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Bischof der Diözese Augsburg kündigt Protest gegen Abhörpläne der Regierung an

Der Vorsitzende der Diözese Augsburg, Bischof Walter Mixa, hat jetzt die geplanten Abhörmaßnahmen des Innenministeriums beanstandet. In der Gesetzesvorlage ist auch das Abhören von Geistlichen geplant.

Der "Augsburger Allgemeinen" sagte er: "Der Gedanke, dass die Beichte hinsichtlich ihrer Vertraulichkeit nicht absolut geschützt sein könnte, ist geradezu unerträglich". Der Bischof hat weitere Proteste der katholischen Kirche gegen die Durchlässigkeit des Seelsorgegeheimnisses angekündigt.

Gegenüber der Zeitung fügte er noch an: "Das Beichtgeheimnis, dessen Verletzung die Kirche seit alters her mit schweren Strafen belegt, ist [...] die älteste Datenschutzbestimmung für die intimsten Nöte des Menschen".


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WebReporter: jsbach
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Regierung, Protest, Regie, Augsburg, Bischof, Diözese
Quelle: www.oecumene.radiovaticana.org

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.01.2008 20:45 Uhr von jsbach
 
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Bei der Telefonseelsorge der Kirchen, kann die Telefonnummer des Anrufenden nicht gesehen werden (auch bei ISDN) und sind auch beim Anrufenden im Einzelverbindungsnachweis nicht ersichtlich. Bisher!
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24.01.2008 22:47 Uhr von E-Woman
 
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glaube: eher, das der Bischof etwas dagegen hat, wenn er abgehört wird. Könnte brisant sein :-)
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24.01.2008 23:39 Uhr von Totoline
 
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@ jsbach: Im Telefonnetz werden die Rufnummern generell übertragen. Wünscht ein Teilnehmer nicht, dass seine Rufnummer dem Angerufenen übertragen wird, so besteht die Möglichkeit der Rufnummernunterdrückung (CLIR).
CLIRO (englische Abkürzung für Calling Line Identification Restriction Override) ist ein Leistungsmerkmal für ankommende Rufe und steht grundsätzlich nur bestimmten Teilnehmeranschlüssen zur Verfügung. Mit CLIRO wird ein aktivierter CLIR-Dienst des Anrufenden ignoriert und seine Rufnummer immer zum Angerufenen übermittelt. Dieses Dienstmerkmal steht Notrufzentralen der Polizei, Feuerwehr, medizinischen Notfalldiensten und besonderen sicherheitsrelevanten Anschlüssen des Bundes zur Verfügung.
Ab- und Mithören war also schon immer möglich. Nur wird jetzt die legalität solcher Angriffe auf die Privatsphäre durchgesetzt.

http://netzikon.net/...
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25.01.2008 20:51 Uhr von cookies
 
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endlich mal eine sinnvolle Aussage: Die Aussage des Bischofs kann ich nur begrüßen!

Es kann einfach nicht sein, dass geschützte Vertrauensverhältnisse durch ein ohnehin fragwürdiges Gesetz ausgehebelt werden.
Ich wäre dafür, weitreichende Grenzüberschreitungen der Menschen nur durch ein Referendum bei den Bürgern genehmigen zu lassen. Die bürger würden dem nur in einer akuten Krisensituation zustimmen. Mal ganz ehrlich? Welche Krise haben wir?

So werden jahrtausende alte kulturelle Institutionen durch eine am Tageserfolg orientierte Politik zunichte gemacht.
Das Ärztegeheimnis gehört da für mich auch dazu!
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26.01.2008 13:02 Uhr von andreascanisius
 
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Klasse Aber ist doch nett zu wissen dass man mit keinem Menschen mehr reden kann ohne sich 100% sicher sein zu können, dass man nicht vielleicht doch abgehört werden könnte...

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