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Bochum: Nokia muss wahrscheinlich Subventionen zurückzahlen

Nach der Ankündigung, das Werk in Bochum zu schließen (SN berichtete), muss Nokia jetzt wahrscheinlich die erhaltenen Subventionen für die Schaffung neuer Arbeitsplätze zurückzahlen, so die Landesregierung. Der finnische Handy-Hersteller hat die "Subventionsauflagen" offenbar nicht erfüllt.

Auf Anfrage der ddp sagte ein Referent von Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU), dass Nokia mehr als 200 Arbeitsplätze zu wenig geschaffen hatte. 88 Millionen Euro hat Nokia für die Anlage in Bochum bekommen.

"In Bochum wurden mit den Mitarbeitern Zukunftspläne gemacht und in Rumänien in Wahrheit neue Fakten geschaffen", so Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) zur "Neuen Ruhr/Rhein Zeitung" in Essen.


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WebReporter: sokrates-platon
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Bochum, Nokia, Subvention
Quelle: www.rp-online.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.01.2008 14:56 Uhr von bravotango
 
+4 | -0
 
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Wenn.... dann ja! Wenn NOKIA die Subventionsauflagen tatsächlich nicht erfüllt hat, dann ist es nicht mehr als recht, wenn der Konzern die Beträge auf Euro und Cent zurückzahlt.
Geht ja eh aus der Portokasse.
Mit diesem Geld sollte man dann aber auch gleich die erste Not der entlassenen Mitarbeiter/innen abfedern.
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26.01.2008 15:07 Uhr von T¡ppfehler
 
+2 | -1
 
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88 Mio, ca. 19 Jahre und 2300 Beschäftigte: macht pro Mitarbeiter 2013 Euro Zuschuß vom Staat im Jahr aus.
Das holt Nokia in Rumänien locker wieder rein, schon alleine durch die niedrigeren Transportkosten.
Mal sehen, wie lange der Imageschaden bestehen bleibt.
Ich habe jedenfalls mit billigen "No-Name-Handys" aus China bessere Erfahrungen gemacht, als mit überteuerten Markengeräten.
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26.01.2008 15:26 Uhr von Yolli
 
+5 | -0
 
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Es ist mir unbegreiflich warum wir Deutsche uns immer wieder alles gefallen lassen. Erst kassieren die "großen" Konzerne Millionen und dann werden die Betriebe abgewickelt. So geschen in Berlin mit Samsung (es wurden genau die geforderten 5 Jahre eingehalten), dann der Herr Müller (Müllermilch), dann BenQ (Siemens) und jetzt NOKIA.
Warum kaufen wir noch deren Produkte? Warum vergessen wir immer so schnell das wir beschissen wurden?
Leute! Lasst doch einfach mal deren Produkte in den Regalen vergammeln, so wie ich es seit auch tue.
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26.01.2008 15:34 Uhr von Silenius
 
+3 | -0
 
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Interessant finde ich, dass sich vorher offensichtlich niemand Gedanken darüber gemacht hat, dass Nokia Subventionsauflagen verletzt hat...
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26.01.2008 16:34 Uhr von exekutive
 
+3 | -0
 
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sehr erbärmlich für die politik: "Der finnische Handy-Hersteller hat die "Subventionsauflagen" offenbar nicht erfüllt."

offenbar?
und das fällt denen erst auf, wo nokia sone scheiße abzieht?

man stelle sich mal vor, nokia wäre geblieben und der ganze wirbel hätte nicht stattgefunden.. sehr wahrscheinlich wäre das dann mit den zu unrecht empfangenen subventionen gar nicht aufgefallen..

worauf ich hinaus will, wie viele große milliarden dollar konzerne wird es wohl geben welche alle sammt zu unrecht subventionen empfangen haben..

kontrolliert das eigentlich jemand?

um gleich diese fragen zu beantworten -nein..
die gesamte politik -egal ob europa weit oder auf deutschland beschränkt ist korrupt und verseucht.. da ist dieser nokiafirlefanz nur ein tropfen auf dem heißen stein..

warum macht man da so einen riesen wind, wo es doch über all anderes genau so scheiße läuft, nur eben in anderer form und weise oO
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26.01.2008 16:40 Uhr von Nester
 
