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Machtkampf zwischen Eltern und Babys während der Mahlzeiten

Laut dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in München nutzen bereits die Babys die Mahlzeiten für Machtkämpfe zwischen sich und ihren Eltern. Dies liegt an der Entwicklung der Kinder, die ab dem siebten Monat damit beginnen, alles selbstständig machen zu wollen.

Oftmals wird das aber von Seiten der Mütter kaum zugelassen. Die Folge daraus ist eine Verweigerung der Nahrungsaufnahme vor allem bei intelligenten Erstgeborenen. Gleichzeitig wird von Seite der Eltern nun Druck ausgeübt, um es zum Essen zu bewegen. Dabei entsteht ein Teufelskreislauf.

Solche Machtkämpfe müssen bereits in der Entstehung unterbunden werden. Dies gelingt, indem Mütter z. B. mit den Kleinen gemeinsam Essen oder ihnen sogenanntes "Fingerfood" servieren. Verweigert das Kind weiterhin die Mahlzeit,sollte ein Arzt aufgesucht werden um eine Erkrankung auszuschließen.


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WebReporter: abcde85
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Baby, Eltern, Macht, Machtkampf, Mahlzeit
Quelle: www.aponet.de

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24 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.02.2008 10:56 Uhr von abcde85
 
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Man schaue sich nur die ganzen "Homevideos" von solchen Essensschlachten im Fernsehen an. Machtkampf pur aber sehr lustig :-)
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01.02.2008 11:46 Uhr von Travis1
 
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Das: habe ich gerade live zuhause!

Aber sobald er selber es machen will soll er es auch. Was auch immer;-)
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01.02.2008 11:46 Uhr von Jonny.L
 
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Sind auch davon betroffen, aber: wir geben der Lütten ein Löffel in die Hand und sie darf kontrolliert selbst Joghurt nehmen und nebenbei verabreichen wir immer das Brot. So hat sie ihren Willen und wir unseren. Könnte zwar besser laufen, aber dass wird hoffentlich sobald die Augen-Hand-Mund-Koordination verbessert ist.

Kenne aber auch Kinder, die dann nur noch auf stur schalten und von den verzweifelten Eltern angeschrienen werden und die Kinder daraufhin noch mehr gegenhalten. Diese Eltern geben dann nebenbei was zu essen, wenn das Kind was möchte, weil sie froh sind, dass es überhaupt was ist. So entsteht aber wieder ein anderer Teufelskreis (Kinder sind ja zur Essenszeit wieder satt)
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01.02.2008 12:06 Uhr von kleiner erdbär
 
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selber essen lassen ist echt das beste, was man machen kann - war bei meinem kleinen damals auch so...

kind war stolz & glücklich, ich war nicht gestresst & mein hund war begeistert über das viele essen, dass am boden lag!
*fg*
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01.02.2008 12:12 Uhr von Mario1985
 
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nurmal so nebenher erwähnt: Kinder weden immer unselbstständiger, weil sie durch die Eltern verhatschelt werden. Kinder müssen selbstständig sein, wo soll das denn noch hinführen. Jedes mal wenn ich in einem Supermarkt gehe, denke ich mir "das kann doch wohl nicht wahr sein, wer hat hier wen erzogen, das kind die mutter oder umgekehrt" denn das kind sagt dass es was haben möchte, mutter sagt nein, kind fängt an zu schreien und bekommt seinen willen. Und das kann doch nicht sinn und zweck der erziehung sein. Ich bin froh dass ich noch nicht so neu erzogen wurden und ehrlich gesagt bin ich auch froh dass ich ab und zu mal einen hinter die löffel bekommen habe, denn das habe ich mir auch verdient. kinder wissen doch sonst dann garnicht mehr wo grenzen sind. und dann suchen die grenzen im gesetz und werden kriminell usw. Kinder sind viel zufriedener wenn Ihnen grenzen gesetzt werden, als wenn sie alles dürfen und alles kriegen Punkt
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01.02.2008 12:30 Uhr von kleiner erdbär
 
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@ Mario1985: bei allem respekt für deine meinung, aber wer seinen kindern nur mithilfe von "einen hinter die löffel geben" grenzen setzen kann, der sollte lieber keine kinder bekommen!!!

anwendung von körperlicher (oder psychischer...) gewalt ist kein erziehungsmittel sondern eine bankrotterklärung!!!
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01.02.2008 12:53 Uhr von Tine-Tolle
 
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Ja genau! Laßt die Kinder doch bereits mit sieben Monaten machen was sie wollen!
Gehts noch Deutschland? Früher ist man auch ohne solche Thesen wunderbar erwachsen geworden!
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01.02.2008 12:56 Uhr von Travis1
 
