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Kenia: Katholischer Geistlicher wurde wegen seines Nachnamens zu Tode gesteinigt

Wegen der stattgefunden Präsidentschaftswahlen in Kenia kamen bereits viele Menschen zu Tode. Der politische Gegner hatte dem Präsidenten Kibaki vorgeworfen, die Wahlergebnisse vom Dezember letzten Jahres manipuliert zu haben. Präsident Kibaki ist Stammesangehöriger der Kikuyo.

Nach Agenturberichten wurde am vergangenen Samstag der katholische Priester vom Stamm der Kikuyu, Michael Kamau (41), zu Tode gesteinigt. Dieser war von einem Wachposten aufgefordert worden, seinen Nachnahmen zu sagen und büßte dafür mit seinem Leben.

Der Name Kamau kommt aus dem Stamm der Kikuyu und die Kontrollposten waren vom verfeindeten Stamm der Kalenjin.


WebReporter: jsbach
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Geist, Kenia, Katholisch, Geistlicher
Quelle: www.oecumene.radiovaticana.org

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23 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.01.2008 19:57 Uhr von jsbach
 
+0 | -0
 
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Wie SN mehrfach berichtete, herrschen in Kenia bürgerkriegsähnliche Verhältnisse. Bei den undurchschaubaren politischen Verhältnissen gehören diese Stammesfehden vermutlich zum Alltag. Wahrscheinlich war der Pfarrer ein Einheimischer, da auch in Afrika europäische Vornamen vergeben werden.
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28.01.2008 20:46 Uhr von terrordave
 
+9 | -3
 
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tja: was soll man da sagen. mit der wahl hat das alles ja sowieso nichts zu tun, sie bot nur einen netten aufhänger, sich endlich mal wieder gegenseitig abzuschlachten.
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28.01.2008 20:57 Uhr von Deniz1008
 
+7 | -17
 
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28.01.2008 21:17 Uhr von Borat
 
+3 | -10
 
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Dazu: kann ich nur sagen, lest einfach mal dieses hier.
[edit;anikap]
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28.01.2008 22:10 Uhr von andreascanisius
 
+16 | -6
 
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Tut mir leid, dass ich das so sagen muss Aber wenn man dieses Abschlachten per Macheten und Knüppeln so verfolgt, könnte man auf den Gedanken kommen, dass die ganz schön primitiv sind da unten.

Nicht wegen der Wahl der Waffen. Aber überlegt mal wie man drauf sein muss um einen Menschen mit ner Machete zu zerhacken...Das ist wie vor tausenden von Jahren...Als hätten sie die Zivilisation verschlafen...

Dieses Schauspiel da unten trägt sicher nicht zum Ansehen der schwarzen Weltbevölkerung bei. Was ich schade finde.
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28.01.2008 22:13 Uhr von Demut
 
+2 | -11
 
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Afrika ... wird es sich je wieder ändern ? Hach ja ... nur so nebenbei ... enthalten alle Beiträge einen Rechtschreibfehler ? So praktisch als ´die Extraportion Laienhaftigkeit mit drin´ ^...^ ?
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28.01.2008 22:17 Uhr von LuCiD
 
+10 | -7
 
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tja in manchen teilen der erde läufts halt noch wie im mittelalter ab... siehe islamistische länder oder teile afrikas... alles zurückgebliebene...
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28.01.2008 22:21 Uhr von andreascanisius
 
+4 | -0
 
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@all und @jsbach - Was interessantes für euch: http://www.spiegel.de/...


Wenn mans ich das so durchliest, findet man so manche Filme über Afrika garnicht mehr so übertrieben...ehr aus ethischen Gründen untertrieben...
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28.01.2008 23:15 Uhr von AnyKay
 
+3 | -2
 
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Globalisierung *grummel*: Ich finde, dass daran sogar die zivilisierte Welt ist. als der weiße mann da unten einmarschierte. klar ist da unten alles noch irgendwie mittelalter ... aber das ist ja an für sich nicht schlimm.
es ist der weiße mann gewesen, der ihnen was gezeigt hat, was sie nicht wirklich kannten. was wir weißen in mehreren 1000 jahren erfunden und entwickelt haben, mussten die auf einmal in ein paar jahren ´lernen´. klar, haben die sich damals schon irgendwie bekämpft ... aber eben richtig primitiv. jetzt kommen aber richtige waffen ins spiel ... und politik. die kommen damit auch nicht mit der politik aus ... und haben zu viel macht dadurch.
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28.01.2008 23:27 Uhr von Sylvergirl
 
+1 | -1
 
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Rechtschreibfehler: Wie werden die den nun richtig geschrieben?
Kikuyo oder Kikuyu
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28.01.2008 23:40 Uhr von T_R_V
 
