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Finanzminister kritisiert prominente Steuerflüchtlinge wie Beckenbauer und Schumacher

Wie die "Süddeutsche Zeitung" in ihrer Samstagsausgabe berichtet, hat sich Bundesfinanzminister Peer Steinbrück in einem Interview unter anderem auch über Franz Beckenbauer und Michael Schumacher geäußert.

"Ich finde, sie sind verpflichtet, dieser Gesellschaft etwas zurückzugeben". Dies sagte er auch im Zusammenhang zu ihren Wohndomizilen im Ausland. Die Grundvoraussetzungen zu ihrem finanziellen Wohlstand habe jedoch die Bundesrepublik mit ihren guten Bedingungen geschaffen.

Zufrieden äußerte er sich zu den Plänen, die Verdienstobergrenzen für Profifußballer festzulegen. Zu den Führungskräften in der Wirtschaft meinte er: "Ich erwarte von der Manager-Elite […] Augenmaß zu bewahren und nicht durch Maßlosigkeit […] das Modell der sozialen Marktwirtschaft zu erschüttern."


WebReporter: jsbach
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Steuer, Michael Schumacher, Finanz, Finanzminister, Becken
Quelle: www.n-tv.de

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38 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.02.2008 12:24 Uhr von jsbach
 
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Ich finde die Einkünfte eines Fußballprofis mit acht Millionen Euro im Jahr und einem Bankmanager mit 15 Millionen Euro per Anno, da ist das Ende der sozialen Gerechtigkeit schon weit überschritten. Mir ist bewusst, dass es auch andere Ansichten gibt, aber ich teile die Meinung des Schriftstellers Günter Wallraff; „Die Reichen werden immer reicher und die Armen immer zahlreicher“.
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02.02.2008 15:42 Uhr von maflodder
 
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Nesselsitzer Zum Teil Zustimmung.

Aber ich bin dafür das man endlich diese Dinge anspricht.
Wer schon genug hat, der kann sich verpissen.
Die "kleinen" Otto Normalverbraucher sind gezwungen hier zu versteuern.

Es muss ein Anfang gemacht werden.

Vieles richtig was du schreibst. Es muss ein kompletter Wandel her, das System komplett überarbeitet werden.

Die Schieflage wird immer katastrophaler, es wird kollabieren.
Ich denke auch die Reichen sind nicht daran interessiert irgendwann vom verzweifelten Mob den Kopp eingeschlagen zu bekommen.

Und deswegen...divide et impera.
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02.02.2008 16:04 Uhr von b0Mb3Rb00M
 
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Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen schmeissen.

Ja die soziale Gerechtigkeit...

Ist es sozial oder gerecht wenn sich Politiker die als Volksvertreter gewählt wurden sich durch Lobbyarbeit und zusätzliche hochbezahlte Posten in der Industrie von eben dieser bei beinahe jeder Entscheidung beeinflussen lassen?
Anstatt auf prominente Zielscheiben zu verweisen sollte der werte Herr Steinbrück doch eher mal hinterfragen was von einer Demokratie noch übrig bleibt wenn das Land von heuchlerischen Industrie-Bimbos gelenkt wird die wiederstandlos Gesetze und Rahmenbedingungen schaffen um der vorherschenden Wirtschaft und damit sich selbst noch mehr Geld in die Tasche zu erwirtschaften.
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02.02.2008 16:34 Uhr von _BigFun_
 
+8 | -1
 
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Steuersenkung für Reiche haltet mich nun nicht für ganz Bekloppt ;)
Aber überlegt mal - Solche Promis wie Schumacher und Co. wandern mit ihren Millionen in´s Ausland ab, weil sie hier in Deutschland, ansonsten an den Staat unsummen an Steuern Löhnen müssten. Da ist das ja logisch - NUR - würden sie dazu animiert hier im Lande zu bleiben, durch weniger Abgaben, dann würden sie ja die Mehrheit ihres Geldes hier lassen, also würden zB Deutsche Firmen Geld daran verdienen, deren Villen zu bauen, oder andere Sperenzchen der Reichen zu verwirklichen, ihre Angestellten wie Putzfrau, Gärtner, Sekretärin usw - wären auch eher aus unserem Lande. Im Endeffekt würde so der Staat und das Volk von den Reichen profitieren. Oder sehe ich das Sooo falsch ?
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02.02.2008 16:40 Uhr von algates
 
