24.01.08 14:24 Uhr
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Augsburg: Nadelstich am Weihnachtsbaum führte zum Verlust eines Unterarms

Eine damals 64-jährige Frau hatte sich im Jahr 2002 durch eine Nadel vom Weihnachtsbaum in den Finger gestochen. Nachdem sie einen Arzt aufgesuchte hatte, behandelte sie dieser über mehrere Tage mit Antibiotika.

Es trat jedoch keine Besserung ein und sie wurde in eine Unfallklinik nach Murnau (Oberbayern) gebracht. Auch dort konnte man keine Besserung erreichen, so dass man ihr den Unterarm amputieren musste. Vor dem Landgericht in Augsburg klagte sie gegen das Krankenhaus und die behandelten Ärzte.

Das Krankenhaus stimmte einem Vergleich zu und die Frau erhielt 130.000 Euro. Der Arzt erhielt in diesem Verfahren einen Strafbefehl über 18.000 Euro. Er klagte gegen diesen Bescheid und wurde nun freigesprochen, da kein Behandlungsfehler nachgewiesen werden konnte.


WebReporter: jsbach
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Verlust, Nacht, Weihnachten, Augsburg, Weihnachtsbaum, Nadel
Quelle: www.oberpfalznetz.de

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23 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.01.2008 11:04 Uhr von jsbach
 
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Kaum zu glauben, was ein Nadelstich unter Umständen auslösen kann. Da erst jetzt die strafrechtliche Seite verhandelt wurde, werden sich Gutachter über Jahre mit dem Fall befasst haben.
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24.01.2008 14:31 Uhr von Lucky Strike
 
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und was war die ursache? ich mein durch nen kleinen piek verliert doch keiner einen unterarm. wurden da irgendwie krankheitserreger oder sowas mit übertragen?
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24.01.2008 15:45 Uhr von The_Nothing
 
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Mein Fresse! "Vor dem Landgericht in Augsburg klagte sie gegen das Krankenhaus und die behandelten Ärzte."

Ärzte sind auch nur Menschen. Eine Entzündung behandelt man nun einmal mit Antibiotika. War wohl ein multiresitenter Erreger, da kann ja wohl der behandelnde Arzt nichts für. Manchmal frag ich mich echt, ob die Leute vergessen, dass Ärzte auch nur Menschen sind und keine Götter.

Aber Hauptsache, jemandem die Schuld zuweisen, man, ist dieses Denken krank.
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24.01.2008 15:59 Uhr von Botlike
 
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130.000€: pffff in Amerika hätte sie locker 130 Millionen bekommen xD

Da sieht man mal wie böse so eine kleine Entzündung werden kann. Allerdings hätte das dem Arzt doch auch früher auffallen können, beor das "Ding" schon den ganzen Unterarm besetzt hatte...
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24.01.2008 16:37 Uhr von The_Nothing
 
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@Negativbewerter: Hmm, alles klar, ich sehe die Denken, dass Ärzte Wunderheiler sein müssen, ist anscheinend sehr weit verbreitet.

Macht euch mal Gedanken darüber warum wir heutzutage Ärztemangel haben und warum immer weniger Menschen diesen Beruf ausüben wollen.

Ich würde mich auch nicht mit wehleidigen, immer meckernden Patienten rumschlagen wollen, die erwarten, dass ein Arzt auf Anhieb jedes Leiden kurieren kann. Kann er nämlich nicht.

Und davon abgesehen sind multiresistente Erreger hauptsächlich die Schuld überschlauer Patienten, die sich nicht mal annähern daran halten, Antibiotika wie verordnet einzunehmen, und zwar auch noch eine zeitlang nach Abklingen der Symptome. Das hat nämlich durchaus seinen Sinn. Aber nee, wir sind ja schlauer als der olle Doktor.

