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Polen: Deutsches Massengrab auf der Insel Wollin vermutet

Auf der polnischen Insel Wollin lebten 1945/46 noch 22.000 Deutsche, zu Beginn des zweiten Weltkrieges waren es noch 51.000. Auf der Insel waren nur einige hundert Polen, die nach den Beschlüssen der Potsdamer Konferenz dort die Polizei und die Verwaltung stellten.

Im Winter 1945/46 waren sie vom Festland abgeschnitten. Da die Polen nicht mehr kontrolliert wurden, sollen junge Polizisten mit schwerem Kriegstrauma 40 Deutsche getötet haben. Zwei Verdächtige bekamen mehrjährige Haftstrafen. Heute will das Institut des Nationalen Gedenkens (IPN) das Grab finden.

Man glaubt, das Grab liege unter einem Fußballplatz. Ein neues Buch über Antisemitismus in Polen nach dem Zweiten Weltkrieg hat das Land bereits erschüttert. Deshalb weiß man noch nicht, wann man mit den Ausgrabungen beginnen kann, denn man möchte die polnische Bevölkerung schonen.


WebReporter: PortaWestfalica
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Deutsch, Polen, Masse, Insel
Quelle: www.welt.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.01.2008 13:09 Uhr von Hexenmeisterchen
 
+4 | -1
 
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Nation der Opfer: Den Teil der Überschrift verstehe ich nicht ganz...
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22.01.2008 13:30 Uhr von toffen
 
+7 | -3
 
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lasst: uns einen zentralrat der deutschen gründen und alle auf entschädigung verklagen!
</ironie>
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22.01.2008 13:43 Uhr von JackHack
 
+5 | -8
 
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...meinem Großvater wurde schon von Polen nach dem ersten WK sein Land und Haus gestohlen... nach dem 2. WK hat Polen halb Deutschland erhalten und nichts daraus gemacht, wieder wurde mein Großvater mit Frau und sechs Kindern, diesmal aus Schlesien vertrieben. Mein Opa ging gerne in den 2.WK um wieder zu seinem Recht auf Hab und Gut zu kommen. Das hatte nichts mi den Nazis zu tun. Als man ihn nach 1918 vertrieb ließ man Ihm nur die Möglichkeit in Pommern zu bleiben wenn er die polnische Staatsbügerschaft annehmen würde. Ne ne... Opfer, die Polen ... sorry...Deutschland müsste von Polen mit Rückgabe der Gebiete von Königsberg bis Breslau entschädigt werden ... bzw. ganz einfach seinen Ihm zustehenden Grund- und Boden wiedererhalten. Krieg, ob gewonnen oder nicht darf nicht zu territorialen Gebietsgewinnen führen.
Grüsse
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22.01.2008 14:14 Uhr von vst
 
+1 | -2
 
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das ist gut: dass einer die überschrift geändert hat.
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22.01.2008 14:14 Uhr von s3m
 
+4 | -0
 
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@JackHack: *räusper*
Dir ist aber bewusst, dass Polen nicht einfach diese Gebiete annektiert hat sondern von Russland quasi "verschoben" wurde?
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22.01.2008 14:40 Uhr von JackHack
 
+1 | -6
 
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@s3m: absolut... auch Ihnen wurden Gebiete geklaut und Menschen wurden zwangsumgesiedelt...Zahlenmäßig jedoch nicht annähernd mit den vertriebenen Deutschen zu vergleichen. Die ehemaligen deutschen Gebiete sind noch heute extrem unterbesiedelt. Nur Polen muss dies mit Rußland regeln... Das beste und sinnvolste wäre eine Rückgabe des Eigentums und der Gebiete und ein "Zusammenwohnen" beider Nationalitäten.
Als mein Vater in den 70er Jahren sein Geburtshaus im heutigen Polen besuchte, dachten die Bewohner tatsächlich, die Deutschen kommen zurück um dort wieder einzuziehen. Der halbe Ort hatte früher den Namen meiner Familie. Selbst den Polen vor Ort war klar, dass die Häuser und Grundstücke Ihnen nicht gehörten. Das Problem heute ist nur, dass Polen natürlich durch gezielte Geschichtsverdrehung (in der Schule und Politik) den jungen Polen natürlich eingetrichtet hat... "Hier wo Ihr lebt war schon immer Polen" ... Ich verstehe natürlich, dass ein Pole, der auf ehemals deutschem Gebiet, heute Polen, geboren ist, dies als seine Heimat ansieht. Nichts desto trotz ist und bleiben diese Gebiete deutsch. Am sinnvollsten wäre eine einvernehmliche Rückgabe der Gebiete wobei man den besten weg für beide Nationaliäten finden sollte. Polen sollten neben Deutschen wohnen bleiben. Ich bin mir sicher, dass ein Grossteil der Polen sogar gerne bleiben würde.
Grüsse
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22.01.2008 14:54 Uhr von Numanoid
 
+0 | -2
 
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@s3m: Der Staat Polen verlor nach nach dem 2. WK keine Gebiete, die rechtmäßig ihm gehörten. Die Gebiete, welche an die Sowjetunion abgeben werden mussten, waren von Polen erst in den 20er Jahren völkerrechtswidrig annektiert worden.
Wer sich ein wenig intensiver mit der polnischen Geschichte in den Jahren von 1919 bis 1939 beschäftigt wird schnell feststellen, daß Polen gegen beinahe alle Nachbarstaaten Gebietsforderungen stellte und vielfach auch versuchte, diese Forderungen gewaltsam durchzusetzen. Sie waren mitnichten das arme Opfer als daß sie sich heute gerne darstellen.
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22.01.2008 15:01 Uhr von wine2
 
