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Hessen: Wahlcomputer gefährden ordnungsgemäße Wahlen

Der Chaos Computer Club (CCC) hat vor den Gefahren gewarnt, welche von Wahlcomputern ausgehen. Besonders brisant sei es, dass diese Wahlcomputer auch bei Parteimitgliedern in den Wohnungen aufbewahrt würden, was Manipulationen Tür und Tor öffnet.

Nachdem in Obertshausen ein Defekt des Wahlcomputers festgestellt wurde, musste dieser ausgetauscht werden. Trotz der rechtlich verbürgten Öffentlichkeit der Wahl lies das Ordnungsamt, unter Androhung der Festnahme, die Beobachtung der Vorgänge nicht zu.

Des Weiteren kritisiert der CCC, dass ältere Menschen mit dem Wahlcomputer überfordert werden. Oft müsse ihnen von Wahlhelfern geholfen werden und, was noch gravierender ist, die Auszählung ist für Wähler und Helfer nicht nachvollziehbar und eine nachträgliche Auszählung sei nicht möglich.


WebReporter: andreascanisius
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Wahl, Hessen
Quelle: www.netzeitung.de

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28.01.2008 11:09 Uhr von andreascanisius
 
+0 | -0
 
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Ich halte diese Wahlcomputer für überflüssig und gefährlich. Und das die Dinger bei Parteimitgliedern aufbewahrt werden schlägt dem Fass den Boden aus...
Das nachträgliche Auszählungen nicht möglichst sind finde ich katastrophal. Wie will man denn einem zweifelnden Volk von Nicht-Technik-Freaks erklären warum und wie wer gewonnen hat?
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28.01.2008 12:12 Uhr von nabach
 
+4 | -2
 
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Alles ein normaler Vorgang wenn man die Wahlordnung kennt.
Die Unterlagen (Wahlzettel / Wahlcomputer etc.) werden meistens am Vortag (Samstag) den Wahlvorständen vom Wahlleiter übergeben, damit am darauf folgenden Wahltag die Ablauf verkürzt wird.
Das ist ok so.
Das die Wahlvorstände der einzelnen Wahllokalen Parteiangehörige sind, ist meist dadurch bedingt, das die Kommunen die Wahlvorstände aus ihren eigenen Reihen (Mitarbeiter) benennen.
Das Problem bei den Wahlcomputern besteht darin, das diese im Gegensatz zu den alten Wahlmaschinen direkt vor der Wahl und auch während und nach der Wahl komplett von Wahlbeobachtern (öffentlichen Personen und den Besitzern) auf Korrektheit nicht überprüft werden können.
Ein nochmaliges überprüfen der Wahl ist somit genauso schlecht überprüftbar wie bei den Wahlmaschinen alter Machart.
Klar sind Wahlhelfer froh, früher Feierabend zu bekommen (Ich bis öfters selbst dabei gewesen), aber die Wahlmaschinen sollen ein schnelles Ergebnis liefern, damit die Medien schnell ihre Hochrechnungen präsentieren können.
Ist das Sinnvoll?
Ist nicht der Leidsatz, Genauigkeit vor Schnelligkeit ganz außer Kraft gesetzt?
Ich denke, man sollte die Überprüfbarkeit der Wahl nicht den schnellen Wahlmaschinen überlassen.
Gerade bei knappen Wahlausgängen ist hier positive eine Anfechtung der Wahl nur mit einer Neuwahl gerecht zu werden.
Persönlich für mich habe ich schon für den Fall des Einsatzes von Wahlmaschinen die Konsequenz getroffen, nur noch per Briefwahl zu wählen, denn diese wird noch per Hand ausgezählt und ist nachträglich überprüfbar!
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28.01.2008 12:29 Uhr von Kepas_Beleglorn
 
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Papier in dem Fall besser als Elektronik: Ich war selbst schon mal Wahlhelfer.
Und das Auszählen nach der Wahl geht eigentlich recht fix. Pro "Schicht" waren wir damals glaube ich vier Leute, und die "Frühschicht" kam abends noch mal zum Auszählen. Also warne wir zu acht. Jeder bekam nen Stapel Wahlzettel, und dann ging das ganz fix.
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28.01.2008 12:35 Uhr von Deniz1008
 
+2 | -7
 
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In Deutschland eher Sicher als in den USA meint ihr das nicht auch?
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28.01.2008 13:32 Uhr von christi244
 
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Deniz: wovon träumst Du denn? ;-)

*Kopfschüttel*
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28.01.2008 15:07 Uhr von pippin
 
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Solange es keine durch die Öffentlichkeit überprüfbare Auszählung gibt, sind Wahlcomputer in jeder Form rechtlich eigentlich nicht zulässig.

Mir ist schleierhaft, wie unserer Gesetzgeber die Wahlordnung so auslegen können, dass speziell die Wahlmaschinen eines Herstellers, nämlich NEDAP, genau den "Vorschriften" entsprechen.

Ich hab´ selber schon bei einigen Wahlen geholfen und sehe absolut kein Problem darin, die Stimmzettel auszuzählen.
Und wo ist das Problem, ob das Ergebnis nun 3, 6 oder erst 10 Stunden nach der Wahl verkündet wird?
Die offiziellen und endgültigen Ergebnisse werden doch eh erst später durch den Wahlausschuss beschlossen.

Selbst als Informatiker halte ich Elektronik im Bereich Wahlen für unangebracht.
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29.01.2008 01:42 Uhr von kulter
 
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Wahlcomputer: Zitat:

Wenn man nicht vorhat, Wahlen zu manipulieren, sind Wahlcomputer doch wirklich überflüssig.

Denkt mal drüber nach

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