Und hinterher dann jammern.
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24.01.2008 17:10 Uhr von incredibleHeinz
 
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@ The_Nothing: Da haste Recht. Das Krankenhaus wird verklagt und überweist einen Schadensersatz für eventuelle Fehlbehandlung oder Falschverhalten. Aber der Arzt wird freigesprochen, weil Er alles richtig gemacht hat.
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24.01.2008 18:15 Uhr von saber_
 
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manche menschen sollte man einfach ausbluten lassen bis sie sterben...

die frau hat ne schwere infektion... der arzt VERSUCHT zu helfen...er kann nicht helfen, da wohl nichts hilft.... die infektion wird immer schlimmer ... die aerzte amputieren den arm um DEN REST DER AM ARM HAENGT ZU RETTEN!

ich wuerde der glatt wieder den verrotteten unterarmstummel angenaeht und wuerde den rest der infektion ueberlassen...
bei soviel dankbarkeit hat sies auch nicht besser verdient!

und warum ist der arzt schuld wenn sie so dumm is und sich verletzt und dann nichtmal korrekt die wunde desinfiziert und verbindet... um einer infektion aus dem weg zu gehen...

nene..die hat sich sicher den finger in den mund gesteckt und mal abgeschleckt und es weiter nicht beachtet....
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24.01.2008 19:19 Uhr von Metalian
 
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@saber: "nene..die hat sich sicher den finger in den mund gesteckt und mal abgeschleckt und es weiter nicht beachtet...."

Ich bin auch der Meinung,dass den Ärzten viel zu oft die Schuld in die Schuhe geschoben wird,wenn sie mal jemandem nicht mehr helfen können bzw. nicht so helfen können,wie der Patient es sich vorstellt!
Aber mal ganz ehrlich,wer desinfiziert und verbindet sich denn gleich den Finger,wenn er sich an ner Tanne sticht?
Also ich persönlich hätte mir da auch keine großen Gedanken gemacht!
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24.01.2008 19:45 Uhr von Chris86
 
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ohh tannenbaum, ohh tannenbaum, mir wächst beim arm die wund ned zam!
Tannenbäume zählen aber auch wirklich zu den gefährlichsten Bäumen im Wald!

[mann, was für ne news...]
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24.01.2008 19:47 Uhr von topreporter
 
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naja Jetzt macht mal halblang. So wohlwollend und gut sind nun wirklich nicht alle Ärzte. Dass auch der beste Arzt nicht alles heilen kann ist klar. Das verlangt auch keiner. Aber Ärzte sollen das tun, was nach aktuellen Kenntnissen dem Patienten am besten nützt. Ob das hier der Fall war, weiß ich natürlich nicht.
Was mich aber wundert ist, dass das Krankenhaus "einfach mal" 130.000 EUR zahlt. Wäre alles so vorbildlich abgelaufen, dann hätte man wohl kaum dem Vergleich zugestimmt und diese 6-stellige Summe bezahlt.
Und warum eigentlich nur das Krankenhaus und nicht der erstbehandelnde Arzt?
Nunja, was auch immer abgelaufen sein mag, nur am Rande noch angemerkt: Die Murnauer Unfallklinik hat generell einen ausgezeichneten Ruf.
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24.01.2008 20:07 Uhr von Badkay25
 
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Angriff: der KILLERTANNENBÄUME.wir werden alle vernichtet.
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24.01.2008 20:35 Uhr von uhlenkoeper
 
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Vorschnelle Amputationen: Mein eigener Vater ist im Alter von 28 Jahren Opfer einer ähnlichen Geschichte geworden: ihm wurde nach einer Verletzung des linken Armes, die nicht abheilen wollte, aber auch nicht nekrotisch war, an einem Wochenende von einem Assistenzarzt der linke Arm zwischen Schulter und Ellenbogen amputiert. Zu diesem Zeitpunkt war kein Ober- oder Stationsarzt anwesend, Rücksprache wurde nicht gehalten.

Im nachfolgenden Prozeß stellte sich heraus, dass diese Amputation absolut überflüssig gewesen ist. Fakt war aber, dass dem Assistenzarzt für seine Zulassung zur Facharztausbildung noch einige "Pflicht-OP´s" fehlten, u.a. auch eine Amputation.

Meine Cousine, selbst Ärztin, konnte ihr Bein gegenüber den Ärzten nur retten, weil sie einer OP wiedersprach und sich auf eigenes Risiko selbst entließ. Heute hat sie zwar eine superhäßliche Narbe vom Fußknöchel bis zum Knie (war mit dem Bein beim Reiten in einem Stacheldrahtzaun "gelandet", die sich schwer entzündet hatte), aber dank Wurm- und Egeltherapie hat sie ihr Bein noch.

