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Urteil: Schüler dürfen weiterhin ihre Lehrer auf "spickmich.de" benoten

Weil sie durch die Beurteilungen der Schüler ihre Persönlichkeitsrechte verletzt sah, klagte eine Gymnasiallehrerin vor dem Landgericht Köln gegen das Internet-Portal "spickmich.de". Die Klage, mit der die Lehrerin eine Löschung der Beurteilungen über sie erwirken wollte, wurde nun vom Gericht abgewiesen.

"Durch die Bewertungen sind nicht das Erscheinungsbild oder die allgemeine Persönlichkeit der Klägerin betroffen, sondern die konkrete Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit", gaben die Richter an.

Im vergangenen Jahr wurde bereits eine Einstweilige Verfügung, welche die Lehrerin durchsetzen wollte, zurückgewiesen. Die Gymnasiallehrerin wird gegen das Urteil in Berufung gehen. Mittlerweile änderte sich die Note der Lehrerin auf dem Portal von 4,3 auf 3,1.


WebReporter: bounc3
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Urteil, Schüler, Lehrer
Quelle: www.heise.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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31.01.2008 10:44 Uhr von ionic
 
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ich find die idee: ja gut... solange keine rachebewertungen gemacht werden wird nur das ausgesprochen was sonst hinter vorgehaltener hand gesagt wird
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31.01.2008 10:54 Uhr von Noisex
 
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finde ich ebenfalls äußerst praktisch, da kann man sich schon im Vorfeld gut über eine Schule informieren, BEVOR man dort anfängt zu lernen.
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31.01.2008 11:05 Uhr von golddagobert
 
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Das Urteil freut mich, schade das es zu meiner Schulzeit das Internet noch nicht gab und wir uns auf die Schülerzeitung beschrenken mussten. Diese sollte auch auf anweisung des damaligen Rektor in bezug auf einen Lehrer Artikel zensiert werden, jedoch war die Zeitung sehr schnell vergrffen. :-)
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31.01.2008 11:51 Uhr von damian666
 
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jaja so sind se halt Noten verteilen können sie ja: bei unserer Schule haben wir auch so ein Portal, kam ein neuer Lehrer wurde zu recht schlecht bewertet, schwupps waren ALLE Bewertungen gelöscht. Auf Druck der Schule natürlich.
Ging aber keine 2 Monate und viele brave Schüler haben wieder bewertet und siehe da, zu 99% die gleichen Bewertungen.
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31.01.2008 12:14 Uhr von andreascanisius
 
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Das sind Beamte, sie arbeiten im Dienste des Staates und wollen es so.

Ich finde es selbstverständlich, dass Bemate bewertet werden! Der Staat bezahlt die Knilche schließlich.
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31.01.2008 18:02 Uhr von snm
 
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Unmöglich: Ich würde den Beruf wechseln, bevor ich mich von irgendwelchen Pubertierenden im Internet vorführen lassen würde.

Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung muss auch für Lehrer gelten. Die Seite ist einfach nur billig, dort sollen Schüler den "Alk-Faktor" eine Schule bewerten. Was soll das? Es ist schon bedenklich wenn die Macher der Seite Schülern suggerieren es sei das wichtigste möglichst viele Daten im pers. Profil einzutragen (Kinder sollten überhaupt keine pers. Daten im Internet veröffentlichen), aber dann auch noch besonders darauf hinzuweisen das jede Bewertung einer Schule oder eines Lehrers völlig anonym ist. Lehrer anonym öffentlich anzuprangern, ist aus meiner Sicht nicht akzeptable. Schade das die Gerichte dies anders sehen.
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31.01.2008 18:29 Uhr von snm
 
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Ergänzung: Mein letzter Satz ist Fehlerhaft. Eigentlich sollte es heißen Lehrer öffentlich anzuprangern ist nicht akzeptable. Auch wenn der Name des Lehrers bei Spickmich nicht genannt wird, ist jeder bewerte Lehrer aufgrund der Schule und des Lehrfachs öffentlich.
Die anonyme Bewertung durch Schüler führt nur dazu das Lehrer subjektiv bewertet werden. Wenn jemand Kritik an meiner Ausbildung hat (bin zum Glück nur in der Erwachsenenbildung tätig), soll er mir das sagen. Ich kann mit Kritik umgehen.

Was bringt die Bewertung durch die Schüler? Dadurch wird kein Unterricht besser. Eher wird es dafür sorgen das manche Lehrer verunsichert/diskriminiert werden. Eine Bewertung durch Schüler kann nicht objektiv sein.

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