+8 | -0
 
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Sehr witzig soll er sich mal an die eigene Nase fassen und sich fragen, warum er selbst über sein Einkommen abstimmen darf.
Im Gegensatz zu ihm haben Schumacher und Beckenbauer sich ihr Einkommen auf dem Markt durch Angebot und Nachfrage "verdient" und machen bloß das, was auch jeder andere vernünftig denkende Mensch machen würde: Es einstecken und versuchen zu sparen. Wieso sollte ein Schumacher dem deutschen Staat Geld schenken, nur damit sich irgendein Minister die Taschen füllen kann?
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02.02.2008 16:54 Uhr von uhlenkoeper
 
+5 | -6
 
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@_BigFun: Ja, das siehst Du falsch.
Denn ihre Häuser werden nicht zwangsläufig durch deutsche Bauunternehmer gebaut, ihre Putzfrau und ihr Gärtner sind nicht zwangsweise Deutsche (wohl eher nicht, weil es auch da ganz legal "billigere" Arbeitskräfte gibt; Beispiel: Dieter Bohlen), die Superreichen halten sich nicht ständig hier im Lande auf wie Otto-Normalbürger, sondern jetten mal eben zum Einkaufen nach Mailand, zur Oper nach New York, zum Arzt nach Los Angeles, zum Essen nach Paris etc. etc. etc.

Wer meint, mit Steuergeschenken die Superreichen und Promis im Lande halten zu können, der wird sich vermutlich bald enttäuscht sehen. Egal, wie viele Millionen jemand hat, er ist meist in den eigenen Augen immer noch nicht "reich genug" und hat in seinen Augen "nichts zu verschenken".

Ich kann eigentlich Peer Steinbrück nur beipflichten:
wer die Vorzüge unseres Landes genossen hat, der hat auch eine Verpflichtung diesem Land gegenüber.
Oder um es anders auszudrücken:
indem M.Schumacher oder F.Beckenbauer ihr Vermögen ins Ausland "retten", entziehen sie nachfolgenden Kindergenerationen (außer ihren eigenen Sprößlingen) die Grundlage für etwas, was ihnen selbst geboten wurde: eine gute Ausbildung oder der Karriereweg !
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02.02.2008 16:56 Uhr von uhlenkoeper
 
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Ergänzung : Eine gute Ausbildung auch für die Kinder, die nicht mit dem goldenen Löffel im Mund geboren wurden.
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02.02.2008 17:00 Uhr von OngBak
 
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...und ich kritisiere Herrn Steinbrück, dass die Pendlerpauschale von Millionen von Arbeitnehmern
gestrichen wird.

Erst mal an der eigenen Nase packen, bevor man über andere urteilt, Herr Steinbrück!!
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02.02.2008 17:24 Uhr von uhlenkoeper
 
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@isolde63nbg: Jepp, ich glaube wirklich, dass auch die "paar Millionen" aus Steuergeldern von Leuten wie Schumacher und Beckenbauer beitragen können zu einer besseren Ausbildung von Kindern.

Natürlich gebe ich Dir recht, dass verdammt viel Schmuh mit Steuergeldern auf Seiten von Politik und Verwaltungen getrieben wird. Kein Thema. Aber ist das ein Grund, die mittleren und unteren Einkommen, den Mittelstand und die kleinen Selbstständigen auszubluten und die großen Einkommen zu hätscheln ?

JEDER hat eine Verantwortung für die nachfolgenden Generationen. JEDER, nicht nur die Mittelschicht, die immer mehr dahinschmilzt, weil die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander driftet.

Und was den Neid in Deutschland angeht, über den sich der "arme" Jaguarfahrer echauffiert:
das Phänomen hat nichts mit einem deutschen "Charakteristikum" zu tun. Das ist schlicht überall dort vorhanden, wo die Diskrepanz zwischen Arm und Reich groß ist. Auch in Amerika kann man das erleben, sogar in der angeblich so liberalen und Geldfreundlichen Schweiz (weiß ich aus eigener Erfahrung).
Dann zu jammern, man müsse seinen Reichtum "verstecken", halte ich für frech. Man kann seinen Reichtum auch etwas weniger raushängen lassen. Geht auch. Nur der Sinn von Statussymbolen ist in der Regel ja, dass man damit angeben kann. Wenn man das aber tut, dann muß man sich eben auch daran gewöhnen, dass nicht nur Bewunderung, sondern bei manchen , denen das Leben weniger gut mitgespielt hat, auch Frust die Folge ist.