+10 | -9
 
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Primitiv waren die schon immer: Und solche Länder wollen dann Hilfe und Solidarität! Lasst die einfach sich abschlachten und steckt die Spenden besser in unser Bildungssystem oder etwas Sinnvolles in Deutschland!
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29.01.2008 00:10 Uhr von HyperSurf
 
+2 | -0
 
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Im Bezug auf Kenia sollte man das ganze nicht aus dem Blickwinkel der Medien betrachten. Der ganze Rummel der den Tourismus nicht beeinflusst (ich war bis vor 5 Tagen in Kenia) bringt die Menschen dort noch viel weiter an die Armutsgrenzen (wenn man von Grenzen noch sprechen kann). Die Hotels die normal voll sind, bleiben leer. In meinem Hotel waren nur 20 Leute, normal sind es zu der Zeit dort 400.

Die Einheimischen die in den Hotels arbeiten können sich nicht mal die Zugfahrt (5 €) in Ihren Dörfer leisten, weil die Touris ausbleiben und sie nix mehr verdienen. Medikamente sind auch nicht mehr bezahlbar...
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29.01.2008 01:50 Uhr von The_free_man
 
+2 | -0
 
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@HyperSurf: Meinst du damit, dass die Medien übertreiben und es dort garnicht so gefährlich ist, im Moment?
Ich frage nur - du warst ja vor Ort.

Ansonsten ist das ja alles sehr tragisch mit den ausbleibenden Touristen, jedoch würde mir da als Urlauber auch das eigene Leben wichtiger sein.

Ich kann mir aber auch vorstellen dass ein Unterschied zwischen Gebieten für Touristen (abgeschirmte Anlagen mit Mauern und bewaffnetem Wachpersonal?) und Slums gibt, in denen so etwas passiert.

Ist das so? Erzähl ruhig etwas - interessiert mich!
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29.01.2008 01:52 Uhr von moe499
 
+7 | -6
 
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was hier einige ablassen find ich unfassbar! ihr seit noch wesentlich
schlimmer als die leute die sich da unten umbringen.

wenn ich daran denke das unsere ganze rasse ihren ursprung
auf diesem erdteil hat und dann sowas lesen muss wird mir
kotzübel.

wie würde es denn hier aussehen, wenn wir über jahrhunderte
versklavt worden wären?
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29.01.2008 01:59 Uhr von The_free_man
 
+2 | -1
 
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Naja: Stimmen tuts ja.

Liegt aber nicht an der Rasse oder der Hautfarbe, sondern daran dass die Leute dort keinerlei Schulbildung o.ä. haben und in Armut leben.
Da können die wenigsten überhaupt lesen.
Korruption überall usw.

Wenn da jemand durchs Dorf gerannt kommt und irgendwas erzählt, wird das geglaubt.
Wegen der Armut entläd sich dann die aufgebaute Frustration bei jeder Gelegenheit.

Ist klar dass die Wahlen nur ein Vorwand für das Abschlachten sind.
Hätte auch sonstwas sein können.
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29.01.2008 02:00 Uhr von Kwaheri
 
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für touries ist es recht sicher: Jambo Hyper,

im Tourigebiet ist es sehr sicher.
Wenn mal etwas passiert, dann weil meist eigenverschulden vorliegt.
Wenn tourie meint, geld nach aussen zeigen zu müssen und goldbeladen rumrennt, dann ist der reiz der armen halt gegeben, den reichtum abzubekommen.
aber sei beruhigt, am strand ist so gut alle 200 m ein polizist in ziviel,
die polizei ist sehr present

es ist zwar gestern etwas passiert, das 2 deutsche erschlagen wurden in diani, aber ich denke, es war eine geplante Tat. Es war auch nicht gegen einen Touri, sondern ein Resident fiel als Opfer und die Gruppe, die die Tat machte, hatte vielleicht eine Order. So ist es meist, wenn mal etwas passiert.
Denn es ist sehr unwahrscheinlich, das durch zufall in dem moment 10 Kenianer mit Mascheten vor dem Gate einer Residentanlage lungern.
Denn es sind gengend sicherheitskräfte aus der anlage im Umfeld und den Askaries (meist Massaies) entgeht nichts, wenn sich was im Busch regt.

ich denke, da ist etwas Eigennutz einer finanziellen grossen sache dahinter gewesen.

Es passiert in Kenia bezüglich Weissen weniger im Jahr als im kleinen Ortsteil von Hamburg , St Georg.

Fahren deswegen keine Leute mehr nach Hamburg?

