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Schweden: Wirbel um einen rechtsextremen Medizinstudenten

Ein namentlich nicht genannter Medizinstudent spaltet die schwedische Gesellschaft. Der Mann, der früher als aktives Mitglied der rechtsextremen Szene in Erscheinung trat, wurde 1999 wegen Mordes an Benny Söderberg verurteilt. Söderberg kämpfte gegen Rechtsextremismus in seinem Land.

Nach Verbüßung der Gefängnisstrafe wurde die restliche Haftzeit 2007 auf Bewährung ausgesetzt. Nun hat sich der Mörder im Karolinga-Institut für die Fachrichtung Medizin eingeschrieben. Er hat alle schwierigen Auswahl-Tests der Einrichtung, die auch die Medizin-Nobelpreisträger kürt, bestanden.

Seitdem fragt sich ganz Schweden: Soll ein verurteilter Ex-Nazi-Mörder Arzt werden? Die Empörung ist auf der einen Seite groß, auf der anderen Seite stehen die Befürworter einer zweiten Chance. Der Ex-Nazi hat bei der Bewerbung sein Vorleben verschwiegen. Für die Rektorin allerdings kein Problem.


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WebReporter: Sophor
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Schweden, Medizin, Schwede, Wirbel, rechtsradikal
Quelle: www.aerztezeitung.de

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.01.2008 09:42 Uhr von trench
 
+13 | -8
 
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wenn man dort: wegen mordes (aus niedersten beweggründen wie ich finde) verurteilt und nach acht jahren wieder rausgelassen wird können auch nazis ärzte werden, da haben die schweden so oder so ein problem.
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29.01.2008 09:49 Uhr von svenwbusch
 
+17 | -3
 
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Ich denke da sollte man schauen wie er sich heute verhält und ob er was aus seiner Haft gelernt hat. Wenn er kuriert ist, warum denn nicht?
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29.01.2008 09:53 Uhr von fuddlumbegschaeft
 
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eine sehr: schwierige Entscheidung mit grosser Tragweite. Man könnte ihn unter permamente Beobachtung stecken und ihm ggfls. die Approbation entziehen. Aber dann ist man der totalen Überwachung auch nicht mehr fern...
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29.01.2008 10:45 Uhr von Son_of_Doom
 
+15 | -0
 
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Die Frage ist doch: Warum nicht? Argumente - das er nicht Lehrer werden sollte, sind klar, aber Arzt?! Und dann ist natürlich noch die Frage, welche Berufe "Ex-Nazis" denn dann ergreifen dürfen..
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29.01.2008 11:21 Uhr von trench
 
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@svenwbusch & @Son_of_Doom: svenwbusch:
und wie willst du sicher sagen dass er kuriert ist? grade solche leute schaffen es auch psychologen was vorzuspielen, und dann hast du einen rechtsradikalen psycho auf der strasse rumlaufen der demnächst noch an menschen rumbastelt?

@Son_of_Doom:
wie wärs mit jobs wo er nicht mit der gesundheit und dem wohlergehen anderer menschen betraut ist? er hat schonmal jemanden umgebracht dessen meinung und politische orientierung ihm nicht gefallen hat, was wird er wohl mit einem patienten anstellen dessen frisur ihm nicht gefällt? mitunter weiss der patient nichts von der vergangenheit und vertraut dem arzt blind, und dann ist das geheule gross.

meiner meinung nach haben solche leute nichtmal eine zweite chance verdient (sonst können wir auch drüber diskutieren ob adolf nicht was aus dem 2.wk gelernt hat, und wir ihm nicht eigentlich alle vergeben können...), aber wenn man ihn schon wieder aus dem bau lassen muss dann bitte höchstens noch als strassenkehrer oder müllmann, auf jeden fall nichts wo er verantwortung über andere menschen bzw deren gesundheit hat.
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29.01.2008 11:22 Uhr von S8472
 
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Ex-Nazi-Mörder: Er hat Nazis ermordet?
Er war/ist wohl eher ein Mörder-Nazi.
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29.01.2008 11:36 Uhr von bigpapa
 
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Vielleicht will er Arzt werden weil er seine Taten bereut.