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Viel: erstaunlicher finde ich das Lebensmittel für Kleinkinder scheinbar auf ihre Beständigkeit gegenüber Wasch- und Putzmittel hin optimiert werden. ;-)

Wer einmal diese Kinderkekse in aufgeweichter Form in die Kleidung bekommen hat weiss wovon ich rede.
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01.02.2008 12:59 Uhr von Lustikus
 
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lol: @Travis1

zum Topic: Also unser ist gerade 7 Monate alt und bisher kein Problem beim Essen. Kriegt er halt nix ;-)

Nein Quatsch keine Probleme.
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01.02.2008 14:39 Uhr von uheckl
 
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@ abcde85: in der Literatur gibt es durchaus andere Meinungen. Die Kinder brauchen oft einfach nicht so viel zum Essen (einfach mal nachrechnen, wie der tatsächliche Kalorienbedarf ist ohne gleich die Herstellerangabe von Babynahrung zu bemühen!). Woher kommt das eigentlich, dass man gute Esser unter den Babys gleich als Produkt "guter Eltern" empfindet und Babys, die vielleicht konstitutionsbedingt weniger brauchen gleich als Fehler der Eltern betrachtet???
Kein Wunder, dass -wenn die Eltern ihre Kinder zum Essen zwingen - wir zum einen später über übergewichtige Kinder klagen und zum anderen essgestörte Kinder haben.
Übrigens: Wie würdest du dich fühlen, wenn man dir das Essen reinzwingt, bis dir alles wieder rauskommt (was ja leider genügend Leute mit ihren armen Kindern tun) - und das dann auch noch die Leute sind, denen du eigentlich vertrauen können solltest, dass sie auf deine Bedürfnisse eingehen und von denen du abhängig bist???
Übrigens gutes Buch zum Thema: Mein Kind will nicht essen von Dr. Carlos Gonzalez
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01.02.2008 14:43 Uhr von robert_xyz
 
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nicht überbewerten ! Man sollte das alles mal nicht so überbewerten ! Der Stress entsteht nur bei denen die sich stressen lassen.
Unser kleiner ist mit 6 Monaten natürlich auch immer böse wenn er nicht das bekommt was wir essen - und gerade musste ich mit ihm einen Apfel teilen, was eine halbe Stunde Zeit gekostet hat. Na und ? Natürlich hätte ich auch sagen können "Nein" aber wo ist da der Spass und die Gemeinsamkeit ?
Schon mal die leuchtenden Augen eines 6-monatigen gesehen der zum ersten Mal kleine Apfelstückchen isst ???
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01.02.2008 15:20 Uhr von bajtek
 
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hahaha: und nicht vergessen, den babys alles zu erlauben... bloß nicht versuchen zu erziehen... die müssen, ihre persönlichkeit ja frei entfalten können...

/ironie off
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01.02.2008 15:22 Uhr von uhlenkoeper
 
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Was für eine weltbewegende Erkenntnis: des Kinder- und Jugendärzteverbandes. *G*
Das "Problem" kennen wohl alle Eltern, oder ?

Meine Neffen und meine Nichte waren, was das angeht, immer sehr problemlos. Was aber vermutlich auch daran liegt, dass meine Schwester sehr rigoros war:
die Kinder bekamen etwas in die Hand, durften auch mit einer Kindergabel Gemüsestückchen, Kartoffeln oder Nudeln aufspießen (was anscheinend sehr viel mehr Spaß macht und Erfolgserlebnisse bringt, als mit dem Löffel rumzufuhrwerken, von dem ohnehin die Hälfte nicht im Mund ankommt), gleichzeitig war aber von Anfang an klar, dass matschige oder flüssige Kost wie Brei oder Suppe von Mama oder Papa mit dem Löffel gefüttert wurde.
Wenn das nicht funktionierte, gab es nicht lang Theater, sondern das Essen wurde ohne Tamtam und Geschimpfe eben weggestellt. Schon so ein kleiner Wurm scheint sehr schnell zwischen Hunger und Wutanfall abzuwägen. ;-)

Beim nächsten Anlauf klappte es dann meist schon besser. Das Zauberwort war "konsequent sein".

Ich war jedenfalls immer sehr überrascht, dass weder meine Nichte noch mein Neffen beim Essen Spektakel machten. Liegt aber wohl auch daran, dass alle drei gutes Essen von Beginn an zu schätzen wissen und nie etwas "umkommen" ließen.
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01.02.2008 15:44 Uhr von abcde85
 
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@uheckl: Ich sag ja nicht das es auch andere Meinungen zu solchen Themen gibt. Ich hab ja nur die News wiedergegeben.

