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Subventionen zur Ansiedlung von Unternehmen kritisiert

EU-Industriekommissar Günter Verheugen hat die staatliche Subventionspolitik kritisiert. Er sagte der Welt am Sonntag, dass es sinnlos sei, Unternehmen mit Subventionen anzulocken. Man solle das Geld lieber in Ausbildung, Bildung und Infrastruktur investieren.

FDP-Bundesparteichef Guido Westerwelle sagte dazu, "es ist das Ergebnis bürokratischer Staatswirtschaft und keiner sozialen Marktwirtschaft" wie Unternehmen mit den Beschäftigten umginge. Das ganze sei eine "Sauerei".

Wirtschaftsministerin Christa Thoben wirft Nokia Subventionstricksereien vor. Von den erhaltenen 88 Millionen Euro Subventionen müsse Nokia bis zu 41 Millionen Euro zurückzahlen, wenn das Werk in Bochum geschlossen wird, so Thoben weiter.


WebReporter: MDK Indy
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Unternehmen, Subvention
Quelle: www.heise.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.01.2008 21:58 Uhr von mabude
 
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Sauerei !!! Subventionen sind in jedem Fall eine Sauerei und ein Schlag in Gesicht von Unternehmen, welche sich ohne diese Hilfen im Markt behaupten müssen. Insbesondere bei ausländischen Unternehmen, die in Deutschland nur eine Zweigstelle betreiben, während viele deutsche Mittelstandsunternehmen mit den hiesigen Bedingungen und Kosten zu kämpfen haben.

Jeder Arbeitsplatz bei Nokia wurde mit 38260,-€ subventioniert und die Auffanggesellschaft wird den Steuerzahler noch zusätzliche Kosten verursachen.

Dies ist eine Subvention von ~ 320,-€ pro Monat/Arbeitsplatz, 27,-€ weniger als ein Hartz IV Empfänger als Grundleistung bekommt.
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21.01.2008 11:14 Uhr von pippin
 
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Heuchlerische Politiker: Jahrzehntelang hauen unsere Politiker Millionen an Subventionen raus und das anscheinend ohne wirksame Prüfungen und Kontrollen.

Aber wenn dann ein Unternehmen diese Praxis völlig legal ausnutzt und dann bei der erstbesten Gelegenheit den Abflug macht, fangen alle an zu schreien.

Nicht dass ich im aktuellen Fall das Vorgehen von Nokia in Bochum gutheißen will, aber unsere Politiker sollten mal überlegen, wie es überhaupt soweit kommen konnte.

Wenn schon Subventionen gezahlt werden, dann sollten die damit auch wesentlich stärkere Verpflichtungen der Unternehmen verbunden sein.
Meiner Meinung nach muss eine Regelung her, die Unternehmen langfristig an einen Standort binden, wenn sie Subventionen erhalten wollen.
Darüberhinaus müssen Subventionen auch an den Ort gekoppelt sein, sprich wenn Unternehmen trotz Subventionszahlungen den Standort wechseln, müssen alle Zahlungen komplett zurückerstattet werden!

Die einfachste und sinnvollste Lösung wäre allerdings Günter Verheugen zu folgen und die Subventionsgelder sinnvoll in die Zukunft unseres Landes also in Ausbildung und Infrastruktur zu stecken.
Damit wäre nicht nur den Unternehmen gedient, sondern auch der Bevölkerung. Schließlich schreien doch alle Unternehmen nach gut qualifizierten Angestellten.
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21.01.2008 12:30 Uhr von JCR
 
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Die Abermilliarden an sinnlosen Subventionen kommen von später Einsicht auch nicht zurück.

Aber eigentlich ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass derartige Summen an Konzerne gingen, die allesamt die passenden Politiker auf ihren Gehaltslisten hatten (und noch immer haben). Kohl und Clement sind da nur die Spitze des Eisbergs.
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21.01.2008 14:48 Uhr von divadrebew
 
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Späte Einsicht: Hätten die lieben Herren Politiker mal hin und wieder auf die stellenweise sehr guten Vorschläge der Linkspartei gehört, dann müsste diese Debatte heute nicht geführt werden ;-)
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21.01.2008 16:24 Uhr von Isamu_Dyson
 
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subventionen sind mist! ich frage mal ernsthaft...welches unternehmen kann sich auf lange sicht leisten, nicht in einem land vertreten zu sein?

was wir brauchen sind reimportzölle!
alle subventionen müssen für bildung und forschung ausgebeben werden, das hilft uns auf lange sicht. nicht ein unternehmen, das subventionen bekommt und doch nach 5-10 jahren den abflug macht.

und solange es billiger ist im ausland zu produzieren und dann die waren zu reimportieren nach deutschland, ist es kein wunder warum das betriebe machen. wird aber die einfuhr erschwert, werden sich viele darauf einlassen, auch bei normal bezahlten angestellten hier zu produzieren, wollen sie wettbewerbsfähig bleiben.

aber es ist ja schon seit längeren so, das es wichtiger ist firmen zufrieden zu stellen, man will ihnen ja nichts böses. wenn sie aber die netten angebote annehmen und dann verschwinden ist man ihnen böse.

das ganze ist selbstverschuldet. nokia sind ja nicht die ersten, die millionen kassierten und dicht gemacht haben.

während unsere schulen schlecht ausgestattet sind, studium für den normalbürger zu teuer, wenig geld in forschung fließt, niemand mehr ausbildet.
wen bitte wunder es, das wir schlechte schüler haben, kaum informatik unterricht an schulen, langzeitstudenten, wenig absolventen, kaum fachkräfte? deutschland kaum noch bereiche hat, wo sie führend sind?

an allem ist mal wieder unsere politk schuld...sie ruinieren deutschland und alles zum wohle von unternehmen und deren lobby. das ist eigentlich mehr als ein skandal...das wir alle zusehen wie sie unser deutschland ruinieren und den großteil der bevölkerung in 30-40 jahren in die armut treiben.

wer von den arbeitslosen kann denn privat vorsorgen für die rente? niemand...
schon jetzt befürchtet man eine enormen anstieg der altersarmut bei den jetzt 30-40 jährigen.
dazu kommt die tolle früh und zwangsverrentnung, die die rente dann nochmal absenkt. wenn dann schon bald rente mit 70 kommt wird es noch schlimmer.

alles in allem sind unsere zukunftsaussichten mehr als düster, aber unsere politk malt sie uns weiß. sowas konnten sie schon immer, dafür hat man ja die medien und das volk glaubt bekanntlich alles, was ihm aufgetischt wird.

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