23.01.08 18:32 Uhr
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Börse: DAX schon wieder fünf Prozent im Minus

Schon wieder ist es an den europäischen Börsen zu Kurseinbrüchen gekommen. Um rund fünf Prozent rutschte dabei der deutsche Aktienindex DAX in den Keller am Mittwochnachmittag.

Die jüngsten Zinssenkungen der amerikanischen Notenbank brachten nur vorübergehend Ruhe in den Markt. Unter Verweis auf mögliche Inflationstendenzen und die unruhige Marktlage lehnt die Europäische Zentralbank derzeit Zinssenkungen ab.

Der Mannheimer Wirtschaftsforscher Michael Schröder wertet die derzeitigen Kurseinbrüche als Indikator für zunehmend aufkommende "Konjunktursorgen".


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WebReporter: Nesselsitzer
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Prozent, Börse, DAX, Minus
Quelle: www.focus.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.01.2008 18:45 Uhr von macmillan
 
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So ein Mist und nun? Da spar ich mein Hartz lieber für Hausse.
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23.01.2008 19:00 Uhr von politikerhasser
 
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Da erzählt man uns seit Merkels Amtsantritt von florierender Wirtschaft und boomendem Arbeitsmarkt - und jetzt platzt die große Blase aus Betrug, Wunschdenken und Inkompetenz in Wirtschafts- und Finanzfragen.

Die bevorstehende Rezession wird Millionen Menschen in Deutschland (und nicht nur hier) mehr in die Arbeitslosigkeit stürzen, als wir bisher gesehen haben.

Neue Jobs gibt es nur noch in Billigländern, vor deren Importen wir uns nicht mehr durch Zölle schützen können, da wir sie ja in die EU aufgenommen haben.

Gute Aussichten haben nur noch Global Player, der Energiesektor und Sklavenhändler.

Und die Politik hat -einmal mehr- versagt und sich in Schönfärberei und Statistikfälschung geflüchtet.

Abtreten! ALLE!
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23.01.2008 19:30 Uhr von Lonni
 
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Tja: Kapitalismus ist wie Lotto, alle zahlen ein, nur einer gewinnt.

„Und schon haben wir den Sinn des Lebens unter den gegebenen Umständen!"
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23.01.2008 22:19 Uhr von Das allsehende Auge
 
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Schade: Dachte "wir" knacken heute die 6000er Marke - aber morgen ist ja auch noch ein Tag.

Übrigens der Jones ist im Plus - also daran kann es nicht liegen - an der Zinssenkung. ,-(

Apropos Rezession

DJ FOKUS: US-Wirtschaft auf dem Weg in die Rezession

Von Peter Trautmann
DOW JONES NEWSWIRES


FRANKFURT (DOW Jones)--Nachdem es in den vergangenen 25 Jahren nur zwei relativ milde Rezessionen in den USA gegeben hat, darf nunmehr das Schlimmste befürchtet werden. Der brutale Niedergang des US-Immobilienmarktes in Verbindung mit einer sich womöglich ausweitenden Finanzkrise könnte die US-Wirtschaft härter und länger treffen, als dies bisher befürchtet worden ist. Viele Experten reden schon jetzt davon, dass eine Rezession nicht nur drohe, sondern längst begonnen habe. Nicht zuletzt die außerplanmäßige Zinssenkung der Fed am Dienstag hat gezeigt, wie groß die Sorgen hinsichtlich der weiteren Konjunkturentwicklung in den USA sind.

Waren es zunächst nur wenige Ökonomen, die eine höhere Rezessionswahrscheinlichkeit als Folge des Platzens von Immobilien- und Kreditblase sahen, hat sich das Blatt mittlerweile gewendet. Vor allem die dramatischen Verluste an den weltweiten Aktienmärkten am Montag haben gezeigt, dass ein Absturz der US-Konjunktur in diesem Jahr offenbar als unvermeidlich betrachtet wird.

Die Entwicklungen am US-Immobilienmarkt und die Finanzkrise hängen dabei eng miteinander zusammen und sie dürften nach Einschätzung der meisten Ökonomen in den kommenden Monaten sowohl die Unternehmensinvestitionen wie auch den privaten Verbrauch - die wichtigste Stütze der US-Wirtschaft - belasten. Wegen der enormen Unsicherheit über die noch drohenden Abschreibungen im Zusammenhang mit Subprime-Papieren werden Banken ihre Kreditvergabe einschränken und höhere Risikoprämien bei Ausleihungen verlangen. Hierunter werden die Unternehmensinvestitionen leiden.