Kann es sein das du die News falsch verstanden hast ?
Es geht doch nicht darum ob nun die Eltern gut oder schlecht sind.
Und es geht ja auch gar nicht darum ob nun das eine Kind weniger ißt wie das andere.
Ich glaube kaum das jedes Kind wo sich gegen das füttern wehr dies macht, weil es keinen Hunger mehr hat oder dergleichen.
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01.02.2008 17:17 Uhr von Chillsteve
 
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@ kleiner erdbär: Ehrlich gesagt ist die antiauthoritäre Erziehung mehr die bankrotterklärung. Denn die "einen hinter die Löffel geben " grenzen haben uns in der Geschichte bis jetzt viel weiter nach vorne gebracht.
Würden die Meisten diese Methode weiter in die Erziehung mit einbinden, wären die Kids nicht mehr so frech und gewaltbereit wie heutzutage und hätten vor allem mehr Respekt vor den Älteren. Denn nicht der Erwachsene grüßt das Kind, sondern das Kind den Erwachsenen und dieser erwiedert dies.
Ich bin ganz auf der Seite von Mario 1985.
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01.02.2008 19:27 Uhr von kleiner erdbär
 
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@ Chillsteve: hmm, also die welt, in der ich lebe, ist nicht schwarz-weiss sondern bunt :o)
soll heissen:
nur, weil ich gewalt als "erziehungs"methode ablehne heisst das noch lange nicht, dass es keine grenzen gibt oder ich meinen sohn antiautoritär erziehe!

der sinn von erziehung ist aber meiner meinung nach nicht, dass kinder funktionieren, sondern dass sie moralische & ethische grundsätze vermittelt bekommen... und dass funktioniert sicher nicht mit gewalt!
wenn du ein kind haust, weil es was falsch macht, dann tut es das, was falsch war, eben nicht mehr, wenn du dabei bist, weil es angst hat, dass du ihm wieder wehtust ... aber sobald du wegschaust wird es dieses "was-auch-immer" wieder tun, weil es nämlich garnicht verstanden hat, warum etwas falsch ist sondern eben nur, dass du ihm wehtust, wenn du es mitbekommst!!!

kinder machen eben fehler, sind halt keine maschinen, und lieber korigiere ich einen fehler 10 mal, bis er es verstanden hat, als ihn durch gewalt zum funktionieren zu bringen...


wie gesagt, wenn jemand seine werte nur mithilfe von gewalt vermitteln kann, dann ist das für mich eine bankrotterklärung...
mal überlegt, was kinder dabei lernen?
"ich bin stärker, ich kann dir weh tun also tust du besser, was ich sage" ......und genau das setzen doch die ganzen prügelnden jugendlichen um, gelle?! ...wer anderen weh tun kann hat das sagen!
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01.02.2008 19:50 Uhr von cookies
 
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frühe Prägung: Man kannden kleinen in diesen frühen Lebensmonaten schon viel vermasseln. Selbstverständlich "wollen" Babys schon mit 7 (und früher) Monaten ihre Fähigkeiten erproben, das gehört einfach zum Lebensprozess und somit natürlich.
Dummerweise gibt es Mütter oder Eltern, die dies nicht verstehen und auch nicht akzeptieren.
So müssen die kleinen Essen, wann es den Müttern am besten in den Kram passt. Wenn es nicht schnell genug geht, wird halt gestopft (wie bei den Mastgänsen) und auch wieder gekotzt.

Was ist wenn ein Kind schreit? Möglicherweise will es einfach getröstet und geknuddelt werden und bekommt dafür wieder eine Ladung Essen. die langfristige Wirkung lässt sich erklären: wenn Kind später Kummer hat, futtert es. Es hat´s ja so gelernt.

Diese Meinung hat aber auch nichts damit zu tun, dass man Kinder auch Grenzen setzen kann. Mit Essen bewusst herumschmeissen, muss auch nicht sein. Das ganze Babyleben ist doch Lernen und gegenseitiges Austesten der Grenzen: Gibt es keine, hilft es dem ganz jungen Menschen auch nichts.

