte. So wären solche Taten auf jeden Fall das ganze Leben eines Opfers lang zu ahnden und kein Täter könnte sich sicher fühlen.

Aber jemanden in den Tod zu treiben, halte ich nie für gerechtfertigt. Und dass die Medien grausam und gnadenlos sein können und oftmals auch sind (manchmal auch bewußt an der Realität vorbei, wenn es nur die Auflagen steigert), davon kann so mancher Zeitgenosse schon ein leidvolles Lied singen ! Es hat durchaus schon Unschuldige gegeben, die durch die Medien erst zu Tätern und damit dann kaputtgeschrieben wurden.

Also bitte etwas vorsichtiger !
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05.02.2008 12:31 Uhr von Cheshire
 
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"vergeben" und "vergessen": ich lese hier mehrfach daß die familie des priesters die tat nicht bestritten hat... gut das kann man so interpretieren daß da etwas war... aber man kann sich auch mal überlegen daß der priester selbst es jetzt schon jahrelang bestritten hat und die presse nicht los lässt (das ganze wurde ja wohl schon 2001 aufgerollt...)
und daß die familie möchte daß es vergessen wird heißt nicht daß etwas da war sondern nur daß die vorwürfe vergessen werden sollten... klar kann man auch da die schuld raus interpretieren... oder vielleicht doch einfach nur der wunsch daß jetzt endlich ruhe herrschen sollte...?
vergeben haben sie wohl absichtlich nicht gesagt weil laut allem was man lesen kann bisher nicht ein beweis vorliegt daß etwas zu vergeben sei...

Aber macht ruhig weiter damit jetzt auch noch hier die einzelnen sätze zu einer verschwörung zu interpretieren... ungeachtet der tatsache daß KEINER von euch irgendwas über die tat - und damit meine ich auch die frage ob es sie gegeben hat - weiß und keiner von euch das recht hat vom hörensagen über ihn zu urteilen... ihr verdreht euch hier sätze damit ihr bloß nicht darüber nachdenken müsst daß er vielleicht tatsächlich unschuldig gewesen ist... wer von euch kann mit dem wissen daß er jetzt hat diese möglichkeit wirklich ausschließen? findet ihr daß ein vorwurf gegen jemanden (da gibts viele gründe weswegen man den starten kann), eine zeitung die das pusht und ein beschuldigter der dem öffendlichen druck nicht mehr gewachsen ist wirklich schon eine beweiskette ist? muss ein suizid ein schuldgeständnis sein? muss vergessen automatisch meinen daß die tat selbst vergessen werden soll (und nicht der hype mit der presse etc)...

ach und crooz: ich nehme an du befindest dich oft genug in einem umfeld in dem das christentum im hintergrund ist und andere religionen im vordergrund sind so daß du da die medien verfolgen kannst? denk dran: in christlichen ländern gibt es mehr nachrichten über das christentum als über die anderen religionen... über kindesmißbrauch in div. anderen ländern hört / sieht / liest man eh eher wenig oder? daraus eine verallgemeinerung zu machen ist mit sicherheit nicht zulässig... zumal du jetzt die beispiele die in den medien waren als allgemeingültige aussage für alle christlichen priester ansetzt... das könnte man schon fast als Verleumdung betrachten... und menschliche imperfektion als schuldgeständnis zu werten ist wohl auch wenig sachlich... aber n tolles beispiel für das was ich eben geschrieben habe... keine tatsachen aber dafür ne ganze menge zusammengestrickter "eingeständnisse" und pseudo-tatsachen durch willkürliche "statistiken"... man muss nicht lange nachdenken wenn man das hier liest um zu sehen was mit dem priester passiert ist nachdem die vorwürfe gegen ihn kamen... seht euch mal um... jemand macht einen vorwurf und selbst mit den 10 zeilen text hier die hier sind dreht ihr ihm einen strick... sowas wie ihr hier jetzt auch macht hält keiner lange aus... keiner von euch benutzt fakten aber jeder dreht die sätze bis sie als beweis gelten könnten... wenn man das hier so ansieht weiß man sehr schnell wieso jemand sich das leben nimmt wenn solche vorwürfe kommen - ob gerechtfertigt oder nicht...
Dadurch daß die justiz es nicht aufgerollt hat hätte er nie seine unschuld beweisen können... und dank leuten die dann jeden satz solange verdrehen bis es ein schuldgeständnis ist musste er wohl irgendwann gehen, selbst wenn er unschuldig war... aufgehört hätten die vorwürfe so wie ihr sie selbst aus 10 zeilen macht nie...
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05.02.2008 12:46 Uhr von uhlenkoeper
 
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@crooz: >>pädophile neigung gehört zum alltag christlicher priester.
in keiner religionsgemeinschaft ist der kindesmissbrauch so verbreitet wie unter christlichen "würdenträgern".<<


Wow, das belege mal bitte !
Der Anteil von Pädophilen unter christlichen Priestern wird derzeit von seriösen Quellen mit 3-5% angegeben.
Das sind unbestreitbar 3-5% zu viel, aber mit Sicherheit nicht genug, um ALLE Priester als Pädophile zu bezeichnen, wie Du es tust.

Dass es keine Pädophilen in anderen Religionen gibt, ist zudem blanker Unsinn. Darüber gibt es jede Menge Artikel in web zu finden. Pädophilie ist nicht abhängig vom Katholizismus, dort allerdings besonders angreifbar, weil es eine populistisch naheliegende Erklärung (Zölibat) dafür gibt.

Allerdings ist eines auch klar:
es ist unhaltbar, dass die katholische Kirche solche Zustände nicht rigoros ahndet !
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05.02.2008 15:43 Uhr von flokiel1991
 
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Habt: ihr mal die verlorene Ehre der Katharina Blum gelesen, da stirb auch wer wegen den Medien.
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05.02.2008 17:31 Uhr von remyden
 
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Der scheint: keinen guten Draht zu seinem Gott gehabt zu haben, Ober versteht der kein Schweizerdeutsch??
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05.02.2008 21:55 Uhr von cookies
 
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und was macht die Kirche? Vermutlich wiegt der Selbstmord stärker als der begangene Delikt vor 20 Jahren. Vermutlich wird der Priester nicht kirchlich beerdigt (Priester impliziert Katholik!), anstelle Aufklärungsarbeit zu leisten!

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