Ein Freund von mir, der seit 10 Jahren als Allgemeinmediziner praktiziert, wollte eigentlich Chirurg werden. Nach seiner Assistenzarztzeit an einer Uniklinik in Norddeutschland hat er schnellstens von diesem Vorhaben wieder Abstand genommen. Er erzählte öfter von Operationen (so z.B. auch Totaloperationen und Brustamputationen bei Frauen), die medizinisch betrachtet eigentlich nicht notwendig gewesen wären. Damit es zu keinen "Problemen" im Nachhinein kommen konnte, wurden die Patientenakten durchaus auch mal frisiert. Er selbst hat diese Facharztausbildung dann nicht aufgenommen, weil er bei diesen Dingen nicht mitmachen wollte.

Grade zum Thema "unnötige Operationen" gibt es übrigens erschreckende Berichte. Wer danach googelt, dem wird schlecht ! Allein in Deutschland gibt es jährlich geschätzte 65.000 unnötige OP´s !!

Z.B. hier : http://www.swr.de/...
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24.01.2008 21:33 Uhr von saber_
 
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@metalian: also wenn ich alt und gebrechlich bin...und weiss das mein imunsystem halt doch nicht grade state of the art is.... dann wuerd ichs desinfizieren!

alte menschen snid wie saeuglinge... sehr anfaellig fuer sowas;)
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24.01.2008 21:36 Uhr von NoGo
 
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Ich hab mal ´ne Reportage gesehen, da hat einer seine Hand verloren, weil er sich am Arbeitsplatz mit einer Büroklammer gestochen hat.
Penicillin-resistente Keime sind kein Spaß. Die Dinger sind einfach nicht tot zu kriegen, aber im Gegenzug töten SIE einen.
Ich nehme mal stark an, dass solche Keime schuld waren.
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24.01.2008 21:38 Uhr von uhlenkoeper
 
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Multiresistente Erreger: Die Problematik multiresistenter Erreger hat nicht nur damit zu tun, dass Patienten ihre Antibiotika nicht lange genug einnehmen. Das ist nur einer unter mehreren Faktoren.

Die Entwicklung multiresistenter Erreger in erster Linie das Ergebnis allzu sorgloser Verschreibung von Antibiotika (vor allem Breitbandantibiotika) schon beim kleinsten Schnupfen oder gar bei viralen Infekten (bei denen sie gar nicht helfen können, da Antibiotika nicht gegen Viren, sondern nur gegen Bakterien wirksam sind).
Der Arbeitskreis "Krankenhaus und Praxishygiene" des AWMF hat eindeutig herausgearbeitet, dass die Ursache für multiresistente Erreger (MRE) im unkritischen, exessiven Einsatz von Antibiotika in den vergangenen 50 Jahren lag.

Darüber hinaus spielt auch die jahrzehntelang bevorzugte Maxime, sicherheitshalber lieber "mit Kanonen auf Spatzen zu schießen" eine nicht unbedeutende Rolle. So war der Einsatz von Breitbandantibiotika lange Zeit exorbitant hoch - auch in den Bereichen, wo gezielte Spezialantibiotika ausreichend wären.

Nicht zuletzt spielt auch der immer wieder nachweisbare Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung eine nicht unerhebliche Rolle. Vor allem bei Importwaren.

Im Übrigen steht im Ursprungsartikel gar nicht, dass es sich bei diesem Fall um einen multiresistenten Erreger gehandelt hat ... ist also pure Spekulation ;-)
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24.01.2008 22:52 Uhr von E-Woman
 
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@uhlenkoeper: stimme zu, die Patienten müssen den verantwortungsvollen Umgang mit Medikamenten lernen, und Ärzte, nicht alles und jedes verantwortungslos zu verschreiben. Nur damit sie abgesichert sind.
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25.01.2008 00:48 Uhr von Sebtron001
 
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blub? ich habe mir vor einigen jahren eine baterielle infektion oberhalb des afters zugezogen, wolgemerkt in einem krankenhaus
nach knapp 1 wochen hatte ich eine art golfball grossen abszess der weiter anwuchs, die ärzte meinten nach mehreren versuchen mit antibiotikum ich müsse unters messer und dort hinten knapp 2 zentimenter tief und 4 cm breit "ausgescharbt" werden bzw dies herausgeschnitten werden...
aufgund meiner medizinischen kenntnisse und der er angst einer narkose entliess ich mich allerings selbst aus dem krankenhaus...

nach eigenbehandlung mit den entsprechenden medikamenten die auch wirkten (silber kolloid und vancomycin) ging das ganze rasch zurück und habe es nach einigen tagen punktiert
seitdem keine probleme mehr damit gehabt alles nahtlos verheilt


zum eigendlichen thema:

ärzte ob es hausärtze sind klinikärzte oder spezialisten vergeben wirksame antibiotika erst wenn alles andere gescheitert ist
sprich sie docktorn lieber 5 x mit wirklosen kram herum als einmal mehr ein starkes antibiotikum zu geben

ich gebe zu das macht sinn aufgrund von multiresistenten erregern da man nicht will das die medikamente für den "ernstfall" wirkungslos werden
allrdings kostet dieses verhalten menschenleben oder auch ärme, beine, etc und könnte teilweise durch eine bessere ausbildung beziehungsweise besseren medikamenten umgang vermieden werden

es ist vieleicht verständlich 2 antibiotika auszutesten die aus den weniger starken guppen stammen aber danach hört der spass auf und es muss die keule geschwungen werden...



mein onkel hatte vor knapp 2 jahren einen beipass gelegt bekommen in seinem rechten bein.
nach einem halben jahr ging er einen tag vor heiligabend sprich weihnachten ins krankenhaus und wurde untersucht...
dabei blieb es auch bis zum 2.1.07... und an diesem tag wurde ihm gesgat das bein müsse ab
man verstehe mich nicht falsch das bein musste dann auf jedenfall ab aber als er ins krankenhaus kam hatte er nur vergleichweise leichte schmerzen und die adern waren noch teilweise frei
gutachter und spezialisten gemeinsam haben bestätigt das er sein bein noch hätte wenn der beipass gereinig worden währe zu weihnachten bzw maimal 3 tage nach eintreffen in der klinik...

die situvation wurde vom krankenhaus personal richtig erkannt damals nur es wuede nicht gehandelt...



sodele meine 10.000 cents zu dem thema doktoren und konsorten
wer denen traut der ist verlassen

seb
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25.01.2008 00:57 Uhr von Sebtron001
 
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was vergessen: die medikamente die man normalerweise beim hausarzt verschreibt bekommt sind zu 90% wirkungslos wenn man mal von den nebenwirkungen absieht denn diese treten dann doch zu 75% auf und wenn es nur müdigkeit, schlaflosigkeit, schlappheit, appetitlosigkeit oder sonstiges der art ist


ich finde es immer wieder süss wenn bekannte verwandte und auch freunde zumarzt rennen und sich antibiotika für eine erkältung verschreiben lassen

mal abgesehn davon das es total sinnlos ist dies zu tun ist es mir immernoch ein rätsel wieso ein mensch sich chemikalien in den körper einflösst die nichteinmal eine wirkung haben
hausärzte verschreiben zu einem grossteil amoxicillin was in unserer heutigen zeit dank milliardenfacher gabe nicheinmal mehr wirksam ist...
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25.01.2008 08:46 Uhr von stealther
 
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man müßte schon den Fall kennen um den Arzt verteidigen zu können. Ich bin überrascht, wieviele pauschal pro Arzt argumentieren...

130000 Euro ist in Deutschland schon ein recht hohes Schmerzensgeld, das wird nicht einfach so entschieden...

Ich hab mal ne Zahl gelesen, daß 36000 Todesfälle (Tote, nicht nur Verletzte) jährlich durch Behandlungsfehler entstehen.Das ist eine kleine Kreisstadt!!!
Wenn man jetzt die Zahl der Verkehrstoten gegenüberstellt und überlegt wieviel Energie da in die Vermeidung gesteckt wird, und wie sich darüber gefreut wird im letzten Jahr wieder 100 Verkehrstote im Bundesgebiet weniger zu haben...

Da könnte man meiner Meinung nach doch sicher mit weniger Aufwand mehr erreichen (auch bei den nur Verletzten).

Das soll jetzt grundsätzlich mal kein Pauschalurteil sein, ein Arzt ist Mensch und kann deshalb Fehler machen. Aber wenn sich z.B. mal jeder Hausarzt wirklich fragen würde: "Habe ich diesen Fall wirklich mit der absolut nötigen Sorgfalt überprüft"
Dann würden so manche glaub ich ins grübeln kommen...