+2 | -0
 
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@jack: Das mit der Rückgabe ist nach den Jahren schlichtweg unmöglich. Wie du selbst geschrieben hast ist die Vermischung über die Generationen sehr vorrangeschritten.
Das gleiche könnte man im Elass fordern. Aber die deutschsprachige/stämmige Bevölkerung ist nur noch ein sehr kleiner Teil.
Man sollte also meiner Meinung die Territorialen Gegebenheiten heutzutage so hinnehmen wie sie sind. Aber die Vertreibung nicht totschweigen bzw. in der Geschichte weiterhin festhalten. (Genauso wie die Gräueltaten an der Polnischen Bevölkerung unter der Besetzung)
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22.01.2008 15:23 Uhr von bigtwin
 
+3 | -0
 
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@jack: ich fordere das Römische Kaiserreich in den Grenzen von ca. 300 n.Chr. - da wären Teile Deutschlands von Italienern besetzt!

Irgendwie finde ich es immer sehr eigenartig, wenn Menschen (die heutzutage mit den Zeiten, als Deutschland noch eine andere Ausdehnung hatte, nichts mehr zu tun haben) sich gemüßigt fühlen, irgendwelche Rückgabeforderungen an andere Länder zu unterstützen. Die heutigen Grenzen sind schon eine ganze Weile so wie sie sind - und daran sollte sich auch der letzte gewöhnen, sonst haben wir ganz schnell wieder Krieg - und das können nur Leute wünschen, die keine Ahnung haben, oder/und daran verdienen würden!
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22.01.2008 15:48 Uhr von schlupfloch
 
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Dank Kohl und dem Rest: haben wir die Gebiete nicht zurück. Da Gorbatschow nach der Wiedervereinigung alles in die Wege leiten wollte, damit Deutschland seine Gebiete(ich meine nicht überfallene Gebiete) zurückbekommt. Aber die Regierung hat sich so geäussert, man möchte bestimmte Gebiete nichtmal geschenkt haben. Bei dem Zustand mancher Gebiete bzw Höfe kann man das einerseits verstehen, aber es ist ein Tritt für die dortige deutsche Bevölkerung gewesen. Und wenn man sich an die Wahlplakate der FDP, CDU und SPD in den 50er oder 60er Jahren zurückerinnert, wo alle(!) die Gebiete zurückforderten.... Naja was solls. Politik bleibt Politik. Korrupt, machthungrig und scheinheilig.
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22.01.2008 15:49 Uhr von Schiebedach
 
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Landesverrat? Im Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland (von den westl. Siegermächten abgefaßt) war vor der Wiedervereinigung zu lesen:

"Die Grenzen Deutschlands werden durch einen Friedensvertrag bestimmt"

Ein Herr Kohl hat die Grenzen Deutschlands im Osten festgelegt ebenso wie zuvor das "kommunistische Unrechtssystem" die Oder-Neiße-Grenze als "Friedensgrenze" bestimmt hat.
Einen Friedensvertrag haben wir noch immer nicht; das Wörtchen "souverän" fehlt im Grundgesetz ebenso wie nach dem Kohlgeschenk an Polen ein Drittel Deutschlands.
Ein Staatsanwalt, der wegen des Verdachts auf Landesverrat ermittelt, ist bisher nicht aufgetreten.
Wer mag den wohl bremsen?
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22.01.2008 16:02 Uhr von Schiebedach
 
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@wine 2: Weshalb unmöglich? Polen gehört der EU an. Somit hätte die Polnische Regierung Einblick in die vorhandenen Grundbücher zu gewähren. Somit können nach wie vor die "Alteigentümer" ermittelt werden, wie auch die Nachfahren von Opfern des Naziregimes ihre Grundstücke zurückfordern und verkaufte Kunstwerke wieder aus Museen herausholen.
Ich sehe also keine Probleme.
Allerdings, und das wird immer wieder vergessen, daß sich die UdSSR, die ja gemeinsam mit dem Deutschen Reich Polen angegriffen hat, ebenfalls Gebiete in Ostpolen einverleibt hat. Somit könnte der Staat Polen ebenfalls Entschädigungen vom Rechtsnachfolger der UdSSR -also Russland- einfordern und zwar über den gleichen Zeitraum, wie Ersatz von Deutschland gefordert und geleistet wird.
Aber das wäre eine Schraube ohne Ende.
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22.01.2008 17:10 Uhr von wossie
 
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Dann hätte man wenigstens festhalten können, dass mit dem Verzicht auf die ehemaligen Ostgebiete alle Reparationsforderungen an Deutschland abgeglichen sind.
So könnte man vielleicht beginnen, dieses Thema zu verarbeiten - und vielleicht müssten die Söhne die Sünden der Väter auch nciht mehr bis ins dritte oder vierte Glied büßen.
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23.01.2008 05:14 Uhr von schlupfloch
 
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@wossie: ich weiss ja worauf du hinaus willst, aber es geht in dem Punkt nicht um Kolonien oder so. Sprich es hat in dem Sinne nicht wirklich was mit dem 2. Weltkrieg zu tun. Das wäre so als wenn dein Sohn sein "Eigentum" hergibt um seine Ruhe zu haben, weil ein anderer der mit ihm verwandt oder halt verbürgert ist, einfach mal schei*se gebaut hat.

Auserdem war die ursprüngliche News, dass die Polen damals Deutsche umgebracht haben und dafür nicht belangt wurden. Naja, auch das ist nicht gerade neu. Weder in Polen, noch bei den Tschechen. Die Sieger schreiben die Geschichte.

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