Dazu hätte man aber den Artikel nicht wirklich gebraucht, das weiß man doch, wenn man sich damit beschäftigt!
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01.02.2008 23:10 Uhr von Aurinko
 
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@kleiner Erdbeer: Ich glaube nicht, dass Chillsteve hier von roher Gewalt und Prügel gesprochen hat. Von Ohrfeigen war die Rede und - sorry wenn ich da nicht mit Deiner Meinung konform gehe - die sind nun wirklich kein Weltuntergang. Es sollte selbstverständlich letztes Mittel bleiben, aber ich weiß, dass ich irgendwann als Mutter meine Kinder ganz sicher nicht 10 Mal darum bitten werde mit dem Spucken oder Fluchen oder was auch immer aufzuhören.
Grenzen sind wichtig, konsequent sein auch.
Die Schwester meiner besten Freundin zum Beispiel... die redet und redet und redet... dann fängt sie an zu schreien und schreit und schreit... Und? Nichts! Das Kind macht was es will und irgendwann muss einfach mal gut sein.
Wobei hier natürlich von Anfang an was falsch gemacht wurde.

Meine Mutter hat mich großgezogen... mit einer Ohrfeige. Die hab ich mir verdient und ich hab draus gelernt. Ich wußte nämlich ganz genau wofür die war und Überraschung: ich hab´s nie wieder gemacht.
Bei meinen Geschwistern sah es genauso aus.. und wir sind alle keine gewalttätige Schläger oder dergleichen.

Die prügelnden Jugendlichen resultieren entweder aus einem Elternhaus in dem ebenfalls permanent geschlagen wird oder aus einem, wo man sich gar nicht um die Kinder kümmert.
Und von beiden Szenarien sprechen wir hier ja nun nicht.
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02.02.2008 08:00 Uhr von bommeler
 
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generationen: von kindern sind mit,, einen hinter die löffel,,aufgewachsen dann haben sie es sich aber auch redlich verdient.und sind auch alle gross geworden und nicht kriminell, wenn ich mir heute die zum teil verwahrloste jugend anschaue, kommt mir das grausen, denen hat in der kindheit einer ,,hinter die löffel,, gefehlt, dabei meine ich aber keine prügel
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02.02.2008 21:15 Uhr von Hier kommt die M...
 
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pfff: Ich hab meine kids immer alles alleine machen lassen, soweit sie es eben konnten. Im Gegenzug dazu habe ich im Bekanntenkreis das Horrorbeispiel..den Kindern wurde nie was zugetraut, alles aus der Hand genommen..usw.
Und jetzt haben die den Salat^^
Unselbständig, verzogen und sofort am Heulen, wenn Mami und Papi mal nicht spuren..lol
Ich würde niemals tauschen^^
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02.02.2008 22:05 Uhr von BenPoetschke
 
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...vor allem bei intelligenten Erstgeborenen: Meine Güte muss ich ein "intelligenter Erstgeborener" gewesen sein...

Ich war ein so schlechter Esser der sich nie Füttern lassen wollte...
Lööööööööööööl
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03.02.2008 06:57 Uhr von uheckl
 
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@abcde85: zur Auswahl deiner News: Für mich gibst du einen Artikel wider, der so für mich nicht eindeutig als Neuigkeit erkennbar ist (war die Verlautbarung der Kinderärzte neu?), ist es also tatsächlich eine "News"-Meldung? Zum anderen trifft man durch die Verbreitung eines Artikels (insbesondere einer Ratschlages wie hier) oder einer Meinung auch eine Entscheidung, nämlich etwas für wert erachten, bekannt zu werden. Wie korrekt du den Artikel widergegeben hast, kann ich leider nicht nachvollziehen, da ich ihn auf die Schnelle unter der angegebenen Quelle nicht (mehr?) gefunden habe.

