01.02.08 14:53 Uhr
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Berlin: Haftinsasse steht vor Gericht - er lagerte Drogen in seiner Zelle

Vor dem Berliner Landgericht steht ein 56 Jahre alter türkischer Journalist, der eine Haftstrafe von 14 Jahren verbüßt. Er soll im Jahr 2006 Drogen in der Haftzelle in der Haftanstalt Tegel aufbewahrt haben. Die Tütchen, die mit Haschisch und Heroin befüllt waren, waren unter dem Tisch versteckt.

Der Angeklagte, der wegen eines versuchten Mordes an einem Polizisten einsitzt, bestritt den Tatvorwurf vor Gericht. "Ich bin reingelegt worden", gab er zum Beginn des Prozesses an. Man habe die Drogen ohne sein Wissen in seiner Zelle versteckt, da der Raum nicht zuzuschließen sei.

Dagegen erklärte ein Justizbeamter, die Zelle sei sehr wohl zu verschließen. Auch könne er sich erinnern, das während einer Zellendurchsuchung auffiel, das "ein Tütchen Marihuana mit Klebeband befestigt war". Es sei einfach, Drogen trotz Kontrollen in das Gefängnis zu bekommen.


WebReporter: e-woman
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Berlin, Gericht, Droge, Zelle
Quelle: www.ad-hoc-news.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.02.2008 14:57 Uhr von andreascanisius
 
+6 | -3
 
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Klar ist das einfach die können ja nicht jedem bis zum Anschlag in den Arsch gucken...
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01.02.2008 16:44 Uhr von medimorph
 
+3 | -3
 
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Da stimmt doch das System nicht wenn ein Drogenlager in einer Zelle angelegt werden kann. Ob Heroin, Marihuana oder Kokain - so etwas hat nichts im Knast verloren!
Hier fallen mir Worte ein wie:
Resozialisierung
Hafturlaub
offener Vollzug
alles zum Wohle der Gesellschaft oder doch zum Wohle des Häftlings?
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01.02.2008 17:03 Uhr von andreascanisius
 
+3 | -4
 
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lol: Das juckt die Beamten nicht. Wenn die Jungs da schön ihre Drogen haben sind sie ruhig und machen keinen Ärger.
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01.02.2008 17:10 Uhr von Schiebedach
 
+3 | -4
 
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Gelinkt? Es ist durchaus möglich, daß der Angeklagte "gelinkt" wurde.
Sowas kann während eines Aufschlusses ebenso wie einem Umschluß vorkommen. Und bei voraussichtlich nur kurzem Aufenthalt außerhalb der Zelle schließt kaum ein Gefangener seine Zelle ab.
Fakt ist hier aber, daß das Zeug in seiner Zelle gefunden wurde und das ist "Besitz".
Offen bleibt aber die Frage, weshalb gerade diese Zelle "gefilzt" wurde; wer mag dem wohl eine "Lampe" gebaut haben?
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01.02.2008 17:41 Uhr von dgtell
 
+2 | -2
 
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@schiebedach: also gefängniszellen werden ja wohl ALLE regelmäßig durchsucht, wenn man dann so blöd ist und das zeug nicht richtig versteckt...
außerdem kann ich mir kaum vorstellen das im knast einer sagt "hm ich lager mal den ganzen guten stoff bei dem in der zelle um ihm eins reinzuwürgen" anstatts zu verticken oder zu konsumieren...
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01.02.2008 18:39 Uhr von remyden
 
+3 | -2
 
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Wo sollte: er die Drogen denn sonst lagern, er hatte doch keinen Keller
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01.02.2008 19:05 Uhr von andreascanisius
 
+0 | -1
 
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tja das war dann wohl das Abschlussargument ^^.