Gravierender aber werden die Folgen für den Konsum sein, da die Verbraucher unter den kräftigen Preisrückgängen ihrer Immobilien leiden und massive Probleme bei der Bedienung ihrer Hypothekenkredite und bald auch anderer Darlehen haben. Bei den Einzelhandelsumsätzen zeichnet sich eine umfassende Schwäche ab, und die stark gestiegenen Energie- und Nahrungsmittelpreise rauben zusätzlich reale Kaufkraft. Sollte es am Aktienmarkt zu einer ausgemachten Baisse kommen - nie startete die US-Börse schlechter in ein Jahr als 2008 - könnte ein weiterer negativer Vermögenseffekt den Verbrauch bremsen.

Die bisher in diesem Jahr veröffentlichten Konjunkturindikatoren sind enttäuschend ausgefallen und haben bereits zum Teil eindeutige rezessive Signale gegeben, was wohl auch die Fed so sieht. Banken wie Goldman Sachs oder Merrill Lynch sind sich deshalb sicher, dass das US-BIP temporär schrumpfen wird. Bei anderen Banken wird zumindest von einer anstehenden "gefühlten Rezession" gesprochen, auch wenn dies nicht bedeuten muss, dass es zwei Quartale mit negativen Wachstumsraten - was die Definition einer "technischen Rezession" erfüllt - geben wird.

Überraschend stimmt, dass immer noch viele große Institute für 2008 ein Wachstum der US-Wirtschaft von jahresdurchschnittlich knapp 2% (Bank of America) oder 2% (UBS) erwarten.

Der Chairman der Federal Reserve, Ben Bernanke, hat es bisher vermieden, von einer Rezession zu sprechen, doch auch er zeichnet ein wenig optimistisches Bild der US-Wirtschaft. Die erste "Emergency"-Zinssenkung seit September 2001 ist ein deutlicher Ausdruck des Pessimismus, der die US-Notenbank dabei ergriffen hat. Die massive Zinssenkung um 75 Basispunkte allein als Maßnahme zur Stützung angeschlagener Aktienmärkte zu begreifen, ist falsch. Selbst US-Präsident George Bush ist von seinem "Alles ist gut"-Mantra abgewichen und hat eingeräumt, dass die US-Wirtschaft in ernste Schwierigkeiten geraten ist.

Nachdem die US-Notenbank ihren Leitzins seit September 2007 nunmehr um 175 Basispunkte auf 3,50% zurückgenommen hat, rechnen Bankökonomen mit weiteren Zinssenkungen in Richtung 2,00%. Sollte die Fed diese Erwartungen erfüllen, wären die Risiken einer gravierenden Rezession zwar eingegrenzt, andererseits bestünden aber auch die Risiken neuer finanzieller Exzesse.

Die zuletzt wieder salonfähig gewordene Kritik, dass die über viele Jahre sehr expansive Fed-Geldpolitik unter Alan Greenspan die Exzesse auf den Immobilien- und Kreditmärkten wesentlich gefördert hat, sollte in diesem Zusammenhang zu denken geben. Auch stellt sich die Frage, inwieweit die gegenwärtig immer noch hohen Inflationsraten den Spielraum der Fed beschränken.
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23.01.2008 22:19 Uhr von Das allsehende Auge
 
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weiter: Als weitere wirtschaftspolitische Entlastungsmaßnahme wird der US-Kongress schon bald ein umfangreiches Konjunkturprogramm beschließen. Dabei dürften US-Verbrauchern und Unternehmen rund 140 Mrd bis 150 Mrd USD in Form von Steuererleichterungen bzw. Steueranreizen bei Investitionen zufließen; die Summe des geplanten Pakets würde rund 1% am US-BIP ausmachen. Entlastung dürfte dieses Programm auf jeden Fall bringen, ob es die US-Wirtschaft aber vor dem befürchteten starken Abschwung bewahrt, ist mehr als fraglich.

http://www.boerse-online.de/...

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