Beispiel gefällig ?
Maria Furtwängler, die Schauspielerin und Frau des Verlegers Hubert Burda,hat mal in einem Interview gesagt:
"Unsere Kinder müssen von allem Geld, was sie bekommen -egal ob Taschengeld oder Geschenke- 10% zurücklegen und spenden für Kinder, denen es nicht so gut geht wie ihnen. Wir haben eine soziale Verantwortung gegenüber anderen."
Diese Frau hat so etwas von Recht. Nur leider gilt heute nur noch ich,ich,ich. Egal, wie dick das Bankkonto ist.

Und bevor Du mich mißverstehst:
ich gehöre nicht der "HartzIV-Kaste" an und schreibe aus Neid oder Mißgunst. Alles andere als das. ;-))
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02.02.2008 17:41 Uhr von hwidera
 
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da regen sich wieder mal gerade die richtigen auf. Ich findes es wirklich hirnrissig, wenn Politiker Gesetze erlassen und sich dann beschweren, wenn jemand diese nutzt. Das gleiche gilt für den Nokia-Fall. Erst den Firmen Millionen in den Hintern stecken und sich dann darüber aufregen, wenn die ins Ausland gehen nachdem sie das angebotene Geld genommen haben. Wenn mit dem Geld die Arbeitsplätze gesichert werden sollten, hätte dies eben einfach vertraglich vereinbart werden sollen. Bei jedem Autokauf für 100 Euro wird ein Vertrag geschlossen - aber wenn es um solche Beträge geht, sollen die Herren alle zu blauäugig gewesen sein sollen??? Also entweder wird hier der Bürger verarscht oder die verantwortlichen Politiker sind sowas von dämlich, dass man darüber nachdenken sollte, ihnen der Geschäftsfähigkeit zu entziehen.
Anstatt über andere zu hetzen, sollten diese Herren einfach von vornerein auf die Vergabe solcher Subventionen verzichten oder das Steuerrecht derart ändern, dass Deutsche, die in Deutschland ihr Geld verdienen, dies auch in Deutschland zu versteuern haben - egal ob sie hier wohnen oder nicht.
Ganz zu schweigen von den Milliarden-Beträgen, die die Politik für alles Möglichen Sachen ins Ausland geben. Ich finde ja, dass soziales Engagement nicht an der Staatsgrenze aufhören soll und finde es auch durchaus positiv, wenn arme und hungernde Menschen unterstützt werden - aber ist das wirklich die Aufgabe der Politiker für die sie gewählt wurden? Es ist natürlich leicht, sich im Lichte seiner Großherzigkeit zu sonnen, wenn das gespendete Geld nicht das Eigene ist - aber dann mit dem Finger auf andere Zeigen, die ihr verdientes Geld lieber weniger versteuern und selbst ausgeben möchten anstatt es von Politikern mit beiden Händen herausschmeissen zu lassen, ist in meinen Augen doch etwas unanständig.
Ich merke gerade, dass ich mein Beispiel mit Spenden etwas zu aufgebauscht habe, sodaß der Eindruck entstehen mag, ich wäre gegen Menschenhilfe, Hungerhilfe etc. - aber abgesehen davon, dass ein Großteil der Beträge meistens nicht in den Händen derer landen, in die es wirklich gehören würde, ist das noch so ziemlich der einzige Punkt, bei dem das Geld zu etwas vernünftiges verwendet wird.
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02.02.2008 18:58 Uhr von snm
 
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Och wie süß: Ausgerechnet ein Politiker regt sich über Steuerflüchtlinge und hohe Gehälter von Sportlern auf. Im Gegensatz zu Herrn Steinbrück haben Leute wie Beckenbauer oder Schuhmacher für ihren Reichtum Leistung gezeigt. Wo die herausragende Leistung in der Deutschen Außenpolitik sein soll, kann ich dagegen nicht erkennen.
Wenn es aber darum geht VW oder eOn noch mehr Gewinne zu ermöglichen, sind es Politiker der SPD, FDP oder der CDU, die da nicht die geringsten Skrupel haben. Da werden Gesetze sehr schnell verabschiedet. Wenn es aber um soziale Gerechtigkeit geht oder banale Dinge wie ein Steuerrecht, das normal Sterbliche durchschauen können, kann schon mal eine Legislaturperiode ins Land ziehen.
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02.02.2008 19:11 Uhr von uhlenkoeper
 
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@isolde63nbg: Wenn Du gleichzeitig die Kosten und Gebühren beklagst (völlig zu recht, wie ich finde), die die unteren und mittleren Einkommen ungleich härter Treffen, als die oberen (wie alle Verbrauchssteuern), wenn Du schimpfst, weil Du für das Studium Deines Kindes Gebühren bezahlen mußt, dann paßt das aber nicht damit überein, dass Du meinst, eine legale "Steuerflucht" wäre in Ordnung.