Beispielsweise :
Patient, als ein wenig wehleidig bekannt, hat grippeähnliche Symptome
Doc: Naja, wird schon wieder, viel heissen Tee trinken, kauf dir Grippocaps.
Patient kommt wieder, Symptome klingen nicht ab, wird schlimmer
Doc: Naja, warten wir mal noch ein paar Tage bevor Antibiotika
Patient kommt erst nach einer Woche wieder, weil Arzt 2 Tage nicht da war, Symptome nach wie vor noch schlimmer
Doc: Ok, Antibiotika, komm in einer Woche wieder wenns nicht hilft

-> und so gehts larifari weiter, bis der Patient irgendwann zusammenbricht und an ner Hirnhautentzündung stirbt, weil er zu spät dann erst ins Krankenhaus eingeliefert wurde...

ich glaub, daß Hausärzte da sehr stark betroffen sind,meist Fälle nach Schema F und dann einer dabei mit was wirklich schlimmen... der geht unter

Da tut auch unser Gesundheitssystem natürlich nichts gutes dazu, wenn der Arzt nur n Euro 50 pro Behandlung bekommt...
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25.01.2008 09:57 Uhr von arisolas
 
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hallo gehts noch? wegen eines nadelstiches gleich mit antibiotika ran gehn?
also ich weiss nicht, wenn da was passiert, wird die dame bestimmt zum recht zügig zum arzt gegangen sein.

und der pumpt die mit antibiotika voll? wasn mit den medizinern heute los? antibiotika als allzweckwaffe?-.-
errinert mich an den hausarzt meiner freundin, der ihr nach 3wochen husten auch gleich antibiotika reinpfeiffen wollte.

gibt doch auch andere alternativen..
meiner meinung nach sollte man mit dem konsum von antibiotika eher vorsichtig umgehen.
ich persönlich nutze allgemein kaum pharma medikamente und das nicht, weil sie so schweine teuer sind, sondern weil es für vieles, natürliche heilmittel gibt, die vielleicht etwas länger dauern, aber dafür auch besser für den körper.

bleibe auch bei grippe lieber 1-2tage länger im bett und erhol mich richtig, als das ich dann im büro alle anstecke und n rückanfall krieg.

aber egal, zusammengefasst hab ich das gefühl, das inzwischen jeder affe arzt werden kann -.-
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25.01.2008 14:12 Uhr von vst
 
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nadelstich am weihnachtsbaum? ich finde es richtig, dass eine frau die ihren weihnachtsbaum mit einer nadel sticht den arm amputieren lassen muss.

pflanzenquälerei gehört hart beastraft.
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25.01.2008 16:52 Uhr von ArrowTiger
 
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@stealther: -- "Aber wenn sich z.B. mal jeder Hausarzt wirklich fragen würde: "Habe ich diesen Fall wirklich mit der absolut nötigen Sorgfalt überprüft" Dann würden so manche glaub ich ins grübeln kommen..."

Leider sorgt unsere Gesundheitsgesetzgebung dafür, daß genau dies zumindest für Allgemein-/Hausärzte fast nicht mehr möglich ist. Der Anteil an (meist unnötigem) Verwaltungskram liegt inzwischen bei gut 40%, und wie Du unten erkannt hast, gibt es auch kaum mehr ordentliche Vergütung für die Arbeit. Die Regeln sind so schwammig bzw. umfangreich definiert, daß kaum ein Arzt dank der Fülle an Arbeit mehr richtig durchblickt, was er wann abrechnen darf. Zeit für ein tiefergehendes Studium dieser "Regelwerke" ist kaum vorhanden - man verlässt sich zwangsläufig so weit wie möglich auf seine Praxis-Software. (Meine Partnerin und ihre Kompagnon können ein Liedchen davon singen.)

Diese Probleme sind allerdings politisch gewollt - schließlich möchte man gerne die MVZs forcieren, die sich dann später leicht an private Investoren verscherbeln lassen. Als Nebeneffekt hat man dann noch ein Argument, die privaten Versicherungsanbieter zu pushen, statt, wenn erforderlich, die Beiträge zu erhöhen, oder den Verwaltungsmist wieder auf ein sinnvolles Maß zurückzustutzen. Heute hat es ein niedergelassener (Allgemein-)Arzt reichlich schwer.

-- "Da tut auch unser Gesundheitssystem natürlich nichts gutes dazu, wenn der Arzt nur n Euro 50 pro Behandlung bekommt..."

Eben! Ist jedoch, wie gesagt, politisches Kalkül...
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26.01.2008 15:00 Uhr von antinichtraucher
 
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lächerlich: 130000€ ich finde dass ist ein bischen wenig dafür das sie jezt vielleivht nivht mehr arbeiten kann!!

wenn ihr damit aber das leben gerrettet wurde dann finde ich es lächerlich das sie sich beklagt!

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