Also.....geniesst Kenia, die Natur und die *Weite*

Der geistliche,,,,,,es ist tragisch und mein Mitgefühl ist bei ihm.
Gott sei mit und bei ihm
Kwaheri


Maisha marefu
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29.01.2008 03:22 Uhr von fruchteis
 
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@Sylvergirl: In unserer Umschrift Kikuyu, eigentlich Gikuyu, aber da das alles nur eine von afrikanischen in europäische Sprechgewohnheiten umgesetzte Umschrift ist (manche afrikanische Laute liegen irgendwo zwischen zwei europäischen dazwischen oder sind durch sie nur annähernd darstellbar), könnte es auch die Umschriftvariante Kikuyo geben, die ich jedoch noch nicht gesehen habe.
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29.01.2008 09:21 Uhr von kratz
 
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Wer hier primitiv ist sieht man wunderbar an den Kommentaren einiger.
Ich habe vor einiger Zeit eine Familie kennengelernt, die damals mitten in den Unruhen in Uganda gelebt hat. Die Eltern haben es noch gerade geschafft, die Hälfte ihrer Kinder aus Landes zu bringen (die Kinder mußten sich danach alleine in Europa durchschlagen). Ein paar wurden allerdings in Uganda geschnappt und darauf gedrillt, mit ihren gerade mal 6 Jahren zu kämpfen und Leute abzuschlachten.
Ein 6 jähriger ist nunmal leicht zu beeinflussen und zu brechen, das hat rein gar nichts mit primitiv zu tun (in Deutschland klappt das sogar mit Erwachsenen).
Einer der Ex-Kindersoldaten hat überlebt, lebt mittlerweile in Europa, ist Akademiker und hat einen sehr guten Job. Er kann sich nur leider wegen seiner Vergangenheit (für die er rein gar nichts kann) nicht drüber freuen (er freut sich über gar nix mehr). Von den anderen haben auch alle bis auf einen ein Diplom in der Tasche. Ich denke die meisten, die hier pauschalisieren, haben nicht annähernd das Zeug dazu.
Schönen Tach noch...
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29.01.2008 09:54 Uhr von spooky_rabbit
 
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Primitiv??? Ehrlich, das Chaos in vielen afrikanischen Staaten hat ja nun so rein gar nichts mit der "Primitivität" ihrer Einwohner zu tun! Wenn wir schon so schöne Schubladen aufmachen wollen, dann vielleicht eher die der "zivilisierten" Europäer, die mit ihrer ach so ziviliesierten Kolonialpolitik dafür gesorgt haben, dass die Grenzen der verschiedenen afrikanischen Länder so rein gar nicht mit den ursprünglichen Lebensräumen der verschiedenen afrikanischen Völker übereinstimmen. Da wurden seit Generationen verfeindete Stämme, die sich bis dahin immer schön aus dem Weg gehen konnten, in ein Land gesperrt und jeder erwartet, dass nach Abzug der Kolonialherren (die für "Ordnung" gesorgt haben, in dem sie einfach alle gleich unterdrückt haben) auf einmal Friede, Freude, Eierkuchen herrscht.
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29.01.2008 10:29 Uhr von arielmaamo
 
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der Geistliche: wurde wegen der Stammeszugehörigkeit ermordet.
Der Nachname war für die Mörder nur ein INDIZ, dass er zum feindlichen Stamm gehört.
Schlimm das jetzt die Stammeskonflikte dort so massiv zum Ausbruch kommen.
Eigentlich sollte der Mensch als Person zählen und nicht seine Stammeszugehörigkeit.
Hoffentlich wird dieser Konflikt nicht noch so schlimm wie vor knapp 14 Jahren in Ruanda.
Aber da wäre der Wille der beiden Hauptpersonen ( Odinga und Kibaki) der vergangenen Wahl gefragt und notfalls auch ein Nachgeben von einer Seite, um des Friedens Willens und nicht der Macht um jeden Preis.
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29.01.2008 12:52 Uhr von aquarius565
 
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viele Menschen werden allein aufgrund solcher Nebensächlichkeiten getötet. Ein mir bekannter Schwede wurde fast erschlagen nur weil er Löwenson heißt. Die rechtsradikalen Täter (die Viking Gruppe) dachten wohl er heiße Levinson.
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29.01.2008 16:01 Uhr von Dusta
 
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@andreascanisius: "Dieses Schauspiel da unten trägt sicher nicht zum Ansehen der schwarzen Weltbevölkerung bei. Was ich schade finde."


Und Kriege unter weißen schaden bei dir dementprechend auch dem Ansehen der weißen Weltbevölkerung?
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29.01.2008 19:03 Uhr von Schwertträger
 
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@Dusta: Aber immer doch: Generell würde ich sagen, dass Kriege demAnsehen der Kriegsparteien schaden.

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