Es geht ja gar nicht darum, dass Leuten wie Schumacher und Co. ihr Geld genommen werden soll. Es geht nur darum, dass diese Leute die Vorzüge in Deutschland durchaus in Anspruch nehmen (z.B. ihre Sportförderung zu Beginn der Karriere, die Schulausbildung, die Krankenversicherung, etc.), sich aber aus der Verantwortung, die andere für sie damals übernommen haben, heute herausstehlen.

Und erzähle mir nicht, dass einer von denen am Bettelstab gehen würde, wenn er hierzulande versteuern müßte. Es gibt weißgott genügend Steuerschlupflöcher auch im Land.

Was die Luxus- und Statussymbole angeht:
habe ich irgendwo verlangt, dass man die nicht kaufen darf ? Natürlich ist man frei, sie zu kaufen oder auch nicht. Aber wenn man mit einem Lamborgini in die Bronx fährt, dann muß man sich nicht wundern, wenn hinterher die Reifen fehlen (bestenfalls). Wenn ein Schwarzer dann mit seiner Rostlaube nach Malibu reinzuckeln wollte: wollen wir mal wetten, wie schnell der da "wegkomplimentiert" wird ?

Das heißt nicht, dass ich Übergriffe, Zerstörung oder Diebstahl gutfinde oder gerechtfertigt halte (wobei ich bezweifle, dass "viele Bürger", wie Du schreibst, ihren Neid in Zerstörungswut ausleben). Aber ich fahre auch nicht ohne Malariaschutz in die Tropen und meckere dann, dass ich infiziert werde ... Das nennt man schlicht gesunden Menschenverstand.

Zu den C-Promis in Verbindung mit der Familie Furtwängler/Burda sage ich jetzt mal lieber nichts ... nur so nebenbei gemerkt, gehört die Familie zu den 50 reichsten Familien Deutschlands. Und in diesem Zusammenhang hatte ich sie als Gegenbeispiel genannt, nicht weil sie ein "C-Promi" wäre. ;-))

Bei den Politikern gäbe es sicherlich auch aufzuräumen. Nur ist das gar nicht das Thema. Nur weil in der Politik nicht nur EIN Hase begraben liegt, ist das kein Grund, nicht den Finger auch in andere Wunden zu legen. Ablenken von den eigenen Verfehlungen können die Damen und Herren Politiker ohnehin nicht.
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02.02.2008 19:20 Uhr von Ryback
 
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Bin ja beileibe kein Schumacher-Fan, aber als er den Tsunami-Opfern "mal schnell" 10 Millionen Dollar spendete, hat er mich positiv beeindruckt. Damit hat er der Gesellschaft, auch wenn´s nicht direkt "unsere" war, bereits einiges zurückgezahlt. Mich würde daher interessieren, ob Herr Steinbrück im Rahmen seiner Möglichkeiten ähnlich spendabel war.
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02.02.2008 19:53 Uhr von Totoline
 
+4 | -0
 
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Na dann wartet mal auf nächstes Jahr! Mein sauer Verdientes Geld bringe ich dann dank der Abgeltungssteuer lieber ins Ausland.
Irgenwann ist halt mal Gut mit der Gier dieser inkompetenten Affen.
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02.02.2008 20:39 Uhr von uhlenkoeper
 
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@isolde63nbg: Schon mal überlegt, dass die ohnehin schon schlechten "Gegenleistungen" des Staates noch weniger und schlechter werden, je mehr Leute sich aus dem System verabschieden ?

Die Rechnung mit den 70% ist ja der Hammer. Wie kriegen Sie denn die zusammen ? ;-)))
http://de.wikipedia.org/...

Ich kenne niemanden, der sehr gut verdient und nach Einkommensteuerausgleich auch nur effektiv 30% Steuern bezahlt ! Wer da mehr zahlt, der hat einen pennenden Steuerberater !

Steuern auf "normale Gegenstände" zahlt jeder andere auch, ebenso wie auf KFZ-Steuer, Schaumweinsteuer, Grundsteuer, etc. (was Du nanntest). Nur treffen diese Steuern laut Steuerzahlerbund mittlere und niedrige Einkommen anteilig stärker, als die progressive Einkommensteuer.