Zum Inhalt der News an sich: In deinem Artikel wird nur ein Kindesalter angegeben - "ab dem siebten Monat". Sprich wir reden über Kinder, die üblicherweise noch nicht mal sitzen, geschweige denn laufen oder sprechen können und intellektuell bestenfalls langsam (!) erst anfangen, Zusammenhänge zwischen ihrem Tun und dessen Folgen festzustellen. So viel zum Thema: "Macht" - das wird wohl eher von den Eltern so empfunden oder ihnen durch solche Artikel suggeriert, was für die Eltern-Kind-Beziehung meines Erachtens pures Gift ist.
Für dieses Alter ist sogar unter deiner Quelle zum Thema Babynahrung angegeben, dass bei Kindern hier zum Teil (insbesondere bei allergiegefährdeten Kindern) erst angefangen werden sollte mit "Zufüttern" (oder etwas schöner "Beikost") - dass noch im selben Artikel dann wieder ohne Differenzierung für die "normalen" Kinder ein Speiseplan in doch erheblichem Umfang angegeben wird (für die anderen Kinder scheint Muttermilch, auch in anderen Kulturen, bis dahin doch auch zu reichen), lässt mich schon etwas die Stirn runzeln - dich nicht etwa auch - was wollen sie einem denn jetzt sagen?
Wie vermutlich schon oft geschehen, werden dieselben Kinderärzte (die dies sicher nach bestem Wissen und Gewissen tun, das will ich ihnen sicher nicht absprechen) die Leitlinien wieder überarbeiten und dann wird alles wieder etwas anders klingen.
Zum Thema "Nahrungsverweigerung" - ich bin der Meinung, dass es wohl kaum ein Baby gibt, dass dies "bewusst tut, um die Eltern zu ärgern - das packen die intellektuell so doch noch gar nicht! Entweder es hat genug (also wieder die Essensmenge!) oder es will einem zeigen, dass sonst was nicht in Ordnung ist. Ich meine mich zu erinnern, dass es vor einiger Zeit zum Beispiel eine Meldung gab, dass insbesondere intelligente Babys (ja, da waren sie wieder :-) ) nicht alles essen und wohl auch eher spüren, wenn sie ein bestimmtes Nahrungsmittel einfach (noch?) nicht vertragen. Guter Instinkt - evtl. lebensrettend oder zumindest vermeiden die Kleinen ein Unwohlsein. Und jetzt zwing mal so ein Kind, den Rest magst du dir selbst ausmalen.
Mir ging es in dem Punkt einfach darum, dass in erster Linie nicht nur Fingerfood und gemeinsames Essen (was ja an sich ganz gute Vorschläge sind) der Schlüssel sind, sondern einfach auch, es nicht als "Machtanspruch" des Babys zu sehen, dem ich aus meiner "Verantwortungsposition" meinen Willen aufdrängen muss, mehr zu essen, als es mag und evtl. braucht. Ich schaffe es auch nicht immer, meine Portion zu Ende zu essen, warum sollte ich das meinem Kind nicht auch zugestehen, auch wenn Nachbars Kind mehr isst (und aus Erfahrung weiß ich, dass aus solchen Vergleichen die Verzweiflung vieler Eltern mit nachfolgendem Zwingen kommt und ich kenne dann auch die später essgestörten Kinder!)
Durch deinen Kommentar hat die News eben noch eine Betonung auf dem "gegenseitigen"? Machtkampf bekommen und dadurch auch die evtl. neutraler gedachte Meldung in der Wahrnehmung verändert - bei einem so komplexen Thema besteht, dass in so wenige Sätze zusammengefasst werdem muss, scheint die Gefahr da einfach sehr hoch zu sein.
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03.02.2008 13:34 Uhr von sokrates-platon
 
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@uheckl: Jetzt mal nebenbei:

Ein Kommentar in der Länge sehe ich zum ersten mal hier..
Und auch noch so detailiert zur News, zum Inhalt etc...

:)
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04.02.2008 12:39 Uhr von Miem
 
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Chillsteve: Ich verstehe, was du meinst, aber du meinst nicht die antiautoritäre Erziehung. Ich bemühe mich, meine Kinder auch weitgehend antiautoritär zu erziehen, vor allem nach Montessori ("Hilf mir, es selbst zu tun").

Unter antiautoritär versteht man leider meistens den Erziehungsstil, der als Laissez faire ("Lass sie machen") bezeichnet wird - und der ist tatsächlich eine Bankrotterklärung und unter anderem das Gemeinste, was man Kindern antun kann. Dabei nämlich werden Kinder einfach laufen lassen und die Eltern sehen tatenlos zu.

Antiautoritär bedeutet im Gegensatz zu "Du sollst es tun/nicht tun, weil ich es sage" einfach "Du sollst es tun/nicht tun, weil es für dich besser ist". Ein Beispiel: Wenn meine 4jährige eine schlecht schmeckende Medizin nehmen muss, tut sie das freiwillig und erklärt jedem, dass die Medizin die Bakterien in ihren Körper jetzt alle totmacht. Antiautoritär hieße, dass sie es nimmt, weil ich sie sonst schlage, bei Laissez faire würde ich mich nicht drum kümmern, dass sie´s nimmt.

Machtkämpfe gibt es übrigens, sobald ein Kind sich seines Willens bewußt ist. Mit 7 Monaten ist die Essensverweigerung allerdings eher ein entsetztes "was ist das denn, das kenn ich nicht". So mit einem Jahr fingen meine Kinder auch an, nach dem Löffel zu greifen und da habe ich sie auch gelassen, wenn das Essen dafür geeignet war. Der Kleine mit seinen 18 Monaten löffelt heute 2-3mal selbst und läßt sich dann freiwillig füttern - ist halt doch einfacher *g

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