Und Arzt ist einer der besten Berufe dafür.

Man kann Menschen helfen wenn man ein guter Arzt ist.

Und mir persönlich ist die politische Gesinnung meines Hausarztes sowas von egal. Mich intressiert nur eins. Ist er mir symphatisch und halte ich ihn für qualifiziert genug.

Davon abgesehn stimme ich einen Vorredner zu. Was soll einer wie er sonst werden. Immerhin sind es grade die miesen Perspektiven die Leute zu Nazi-Freunden werden lassen.

Gruß

BIGPAPA

ps.: Mich intressiert Politik eh sogut wie nicht.
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29.01.2008 11:41 Uhr von ChrisPusch
 
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Wer weiss? natürlich ist es unentschuldbar, dass er einen Menschen umgebracht hat. Aber vllt. ist er ja mittlerweile wieder auf den richtigen Weg gekommen und hat nichts mehr mit der Szene zu tun. Wenn er den hypokratischen Eid leistet muss er sowieso jedem helfen, evtl. will er damit versuchen wieder etwas "gut" zu machen.
Ich finds ok, Bildungsfreiheit gehört zur Demokratie. Und ob er dann ne Anstellung iwo kriegt is ja fraglich.
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29.01.2008 12:09 Uhr von Ryback
 
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Schwierige Frage. Einerseits hat er einen Menschen kaltblütig ermordet und musste dafür eine - zugegebenermaßen relativ geringe - Strafe absitzen. Andererseits hat er laut geltendem Recht seine Schuld beglichen, und es ist nicht auszuschließen, dass aus ihm mal ein hervorragender Mediziner wird, der unzählige Menschenleben retten könnte.
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29.01.2008 12:32 Uhr von Son_of_Doom
 
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@trench: Gutes Argument. Dann ist aber die Frage, ob ein Gewalttäter Arzt werden darf und nicht ob ein "Ex-Nazi" Arzt werden darf..

Aber ein Problem bleibt: Ist man nach der Haft rechtlich resozialisiert, oder nicht. Wenn nicht - dann bleibt nach einer Haftstrafe nur die Möglichkeit einer kriminellen Karriere.
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29.01.2008 12:37 Uhr von be_yourself
 
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Meiner Meinung nach sollte man ihn den Job auf keinen Fall geben. Er hat einen Menschen nur, weil er nicht seiner Meinung ist umgebracht. Wasd wird er tun wenn ein Jude vor ihm liegt. So ein Mensch kann nicht vollstaändig kuriert sein. Wie wärs denn mit einem Job bei der Müllabfuhr erst einmal und wenn es keine Probleme gibt kann er immer noch auf Probezeit Arzt werden. Und nur weil er alle Tests bestanden hat, ist er bestimmt noch kein besserer Mensch. Der SS Arzt Mengele hat auch das Medizinstudium ohne Probleme geschafft.
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29.01.2008 12:57 Uhr von trench
 
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@Son_of_Doom: die beiden möglichkeiten vor denen er steht sind arzt oder krimineller? dass er kein lehrer werden darf, da sind wir uns alle einig, aber berufe wo er für das körperliche wie geistige wohl seiner mitmenschen sorgen muss (ungeachtet ihrer hautfarbe, religion, rasse, gesinnung) sind in ordnung? das muss mir hier mal jemand differenzieren.

wenn ich meinen führerschein wegen alkohol am steuer verloren habe darf ich auch keine passagiermaschinen mehr fliegen, manches muss man sich eben überlegen bevor man scheisse baut, und nicht erst hinterher. auch wenn ich noch so gerne pilot werden möchte...
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29.01.2008 13:10 Uhr von bigpapa
 
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@ trench: Deine Erklärung wie gewünscht.