Dass "unser Volk" im Rufe steht, per se Statussymbole oder Luxusgüter zu zerstören halte ich für blanken Unsinn. Ich denke, dass diese Vorkommenisse hierzulande nicht häufiger passieren, als in andere EU-Staaten. Die Franzosen sind da sogar noch eine ganze Nummer härter drauf. ;-)

Nochmal auf die Familie Burda zurück: diese gehen mitnichten mit solchen Dingen hausieren (dann könnte man das auch Familie Schumacher mit den Spenden in Millionenhöhe vorwerfen !). Dieser Satz fiel in einem Interview zur Person Hubert Burda in der Serie "History" von Guido Knopp. Und dort wurde Frau Burda-Furtwängler explizit darauf angesprochen, weil der Reporter dieses durch Schulkameraden der Kinder recherchiert hatte. Hat nichts mit Eigenwerbung in dem Sinne zu kriegen.
Nur merke ich, wie Sie zwischen Sportpromis und Verleger eine seltsame Trennlinie ziehen.

Ich habe nicht gesagt, dass Politiker kein Thema seien (im Gegenteil, wenn Sie nachlesen mögen). Nur mag ich es nicht, wenn mittels Verweis auf "die anderen" vom eigentlichen Thema abgelenkt wird.
Hier ist das Thema "legale Steuerflucht" von Sportgrößen, die eine gewisse Vorbildfunktion haben und nicht das Thema: "Unmoralisches und unprofessionelles Verhalten und Selbstbedienungsmentalität unserer Politiker". Letzteres kann man gern in einem gesonderten Thread erörtern, ändert aber nichts an der (in meinen Augen) Richtigkeit der Vorwürfe gegen gewissen Sportgroßverdiener mit Wohnsitz in einer ausländischen Steueroase.

Übrigens kenne ich einige Leute, die auswanderten, aus lauter Unzufriedenheit mit den hiesiegen Gegebenheiten. Ein Großteil von ihnen kam über kurz oder lang wieder zurück, verbunden mit der Einsicht, dass es auch anderswo nicht viel anders zugeht (nur in Kleinigkeiten). Überall auf der Welt regiert das Geld ... als "Normalo" wird man auch andernorts schnell desillusioniert.
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02.02.2008 21:22 Uhr von andreascanisius
 
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Nix als Wahlpopulismus: Jeder Mensch der in Deutschland zu ner Menge geld kommt muss das in Sicherheit breingen sonst hat er bald nicht mehr viel davon.

Das liegt aber auch an der deutschen Neidgesellschaft, in die sich ein Politiker prima einschleimen kann wenn er an die Geldbörse der Reichen geht.
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02.02.2008 21:49 Uhr von Der Erleuchter
 
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Selbst in Japan: verdienen Vorstandsvorsitzende von Aktiengesellschaften nicht annähernd was Manager hierzulande bekommen. Das zeigt doch, dass man auch gute Führungspersönlichkeiten ohne überzogene Gehaltsforderungen gewinnen kann. Von den Ballschubsern wolln wir gar nicht reden. Dümmer als die sind nur noch ihre Fans.
Alle großen Reiche in der Geschichte sind an ihrer Dekadenz zugrunde gegangen, so wird es auch mit dieser Gesellschaft sein.
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02.02.2008 22:51 Uhr von Maglion
 
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...ich denke, dass gerade: Leute wie Schumacher mit ihrem Geld, das sie vor der deutschen Steuer retten, sinnvolleres anstellen, als der Finanzminister.

Schumacher ist in vielen Bereichen aktiv, um Menschen zu helfen und zu fördern, nur hängt er es nicht an die große Glocke - ganz im Gegensatz zu den Poltikern, die gerne mit kleinen Ergebnissen groß hausieren gehen.

Es sollten sich hier mal einige informieren, was Persönlichkeiten, wie Schumi und Beckenbauer für Deutschland und für Bedürftige in der ganzen Welt schon geleistet haben - da können sich viele eine dicke Scheibe von abschneiden, auch die Herren Politiker.

Vor nicht langer Zeit wurde z.B. Beckenbauer von den Politikern in den Himmel gelobt, weil er die Fussball WM nach Deutschland geholt hat, was im Innland und im Ausland weitreichende Folgen hatte - das Ansehen im Ausland ist enorm gestiegen und die Stimmung im Land ebenfalls. Das hätten die Politiker mit den entgangenen Steuergeldern von Herrn Beckenbauer nie erreichen können, aber im Vergessen ist man in D schnell, doch der Neid bleibt.

