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China: Scheidung für einen Euro

In China ist es im Jahr 2007 zu einem Rekordanstieg der Scheidungsrate gekommen. Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet von 1,4 Millionen Scheidungen, einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 18,2 Prozent. Zum Vergleich: Im Jahr 1980 gab es lediglich 341.000 Scheidungen in China.

Der Shanghaier Sozialwissenschaftler Xu Anqi erklärt, dass dieser hohe Anstieg mit höheren Erwartungen seitens der Chinesen an den Partner und der gesunkenen Kompromissbereitschaft in den Beziehungen zusammenhänge. Eine vereinfachte Scheidungsprozedur spiele dabei auch eine Rolle.

So sei es laut neuen Verfahrensvorschriften möglich, sich an einem Tag für zehn Yuan, umgerechnet für etwa einen Euro, von seinem Partner scheiden zu lassen.


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WebReporter: Margez
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Euro, China, Scheidung
Quelle: www.welt.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.01.2008 11:24 Uhr von Margez
 
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Ja, auch die Chinesen sind keine Insel der Glückseligen. Anzumerken ist aber auch, dass es zu einem Rekordergebnis bei Eheschließungen gab. Also, man "traut" sich anscheinend nun auch schneller, womöglich, weil es dann auch einfacher geworden ist, sich schnell wieder zu trennen.
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27.01.2008 14:53 Uhr von Fomas
 
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Monogamie: Ja, auch hierzulande steigt die Rate der Scheidungen ja immer weiter an. Aber ist das verwunderlich? Genau wie in China hatten die Frauen damals eben rein gar nichts zu sagen und mussten sich dem Mann unterordnen. Jetzt, wo die Gesellschaft immer aufgeklärter wird entdecken auch in China die Frauen, dass sie Bedürfnisse haben und nicht nur den Sklaven ihrer Gatten spielen wollen. Diese Entwicklung ist wohl unvermeidlich. Man könnte sogar in dem Zusammenhand das gesamte Konzet der Monogamie in Frage stellen. Es geht nämlich auch aus verschiedenen wissenschaftlichen Untersuchungen hervor, dass einen oft, je länger man mit einer Person zusammen lebt, die kleinsten Verhaltensauffälligkeiten des anderen beginnen zu stören. Kurz gesagt: Es ist keine Abwechslung gegeben und irgendwann ist man es satt. Ohne den großen Moralitätsschutzschild der Religion, welcher besagt: "Scheidung ist gaaaaanz schlimm!" wird auch in etwas länger bestehenden Ehen die Scheidungsrate hochgehen. Vielleicht sollte man sich eine neue Art des Zusammenlebens überlegen, welche länger Bestand hat. (Meinetwegen Polygamie oder Bigamie. Aber ich glaube, nur weil ich das ausspreche fange ich mir hier von manchen Leuten schon negative Bewertungen ein. Das Risiko gehe ich aber ein.)
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27.01.2008 21:46 Uhr von jsbach
 
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Gut für manche: schief gelaufen in der Ehe, okay passiert sehr oft.
Aber wenn ich die Zahlen von Einwohnern Chinas ins Verhältnis zu Deutschland setze (über 1,2 Milliarden zu rund 80 Millionen in unserm Land) sind diese Zahlen minimal.
Scheidungsrate Deutschland in 2005: über 200.000 (Tendenz steigend) und in China 341.000. So gesehen überhaupt kein Vergleich.
Die Behörden werden vermutlich die Zeit für andere Dinge brauchen, daher vielleicht diese geringe Gebühr...
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28.01.2008 00:59 Uhr von Josch93
 
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Na und? Ich finde es sollte jeder selbst entscheiden ob er sich scheiden lässt oder nicht und wenn ja dann ist es doch entgegenkommend dies für einen Euro zu tun...
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28.01.2008 15:52 Uhr von JaPPe
 
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@jsbach: Du hast die falsche Zahl als Grundlage...

Du vergleichst die aktuelle deutsche mit der "alten" chinesischen - etwas komisch...

Laut statistischem Bundesamt gab es
2006
- 373 681 Eheschließungen
- 190 928 Scheidungen

2004
- 395 992 Eheschließungen
- 213 691 Scheidungen

Leider habe ich keine aktuellen Zahlen für China gefunden, aber 2004 waren es 1,6 Millionen Scheidungen...

Wenn man mal die Zahlen von 2004 vergleicht, dann heißt das
Deutschland: 82 500 800 Einwohner / 213 691 Scheidungen = 2,59 Scheidungen / 1 000 Einwohner
China: 1 300 000 000 Einwohner / 1 600 000 Scheidungen = 1,23 Scheidungen / 1 000 Einwohner

Also ist die deutsche Scheidungsrate "nur" etwas mehr als doppelt so hoch...
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28.01.2008 22:13 Uhr von jsbach
 
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@JaPPe: Danke für die Zahlen. War nur eine ungefährer Vergleich, der aber schon interessant ist.
Wie sich das weiter entwickelt?
Mit der Geburtenrate haben sie es "fast" im Griff", aber die Scheidungen können die nicht beeinflussen :)
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05.02.2008 19:24 Uhr von remyden
 
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der Preis: für ne Scheidung könnte auch bei der Menge gesenkt werden, so auf 0,75 € und dann weltweit als Gebühr bindend sein

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