Ein Lehrer soll LEHREN wie der Name des Berufs schon sagt. Er soll also anderen etwas beibringen. Dazu gehört unter andere so sachen wie Ehtik und Moral.

Ein Arzt soll heilen. Es soll genau wie ein Mechaniker etwas reparieren. Die in der Regel einzige Komunikation die man mit ein Arzt hat ist ihm mitzuteilen wos wehtut. Und er sagt mir wie man die Krankheit heilt / lindert.

Es gibt ne Menge Trottel auf diese Plani aber ich glaube die wenigsten glauben ernsthaft das man seine Schmerzen wegbekommt in den man gewissen geistigen dünnmüll redet oder tut.

Das ist der kleine Unterschied. Meiner Meinung nach kann so einer in einer Kneipe mehr Schwachsinn erzählen als in einer Arztpraxis.

Gruß

BIGPAPA
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29.01.2008 13:44 Uhr von trench
 
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@izzo: danke. endlich raffts einer. wenn der sohn des todes seinem arzt blind vertraut ist das zum glück nur sein problem...
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29.01.2008 14:17 Uhr von andreascanisius
 
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Also Wenn es ein Mörder, Ex-Nazi und Knacki schafft an einer solchen Uni aufgenommen zu werden finde ich das bewundernswert und ich freue mich für ihn.

Und vor allen Dingen.

Wenn das Justizsystem nicht funktioniert und die Straftäter rückfällig werden wird gemeckert....und wenn die Ex-Straftäter etwas aus sich machen wird auch gemeckert.

Lächerlich diese Welt...
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29.01.2008 15:41 Uhr von Silenius
 
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Er hat seine Strafe abgesessen. Deshalb sehe ich keinen Grund, ihm das Medizinstudium zu verwehren. Und selbst wenn er das Nazi-Gedankengut noch mit sich herumschleppt, dann bleibt er immer noch ein Arsch mit Recht auf ein Medizinstudium. =;)
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29.01.2008 17:44 Uhr von denksport
 
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9 Jahre Haft für Mord: Wo bleibt da eigentlcih die Geechtigkeit für das Opfer, welches länger las 9 Jahre tot ist, nämlich ewig?
Naja, wenn er alle gesetzlichen und schulischen Voraussetzungen erfüllt, warum sollte er nicht studieren dürfen?
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29.01.2008 22:59 Uhr von Eulenkiller
 
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Auftrag: Gerechtigkeit hin oder her; Nazi sein hin oder her. Ein Arzt hat den Auftrag, die Pflicht leben zu retten. Er hat mutwillig ein Leben verwirkt. Für mich heißt dass, er kann kein Arzt werden, da er gegen die oberste Grundregel bereits von Vornherein verstoßen hat.

GInge es nur darum, dass er mal Nazi war muss ich mich schweren Herzens anschließen. Bestrafung hat die Aufgabe zu resozialisieren und nicht das Leben des Sanktionsempfängers zu verwirken...
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30.01.2008 05:48 Uhr von d3rstr4uch
 
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wtf. Sonst sind sie doch auch immer so neutral o.O
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30.01.2008 06:40 Uhr von Nurmalso12
 
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Sein gutes Recht: Er hat seine Strafe abgesessen, er ist wieder ein freier Mann. Man darf ihm kein Studium, keine Ausbildung verwähren.

Ob du ihn als Privatmann anstellst, ist deine Sache.
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30.01.2008 12:09 Uhr von Eulenkiller
 
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2. Chance: Natürlich hat er rechtlich und eigentlich moralisch gesehen eine zweite Chance verdient, sonst wäre ja das Grundprinzip der Resozialisierung unsinnig. Aber einer gewissen Ironie entbehrt das nicht, dass er nun ein Gelübde ablegen will, Menschenleben zu retten ;P

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