+1 | -0
 
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die politiker wissen echt oft nicht mehr was geld: eigentlich ist.
wir, der steuerzaheler, pumpen über all milliarden euro an subventionenen rein. keine firma hält die auflagen auch nur ansatzweise ein, geschweige den scheint es überhaupt auflagen zu geben die arbeitsplätze dort behalten wo die subventionen hinfließen sollten.
wer nicht mindestens 20 jahre hier bleibt sollte einfach keienn einzigen cent bekommen. und wenn er nur 12 bleibt dann zahlt er nict die restelichen nicht eingehaltenen 8 jahre zurück sondern ALLES. punkt.
und so einfach wie alle immer sagen das die firmen dann sodfort ins ausland gehen ist es nunmal auch nicht. da müssen einige an arbeitern aus deutschland mit ins ausland um produktionsketen vollends zu verlegen..
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26.01.2008 17:37 Uhr von cep28
 
+4 | -0
 
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Diese Schlappen in Duesseldorf Also mal ganz ehrlich. Diese Schlappen in Duesseldorf reden doch blos wieder gross herum. Wenn die es ernst meinen wuerden, dann wuerden die Herrn eine Eilklage beim Landgericht wegen Subventionsbetruges im grossen Stil einreichen und eine Einstweilige verfuegung erzwingen, welche Gerichtlich die Kontrolle ueber die errichteten Produktionsanlagen und den gesammten Betrieb in Bochum unter die Kontrolle der Landesregierung stellt, solange bis Nokia entweder die Verpflichtung abgiebt, den Betrieb fuer mindestens 25 weitere Jahre aufrecht zu erhalten und alle Subventionsauflagen nachtraeglich zu erbringen oder die gesammte Subvention zuzueglich eines nominalen Zinsatzes fuer einen herkoemmlichen Industriekredit ueber 8 Jahre zurueck zu zahlen. Zusaetzlich muesste Nokia dann noch die monatlich anfallenden Kosten fuer den aufrechterhalt der Produktion des Betriebes fuer die Dauer der Verfahrens an die Landesregierung zurueckerstatten.
Die Loesung des Problemes ist nicht dummes gequatsche sondern das schaffen von Fackten, welche Nokia dazu zwingen, sich fuer eine der beiden Varianten zu entscheiden.

Im falle der Rueckzahlung koennte das Land NRW den Betrieb mit hilfe des Geldes uebernehmen und selber fortfuehren.

gruesse CEP
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26.01.2008 21:48 Uhr von Schelm
 
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...auch wenn es für Nokia nur Peanuts sind, sollten sie es auf Heller und Pfennig zurückzahlen und das doppelte nochmals obendrauf als Strafe.

???ou u?? sl????u ?????u???? ??? ??n?? ???
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29.01.2008 07:20 Uhr von das_opimon
 
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Subventionen: Subventionen sind doch im Endeffekt nichts anderes als Bestechungsgelder vom Staat an die Firmen, damit die sich irgendwo ansiedeln. Und dann kommt noch die Forderung zum Ausbau der Infrastruktur dazu.
Wofür bekommen die Unternehmen denn die Subventionsgelder?

Der kleine Schreiner XY muss ja auch sehen, dass er seine Schreinerei so günstig wie für ihn möglich und nötig positioniert.

Es sollte doch mal geprüft werden, ob dieser Subventions-Irrsinn überhaupt noch zeitgemäß und sinnvoll ist.
Meiner Meinung nach sollte man alle abschaffen (dann trifft es zwar auch alle, aber das ist dann wieder gerecht)
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29.01.2008 08:40 Uhr von Asian_Lotus
 
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global players: So wie dieser feine Herr aus den USA sehe ich das ganze Thema mit Nokia auch...wir sollten erst gar keine zahlen. wir müssen halt die regeln für solche unternehmen ändern.

Der frühere US-Arbeitsminister Robert Reich glaubt, dass es in der Debatte über die soziale Verantwortung globaler Konzerne ein großes Missverständnis gibt. Unternehmen seien eben keine Menschen, die am Gemeinwohl interessiert seien, sondern juristische Fiktionen, die das Geld ihrer Investoren mehren müssten. «Es liegt nicht in ihrer Verantwortung, "gut" zu sein. Vielleicht tun sie gute Dinge, um ihr Markenimage aufzupolieren und dadurch ihren Umsatz und Gewinn zu steigern», schreibt der Autor des Buches «Supercapitalism». Menschen durch Computer zu ersetzen oder Stellen ins Ausland zu verlagern, sei logische Folge des weltweiten Wettbewerbs. «Die Manager der Unternehmen gehören keiner bösartigen Verschwörung an.» Reich sieht als Ausweg nur strengere Gesetze: «Wenn wir wollen, dass sie sich anders verhalten, müssen wir die Regeln ändern.»

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