Ein gutes...
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01.02.2008 19:10 Uhr von Jimyp
 
+3 | -0
 
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Ich frage mich wie überhaupt Drogen oder auch Handys ins Gefängnis kommen können?! Es sollte doch nicht so schwer sein, die Häftlinge gut genug vor der Außenwelt abzuschotten und alles regelmäßig zu durchsuchen!
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01.02.2008 20:15 Uhr von dgtell
 
+0 | -2
 
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das mit dem keller: war gut^^ naja manchmal sind mauern einfach nicht hoch genug und die überwachung zu schlecht, dann geht das schon...
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01.02.2008 20:54 Uhr von Kane233
 
+5 | -3
 
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Na und? hockt der Penner halt noch ein paar Jahre länger. Für den Versuch einen Polizisten zu ermorden würde der bei mir mittlerweile nur noch liegen (1,80 tief)! Aber leider gehts ja nach unseren Weichei-Gesetzen.
Zum Thema Resozialisierung! Ist scheiße, war scheiße wird immer scheiße sein. Die Penner liegen uns nur auf der Tasche und wir dürfen Steuern zahlen, dass die nen warmen Arsch haben und satt zu essen! Wenn es nach mir ginge würden die von morgens bis abends Steine kloppen oder Straßen ausbessern, max. mit ner Schaufel!
Naja aber kaum sagt mal einer was zb. wegen kriminellen Ausländern oder anderem Gesocks bekommt er eins auf den Deckel. Armes Deutschland!
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01.02.2008 22:21 Uhr von jsbach
 
+1 | -0
 
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Mir ist nach vielen: Berichten immer noch nicht klar, wie es trotz der Sicherheitsmaßnahmen überhaupt möglich ist, Drogen in den Knast zu bekommen.
Kein Einzelfall. Ob Santa Fu in Hamburg oder Stadelheim in München. Vermutlich wirken da auch korrupte Beamte mit.....
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02.02.2008 00:21 Uhr von Schiebedach
 
+2 | -0
 
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@jsbach: Also das mit den "korrupten Beamten" mag in ganz seltenen Ausnahmefällen tatsächlich vorkommen. Nach meiner Erfahrung werden Drogen, Alkohol,Handys und sonstige nicht zugelassene Gegenstände durch Externe (z.B. Lieferanten der verschiedenen Lieferfirmen; Besucher; RA´e u.a.), aber auch Freigänger, Urlauber, Arbeitskolonnen eingebracht. Das StVollz (Strafvollzugsgesetz) öffnet durch die Regelung, daß Gefangene auf die Entlassung vorbereitet werden und damit Anspruch auf Vollzugslockerungen weitestgehend realisiert werden muß, einen regen Pfortenbetrieb. Nicht nur bei der Polizei, auch in den JVA´s ist kräftig Personal abgebaut worden. Da sind regelmäßige Zellenkontrollen, bei der die Zelle und der Inhaftierte "gefilzt" werden, auf die Überprüfung des Inventars und der Zellengitter reduziert. Da mir Fälle aus Berlin bekannt sind, wo Inhaftierte Beamte (gegen Vorteile) bespitzeln sollten, ist sowas wie von dem Angeklagten behauptet, durchaus wahrscheinlich. Und diese Dinger werden nicht von irgendeinem Vollzugsbeamten angeleiert!
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02.02.2008 09:40 Uhr von vst
 
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wie drogen in den knast kommen? ganz einfach.

über freigänger
über die jungs die außerhalb arbeiten, z. bsp. in der knasteigenen landwirtschaft
luftpost (termin vereinbart und ab über die mauer)
besuch. die freundin hat da eine öffnung, in der lässt sich so manches verstecken.

außerdem ist die knastleitung froh über die drogen.
würden sie nie zugeben, aber ein drogenfreier knast?
jessas, die randale der abhängigen möchte ich nicht erleben.
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02.02.2008 11:23 Uhr von El Indifferente
 
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@vst: "jessas, die randale der abhängigen möchte ich nicht erleben"

Also es mag ja sein, dass einiges an Drogen über Freigänger oder so reinkommt. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass man genug reinbringen kann, damit alle "nicht abgeneigten" dort fröhliche einer richtigen Drongensucht im herkömlichen Sinne frönen können. Die bräuchten ja dann pro Mann ungefähr 30 Gramm Heroin im Monat. Das schmuggelt man nicht so einfach rein. Klar, ab und an mal das Ganze ausschalten, dafür langt es vieleicht aber dauernd dicht geht im Gefängnis eh nicht.

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