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Alaska: Mit dem Tod einer Ureinwohnerin starb auch eine Sprache aus

Marie Smith Jones ist mit 89 Jahren als letztes Mitglied des Eyak-Volkes gestorben. Mit ihr verschwindet auch die Sprache der Eyak, die sie als letzter Mensch auf der Erde fließend gesprochen hat.

Ein Sprachwissenschaftler der Universität Fairbanks hatte mit der Frau vor ihrem Tod mehrere Jahre lang ein Wörterbuch und eine Grammatik der Eyak-Sprache erarbeitet. Die Eyak-Sprache wurde einst im Süden des heutigen US-Bundesstaates gesprochen.

Keines der neun Kinder, die Marie Smith Jones hinterließ, hat die Sprache der Eyak erlernt, da es sich früher geziemte, nur Englisch zu sprechen. Die verstorbene Frau setzte sich für Frieden und Umweltschutz ein und hielt sogar zwei Reden vor den Vereinten Nationen.


WebReporter: bauernkasten
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Tod, Sprache, Alaska, Ureinwohner
Quelle: diepresse.com

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.01.2008 01:56 Uhr von Verdan
 
+15 | -2
 
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@NummerEins: Ganz Helle biste ja nicht gerade. Habe ein paar anderen Kommentare von dir gelesen die haben genaus so viel Sinn ergeben wie dieser hier.
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24.01.2008 08:25 Uhr von Lucky Strike
 
+3 | -2
 
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the same procedure as every day: jeden tag sterben viele sprachen, planzen- und tierarten aus.
es ist erschreckend wieviele.
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24.01.2008 10:24 Uhr von wossie
 
+1 | -1
 
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Diese Menschen verlieren nicht nur ihre Sprache, sondern auch ihre kulturellen Wurzeln. Ihre gesamte Vergangenheit, geschichte und Kultur werden ausgelöscht. M.E. einer der Gründe, warum gerade unter den amerikanischen Ureinwohnern Alkoholismus so stark grassiert.
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24.01.2008 11:05 Uhr von TTek
 
+0 | -4
 
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So schlimm ist das nun auch nicht Das wird noch so weiter gehen...viele Völker haben nur noch wenige Menschen die ihre Sprache sprechen, allerdings halte ich das nicht für sehr schlimm.
Warum muss jede noch so merkwürdige Sprache erhalten werden?
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24.01.2008 11:26 Uhr von wossie
 
+2 | -1
 
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Weil das in der Regel der Abschluss der Vernichtung einer Kultur ist.
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24.01.2008 11:53 Uhr von TTek
 
+1 | -4
 
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ist der Lauf der Dinge Wenn Kulturen aussterben, geschieht dies immer aus bestimmten Gründen, entweder weil sie einfach ausgerottet werden von einer stärkeren Kultur oder aber die Ureinwohner adaptieren die neue Kultur.
In dem Fall der Eskimos war es einfach so das diese wirklich die Amerikanische/Kanadische Kultur adaptierten und ihre eigene vernachlässigt haben.

Ausserdem werden diese ganzen Urvölker sowieso bald aussterben, es gibt nur noch 3 Große Kulturen...den Westen, den nahen Osten und den fernen Osten. Und diese haben Untergruppen und werden früher oder später mit der Obergruppe verschmelzen.
Und die Urvölker wie man sie teilweise im Dschungel oder auf Inseln noch findet haben keine Chance ihr Kultur über längere Zeit aufrecht zu erhalten.

Bestes Beispiel ist ein Urvolk das als unberührt gilt und auf einer kleinen Insel im Pazifik lebt, es sollen ca. 46 Menschen dort leben auf der Insel. Dieses Volk wird aussterben. Entweder durch eine größere Naturkatastrophe (Erdbeben, Flutwelle) oder aber es werden durch den kleinen Genpool Krankheiten auftreten die incht behandelbar sind (bei den Amish ist dies häufig der Fall)
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24.01.2008 12:49 Uhr von ceyweb
 
+2 | -0
 
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Verwandt zu Türkischer Sprache: Diese Sprache ist Verwand zu Türkischem. Die Ureinwohner kamen aus Mittelasien und sind zu größtenteils Nachkommen von Sybirischen Yahut-Türken. Sie gingen über die Beringstraße rüber und verteilten sich von Alaska aus in ganz Amerika.
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24.01.2008 15:54 Uhr von KingJoker
 
+1 | -1
 
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Das ding ist ja das ne ganze Kultu weg ist... ich denke mal das Wöterbuch wird nun in den Akten in irgendeiner Akte landen.

Mfg
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24.01.2008 18:58 Uhr von LordBraindead
 
+0 | -3
 
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kein großes ding: ich denke es passiert jeden tag, dass so einige sprachen/dialekte aussterben.

natürliche auslese nennt man das.
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25.01.2008 00:41 Uhr von StYxXx
 
+0 | -0
 
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@ bonsaitornado1(Verbot): "Aber es hindert die Eltern ja niemand daran, die eigene Sprache / Dialekt trotzdem an die Kinder weiterzugeben... "

Meines Wissens war es eine ganze Zeit lang verboten. Wie auch bei vielen missionierten afrikanischen Stämmen es nicht erlaubt war, ihre Kultur und Sprache auszuleben. Wie weit es da jetzt noch ein wirkliches gesetzliches Verbot gab oder es einfach nur durch gesellschafltiche Zwänge unterbunden wurde weiß ich aber nicht. Macht aber nicht soviel unterschied. Leider.
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25.01.2008 13:41 Uhr von FruchTZwercH
 
+0 | -0
 
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Was haben die anderen gemacht? Also erstmal, ist es natürlich traurig das sie gestorben ist (das ist es natürlich immer), aber das damit eine Sprache austirbt?! Erstmal ist da ja noch die Wissenschaftlerin, die das Wörterbuch erarbeitet hat, sie müsste eigentlich die sprache, wenn auch nicht flüssig, sprechen können, da ihr frau jones sicherlich die worte ein paar mal sagte und nicht nur aufschrieb. und außerdem frage ich mich was die anderen Leute des volkes gemacht haben. 89 Jahre is zwar schon ein gutes alter, aber auch nicht so unmöglich zu erreichen, es gibt viele die älter sind. rein theoretisch müssten ja dann alle anderen früher das zeitliche gesegnet haben. eine grausige vorstellung. Ich bin der meinung, das da irgendwo noch leute geben die diese Sprache sprechen und die frau jones einfach nich kannte. denn es gibt viele leute die auf grund einer politischen veränderung eine andere sprache sprechen, anstatt ihrer Muttersprache.

@ Verdan: eigentlich hätteste ihm das auch per mail oder pm schicken können oder wenigstens deine meinung zu diesem beitrag kund tun können. könnte man schon fast als spam bezeichnen ;)

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