So lange die Politiker im Jahr gute 100 Milliarden Euro verschwenden (siehe das Schwarze Buch vom Bunder der Steuerzahler), gönne ich es jedem, der es sich leisten kann, zu verhindern dass seine Geld in form von Steuern, auch so vernichtet wird.

Übrigens:
Ich frage mich, wieso Schumi Geld, welches er im Ausland verdient, in einem Land versteuern soll, in dem er nicht mal lebt? Vielen ist wohl auch entgangen, dass Schumi in D schon x Millionen Steuern bezahlt hat und die reichen locker um hunderten Menschen eine Zukunft zu finanzieren....
Man könnte ja auch mal nachrechnen wieviel Geld in Folge des Formel1 Booms in die Deutschen Kassen und ans Finanzamt geflossen sind oder wieviele Arbeitsplätze dadurch geschaffen wurden..... dagegen sind Schumis Steuern echte Peanuts.

Dass Steinblück die Rechnung nur einseitig auf macht, zeigt doch, wie beschränkt sein Verständnis für Wirtschaft ist. Mit seinem eingeschränktem Horizont sollt er keine Leitende Position einnehmen. Das was er parktiziert, ist doch eine populistische Hetze auf niedrigstem Niveau, wer darauf anspringt zeigt damit nur, dass er ebenfalls etwas beschränkt ist.
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02.02.2008 23:15 Uhr von datenfehler
 
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ach was ""Ich finde, sie sind verpflichtet, dieser Gesellschaft etwas zurückzugeben". "

Das Volk sieht das sicher anders. Die meisten vertreten die Ansicht, dass es genug ist, wenn der gute Schumi sinnlos im Kreis herum fährt und Beckenbauer... was macht der nochmal? ... egal... Auf jeden Fall durch ihre blose Existenz im TV sind sie den meisten Leuten schon genug. hehe...
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02.02.2008 23:50 Uhr von las.
 
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immer diese apelle an die menschlichkeit... wo das geld ist, ist auch der mensch. völlig normal. die politiker sollten nicht nur rumlabern und appellieren, sondern endlich handeln.
aber machen sie eh nicht. sind ja selber top bezahlt.
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03.02.2008 00:30 Uhr von das_opimon
 
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Vertragsfreiheit? Im Grunde herrscht ja Vertragsfreiheit in Deutschland und jeder sollte dementsprechend das verdienen, was er für sich raushauen kann!
Sonst kommen wir irgendwann von einem Mindestlohn zu einem gesetzlich verankertem Höchstlohn!

Richtig finde ich jedoch auch, dass dies in Deutschland versteuert wird! Schließlich standen bzw. stehen die Personen ja auch mit einer deutschen Flagge auf irgendwelchen Podesten!

Zum Thema Höchstlohn für Fußballer:
Man sollte dabei nicht außer acht lassen, dass die Personen körperlich auch extrem "verschlissen" werden.
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03.02.2008 01:42 Uhr von alter.mann
 
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na klar giganten steuererleichterungen oder subventionen zusichern, dafür aber die "kleinen" flüchtlinge anprangern...
schon klar, herr finanzminister ... verlassen sie sich nicht darauf, das ALLE deutschen blöd sind.


gruß
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03.02.2008 08:18 Uhr von FallDown99
 
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früher oder später: wandere ich aus, bin ich dann auch ein "Steuerflüchtling" ? Nur weil ein paar reiche schlau genug waren dass sinkende Schiff zu verlassen muss man doch nicht gleich den heiligen Geist der sozialen Gerechtigkeit herbei flehen ;)
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03.02.2008 11:59 Uhr von Pepelina
 
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reiche Steuerflüchtlinge was regt sich die Regierung darüber auf? Immerhin sind die es die sowas mal überhaupt rechtlich ermöglicht haben und jetzt so. Es ist halt Wahlkampf da müssen große Töne gespuckt werden um nach dem Wahlkampf an sich nicht mehr erinnern zu müssen. Immer das gleiche: Erst die Menschen mit Lügen einlullen und dann ein auf Unwissend machen, hauptsache die Stimmen reichen für die Wahl
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03.02.2008 12:48 Uhr von dragon08
 
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Hand Aufs Herz wer würde es nicht machen , wenn Er die Möglichkeit hätte,so sein Geld vor dem Zugriff des Staates zu schützen ?

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